Unscharf, detailarm, glattgebügelt. Die Bildqualität in Jahre gekommener Klassiker enttäuscht nicht selten auf Blu-ray. An den klaren, scharfen und fein aufgelösten Bildern von "Lawrence von Arabien" kann man sich dagegen kaum sattsehen. Für die eindrucksvolle Restaurierung scannten die Spezialisten von Sonys Colorworks-Studio das original 65mm-Kameranegativ in 4k-Auflösung ein, anschließend folgte die digitale Reinigung, Reparatur und Farbkorrektur. Rissen, Verschmutzungen, Hitzeschäden und Verfärbungen wurde so der Garaus gemacht. Mehr zur den einzelnen Maßnahmen erfährt man in der Featurette "Lawrence wird 50", die leider nur auf der exklusiven Bonus-Disc der limitierten Jubiläumsedition zu finden ist. In der rund 100 Euro teuren Box stecken…
Autor: Andreas Oswald
Nina (Li Bingbing) und Sophia (Jeon Ji-hyeon) sind Seelenverwandte seit Kindheitstagen. Als Sophia nach einem Unfall ins Koma fällt, ist Nina gezwungen, ihre bröckelnde Freundschaft zu überdenken. In Sophias Unterlagen entdeckt sie ein Manuskript über zwei Mädchen im alten China – und erkennt darin Parallelen ihrer eigenen gefährdeten Bande. Berührendes Drama nach dem Bestseller von Lisa See. Bild: Der rauscharme Cinemascope-Transfer gefällt mit sehr guter Schärfe und Feinzeichnung. Farben wechseln je nach Stimmung zwischen warmen Orange- und kalten Blautönen. Ton: Der schöne 5.1-Score spielt seidig, luftig und räumlich, Geräusche tönen natürlich. Dialoge wurden nicht vollständig synchronisiert, sondern wechseln zwischen deutscher…
Pünktlich zum Weihnachtsfest geht es im Familienunternehmen von Santa Claus drunter und drüber. Während Steve auf Hightech bei der Geschenkeauslieferung setzt, liest der jüngste Sohn Arthur jeden Wunschzettel persönlich. Weil das Präsent eines Mädchens vergessen wurde, schnappt sich Arthur einen Rentier-Schlitten und düst auf eigene Faust los. Die Knetmasse-Magier von Aardman ("Wallace und Gromit") erweckten den liebevollen Animationsfilm zum Leben. Statt mit Stop-Motion und Knetfiguren entstand das lustige Familienabenteuer aber komplett digital am Rechner. Bild: 2D: Hervorragende Detail- und Kantenschärfe sorgen für einen plastischen 1,78:1-Transfer mit viel HD-Feeling. Die Farben leuchten kräftig, während der ausgewogene Kontrast trotz tiefem Schwarz viel…
Das verstehe, wer will. Für die vier Trailer gibt es eine Play-All-Funktion, durch die 15 Production-Featurettes mit einer Gesamtlaufzeit von rund 100 Minuten muss man sich hingegen mühsam durchklicken. Hier erfährt der Zuschauer unter anderem, dass einige Sets aufgrund ihrer Höhe in Flugzeughallen errichtet wurden, dass man an Batmans Flieger (laut Aussage von Regisseur Nolan eine Mischung aus Harrier Jet und Apache Kampfhubschrauber) fünf Monate bastelte und dass Tom Hardy für seine Rolle binnen weniger Wochen rund 20 Kilo zulegte. Das ist alles interessant, ein zusammenhängendes Making-of wäre uns aber lieber gewesen. In der knapp 60-minütigen Dokumentation "Das Batmobil" lassen…
Im Audiokommentar behauptet Regisseur Len Wiseman, die Kinofassung von "Total Recall" sei seit "Titanic" der erste Film mit "PG-13"-Freigabe, in dem man eine ganze Brust sieht. Das mag stimmen, trotzdem ist die berühmte Szene mit der dreibrüstigen Frau im Director’s Cut expliziter. Davon abgesehen bietet die Langfassung vor allem mehr Computereffeke, die laut Wiseman für die große Leinwand nicht gut genug waren, für zu Hause aber reichen. Hier mag man angesichts moderner Heimkinos geteilter Meinung sein, zumal Wiseman von Blu-ray offenbar noch nichts gehört hat (zumindest spricht er im Kommentar nur von DVD). Wie dem auch sei, wirklich besser machen…
Unter Japans Jugendlichen kursiert das Gerücht über ein todbringendes Videoband. Wer es sich ansieht, soll nach sieben Tagen sterben. Als Reiko (Nanako Matsushima) dem unerklärlichen Tod ihrer Nichte nachgeht, stolpert die Reporterin über das Killer-Video. Der Horror-Klassiker aus Japan setzt auf doppelbödigen Grusel und beklemmende Atmosphäre statt Blut und plakative Schocks. Zeitgleich erscheinen auch die Fortsetzungen "Ring – Spiral" und "Ring 2" sowie das Prequel "Ring 0 – Birthday" auf Blu-ray (siehe Fakten-Check). Bild: Da Sony auf ein Re-Mastering verzichtete, sieht der 1,78:1-Transfer kaum besser aus als die 10 Jahre alte US-DVD von Dreamworks. Vor allem Nahaufnahmen profitieren von der…
Die Obduktion eines ehemaligen Kommilitonen wirft bei Dr. Ando Rätsel auf. Noch mehr staunt der Chirurg, als er hört, dass ein Video schuld am Exitus sei. Schon bald hält der Zweifler das Killer-Tape in den eigenen Händen. Die öde Fortsetzung zu "Ring" (siehe Fakten-Check) versucht den Spuk wissenschaftlich zu erklären – was grandios misslingt. Bild: Auch dem Sequel blieb ein Re-Mastering verwehrt, weshalb Schärfe und Details bescheiden ausfallen. Konträr zum ersten Teil verschmiert der 1,78:1-Transfer in Bewegungen und rauscht zudem kräftig. Ton: Der 5.1-Sound klingt zwar frontlastig, geizt aber nicht mit Dynamik und Bass. Der Score der deutschen Synchronisation unterscheidet…
Schon die "Alien Anthology"-Box bot einen tollen Fundus an Extras. Das Bonusmaterial des in 3D gedrehten "Alien"-Prequels "Prometheus" spielt aber in einer eigenen Liga, zumindest wenn man zur 4-Disc-Collector’s Edition greift. So deckt "Die Entstehung von Prometheus" jeden erdenklichen Aspekt der Produktion ab, von Besetzung, Story und Kostümen über Kreaturen-Design und Stunts bis zur Post-Production und den visuellen Effekten. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn mit einer Laufzeit von 220 Minuten ist sie fast doppelt so lang wie der eigentliche Film. Damit nicht genug, optional kann man die Doku in einem erweiterten Modus abspielen. Dann lassen sich an bestimmten Stellen…
Neu-, Quer- und Wiedereinsteigern liefert die Blu-ray ein wertvolles Extra: "Was bisher geschah" (9:29) resümiert mit ausgewählten Filmausschnitten die drei "Ice Age"-Vorgänger. Damit sind die Segel gesetzt für das vierte Abenteuer der liebenswerten Eiszeit-Bande, die erneut mit irrer Situationskomik und cooler Action verzückt. Als der gefräßige Scrat einer Eichelnuss bis zum Erdkern folgt, löst der putzige Nager eine Kontinentalplattenverschiebung aus. Mammut Manni wird dabei von seiner Familie getrennt und driftet mit Diego und Sid auf einer Eisscholle ins offene Meer hinaus. Dort hindern böse Piraten die unfreiwilligen Seefahrer an ihrer Heimkehr. Trotz einem fetten Einspiel von 875 Millionen Dollar fallen…
Drogen-Dealer Frank (Richard Coyle) will in London vom kleinen Fisch zum Schwergewicht aufsteigen. Doch als sein großer Coup misslingt, muss er Freunde und Familie verraten, um seine eigene Haut zu retten. Überflüssiges Remake des gleichnamigen dänischen Kult-Thrillers von 1996. Bild: 2D: Der überzogene Kontrast und die sehr gute Detail- wie Kantenschärfe sorgen für einen plastischen Cinemascope-Transfer mit modernem Hochglanz-Finish. Farben wirken je nach Szene mal blass, mal grell leuchtend. 3D: Das konvertierte 3D-Bild rückt etwas nach hinten, Inhalte sehen aber fast genauso flach aus wie in der 2D-Version. Ton: Die sphärische Elektronik-Musik des 7.1-Upmix spielt räumlich und dynamisch, die Disco-Szenen…