Autor: Andreas Oswald

L.A. Cop Marion Cobretti (Sylves­ter Stallone) jagt eine Armee von Psychopathen, die mit Gewalt eine ‚Neue Ordnung‘ errichten wollen – wobei auch die Zeugin (Brigitte Nielsen) ihres jüngsten Blutbads dran glauben muss. Stallones harte aber nicht übermäßig spannende 80er-Jahre-Version von "Dirty Harry" ist nach über 25 Jahren erstmals ungeschnitten in Deutschland erhältlich (siehe Fakten-Check). Bild: Ohne jegliches Remastering sieht der 1,78:1-Transfer leider äußerst mittelmäßig aus. So lässt die Detailauflösung zu Wünschen übrig, die Farben wirken meist blass und das Bild wird regelmäßig von teils heftigem Rauschen und Verschmutzungen geplagt. Ton: Die deutsche 2.0-Abmischung klingt für eine 26 Jahre alte Produktion…

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Keine Farbe, kein Cinemascope, kein hörbares Wort. Stattdessen kommt Michel Hazanavicius‘ charmante Hommage an das klassische Hollywoodkino der 30er als Stummfilm daher; in Schwarzweiß, im 4:3-Bildformat und mit Text­tafeln statt Dialogen. "Ich hatte einfach Lust dazu", sagt Hazanavicius im Making-of zu seinem überraschend erfolgreichen Experiment, das Publikum wie Kritiker gleichermaßen begeisterte. Neben fünf Oscars (Regie, Musik, Hauptdarsteller, Kostüme und bester Film) spielte die französisch-belgische Ko-Produktion mit 150 Millionen Dollar das Zehnfache ihrer Produktionskosten ein. Der aufkommende Tonfilm treibt Stummfilm-Star George Valentin (Jean Dujardin) in den beruflichen und seelischen Abgrund. Währenddessen avanciert Starlett Peppy Miller (Bérénice Bejo) zur gefeierten Leinwandikone. Verliebt…

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Mit einem Touristen-Bus machen die Beatles eine Reise ans Meer. Der abgefahrene Musikfilm-Klassiker von und mit den Beatles punktet mit kuriosem Brit-Humor und toller Musik. Trotz Restaurierung sieht das 4:3-Bild wie eine schlechte DVD aus. Schärfe und Details sind mangelhaft, in vielen Szenen rauscht es stark und Inhalte verschmieren. Der englische 5.1-Upmix spielt meist nur von vorne und liefert weder Bass noch Dynamik. Die Musikeinlagen klingen agiler und räumlicher, Gesang tönt aber dünn. Deutschen Ton gibt es nicht, dafür deutsche Untertitel. Als Bonus bringt die Blu-ray einen Audiokommentar von Paul McCartney sowie ein neues Making-of (19:03). Dazu gesellt sich allerlei…

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Der legendäre Doors-Auftritt entstand 1968 im nicht minder namhaften "Hollywood Bowl". Erstmals hat man die Originalmitschnitte digitalisiert und restauriert. Der Sound wurde von Doors-Toningenieur Bruce Botnick auf Grundlage der originalen Mehrspurbänder remastert. Mit Erfolg, denn der dynamische 5.1-Ton klingt glasklar und plastisch. Instrumente sind auf den Punkt ortbar und spielen auf breiter Stereofront. Die Drums trommeln leider etwas dünn und Jim Morrisons Mikro verzerrt gerne mal. Dank weiträumiger und authentischer Klangkulisse gibt’s trotzdem knappe vier Punkte. Der 1,78:1-Transfer enttäuscht mit geringer Detail- und Kantenschärfe, auch weil ein Rauschfilter alles glattbügelt. Das ultratiefe Schwarz verschluckt die meisten Graustufen und Farben fehlt…

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In diesem Live-Mitschnitt entführt Progressive-Rocker Steven Wilson in ein imposantes Konzerterlebnis aus Licht, Projektionen und psychedelischen Gitarrenklängen. Aufgenommen wurde im Teatro Metropolitan von Mexico City, für Surround-Sound sorgten PA-Boxen hinter dem Publikum. Auch auf Blu-ray trumpft der 5.1-Sound mit guter Räumlichkeit und viel Live-Atmosphäre auf. Instrumente spielen transparent und ortbar, teils klingen Gitarren auch stark von hinten. Den präzisen Drums fehlt aber Druck. Der 1,78-Transfer enttäuscht mit starkem Rauschen und geringer Schärfe. Während der ers­ten 30 Minuten hängt ein dünner Projektionsvorhang vor der Bühne, der Feinauflösung im Bild verhindert. Als Bonus gibt es eine Bildergalerie sowie ein experimentelles Road-Movie (11:47).…

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Im Sommer 2012 gingen Bernd Heinrich Graf und seine Düsterrocker von Unheilig anlässlich des neuen Albums "Lichter der Stadt" auf eine ausverkaufte Open-Air-Tour durch Deutschland. Allein 35.000 begeisterte Fan besuchten den emotionsgeladenen Power-Auftritt im Kölner Rhein-Energie-Stadion, den man sich jetzt auch auf Blu-ray ins Wohnzimmer holen kann. Bild- und Tonqualität: Der lebendige 5.0-Sound (mit 96 Khz) klingt transparent und weiträumig. Trotz des großen Klangfeldes sind die Instrumente sauber ortbar, die E-Gitarren rocken dynamisch und nicht zu aggressiv in den Höhen. Die Drums liefern gute Kickbässe, der fehlende Bass­kanal wird mit mangelndem Tiefdruck quittiert. Die Stimme des Grafen klingt körperhaft, leider…

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Das Goldfieber zieht zu Beginn des 20. Jahrhunderts den jungen Anwalt Elam Harnish (Rüdiger Bahr) nach Alaska. Dort macht er ein Vermögen – nur um es wieder zu verlieren. Vier Jahre nach "Der Seewolf" drehte Starregisseur Wolfgang Staudte auch diesen spannenden ZDF-Vierteiler; abermals nach einer Jack-London-Vorlage. Schärfe und Details des rauscharmen 4:3-Transfers überzeugen meist nur in Nahaufnahmen. Der Monoton klingt saft- und kraftlos. Extras: 23 entfallene Szenen (54:27) aus der Rohschnitt-Fassung von 1975, Booklet. Die Wertung Film 5 von 6 Punkten Bildqualität 3 von 6 Punkten Tonqualität 1 von 6 Punkten Bonusmaterial 2 von 6 Punkten …

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Trapper Nat (Hellmut Lange) und Indianerfreund Chingachgook (Pierre Massimi) erleben in der Wildnis Amerikas zahlreiche Abenteuer. Der ZDF-Vierteiler frei nach den Erzählungen von James Fenimore Cooper begeisterte 1969 Presse wie Publikum. Schärfe und Details des 4:3-Transfers erreichen nur Mittelmaß; ein Rauschfilter raubt viel Feinzeichnung und verschmiert Bewegungen. Trotzdem sind stehende Rauschmuster präsent. Dafür überzeugen die frischen Farben und der geringe Verschmutzungsgrad. Der Ton spielt im damals üblichen Mono. Für Teil 3 lassen sich zwei Synchronisationen anwählen: In der Originalfassung sind an einigen Stellen Dialoge hörbar, obwohl niemand spricht. Die 2012er-Überarbeitung korrigierte betreffende Passagen. An Extras birgt das Doppel-Disc-Set ein Booklet…

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Nachts verwandelt sich Krankenpfleger Josh (Sam Huntington) in einen Werwolf, Kollege Aidan (Sam Witwer) in einen Vampir. Um aufeinander aufzupassen, bilden die zwei eine WG und stoßen in ihrer neuen Wohnung unerwartet auf Geist Sally (Meaghan Rath). Die kurzweilige Horror-Dramedy ist ein Remake der gleichnamigen BBC-Serie von 2008. Das Doppel-Disc-Set birgt neben 13 Episoden ein informatives Making-of (47:57). Der rauscharme 1,78:1-Transfer könnte detailreicher sein, der 5.1-Sound spielt räumlich und dynamisch. Die Wertung Serie 4 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 4 von 6 Punkten Bonusmaterial 2 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter…

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Als der Schiffbrüchige van Weyden (Edward Meeks) von einem Robbenfänger aufgelesen wird, macht der brutale Kapitän Larsen (Raimund Harmstorf) dem Schriftsteller die Reise zur Hölle. Der packende TV-Vierteiler nach dem Abenteuerklassiker von Jack London zählt zu den bekanntesten der ZDF-Advents-Mehrteiler aus den 70ern. Schärfe und Details des 4:3-Bildes bewegen sich meist auf ordentlichem Niveau, leider mischen sich bisweilen Einstellungen in unterirdischer Qualität darunter. Ton gibt es nur in Mono. Extras: Making-of (17:48), Booklet, Trailer. Die Wertung Serie 5 von 6 Punkten Bildqualität 3 von 6 Punkten Tonqualität 1 von 6 Punkten Bonusmaterial 1 von 6 Punkten …

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