Autor: Andreas Oswald

Wie wir im Bonusmaterial an mehreren Stellen erfahren (offenbar sind alle Beteiligten sehr stolz darauf), basiert diese Hercules-Verfilmung weniger auf der klassischen Heldensage, sondern auf den Graphic Novels von Steve Moore. So bekommt der Zuschauer statt den zwölf legendären Prüfungen eine gänzlich andere Story aufgetischt, die belangloser leider nicht sein könnte. Als ein entsetzlicher Feind sein Volk bedroht, müssen Hercules (Dwayne Johnson) und seine furchtlosen Krieger (u.a. Ian McShane, Rufus Sewell) das Reich vom teuflischen Zentaur Rhesus (Tobias Santelmann) befreien, der für Tod und Verwüstung im ganzen Land sorgt. War das familiengerechte Fantasy-Action-Aben­teuer im Kino noch ab 12 Jahren freigegeben,…

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Der ab 18 Jahren freigegebene Director‘s Cut ist zwar brutaler als die 16er-Kinofassung, aber im Vergleich zu den Vorgängern noch immer ziemlich blutleer. Das überrascht nicht, war der dritte Einsatz der „Entbehrlichen“ doch von Anfang an für eine familienfreundliche PG-13-Freigabe (irgendwo zwischen FSK12 und FSK16) ausgelegt. Ein Fehler, wie sich herausstellte, denn trotz aufgestockter Star-Power (u.a. Harrison Ford, Wesley Snipes, Antonio Banderas) waren die Fans von der weichgespülten Action in Kombination mit den jugendlichen Neuzugängen enttäuscht, das Einspiel lag mit 200 Millionen US-Dollar gut ein Drittel unter dem des zweiten Teils. Kein Wunder, dass Sylvester Stallone jüngst verkündete, der vierte…

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Basierend auf der Annahme, der Mensch benutze nur zehn Prozent seines Gehirns, bastelt der französische Filmemacher Luc Besson („Das fünfte Element“, „Leon, der Profi“) einen philosophisch angehauchten SciFi-Action-Thriller der gewöhnungsbedürftigen Art. Während eines Urlaubs in Taipeh gerät Lucy (Scarlett Johansson) in die Fänge des mysteriösen Mr. Chang. Für ihn soll die hübsche US-Studentin eine neuartige Droge nach Europa schmuggeln, die ihr gewaltsam in den Bauch implantiert wird. Doch als sie sich wehrt, gelangt die gefährliche Substanz in ihren Blutkreislauf und Lucy entwickelt übermenschliche kognitive Fähigkeiten. Dass die Zehn-Prozent-Annahme unter Fachleuten umstritten ist, verdeutlicht der leider zu kurz geratene Bonusbeitrag „Hirnkapazität:…

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Nachdem Tochter Cassandra praktisch vor seinen Augen entführt wird, gerät der Vater (Ryan Reynolds) ins Visier der Polizei (Scott Speedman, Rosario Dawson). Nach Jahren ergebnisloser Ermittlungen tauchen im Internet Lebenszeichen auf. Obwohl wenig passiert, zieht die atmosphärisch inszenierte Thriller-Studie den Zuschauer in ihren Bann. Bild: Der leicht reduzierte Kontrast und die entsättigten Farben geben die in vielerlei Hinsicht eisige Atmosphäre gut wieder. Die Schärfe und Detailzeichnung ist meist gut. Ton: Effekte und Musik der wenig dynamischen 5.1-Abmischung verteilen sich angenehm über die Stereofront. Auch die Dialoge nutzen nicht nur den Center (z.B. 59:44). Extras: B-Roll (7:34), Interviews (20:30). Die Wertung …

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1871: Im Affekt erschießt Farmer John (Mads Mikkelsen) den Mörder seiner Familie und löst damit eine Welle der Gewalt aus. Der Bruder des Getöteten fordert Johns Kopf und erpresst mit seiner Gangs­terbande die ganze Siedlung, die schon bald im Blut versinkt. Mads Mikkelsen als dänischer Siedler im amerikanischen Niemandsland legt in dieser brutalen Western-Hommage an Sergio Leone und Co. einen ebenso überzeugenden Auftritt hin wie Jeffrey Dean Morgan als Outlaw-Baron und Eva Green, deren Absichten als mysteriöse Stumme zuerst unklar bleiben. Neben der erstklassigen Besetzung, einer teils apokalyptisch anmutenden Optik und der packenden Inszenierung des dänischen Ex-Dogma-Filmers Kristian Levring werden…

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Als Tochter eines englischen Edelmanns und einer farbigen Sklavin wächst Dido (Gugu Mbatha-Raw) in der liebevollen Obhut adeliger Zieheltern auf. In den Augen der Gesellschaft bleibt sie aber nur eine niedere Mulattin – was angesichts der angestrebten Heirat zu Problemen führt. Optisch berauschender Kostümfilm mit sozialkritischen Tönen und erstklassiger Darstellerriege. Bild: Feine Detailzeichung, hohe Schärfe und natürliche Farben bei perfektem Kontrast heben den rauschfreien 2,35:1-Transfer in die Referenzklasse. Ton: Trotz 5.1-Mix spielt sich das Meiste vorne ab, auch den Score hätten wir uns räumlicher gewünscht. Nur gelegentlich verirren sich ein paar Geräusche (Kutschen, Stadtlärm) auch auf die Rears. Extras: Hinter…

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Für einen Anstellungsvertrag in Las Vegas tanzen Sean (Ryan Guzman) und sein Ensemble gegen nicht minder talentierte Rivalen. Der fünfte „Step-Up“-Film erklärt das Drehbuch zur Nebensache und konzentriert sich auf die hervorragend choreografierten Tanznummern. Bild 2D: Das rauscharme 1,85:1-Bild sieht scharf, gut aufgelöst und in Farben leicht übersättigt aus. Bild 3D: Die hohe Raumtiefe und Plastizität holen die Akrobatik noch mitreißender auf den Schirm. Ton: Fette Bässe, räumliche Musik und die lebendige Geräuschkulisse sichern 5 Punkte. Der Dolby-Atmos-Ton der US-Blu-ray fehlt der deutschen Disc leider. Extras: „Ryans Lieblingstanzszenen“ (19:15), entfallene Szenen (9:22), „Das Ensemble“ (9:49), „Das groovige Tanzfinale“ (5:36), zwei…

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Der New Yorker Polizist Ralph Sarchie (Eric Bana) geht einer Reihe von bizarren und verstörenden Verbrechen nach. Als er entdeckt, dass offenbar übernatür­liche Kräfte im Spiel sind, bittet er einen unkonventionellen Jesuitenpriester und Exorzisten um Hilfe. Genrespezialist Scott Derrickson („Sinister“) inszenierte mit „Erlöse uns von dem Bösen“ eine düster-atmosphärische Mischung aus Polizei- und Horrorfilm, die von wahren Fällen inspiriert wurde. Bild: Trotz Düster-Optik und obligatorischem Dauer­regen präsentiert sich dem Betrachter ein HD-Bild der Spitzenklasse. Egal ob Hauttexturen, Angstschweiß oder Bartstoppeln, alle Details werden mit feinen Konturen auf der Leinwand bzw. dem Fernseher abgebildet. Auch an dem ausgewogenen Kontrastumfang des meist…

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Als Flugzeug-Ingenieur macht sich der junge Japaner Jiro Horikoshi einen Namen, auch bei der Konstruktion von Kampfmaschinen für den Zweiten Weltkrieg. Während es beruflich steil bergauf geht, verschlechtert sich die Gesundheit seiner Frau zunehmend. Gleichsam poetische wie nachdenkliche Hommage an die Fliegerei von Anime-Meister Hayao Miyazaki, der hier seine letzte Regiearbeit abliefert. Bild: Schärfe, Feinaufösung, Kontrast und Farben sind durchweg hervorragend; auch an der Kompres­sion gibt es nicht das Geringste zu bemängeln. Ton: Aus nicht nachvollziehbaren Gründen wurde der Film nur in Mono produziert, klanglich ist aber alles in Ordnung. Extras: Pressekonferenz (82:46), Storyboards zum kompletten Film (126:43), Trailer, drei…

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Eine von ihrem Freund verlassene Song­writerin und ein abgehalfterter Musikproduzent nehmen gemeinsam in New York eine Platte auf – und bringen damit ihr Leben wieder auf die Reihe. Authentisch erzählte Liebesgeschichte mit viel Musik und schönen New-York-Schauplätzen. Bild: Trotz kleinem Budget gibt es dank Digitaldreh mit 5K-Red-Epic-Kameras ein großes Bild. Durchgehend präsentiert sich dem Betrachter eine knackscharfe und detailreiche Optik – selbst einzelne graue Haare in Mark Ruffalos Gesicht sind zu erkennen. Ton: Vor allem die von den Darstellern performten Songs klingen hervorragend, sowohl was die Präzision als auch die Nutzung aller Lautsprecher anbelangt. Die Effektkulisse hält sich hingegen zurück. …

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