Autor: Andreas Oswald

Wegen Verleumdung wird Samurai Ogami Itto (Tomisaburo Wakayama) vom Edo-Shogunat zum Staatsfeind erklärt. Mit seinem Sohn auf der Flucht, verdient sich der Meister-Schwertkämpfer fortan als Auftragsmörder seine Brötchen. Bildgewaltig, blutig, supercool: Die sechsteilige Reihe zählt zu den Highlights des japanischen Chanbara-Kinos. Die Box enthält alle Filme verteilt auf drei Blu-rays. Bild: Die Qualität aller Filme ist nahezu identisch: Schärfe und Details vermitteln nur in Nahaufnahmen HD-Feeling, in Totalen wirken die 2,35:1-Transfers oft verwaschen. Teils kräftiges Rauschen stört ebenso wie die vielen Verschmutzungen. Noch 3 Punkte. Ton: Der japanische Mono-Track geht tonal in Ordnung, in Deutsch gibt es nur Untertitel. Extras:…

Weiterlesen

Als 1993 in einer tiefreligiösen Gemeinde drei Jungen ermordet werden, sind die Täter schnell ausgemacht und werden trotz widersprüchlicher Beweislage verurteilt. Ermittler Ron Lax (Colin Firth) wähnt einen Justizirrtum und will die Wahrheit ans Licht bringen. Trotz beachtlicher Besetzung kommt das auf wahren Begebenheiten beruhende Drama nicht über „Fernsehfilm der Woche“-Niveau hinaus. Bild: Das von warmen Brauntönen, Gegenlichtaufnahmen und diffusen Lichtquellen geprägte Bild ist zwar ausreichend scharf, Details werden aber nicht immer gut durchgezeichnet. Nur bei perfekter Ausleuchtung (69:38) gibt es vollwertiges HD-Feeling. Ton: Wie bei dialoglastigen Dramen üblich, sorgt meist nur der Score für etwas Räumlichkeit. Extras: Leider birgt…

Weiterlesen

Einmal im Jahr ist jedes Verbrechen erlaubt und es gibt nur ein Ziel: Überlebe diese Nacht! Statt Home-Invasion-Thriller ist das kurzweilige Sequel des Überraschungshits „The Purge“ ein kompromissloser Survival-Actioner mit einer Prise Sozialkritik. Bild: Obwohl der Film größtenteils nachts mit oft bescheidener Szenenausleuchtung spielt, ist die Detail- und Kantenschärfe größtenteils gut bis sehr gut. In einigen Einstellungen könnte das Rauschen etwas feiner sein. Noch fünf Punkte. Ton: Der 5.1-Mix (HD-Ton gibt es nur bei englischer Sprachwahl) überzeugt mit einer atmosphärischen Rear-Kulisse und detailreichen Stereo-Front. In puncto Dynamik und Bass wäre mehr möglich gewesen. Extras: „Hinter den Kulissen“ (8:29), entfallene Szenen…

Weiterlesen

Der traumatisierte Ex-Soldat Ryan Reeve (Noel Clarke) erwacht im Kofferraum eines Vans. Ihm bleiben 9 Minuten und 47 Sekunden um herauszufinden, wie und warum er entführt wurde. Spannender, zuweilen an „Memento“ erinnernder SciFi-Thriller. Bild: Trotz einer teils problematischen Ausleuchtung (diffuse Lichtquellen, Gegenlichtaufnahmen) ist die Detail- und Kantenschärfe meist gut, die Tiefenwirkung könnte hingegen besser sein. Ton: Die Identitätswechsel des Protagonisten werden von einer ausgeprägten Surroundkulisse begleitet, auch der treibende Score während der ungewöhnlichen Kampfszenen gefällt. Extras: „Produktionsdesign“ (10:06), „Die Kunst des Kampfes“ (10:42), „Vom Drehbuch auf die Leinwand“ (9:20). Die Wertung Film 4 von 6 Punkten Bildqualität 4 von…

Weiterlesen

Trotz erfolgreichem Job und hübscher Freundin (Rosamunde Pike) ist der Londoner Psychiater Hector (Simon Pegg) vom Leben frustiert – ohne zu wissen warum. Kurzerhand begibt er sich auf eine gefähr­liche, aber vor allem lustige und emotionale Reise um den ganzen Erdball mit nur einem Ziel: das wahre Glück zu finden. Dank hochwertiger Besetzung (u.a. Jean Reno, Stellan Skarsgård) und exotischen Locations unterhaltsame Leinwand-Adaption von François Lelords Weltbestseller. Bild: Nach farblich zurückhaltendem Beginn wird das Cinemascope-Bild mit Antritt von Hectors Weltreise bunt und kontrastreich, versprüht aber bewusst nie polierten Postkarten-Hochglanzlook. Bei gut ausgeleuchteten Szenen ist die Schärfe und Detailzeichnung meist sehr…

Weiterlesen

Mit einem selbstgedrehten Sexvideo wollen Jay und Annie (Jason Segel, Cameron Diaz) das Feuer der Leidenschaft neu entfachen. Dummerweise landet der Heimporno auf den Tablets ihrer Bekannten. Kecke Komödie im Judd-Apatow-Stil („Beim ersten Mal“, „Brautalarm“, „Männertrip“). Bild: Die Schärfe ist gut, allerdings wirkt die warme Farbgebung übersättigt und nicht immer natürlich. In dunklen Bereichen saufen oft Details ab (60:30). Ton: Die Musik verteilt sich angenehm über die Stereo-Front und bezieht auch die rückwärtigen Lautsprecher mit ein. An Effekten gibt es aber nicht viel. Extras: „Witze, Witze, Witze!“ (4:55), „Den Moment festhalten“ (5:48), „Romantischer Neustart“ (9:56), „Treffen mit Hank Rosenbaum“ (2:27),…

Weiterlesen

Jahrhundert-Tornados verwüsten die amerikanische Kleinstadt Silverton. Nicht nur Schulleiter Morris (Richard Armitage) und seine Söhne sehen sich den Naturgewalten ausgeliefert, auch für ein Team von Sturmjägern (u.a. Sarah Wayne Callies, Matt Walsh) wird der Doku-Dreh ihres Lebens zum Albtraum. Wie einst „Twis­ter“ kreuzt das Katastrophenspektakel menschliche Schicksale mit wütenden Stürmen, die trotz eher moderatem Budget von 50 Millionen Dollar imposant über die Leinwand toben. Bild: Dem schlechten Wetter angepasst präsentiert sich der mitunter etwas düster geratene 1,78:1-Transfer mit blassen und blaustichigen Farben. Die Schärfe und Detailzeichnung bewegen sich hingegen meist auf hohem Niveau, auch wenn die Plastizität oft vom Winde…

Weiterlesen

Da der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull den Flugverkehr lahmlegt, muss ein zerstrittenes Ex-Ehepaar auf dem Landweg zur Hochzeit seiner Tochter touren. Der Beginn eines euro­päischen Höllentrips. Die Gehässigkeiten, die sich Frankreichs Komödien-Asse Dany Boon und Valérie Bonneton in diesem turbulenten Rosenkrieg an den Kopf knallen, sind eine Klasse für sich. Bild: Der angehobene Kontrast und ein leichter Gelbstich sorgen für strahlende Bilder mit Sommer-Flair. Schärfe und Detailzeichnung wirken dagegen nie so richtig knackig. Ton: Während die nicht sonderlich dynamischen Geräusche oft räumlich rüberkommen, spielt sich bei der Musik viel vorne ab. Extras: Making-of (25:42), Outtakes (3:54), Trailer. Die Wertung …

Weiterlesen

„[Rec] 4“ knüpft unmittelbar an den zweiten Teil an: Nach dem Virenausbruch wird Reporterin Angela (Manuela Velasco) auf ein Quarantäne-Schiff (siehe Kasten) verfrachtet, wo Wissenschaftler den Erreger erforschen. Kaum besser als der „[Rec] 3“-Total­ausfall verzichtet auch der neueste Aufguss auf die Found-Footage-Optik der ersten beiden Filme. Trotz 16er-Freigabe spritzt reichlich Blut. Bild: Zwar spielt der Film meist unter Deck, trotzdem bleiben die rauschfreien Bilder scharf, detailliert und in Graustufen differenziert. Ton: Die steten Schiffsgeräusche liefern eine klaustrophobische Rundumbeschallung. Während der Schockmomente hätten wir uns mehr Bass und Dynamik gewünscht. Extras: Making-of (26:49), Trailer. Die Wertung Film 3 von 6…

Weiterlesen

Der Hausherr eines kolumbianischen Provinzhotels hält seine Tochter im Keller gefangen. Als neugierige Gäste das Mädchen befreien, entfesseln sie unwissentlich die Hölle. Atmosphärische wie anspruchlose B-Horrorkost für zwischendurch. Auch als 3D-Blu-ray erhältlich. Bild: Die verregnete Berglandschaft und schäbigen Locations lassen kaum Platz für bunte Farben, Blut strahlt aber in sattem Rot. Schärfe und Details sind gut, könnten aber knackiger sein. Graustufen werden auch in dunklen Szenen sauber durchgezeichnet. Ton: Der permanente Regen, Geräusche im Hotel und der Score wurden teils recht räumlich abgemischt. Schockszenen hinterlassen aufgrund eingeschränkter Dynamik aber wenig Eindruck. Extras: Making of (9:45), Interviews (30:52), Trailer. Die Wertung …

Weiterlesen