Autor: Andreas Oswald

Trotz seiner knapp 80 Jahre scheut Leonard Cohen keine Konzerte, im Gegenteil: Ganze drei Stunden dauerte sein Auftritt in der O2-Arena von Dublin, wo die Folk/Blues-Legende Hits seiner langen Karriere zum Besten gab. Der 5.0-Mix der Blu-ray verteilt die Instrumente breit, plastisch, körperhaft und sauber ortbar über die Front, von wo sie angenehm nach hinten hallen; Bass dürfte mehr sein. Cohens rauchiger Gesang klingt leider etwas nach ‚Mikrofon‘. Das scharfe wie rauscharme Bild ist hingegen top. Zur Blu-ray samt drei Bonus-Songs (16:26) stecken im Digipak auch drei CDs vom Dublin-Konzert. Die Wertung Musik 4 von 6 Punkten Bildqualität 5…

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Dass Reggae-Rhythmen hervorragend ‚unplugged‚ funktionieren, bewies Gentleman bei seinem MTV-Konzert im Kölner Stadtgarten. Unterstützung gab es von seiner achtköpfigen Band „The Evolution“ sowie zahlreichen Gastmusikern aus Deutschland und Jamaika. Die Blu-ray fängt das Konzert mit schöner Live-Akustik des kleines Raumes ein, alles tönt natürlich, ortbar und klar; selbst der Bass macht Druck. Auf den Rears tut sich aber nicht viel. Am Bild gibt es wenig auszusetzen. Bonus: ein Making-of (28:08). Die Wertung Musik 4 von 6 Punkten Bildqualität 5 von 6 Punkten Tonqualität 4 von 6 Punkten Extras 2 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter…

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Mit mageren 60 Minuten Spielzeit schaffte es leider nur ein Teil des tollen Konzerts in der Londoner Royal Albert Hall auf die Blu-ray, die sich die Spielzeit auch noch mit dazwischengeschnittenen Interviews teilen muss. Auch der Ton enttäuscht aufgrund eines fehlenden 5.1-Mixes. Immerhin spielt der PCM-Stereo-Sound klar, dynamisch, ortbar und mit glaubhafter Akustik der Albert Hall; Bass dürfte aber mehr drücken. Das rauschfreie 2,35:1-Bild ist scharf und detailliert, allerdings fehlt tiefes Schwarz. Keine Extras. Die Wertung Musik 4 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 3 von 6 Punkten Extras 0 von 6 Punkten Die…

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Rund 1,5 Millionen Fans wollten 2013 Robbie Williams‘ Europa-Tour „Take The Crown“ sehen. Allein 70.000 erlebten das fulminante Show-Spektakel im estnischen Tallinn. Den Schwerpunkt legte Williams dabei weniger auf seine jüngsten Swing-Nummern als vielmehr auf seine gestandenen Rock- und Pop-Hits, darunter „Let Me Entertain You”, “Monsoon”, “Come Undone”, „Rock DJ”, “Feel”, “She‘s The One” und “Angels”. Bild- & Tonqualität: Der 5.1-Mix holt das Konzert mit authentischer Live-Atmosphäre ins Wohnzimmer, Williams kräftiger Gesang erklingt klar, natürlich und gut verständlich. Instrumente schallen leider flach und direkt, teils auch etwas dumpf und zu isoliert aus dem Frontboxen – wie etwa die Big-Band-Bläser. Dafür…

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In einer französischen Bergstadt tauchen einst verstorbene Menschen wieder auf. Zeitgleich erschüttern grausige Morde die Gemeinde. Gespenstisch, geheimnisvoll – Tipp für Mystery-Fans. Die französische Produktion erhielt sogar einen Emmy. Das rauscharme 1,78:1-Bild sieht scharf und detailliert aus, dunkle Szenen zeigen statt Schwarz ein Blaugrau. Während der Score räumlich spielt, tönen Effekte unspektakulär von vorn. Extras: Interviews (4:24), Featurettes (13:23), Pilotfolge von „Crossing Lines“. Die Wertung Serie 5 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 3 von 6 Punkten Extras 3 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter Studiocanal Format Blu-ray Discs / Folgen 2…

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Auf der Karibikinsel Santa Compana regiert der diabolische Pirat Edward Teach (charismatisch wie eh und je: John Malkovich), auch Blackbeard genannt, über eine Nation von Dieben, Gesetzlosen und Schurken. Doch dieser einzigartige Ort, teils Slum, teils Plündererparadies, avanciert zunehmend zur Bedrohung des internationalen Handels. Deshalb wird der britische Spion Tom Lowe (Richard Coyle) dorthin entsandt, um den brillanten wie charismatischen Blackbeard zu töten. Nach vielversprechendem Auftakt verliert sich die von ihrer Grundkonstellation an „Apocalypse Now“ erinnernde Story leider in Nebenkriegsschauplätzen. Trotz des Cover-Vermerks „1. Staffel“ wurde die Serie nach nur neun Folgen eingestellt. Bild- und Tonqualität: Mit hoher Detailzeichnung,…

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Wie wir im Bonusmaterial an mehreren Stellen erfahren (offenbar sind alle Beteiligten sehr stolz darauf), basiert diese Hercules-Verfilmung weniger auf der klassischen Heldensage, sondern auf den Graphic Novels von Steve Moore. So bekommt der Zuschauer statt den zwölf legendären Prüfungen eine gänzlich andere Story aufgetischt, die belangloser leider nicht sein könnte. Als ein entsetzlicher Feind sein Volk bedroht, müssen Hercules (Dwayne Johnson) und seine furchtlosen Krieger (u.a. Ian McShane, Rufus Sewell) das Reich vom teuflischen Zentaur Rhesus (Tobias Santelmann) befreien, der für Tod und Verwüstung im ganzen Land sorgt. War das familiengerechte Fantasy-Action-Aben­teuer im Kino noch ab 12 Jahren freigegeben,…

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Basierend auf der Annahme, der Mensch benutze nur zehn Prozent seines Gehirns, bastelt der französische Filmemacher Luc Besson („Das fünfte Element“, „Leon, der Profi“) einen philosophisch angehauchten SciFi-Action-Thriller der gewöhnungsbedürftigen Art. Während eines Urlaubs in Taipeh gerät Lucy (Scarlett Johansson) in die Fänge des mysteriösen Mr. Chang. Für ihn soll die hübsche US-Studentin eine neuartige Droge nach Europa schmuggeln, die ihr gewaltsam in den Bauch implantiert wird. Doch als sie sich wehrt, gelangt die gefährliche Substanz in ihren Blutkreislauf und Lucy entwickelt übermenschliche kognitive Fähigkeiten. Dass die Zehn-Prozent-Annahme unter Fachleuten umstritten ist, verdeutlicht der leider zu kurz geratene Bonusbeitrag „Hirnkapazität:…

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Der ab 18 Jahren freigegebene Director‘s Cut ist zwar brutaler als die 16er-Kinofassung, aber im Vergleich zu den Vorgängern noch immer ziemlich blutleer. Das überrascht nicht, war der dritte Einsatz der „Entbehrlichen“ doch von Anfang an für eine familienfreundliche PG-13-Freigabe (irgendwo zwischen FSK12 und FSK16) ausgelegt. Ein Fehler, wie sich herausstellte, denn trotz aufgestockter Star-Power (u.a. Harrison Ford, Wesley Snipes, Antonio Banderas) waren die Fans von der weichgespülten Action in Kombination mit den jugendlichen Neuzugängen enttäuscht, das Einspiel lag mit 200 Millionen US-Dollar gut ein Drittel unter dem des zweiten Teils. Kein Wunder, dass Sylvester Stallone jüngst verkündete, der vierte…

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1871: Im Affekt erschießt Farmer John (Mads Mikkelsen) den Mörder seiner Familie und löst damit eine Welle der Gewalt aus. Der Bruder des Getöteten fordert Johns Kopf und erpresst mit seiner Gangs­terbande die ganze Siedlung, die schon bald im Blut versinkt. Mads Mikkelsen als dänischer Siedler im amerikanischen Niemandsland legt in dieser brutalen Western-Hommage an Sergio Leone und Co. einen ebenso überzeugenden Auftritt hin wie Jeffrey Dean Morgan als Outlaw-Baron und Eva Green, deren Absichten als mysteriöse Stumme zuerst unklar bleiben. Neben der erstklassigen Besetzung, einer teils apokalyptisch anmutenden Optik und der packenden Inszenierung des dänischen Ex-Dogma-Filmers Kristian Levring werden…

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