Als 1993 in einer tiefreligiösen Gemeinde drei Jungen ermordet werden, sind die Täter schnell ausgemacht und werden trotz widersprüchlicher Beweislage verurteilt. Ermittler Ron Lax (Colin Firth) wähnt einen Justizirrtum und will die Wahrheit ans Licht bringen. Trotz beachtlicher Besetzung kommt das auf wahren Begebenheiten beruhende Drama nicht über „Fernsehfilm der Woche“-Niveau hinaus. Bild: Das von warmen Brauntönen, Gegenlichtaufnahmen und diffusen Lichtquellen geprägte Bild ist zwar ausreichend scharf, Details werden aber nicht immer gut durchgezeichnet. Nur bei perfekter Ausleuchtung (69:38) gibt es vollwertiges HD-Feeling. Ton: Wie bei dialoglastigen Dramen üblich, sorgt meist nur der Score für etwas Räumlichkeit. Extras: Leider birgt…
Autor: Andreas Oswald
Mit einem selbstgedrehten Sexvideo wollen Jay und Annie (Jason Segel, Cameron Diaz) das Feuer der Leidenschaft neu entfachen. Dummerweise landet der Heimporno auf den Tablets ihrer Bekannten. Kecke Komödie im Judd-Apatow-Stil („Beim ersten Mal“, „Brautalarm“, „Männertrip“). Bild: Die Schärfe ist gut, allerdings wirkt die warme Farbgebung übersättigt und nicht immer natürlich. In dunklen Bereichen saufen oft Details ab (60:30). Ton: Die Musik verteilt sich angenehm über die Stereo-Front und bezieht auch die rückwärtigen Lautsprecher mit ein. An Effekten gibt es aber nicht viel. Extras: „Witze, Witze, Witze!“ (4:55), „Den Moment festhalten“ (5:48), „Romantischer Neustart“ (9:56), „Treffen mit Hank Rosenbaum“ (2:27),…
Trotz erfolgreichem Job und hübscher Freundin (Rosamunde Pike) ist der Londoner Psychiater Hector (Simon Pegg) vom Leben frustiert – ohne zu wissen warum. Kurzerhand begibt er sich auf eine gefährliche, aber vor allem lustige und emotionale Reise um den ganzen Erdball mit nur einem Ziel: das wahre Glück zu finden. Dank hochwertiger Besetzung (u.a. Jean Reno, Stellan Skarsgård) und exotischen Locations unterhaltsame Leinwand-Adaption von François Lelords Weltbestseller. Bild: Nach farblich zurückhaltendem Beginn wird das Cinemascope-Bild mit Antritt von Hectors Weltreise bunt und kontrastreich, versprüht aber bewusst nie polierten Postkarten-Hochglanzlook. Bei gut ausgeleuchteten Szenen ist die Schärfe und Detailzeichnung meist sehr…
Jahrhundert-Tornados verwüsten die amerikanische Kleinstadt Silverton. Nicht nur Schulleiter Morris (Richard Armitage) und seine Söhne sehen sich den Naturgewalten ausgeliefert, auch für ein Team von Sturmjägern (u.a. Sarah Wayne Callies, Matt Walsh) wird der Doku-Dreh ihres Lebens zum Albtraum. Wie einst „Twister“ kreuzt das Katastrophenspektakel menschliche Schicksale mit wütenden Stürmen, die trotz eher moderatem Budget von 50 Millionen Dollar imposant über die Leinwand toben. Bild: Dem schlechten Wetter angepasst präsentiert sich der mitunter etwas düster geratene 1,78:1-Transfer mit blassen und blaustichigen Farben. Die Schärfe und Detailzeichnung bewegen sich hingegen meist auf hohem Niveau, auch wenn die Plastizität oft vom Winde…
Da der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull den Flugverkehr lahmlegt, muss ein zerstrittenes Ex-Ehepaar auf dem Landweg zur Hochzeit seiner Tochter touren. Der Beginn eines europäischen Höllentrips. Die Gehässigkeiten, die sich Frankreichs Komödien-Asse Dany Boon und Valérie Bonneton in diesem turbulenten Rosenkrieg an den Kopf knallen, sind eine Klasse für sich. Bild: Der angehobene Kontrast und ein leichter Gelbstich sorgen für strahlende Bilder mit Sommer-Flair. Schärfe und Detailzeichnung wirken dagegen nie so richtig knackig. Ton: Während die nicht sonderlich dynamischen Geräusche oft räumlich rüberkommen, spielt sich bei der Musik viel vorne ab. Extras: Making-of (25:42), Outtakes (3:54), Trailer. Die Wertung …
Der Hausherr eines kolumbianischen Provinzhotels hält seine Tochter im Keller gefangen. Als neugierige Gäste das Mädchen befreien, entfesseln sie unwissentlich die Hölle. Atmosphärische wie anspruchlose B-Horrorkost für zwischendurch. Auch als 3D-Blu-ray erhältlich. Bild: Die verregnete Berglandschaft und schäbigen Locations lassen kaum Platz für bunte Farben, Blut strahlt aber in sattem Rot. Schärfe und Details sind gut, könnten aber knackiger sein. Graustufen werden auch in dunklen Szenen sauber durchgezeichnet. Ton: Der permanente Regen, Geräusche im Hotel und der Score wurden teils recht räumlich abgemischt. Schockszenen hinterlassen aufgrund eingeschränkter Dynamik aber wenig Eindruck. Extras: Making of (9:45), Interviews (30:52), Trailer. Die Wertung …
„[Rec] 4“ knüpft unmittelbar an den zweiten Teil an: Nach dem Virenausbruch wird Reporterin Angela (Manuela Velasco) auf ein Quarantäne-Schiff (siehe Kasten) verfrachtet, wo Wissenschaftler den Erreger erforschen. Kaum besser als der „[Rec] 3“-Totalausfall verzichtet auch der neueste Aufguss auf die Found-Footage-Optik der ersten beiden Filme. Trotz 16er-Freigabe spritzt reichlich Blut. Bild: Zwar spielt der Film meist unter Deck, trotzdem bleiben die rauschfreien Bilder scharf, detailliert und in Graustufen differenziert. Ton: Die steten Schiffsgeräusche liefern eine klaustrophobische Rundumbeschallung. Während der Schockmomente hätten wir uns mehr Bass und Dynamik gewünscht. Extras: Making-of (26:49), Trailer. Die Wertung Film 3 von 6…
Mit 116.498 Besuchern an zwei Tagen stellte Mario Barth einen neuen Besucher-Weltrekord auf, es waren die letzten Auftritte seiner großen Stadion-Tour „Männer sind schuld, sagen die Frauen“. Die Show doppelt sich in Teilen mit der 2013 erschienenen Blu-ray zum gleichen Programm. Das Bild verschwimmt leicht bei Bewegungen, bleibt aber noch ausreichend scharf. Klasse: Zum Making-of (11:15) und vielen Featurettes (43:04) gibt es rund 100 Minuten an Live-Konzerten von Glasperlenspiel, DJ Bobo und anderen. Die Wertung Musik 5 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 2 von 6 Punkten Extras 5 von 6 Punkten Die technischen…
In einem alten Spiegel haust ein böser Geist, der Menschen den Lebenswillen raubt und sie zu Gräueltaten zwingt. Zwei Geschwister (Benton Thwaites, Karen Gillan), deren Eltern Opfer des Spiegelspuks wurden, versuchen mit Hightech den Fluch aufzuklären. Spannende Gruselpartie, auch wenn sie dem Genre nichts Neues hinzufügt. Bild: Der 2,35:1-Transfer zeigt auch in den vielen Düsterszenen feine Schattendetails und bleibt dabei scharf, hochauflösend und rauschfrei. Ton: Der 5.1-HD-Mix unterlegt Grusel- und Schock-Sequenzen mit hohen Dynamiksprüngen und druckvollen Bässen. Effekte huschen auch in leisen Szenen über die Boxen, der Score spielt gut räumlich. Extras: Audiokommentar, entfallene Szenen (9:50), Making-of (9:34), „Oculus Chapter…
Beruflich schaut die hübsche Neurologin Catherine Black (Kelly Reilly) ihren Patienten tief ins Gehirn. Privat kämpft die außergewöhnliche Ärztin aber mit manisch-depressiven Anfällen und ihrer wackeligen Beziehung. Psychologisch ausgefeiltes Drama mit interessanten Fällen und starker Hauptdarstellerin. Das rauscharme 1,78:1-Bild sieht scharf und detailliert aus, der angehobene Kontrast sorgt für Hochglanz-Look. Beim zurückhaltenden 5.1-Ton spielt sich das Meiste vorne ab. Extras gibt es leider keine. Die Wertung Serie 4 von 6 Punkten Bildqualität 5 von 6 Punkten Tonqualität 3 von 6 Punkten Extras 0 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter Concorde Format Blu-ray Discs / Folgen…