Just an ihrem fünften Hochzeitstag meldet Nick Dunne (Ben Affleck) seine hübsche Frau Amy (Rosamund Pike) als vermisst. Unter dem Druck der Polizei und des wachsenden Medienspektakels, bröckelt Nicks Darstellung einer glücklichen Ehe und durch sein merkwürdiges Verhalten stellt sich jeder bald dieselbe Frage: Hat er seine Frau ermordet? David Fincher liefert eine grandiose Verfilmung von Gillian Flynns Erfolgsroman ab. Bild: Dank digitalem 6K-Dreh mit der Red-Epic-Dragon-Kamera bietet sich dem Betrachter ein ungemein scharfes wie detailreiches Bild mit enorm viel HD-Feeling. Und das, obwohl die Optik insgesamt eher düster, bei Innenaufnahmen bisweilen sogar monochromatisch-trist daherkommt. Hier bleibt Fincher seiner visuellen…
Autor: Andreas Oswald
New York, 1921: Kurz nach ihrer Einreise gerät die junge Polin Ewa (Marion Cotillard) in die Fänge des charmanten, aber durchtriebenen Bruno (Joaquin Phoenix). Der faszinierende Magier Orlando (Jeremy Renner) ist ihr einziger Ausweg. Eindrucksvoll inszenierter und stark gespielter Abgesang auf den Amerikanischen Traum. Bild: Nicht zuletzt aufgrund eines extremen Sepia-Filters (das Bild sieht oft wie ein vergilbtes Foto aus dieser Zeit aus) in Kombination mit Gegenlichtaufnahmen und diffusen Lichtquellen, ist die Schärfe und Tiefenwirkung oft eingeschränkt. Ton: Passend zur angestaubt wirkenden Optik gibt sich auch die klanglich einwandfreie 5.1-Abmischung meist unspektakulär. Extras: Auch diese Blu-ray birgt nur den Trailer.…
Nach dem überraschenden Tod des Patriarchen müssen vier erwachsene Geschwister (u.a. Jason Bateman) unter Aufsicht ihrer gluckenhaften Mutter (Jane Fonda) sieben Tage lang jüdische Totenwache halten. Unterhaltsame wie anrührende Familienkomödie nach dem Bestseller von Jonathan Tropper. Bild: Während Außenaufnahmen (39:28) HD-Flair versprühen, wirken schlecht ausgeleuchtete Innenaufnahmen (30:50) oft etwas weich und flach. Ton: Surroundeffekte kann man an einer Hand abzählen, auch die Musik kommt primär von vorne; dafür sind Dialoge stets gut verständlich. Extras: Audiokommentar, „Eine Diskussion“ (4:28), „Ausgangssituationen“ (15:38), „Der Gospel aus Rabbi Boners Sicht“ (6:27), entfallene Szenen (13:34), Digital-Kopie. Die Wertung Film 4 von 6 Punkten Bildqualität…
Eine Gruppe von Archäologen (u.a. Perdita Weeks) sucht in den Katakomben von Paris nach dem legendären Stein der Weisen – und kommt dabei einem grauenvollen Geheimnis auf die Spur. Im Found-Footage-Stilinszenierter Psycho-Horror mit schwachem Start und packendem Finale. (Siehe auch Fakten-Check) . Bild: Das bewusst auf Camcorder-Optik getrimmte Bild steht und fällt mit der Szenenausleuchtung, bietet aber stets ein gutes Schärfeniveau und rauscht nur selten über Gebühr (u.a. Eröffnungsszene). Ton: Bei der Sprengung zu Beginn hat man das Gefühl, als würde einem die Heimkino-Decke auf den Kopf fallen. Auch während der ruhigeren Momente bildet die 5.1-Abmischung die Katakomben mit teils…
In zwölf Stunden löscht ein gigantischer Meteorit jegliches Leben auf der Erde aus. Die verbleibende Zeit will James (Nathan Phillips) zugedröhnt auf einer Rave-Party verbringen. Doch dann kommt alles ganz anders. In spektakuläre Bilder gepacktes Endzeitdrama, das zum Nachdenken anregt. Bild: Das mit Orange-Filtern und einer Kontrastanhebung auf Weltuntergang getrimmte Bild (es sieht wie nach einer Atombombenexplosion aus) ist bei Nahaufnahmen stets schön scharf, verfügt aber über eine eher geringe Tiefenwirkung. In feinen Strukturen flimmert es gelegentlich (Dach 6:24). Ton: Erst kurz vor dem Abspann dringen Surroundeffekte und Bass ans Ohr. Davor gibt der Center den Ton an, auch weil…
„Es gibt viele Geschichten über Vlad den Pfähler,“ erzählt Hauptdarsteller Luke Evans in den Extras und fährt fort: „Manche von ihnen sind sehr positiv und sprechen von einem tollen Anführer, der seine Feinde respektierte.“ Genau daraus einen Dracula-Film zu machen, erwies sich jedoch als schlechte Idee. So bietet die schwache Neuinterpretation statt blutigem Horror kaum mehr als blutleere CGI-Schlachten. Der Menschenpfähler selbst mutiert zum fürsorglichen Familienvater mit latentem Superhelden-Image, das die Macher dem Blutgrafen offenbar aufdrücken wollten – und scheiterten: Als Helden-Vorbild taugt die Figur des Dracula wohl kaum. Die Story geriet dabei denkbar dünn. Um seine Familie und das…
Als er vom Tod seiner Mutter erfährt, kehrt der New Yorker Rechtsanwalt Hank Palmer (Robert Downey Jr.) in sein Heimatdorf zurück. Nach seiner Ankunft wird der Großstädter mit weiteren persönlichen Problemen konfrontiert: Sein Vater (Oscar-nominiert: Robert Duvall), der vor seinem Ruhestand als Richter des Städtchens fungierte und an Alzheimer leidet, wird des Mordes angeklagt. Stark gespielte Mischung aus Familiendrama und Justizthriller. Bild: Wie bei seinen Steven-Spielberg-Produktionen „Der Soldat James Ryan“, „A.I.“ und „Minority Report“ drückt Kameramann Janusz Kaminski mit teils entsättigten, kühl-bleich wirkenden Farben, Gegenlichtaufnahmen und harten Kontrasten dem Film seinen optischen Stempel auf (Bild unten). Trotzdem ist die Schärfe…
Rentner Hoppy (Dustin Hoffmann) liebt seine Nachbarin (Judi Dench), traut sich aber nicht, ihr seine Gefühle zu gestehen. Stattdessen benutzt er eine Schildkröte zur Kontaktaufnahme. Charmante Romanze mit teils verträumter Optik und bestens aufgelegten Stars. Bild: Der 1,78:1-Transfer zeigt ein plastisches Bild mit teils sehr guter Detail- und Kantenschärfe. Saftige Farben samt dezentem Orangefilter sorgen für eine leicht kitschige Aura. Manche Szenen (37:30) neigen zu leichtem Rauschen und Kompressionsartefakten in Hintergründen, was den fünften Punkt kostet. Ton: Genretypisch kommen die Lautsprechermembranen kaum in Bewegung. Selbst der Score kommt meist saft- und kraftlos nur von vorne. Extras: Mehr als den Trailer…
Ende des 19. Jahrhunderts nimmt der Nervenarzt Edward Newgate (Jim Sturgess) in der abgelegenen Irrenanstalt Stonehearst eine Stelle an. Während die unorthodoxen Heilmethoden von Anstaltsleiter Lamb (Ben Kingsley) und das Antlitz der hübschen Insassin Eliza (Kate Beckinsale) Euphorie hervorrufen, sorgt eine Entdeckung im Keller für blankes Entsetzen. Top besetzter, opulenter Gothic-Grusel, frei nach einer Geschichte von Edgar Allen Poe. Bild: Trotz der düsteren und von schimmernden Brauntönen bestimmten Anmutung bleiben die Cinemascope-Bilder scharf, detailreich und rauscharm. Ton: Der groß und seidig spielende Score sorgt für viel Atmosphäre. Effekte könnten dagegen mehr Räumlichkeit und Dynamik vertragen. Extras: Die Blu-ray birgt leider…
Eine antike Puppe sorgt im Leben eines jungen Ehepaares für Angst und Schrecken. Das Prequel zum überraschend erfolgreichen Horrorfilm „The Conjuring“ geriet leider langatmig und klischeebeladen. Lieber nochmal „Chucky“ ansehen. Bild: Der rauschfreie Cinemascope-Transfer liefert in hellen Szenen Referenzbilder, in dunklen lassen Schärfe und Feinzeichung etwas nach. Ton: Bei Gruselszenen sorgen ein weitläufig abgemischter Score, räumliche Effekte und heftige Dynamiksprünge für plakative Schallschocks. In ruhigeren Momenten gibt sich der 5.1-Mix etwas verhalten. Extras: „Der Fluch von Annabelle“ (5:31), „Blutige Tränen der Besessenheit“ (5:32), „Puppen des Teufels“ (4:04), „Ein dämonischer Prozess“ (4:59), entfallene Szenen (20:35). Die Wertung Film 3 von…