Autor: Andreas Oswald

Passend zum Kino­start des dritten Teils veröffentlicht Sony "Men in Black 2" auf Blu-ray. Im Sequel des Sensations­erfolgs von 1997 müssen Will Smith und Tommy Lee Jones die Erde erneut vor dem Abschaum des Universums (Lara Flynn Boyle) retten. Bild: "Men in Black 2" sieht auf Blu-ray knackiger und schärfer aus als der erste Teil (Test in audiovision 9-2008). Vor allem bei Nahaufnahmen lassen sich viele Details erkennen. Doch bereits ab der Halbtotalen wird aufgrund einer mangelnden Tiefenwirkung und nicht immer filmisch anmutenden Optik (Filter) deutlich, dass Sony den zehn Jahre alten Original-Transfer benutzt hat. Kontrastumfang und Farben gefallen, auch…

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Im Boxring der Zukunft hauen sich nicht mehr Männer die Nase blutig, sondern ferngesteuerte XXL-Roboter die Schaltkreise zu Brei. Ex-Boxprofi Charlie (Hugh Jackman) verdient seine Brötchen mit zweitklassigen Show-Kämpfen, die sein Hightech-Spielzeug letztlich ins Nirwana befördern. Als seine Ex-Frau stirbt, erhält Charlie das Sorgerecht für Sohn Max (Dakota Goyo), den er an Pflegeeltern abschiebt – gegen Bares. Bevor Max jedoch sein neues Zuhause bezieht, verbringen die zwei einige Zeit gemeinsam. Bei der Ersatzteilsuche auf einem Schrottplatz entdecken sie einen alten Roboter, den sie zum Box-Champ aufpäppeln – und dabei zu einem Team zusammenwachsen. Die packenden Fights sind fast schon Nebensache…

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Der Mississippi fließt durch Brandenburg und das amerikanische St. Petersburg liegt bei Bukarest. Das erfährt man unter anderem in der Blu-ray-Bonussektion. Doch keine Panik, trotz der ungewöhnlichen Drehorte versprüht die kindgerechte wie kurzweilige Leinwand-Adaption viel Südstaaten-Flair, Schaufelraddampfer inklusive. Tom Sawyer (Louis Hofmann) und Huckleberry Finn (Leon Seidel) hecken lieber Streiche aus, als für die Schule zu pauken oder Tante Polly (Heike Makatsch) zu gehorchen. Doch als die beiden den Indianer Joe (Benno Fürmann) bei einem Mord beobachten, ist Schluss mit lustig. Wo und wie das Amerika des 19. Jahrhunderts nach Deutschland und Rumänien geholt wurde, darüber gibt das zwanzigminütige Making-of…

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In "Independence Day", "The Day after Tomorrow" und "2012" legte Roland Emmerich die halbe Welt in Schutt und Asche. In seinem jüngsten Werk gibt es hingegen nicht mal ein explodierendes Auto, stattdessen stellt es die These auf: Shakespeare schrieb seine Werke nicht selbst, sondern war Nutznießer eines anonymen Urhebers. Das in der Wissenschaft heikle Thema bringt Emmerich zwar gekonnt auf die Leinwand, doch der Film spielte gerade mal die Hälfte seiner Produk­tionskosten von 30 Millionen Dollar ein. Im England des 16. Jahrhunderts begeistert William Shakespeare (Rafe Spall) das Volk mit politisch brisanten Theaterstücken. Tatsächlich jedoch schrieb der Earl of Oxford…

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Im Juli trat Billy Idol mit seinem legendären Gitarristen Steve Stevens und Band im Congress Theater von Chicago auf. Die Location besitzt keine Klimaanlage und schon nach wenigen Minuten rockt der mittlerweile 54-Jährige Idol schweißgebadet durch Hits wie "Rebell Yell" oder "White Wedding". Der Sound ist während der 12 Songs weniger wuchtig und dynamisch als etwa beim Nirvana-Gig, aber eine Spur differenzierter. Idols Vocals lassen hin und wieder die raue Urkraft alter Tage vermissen. Das 1080/60i-Bild ist detailreich und rauschfrei. Keine Extras. Die Wertung Musik 5 von 6 Punkten Bildqualität 5 von 6 Punkten Tonqualität 4 von 6 Punkten…

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Just als ihm beruflich und privat alles über den Kopf wächst, wacht der 37-jährige Mike O’Donnell (Matthew Perry) eines Morgens als 17-jähriger Jüngling auf – und versucht die Fehler der Vergangenheit zu vermeiden. Kurzweiliger-Mix aus Zeitsprung- und Körpertauschkomödie (siehe Fakten-Check). Bild: Der auf Hochglanz gebürstete Cinemascope-Transfer kommt rauscharm und defektfrei daher und verfügt zudem über eine durchgehend gute Tiefenschärfe und Detailzeichnung. Optisch kann man von einer Teenie-Komödie nicht mehr verlangen. Ton: Meist gibt der Center den Ton an, doch während zwei Basketballspielen und einer Partyszene überzeugt der 5.1-Mix mit solider Dynamik und guter Räumlichkeit. Extras: Trivia-Track, "Zacs Rückblick"…

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Der aufrechte Feuerwehrmann Caleb ("Unser lautes Heim"-Kinderstar Kirk Cameron) lebt für den Job, weshalb es in der Ehe mächtig kriselt. Die Trennung von seiner Frau (Erin Bethea) scheint unvermeidbar, doch dann schlägt Calebs Vater ein ungewöhnliches "Liebes-Wagnis"-Experiment vor. Mit fast vierjähriger Verspätung erscheint der US-Überraschungshit (33 Millionen Dollar Einspiel) bei uns auf Blu-ray. Ob die cineas­tischen Tipps zum Erhalt der Liebe (laut Kritikerzitat auf dem Cover kann der Film sogar "Ehen retten") bei uns ähnlich großen Anklang finden, bleibt abzuwarten. Bild: In Anbetracht eines Budgets von unter einer Million Dollar kann sich die Bildqualität sehen lassen, auch wenn die visuelle…

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Als der Teenager Nathan Harper auf einer Webseite für vermisste Personen ein Kinderfoto von sich entdeckt, gerät er ohne ersichtlichen Grund ins Visier professioneller Killer und der CIA. Zielgruppengerechte "Auf der Flucht"-Variante mit "Twilight"-Star Taylor Lautner (der mit den Muskeln). Bild: Bis auf einige Innenaufnahmen versprüht der Cinemascope-Transfer dank hoher schärfe Schärfe viel HD-Flair. Sonnige Außenaufnahmen wirken plastisch, auch wenn der überzogene Kontrast helle Bildbereiche überstrahlen lässt. Ton: Nach verhaltenem Beginn kommt die 5.1-Abmischung mit einer klanglich eindrucksvollen Explosion (37:26) in Schwung – Referenz-Niveau wird aber nicht erreicht. Extras: Bild-in-Bild-Spur, Making-of (12:01), "Die Chronik von Atemlos" (18:17), "Die Einführung…

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London 1880: Um Frauen von der Hysterie zu heilen, legt ein junger Arzt (Hugh Dancy) bei seinen Patientinnen an intimen Stellen Hand an – mit durchschlagendem Erfolg. Dem manuellen Einsatz nicht mehr gewachsen, erfindet er den Vibrator. Lockere Brit-Komödie mit tollem Schauspiel­ensemble (u.a. Maggie Gyllenhaal, Jonathan Pryce). Bild: Auf den ersten Blick wirkt das Bild knackig, scharf und detailreich. Bei genauerem Hinsehen werden dezente Auswirkungen eines Rauschfilters deutlich. Bei Innenaufnahmen gehen teilweise Details in Schattenbereichen verloren. Ton: Die klanglich einwandfreie 5.1-Abmischung trennt Musik, Effekte und Dialoge sauber auf der Stereofront. Hinten tut sich wenig. Musikinstrumente sind in der Synchronfassung teilweise…

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Um am Leben zu bleiben, muss Nick (Jesse Eisenberg) für das Möchtegern-Ganovenduo Dwayne (Danny McBride) und Travis eine Bank ausrauben. Da dem Pizzalieferant dafür nur wenige Stunden bleiben, bittet er seinen besten Freund (Aziz Ansari) um Hilfe. Natürlich geht alles schief, was schiefgehen kann. Die kurzweilige Krimikomödie erinnert an "Ananas Express", ohne dessen Klasse zu erreichen. Bild: Der defektfreie und rauscharme Cinemascope-Transfer kommt scharf, detailreich, bunt und plastisch daher. Ton: Nach akustisch vielversprechendem Auftakt mit coolen Surroundeffekten sind es im weiteren Filmverlauf meist nur die Songs, die die Boxen auf Touren bringen. Extras: Bild-im-Bild-Kommentar, "Explosives Vergnügen mit den Darstellern und…

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