Diamantenhändler Kyle Miller (Nicolas Cage) lebt mit Frau (Nicole Kidman) und Tochter in einer Luxusvilla. Als Einbrecher die Familie als Geiseln nehmen und die Öffnung des Haustresors fordern, stoßen die Diebe unerwartet auf Gegenwehr. Vorhersehbarer Psychothriller, der mit Cage und Kidman immerhin hochkarätig besetzt ist. Bild: Schärfe und Detailzeichnung sind in Nahaufnahmen gut, ab der Halbtotalen wirkt der Cinemascope-Transfer aber zu weich. Ein unnützer Rauschfilter lässt das Filmkorn etwas unnatürlich aussehen. Ton: Musik wie Effekte klingen präzise und räumlich, lassen aber Dynamik vermissen. Dafür geht der Bass tief in den Keller. Die deutschen Dialoge wurden etwas laut abgemischt. Extras: Making-of…
Autor: Andreas Oswald
Auch der dritte Teil bleibt dem Reality-Doku-Ansatz der Vorgänger treu. Erzählt wird die Vorgeschichte der Schwestern Katie und Kristi aus den ersten Teilen, die schon als Kinder von einem Dämon heimgesucht wurden. Spannung und Grusel kommen dabei leider nur am Ende auf. Die Blu-ray enthält den Kino- und den Extended Director’s Cut. Bild: Die auf private Camcorderaufnahmen getrimmten Bilder sind unscharf und detailarm, Farben wirken blass. Dunkle Szenen lassen Graustufenzeichnung vermissen, sind stark verrauscht und zeigen Kompressionsartefakte (82:24). Ton: Geräusche tönen meist nur aus dem Center. Ausnahme: Wenn der Dämon spukt, bedienen Effekte auch die Rears und der Subwoofer drückt…
Im ewigen Eis des Südpols stoßen Forscher auf ein außerirdisches Wesen. Die Paläontologin Kate und ihr Team beginnen mit der Untersuchung, dabei erwacht die Kreatur aus ihrem Winterschlaf. Schlaffes Prequel zu John Carpenters gleichnamigem Kult-Horror aus dem Jahr 1982. Bild: Während der Schnee bei den knackigen Außenaufnahmen einen regelrecht blendet, kommen die Innenaufnahmen düster mit eingeschränkter Plastizität daher. Die Schärfe ist trotzdem stets gut, Artefakte gibt es keine. Dicke vier Punkte. Ton: Immer wenn das Alien randaliert, laufen die Surroundkanäle auf Hochtouren, auch der Dynamikumfang lässt den Zuschauer ein ums andere Mal hochschrecken. Extras: Bild-in-Bild-Spur, Audiokommentar, entfallene Szenen (9:15), "The…
Mary Surratt (Robin Wright) wird beschuldigt, den Attentätern von Präsident Abraham Lincoln in ihrer Pension Unterschlupf gewährt zu haben. Der junge Anwalt Frederick Aiken verteidigt die verwitwete Südstaatlerin. Spannendes Gerichtsdrama mit aktuellen Bürgerrechtsbezügen. Bild: Um die Zeit visuell einzufangen, setzt Regisseur Robert Redford auf entsättigte Sepiatöne, Gegenlichtaufnahmen und eine Szenenausleuchtung ohne künstliche Lichtquellen – entsprechend gering ist das HD-Feeling. Trotzdem wirkt die Optik filmisch und meist ausreichend scharf. Ton: Die detailreiche und klanglich hochwertige Abmischung klingt toll, auch wenn über weite Strecken nur geredet wird. Extras: Audiokommentar, zwei Making-ofs (13:33), Interviews (9:39), B-Roll (13:45), Bildergalerie, "The Plot to kill" (65:44),…
Großstadt-Teenager Ren MacCormack (Kenny Wormald) zieht in ein Kaff, wo aufgrund eines tragischen Unfalls Tanz und Rock’n’Roll verpönt sind. Mittelprächtiges Remake des gleichnamigen Musikklassikers aus dem Jahr 1984, der Kevin Bacon einst zum Star machte. Bild: Im Gegensatz zum Original präsentiert sich das Remake knackscharf, detailreich und schön bunt. Das Filmkorn (gedreht wurde auf Super35) wird artefaktfrei reproduziert. Ton: Die Musik verteilt sich dynamisch über alle Boxen, im HD-Original allerdings feiner aufgelöst. Der Bass wirkt zum Teil etwas aufdringlich. Extras: Audiokommentar, "Die Neuerfindung von Footloose" (14:46), "Die Stars" (12:59), "Tanzen mit den Footloose-Stars" (12:39), entfallene Szenen (6:54), Musikvideos, "Footloose Rap"…
In einer Kritik zu seinem ersten "Indiana Jones"-Abenteuer wurde Steven Spielberg erstmals auf "Tim und Struppi" aufmerksam, wie man im Bonusbeitrag "Die Entstehung von Tim und Struppi" erfährt. Die Rezension zog Parallelen zwischen Spielbergs Film und den "Tim und Struppi"-Comics, womit das Interesse von Hollywoods kommerziell erfolgreichstem Regisseur geweckt war. Die Faszination ließ Spielberg seitdem nicht mehr los, denn die filmische Art der Zeichnungen schien wie für ein großes Leinwand-Abenteuer gemacht. Bereits 1983 erwarb Spielberg die Filmrechte, doch dauerte es fast 30 Jahre bis zur Verwirklichung. Denn erst jetzt war die Computertechnik so weit, dass man der Comicvorlage bei der…
Die Fortsetzung zu "Wickie und die starken Männer" (2009) war der erste deutschsprachig gedrehte 3D-Realfilm. "Pionierarbeit", wie die Macher im "3D-Special Making of" (14:53) regelmäßig betonen und dabei die technischen, gestalterischen wie logistischen Herausforderungen resümieren. Zusatzkosten und Mehraufwand für die dritte Dimension haben sich jedoch gelohnt, denn Wickies zweites Abenteuer sieht in 3D super aus und wertet die alberne, kindgerecht geschneiderte Wikinger-Klamotte deutlich auf. Trotz 3D blieb das Sequel mit 1,8 Millionen Kinobesuchern weit hinter den 5 Millionen des Originals von 2009 zurück. Weil der Schreckliche Sven (Günther Kaufmann) nach dem Schatz der Götter giert, entführt er Wickies Vaters (Waldemar…
Statt mit seiner Freundin zum x-ten Mal in den Mallorca-Urlaub zu düsen, besteigt Pitschi Greulich (Maximilian Brückner) heimlich einen Flieger nach Buenos Aires. Dort lässt der 37-jährige Bamberger Brauerei-Marketingmanager sein spießiges Leben hinter sich. Die zweite Tommy-Jaud-Adaption nach "Vollidiot" bietet herrlich durchgeknallten Humor, nette Locations und coole Darsteller. Bild: Egal ob Bamberg oder Buenos Aires – das von warmen Farbtönen geprägte Bild ist knackig, scharf und detailreich. Außenaufnahmen haben ein hohe Tiefenwirkung. Filmkorn (gedreht wurde in Super35) sieht wie Filmkorn aus. Ton: Wenn es die Szenerie erfordert, steuert der 5.1-Mix sowohl die Front- als auch die Surroundboxen detailreich an. Extras:…
Womanizer Mitch (Ryan Reynolds) und Familienvater Dave (Jason Bateman) würden gern einmal das Leben des Anderen führen. Nach einem magischen Körpertausch erfüllt sich ihr Traum – und wird schnell zum Alptraum. Kurzweilige Body-Switch-Komödie der "Hangover"-Autoren mit Humor unter der Gürtellinie und nackter Haut (siehe Fakten-Check). Bild: Der von warmen Farben geprägte Cinemascope-Transfer ist scharf und detailreich mit teils hoher Plastizität. Feines Filmkorn wird stets adäquat reproduziert. Ton: Egal ob in einem gefüllten Konferenzraum oder im Baseball-Stadion – bei der detailreichen 5.1-Abmischung ist man oft mittendrin statt nur dabei. Extras: Audiokommentar, entfallene Szene (6:36), Gag-Reel (5:13), "Zeit zur Veränderung" (6:53), "Familienangelegenheit"…
Im dritten und bislang schwächsten Kino-Teil der "American Pie"-Reihe beschließen Jim (Jason Biggs) und Michelle (Alyson Hannigan) zu heiraten. Die Hochzeitsfeier wird zum unvergesslichen Ereignis. Bild: Der Transfer ist zwar knackiger und schärfer als bei Teil 2 (Test hier), doch verschluckt ein überzogener Kontrast bei Innenaufnahmen Details. Das teils starke Rauschen sieht nach wie vor nicht immer nach Filmkorn aus, auch ist das Bild zu dunkel. Ton: Der 5.1-Mix klingt genauso gut bzw. genauso mittelmäßig wie beim zweiten Teil. Extras: Zwei Audiokommentare, entfallene Szenen (22:09), verpatzte Szenen (6:07), "Stifler-Sprache" (7:15), "Ein kitschiges Hochzeitsvideo" (2:59), "Kamera auf Kevin" (3:34), "Nikkis Hollywood-Tagebuch"…