"Der Film kann ein riesiger Flop werden" verrät Regisseur Jason Reitman zu Beginn seines äußerst informativen Audiokommentars, der zu einem Zeitpunkt aufgenommen wurde, als der Film in gerade mal 15 Kinos lief. Heute wissen wir: Mit einem Einspiel von 163 Millionen Dollar und sechs Oscar-Nominierungen (‚Regie‘, ‚Film‘, ‚Hauptdarsteller‘, ‚Nebendarstellerin‘, ‚Drehbuch‘) war "Up in the Air" alles andere als ein Flop. Da verwundert die maue Bonusausstattung der Blu-ray. Denn neben dem bereits erwähnten Audiokommentar sind lediglich die 13 entfallenen Szenen (23:16), die ebenfalls vom Regisseur auf fachmännische Weise kommentiert werden, einen Blick wert. Der zweiminütige Beitrag "Schattenspiele" befasst sich mit dem…
Autor: Christoph Steinecke
Zusammen mit der scheinbar einzigen Überlebenden des ersten Teils (Test in audiovision 1-2010) kehrt ein Rettungstrupp an den Ort des Grauens zurück – und das Geschehen droht sich zu wiederholen. Würdiger Nachfolger des englischen Horror-Überraschungshits aus dem Jahr 2005. Bild: Die Optik ähnelt dem Vorgänger, allerdings schwanken Schärfe- und Rauschniveau weniger, zudem sind die Höhlen besser ausgeleuchtet, so dass man mehr Details sieht. Ton: Erneut werden die Monsterattacken und klassischen Schockmomente akustisch hervorragend untermalt. In Sachen Dynamik wurde gar noch eine Schippe draufgelegt (Höhleneinsturz bei 33:20). Allerdings hätten wir uns etwas mehr Höhlenatmosphäre mittels Hall gewünscht. Extras: Making-of (26:00), "Die…
Charlie Chaplins erster Tonfilm, in dem er Hitler und das NS-Regime mit einer bissigen Mischung aus Karikatur und Slapstick-Einlagen an den Pranger stellt, schrieb Filmgeschichte. Im Mittelpunkt steht ein jüdischer Frisör, der dem tomanischen Diktator Hynkel zum Verwechseln ähnlich sieht. Bild: Dank einer Restauration sieht der Chaplin-Klassiker so gut aus wie nie zuvor. Nahezu keine Verschmutzungen, kaum Rauschen und eine solide Schärfe erfreuen das Auge. Unschön sind Helligkeitsflackern und die geringe Tiefenwirkung. Ton: Obwohl die deutsche Mono-Abmischung 18 Jahre weniger auf dem Buckel hat (sie stammt von 1958) als das Original, klingt sie ebenso blechern wie der englische Spur. Extras:…
"Was in ‚Pandorum‘ passiert, habe ich noch nie in einem anderen Film gesehen", sagt Produzent Jeremy Bolt im Bonusmaterial. Scheinbar hat der gute Mann "Alien", "Event Horizon" und "Sunshine" verpasst. Denn "Pandorum" ist ein Amalgam aus diesen Vorbildern – allerdings ein verdammt gutes. Der Science-Fiction-Thriller bietet eine spannende Mischung aus klaustrophobischem Weltraumhorror, temporeich inszenierter Action und hollywoodreifem Produktionsdesign. Dabei enstand die Story über eine Raumschiffcrew, die zur Besiedlung eines weit entfernten Planeten aufgebrochen ist, auf deutschem Boden – in den Berliner Babelsberg Studios. Die gerade aus dem Tiefschlaf erwachten Astronauten Payton (Dennis Quaid) und Bower (stark: Ben Foster) stellen fest,…
In Teil 2 des turbulenten Fantasy-Abenteuers für Jung und Alt ist das Königreich der Minimoys in Gefahr. Also macht sich der junge Arthur auf die Reise, um seinen winzigen Freunden zu helfen. Erneut mischt Luc Besson in hollywoodreifer Manier Animations- und Realfilm. Bild: Der von kräftigen Bonbonfarben geprägte Transfer gefällt dank einer sehr guten Detailzeichnung – sowohl in den Real- als auch in den computeranimierten Szenen. Ab und an wünscht man sich eine Spur mehr Kantenschärfe. Ton: Präzise Surroundeffekte und der luftige Score sorgen für eine tolle Klangkulisse. Ständig zischen Insekten durch den Hörraum. Im englischen Original übersprechen die Dialoge…
Ein Asteroid droht die Erde plattzumachen. Ein Team von Ölexperten (u.a. Bruce Willis) soll auf dem Gesteinsbrocken landen, ein Loch bohren und darin eine Atombombe platzieren. Michael Bays bildgewaltigen wie hirnrissigen Actionkracher liebt oder hasst man – wir lieben ihn. Bild: Das Bild ist scharf, bunt und kontrastreich – bietet aber zu keiner Zeit die Detailauflösung und Tiefenwirkung von späteren Michael-Bay-Filmen wie "Pearl Harbor", "The Island" oder "Transformers". Zudem werden in dunklen Bereichen (56:42, 101:18) Informationen verschluckt (Black-Crush). Ton: Die detailreiche wie räumliche 5.1-Abmischung muss sich hingegen nicht hinter aktuellen Big-Budget-Produktionen verstecken, allerdings klingt der deutsche DTS-Mix nicht so dynamisch…
In der Tradition von "Kentucky Fried Movie" werden dem Zuschauer episodenhaft sexuelle Teenie-Perversionen aller Art dargeboten. Leider sind selbige nicht annähernd so lustig wie beim großen Vorbild aus den Siebzigern. Da verwundert es nicht, dass der Film drei Jahre auf Halde lag. Bild: Zu HD-Vorführzwecken eignet sich "Extreme Movie" gewiß nicht, aber das Schärfeniveau ist durchgehend ordentlich, die Farben ausreichend kräftig, der Kontrast ausgewogen und das Rauschniveau niedrig. Ton: Die 5.1-Abmischung gibt die durchgeknallten Geschehnisse auf der Leinwand leider nur zurückhaltend wieder. Klanglich ist alles paletti. Extras: Den Audiokommentar und ein Making-of der US-Disc enthält Senator den deutschen Kunden vor,…
Nach der Ermordung seiner Familie startet der gutbürgerliche Clyde Shelton (Gerard Butler) einen einzigartigen Rachefeldzug gegen das amerikanische Justizwesen. Trotz etlicher Logiklöcher tolle Mischung aus Selbstjustiz-Action und klassischem Krimi. Den härteren Director’s Cut bekommt man derzeit leider nur in England und den USA. Bild: Der artefaktfreie und überwiegend in Blautöne getauchte Cinemascope-Transfer bietet eine meist sehr gute Detail- und Kantenschärfe. Die überwiegend düstere Szenenausleuchtung verhindert jedoch große HD-Wow-Momente Ton: Die 5.1-Abmischung verteilt Musik wie Effekte präzise und mit guter Dynamik über alle Boxen. Extras: Audiokommentar, "Das Rechtssystem" (6:16), "Law in Black & White" (15:07), "Die visuellen Effekte" (6:47), Szenen vom…
Produktions-Designer Jeff Mann bringt im Bonusmaterial die Grundidee von "Surrogates" auf den Punkt: "Es ist wie ein Avatar, nur in der echten Welt." In der auf der gleichnamigen Graphic Novel basierenden Zukunftsvision setzen 98 Prozent der Gesellschaft keinen Fuß mehr vor die Tür, sondern lassen von menschlich aussehenden Robotern, den Surrogates, alle Aufgaben des täglichen Lebens erfüllen. Als das eigentlich Unmögliche passiert und bei einem Mord nicht nur der Surrogate zerstört, sondern auch sein menschlicher Operator zu Tode kommt, wird FBI-Agent Tom Greer (Bruce Willis) auf den Fall angesetzt. Trotz vielschichtiger Prämisse hält sich die 80-Millionen-Dollar-Produktion nicht mit philosophischen Reflexionen…
Ein Materialfehler beschädigt die Apollo-13-Raumfähre auf ihrem Weg zum Mond. Für die NASA-Astronauten (Hanks, Bacon, Paxton) beginnt ein Kampf ums Überleben. Das echte Unglück von 1970 stand Pate für den neunfach oscarnominierten Space-Trip. Bildqualität: Da trotz 15-jährigem Jubiläum keine neue Filmabtastung vorgenommen wurde, sieht "Apollo 13" auch auf Blu-ray nicht so toll aus, wie man es von einem Film dieser Größenordnung erwartet. Vor allem den Szenen auf der Erde mangelt es an Detailzeichnung und Tiefe (vermatschte Wiese, 33:23). Trotzdem kommt das Bild dank neuem AVC-Encoding und elektronischer Schärfeanhebung etwas knackiger daher als auf der HD-DVD (Test in audiovision 3-2007). Kehrseite…