Drei Jahre nach Bridgets (Renée Zellweger) erfolgreichem Schokoladenfrühstück meldet sich die pummelige TV-Moderatorin zurück. Ihre scheinbar perfekte Beziehung zu Traummann Marc (Colin Firth) läuft nicht ganz reibungslos – zu allem Überfluss taucht Ex-Lover und Profi-Charmeur Daniel (Hugh Grant) auf. Im Kino nur noch halb so erfolgreich wie Teil 1, greift die Fortsetzung das bewährte Fettnäpfchen-Prinzip auf und strickt daraus ein unterhaltsames Liebesabenteuer. Ein dritter Teil ist in Vorbereitung. Bild: Recht bunt und meist angenehm scharf entführt uns der Cinemascope-Transfer zu den exotischen Schauplätzen in Bridgets Chaos-Leben. Das Zeilenflimmern und die Moiré-Effekte der DVD (Test in audiovision 6-2005) sind auf der…
Autor: Christoph Steinecke
Eigentlich wollte sich Wyatt Earp (Kurt Russell) mit seinen Brüdern in Tombstone zur Ruhe zu setzen. Doch als das Trio mit einer Gangsterbande aneinandergerät, wird die Luft zunehmend bleihaltig. Leider enthält die Blu-ray nicht den Director’s Cut des actionreichen Spätwesterns. Bild: Für einen fast 20 Jahre alten Film ist die Bildqualität beachtlich und um Welten besser als die Disney-DVD von 2009. Vor allem die hellen Außenaufnahmen sehen toll aus, Doppelkonturen aufgrund einer elektronischen Nachschärfung stören nur gelegentlich (u.a. 25:26). Dicke vier Punkte. Ton: Der deutsche 5.1-Upmix klingt zwar nicht annähernd so dynamisch wie der Originalton (u.a. Schüsse bei 49:34), bietet…
Das Reporterpärchen Carrie und Brian (David Duchovny) kurvt durch die USA, um für ein Buch über Serienmörder zu recherchieren. Da knapp bei Kasse, nehmen sie den heruntergekommenen Early (Brad Pitt) samt Freundin (Juliette Lewis) mit. Schon bald mutiert der beschauliche Road- zum Höllentrip. Toll gespielter und bebilderter Psychothriller. Bild: Ein unruhiger Bildstand, eine bescheidene Kantenschärfe, eine generelle Detailarmut und wenig Plastizität – mit High Definition hat die gebotene Qualität wenig bis nichts zu tun. Dies ist angesichts der vielen Landschaftsaufnahmen besonders schade. Besser als die fast zehn Jahre alte DVD sieht die Blu-ray dennoch aus. Ton: Der undifferenzierte und schwachbrüstige…
Seitdem "Harry Potter" Milliarde um Millarde an den Kinokassen scheffelt, versucht Hollywood auch andere Fantasybuchreihen als Film-Franchises zu etablieren. Das gelang mal mehr ("Die Chroniken von Narnia", "Twilight"), mal weniger ("Eragon", "Der goldene Kompass") und mal gar nicht ("Tintenherz", "Wintersonnenwende"). Die Verfilmung der "Percy Jackson"-Romane des US-Autors Rick Riordan gehört mit einem Einspiel von 226 Millionen Dollar (knapp ein Viertel des letzten "Harry Potter"-Einspiels) in die mittlere Kategorie. Und das obwohl man "Potter"-Hausregisseur Chris Columbus verpflichtete. Im Zentrum der Story steht Teenager und Halbgott Percy. Doch der Durchschnittsschüler hat zunächst keine Ahnung, dass er Poseidons Sprößling ist. Erst als Göttervater…
Doug Quaid (Arnold Schwarzenegger) lässt sich künstliche Erinnerungen implantieren – plötzlich jagen ihn Killer und seine Frau (Sharon Stone) entpuppt sich als Agentin. Paul Verhoevens SciFi-Klassiker erscheint auch als ungeschnittene FSK18-Version, allerdings mit weniger Extras. Bild: Dank digitalem Remastering und neuem AVC-Encoding sieht das Bild besser aus als bei der Blu-ray-Erstauflage. Gesichter sind bei Nahaufnahmen meist scharf, doch Detailzeichnung und Plastizität lassen noch immer zu wünschen übrig. Ton: Die Surroundkulisse ist kaum wahrnehmbar und der Hochtonbereich wirkt im Vergleich zum Original beschnitten. Extras: Zwei Audiokommentare, "Das Erschaffen von Total Recall" (30:15), Making-of (8:05), "Rund um die Science-Fiction-Literatur" (9:11), "Die…
Als Heath Ledger am 22. Januar 2008 an einer Tablettenvergiftung starb, steckte er mitten im Dreh zu "Das Kabinett des Doktor Parnassus". Dass die Story um den titelgebenden Wanderbühnenbesitzer (Christopher Plummer), der mit dem Teufel (Tom Waits) um die Seele seiner Tochter wettet, dennoch das Leinwandlicht der Welt erblickte, ist Glück im Unglück. Denn Ledger hatte bereits alle Szenen, die seine Figur in der realen Welt zeigen, abgedreht. So konnten nach einigen Drehbuchänderungen Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell kurzerhand Ledgers Rolle übernehmen – und zwar immer dann, wenn dieser durch einen Zauberspiegel eine Fantasiewelt betritt. Das Resultat dieser…
Mit einem Einspiel von einer Milliarde Dollar ließ "Alice im Wunderland" alle "Star Wars"-, "Harry Potter"- und "Spider-Man"-Filme hinter sich und belegt derzeit Platz 5 in der ewigen Box-Office-Rangliste. Dass die Adaption von Lewis Carrolls Kinderbüchern so einschlagen würde, hätten sich Regisseur Tim Burton und sein Lieblingsschauspieler Johnny Depp wohl nie träumen lassen. Wie bei "Avatar" ist der kommerzielle Erfolg zu einem Großteil der dreidimensionalen Bilderflut geschuldet. Und wie bei "Avatar" sieht man davon in den eigenen vier Wänden nichts, denn die Blu-ray von "Alice im Wunderland" ist nicht in 3D (eine 3D-Version erscheint frühestens Weihnachten). Da verwundert es kaum,…
Als Reporter Bob Wilton (Ewan McGregor) den Soldat Lyn Cassady (George Clooney) kennenlernt, stolpert er über die Story seines Lebens. Denn Cassady behauptet, das US-Militär habe über Jahrzehnte an paranormalen Supersoldaten gebastelt, die durch Wände laufen und sogar Ziegen durch Anstarren töten können. Nun ist der Gründer des Programms (Jeff Bridges) verschwunden und Cassady macht sich auf eine Mission, um ihn zu finden.Fasziniert von der Geschichte schließt Wilton sich an – und gerät in ein haarsträubendes Abenteuer. Drogen konsumierende Militärs, die versuchen, mittels Gedankenkraft zur ultimativen Waffe zu werden: klingt komisch, ist aber so. Laut einem Hinweis zu Beginn steckt…
Im Stil von "L.A. Crash" und "Crossing Over" behandelt "Valentinstag" zwischenmenschliche Zusammenstöße in Los Angeles. Statt Rassismus oder Migrationsproblemen dreht sich diesmal alles um die große Liebe. Nette Romanze von "Pretty Woman"-Regisseur Garry Marshall. Bild: Vor allem während Innenaufnahmen wünscht man sich eine höhere Kantenschärfe und mehr Tiefenwirkung. Rauschen und Verschmutzungen sind kein Problem, insgesamt wirkt das Bild aber eine Spur zu dunkel. Noch vier Punkte. Ton: Der frontlastige und undynamische 5.1-Mix beschränkt sich auf das Nötigste. Extras: Regiekommentar, entfallene Szenen (14:46), verpatzte Szenen (5:47), "Die Darsteller und ihre Valentinstagserlebnisse" (6:27), "Der Garry Faktor" (5:03), Musikvideo, Digital-Kopie für den PC.…
Kaum aus dem Knast entlassen wird Shane Daniels (Steven Seagal) Zeuge eines brutalen Raubüberfalls. Nach seinem beherzten Eingreifen bleiben ein verstörtes Mädchen und eine Tasche voll Geld übrig. Und schon bald hat Daniels die russische Mafia, korrupte Cops und brutale Yakuza am Hals. Nach "The Keeper" (audiovision 3-2010) liefert Seagal einmal mehr überdurchschnittliche B-Action ab. Bild: Der defekt- und rauscharme Transfer bietet ein durchweg gutes Schärfe- und Detailniveau. Um das kalte kanadische Klima zu visualisieren, wurden einige Einstellungen stark blaugefiltert. Ton: Dank einer starken Einbeziehung der rückwärtigen Kanäle überrascht die 5.1-Abmischung positiv. Hin und wieder hätten wir uns die Effekte…