Fast täglich rennt der elfjährige Danny (Austin O’Brien) ins Kino. Sein Leinwand-Idol ist Jack Slater (Arnold Schwarzenegger). Als Danny ein magisches Kinoticket bekommt, landet er mitten im neuesten Jack-Slater-Film. Kurzweilige Action-Persiflage mit vielen Gaststar-Auftritten. Bildqualität: Mit Ausnahme weniger Innenaufnahmen sind die Szenen im "Jack Slater"-Film (80 Minuten) scharf, bunt und kontrastreich (vier Punkte). Die Einstellungen im realen Leben (50 Minuten) kommen hingegen nicht nur durchweg düsterer und unschärfer daher, sie rauschen auch stark (drei Punkte). Tonqualität: Da "Last Action Hero" der erste Film in SDDS (siehe Fakten-Check) war, bietet er eine aggressive Surroundkulisse. Auch rumst es ordentlich, im englischen…
Autor: Christoph Ebert
Um einen Prinzen vom Froschdasein zu befreien, drückt Kellnerin Tiana ihm einen Schmatzer auf. Blöd nur, dass sie nach dem Kuss selbst zur Amphibie mutiert. Fortan setzt das Krötenduo im New Orleans der 20er Jahre alles daran, wieder menschliche Gestalt zu erlangen. Mit der bezaubernden Variation von "Der Froschkönig" feierte Disney eine tolle Rückkehr zum handgezeichneten Trickfilm, die aber mit einem Einspiel von 270 Mio. hinter der CGI-Konkurrenz zurückblieb. Bildqualität: Der makellose 1,78:1-Transfer fängt auf wunderbare Weise jede Nuance der farbenfrohen und atemberaubenden Zeichnungen ein. Die hervorragende Schärfe offenbart kleinste Details, selbst wenn dadurch inhaltliche Fehler sichtbar werden (siehe Bild…
Im Verlauf von "96 Hours" eliminiert der Protagonist 33 Menschen und verletzt 13 weitere. Um dies herauszufinden, mussten wir nicht etwa eine Strichliste anfertigen, sondern nur das BonusView-Segment "Echtzeit Geheimdienstinformationen" aktivieren. Hier bekommt man diese und weitere Daten frei Haus, zusätzlich erfährt man via GPS-Tracker, wo die Handlung gerade spielt. Über Sinn und Unsinn dieses Features lässt sich streiten, die restlichen Boni fallen hingegen – ohne Diskussion – in die Kategorie "oberflächlich und/oder belanglos", als da wären: ein 18-minütiges Making-of, ein fünfminütiger Beitrag von der französischen Kinopremiere im Februar 2008 (!) sowie ein Splitscreen-Vergleich von Set-Aufnahmen und der fertigen Szenen.…
Im New York der 50er-Jahre soll der heruntergekommene Privatdetektiv Harry Angel (Mickey Rourke) für den geheimnisvollen Louis Cyphre (Robert DeNiro) den Jazzsänger Johnny Favorite finden. Doch die Ermittlungen werden mit jedem Tag blutiger und der Routinefall avanciert zum Höllentrip. Atmosphärisch dicht inszenierter Horrorthriller mit fiesem Ende. Bildqualität: Die Bildruhe, der geringe Verschmutzungsgrad, die bei adäquater Ausleuchtung gute Detailzeichnung (25:10, 74:05) und der filmische Gesamtlook lassen auf eine neue Filmabtastung schließen und heben das Bild klar über DVD-Niveau. Gegenlichtaufnahmen, diffuse Lichtquellen und eine braunstichige Farbpalette (50er-Jahre-Look) verhindern allerdings meist HD-Wow-Momente. Tonqualität: Der deutsche Monoton in DTS-HD 2.0 klingt steril, viele…
Wissenschaftler einer Forschungsstation am Südpol stoßen auf ein sich immer wieder veränderndes außerirdisches Ungeheuer. Schon bald müssen sich die Männer fragen, wer von ihnen bereits mit dem Alien infiziert ist. John Carpenters geniales Remake des SciFi-Horror-Klassikers von 1951 ist trotz FSK16-Freigabe ungeschnitten (siehe Fakten-Check). Bildqualität: Die mangelnde Kantenschärfe und die Detailarmut, die auch auf den übermäßigen Einsatz eines Rauschfilters zurückzuführen sein dürften, ersticken HD-Wow-Momente im Keim. Richtig scharf wirkt der Cinemascope-Transfer nur bei Nahaufnahmen (81:44, 82:47). Trotz niedrigem Verschmutzungsgrad reicht es so nur für drei Punkte. Tonqualität: Der 5.1-Upmix verfügt über eine hohe Direktionalität, wie die Eröffnungsszene eindrucksvoll belegt. Passend…
In dem Katastrophenfilm-Klassiker steht der welthöchste Wolkenkratzer in Flammen. Der Feuerwehrchef (Steve McQueen) und der Architekt des Gebäudes (Paul Newmann) versuchen die in der obersten Etage gefangenen Menschen zu befreien. Weitere Hintergrundinfos zu dem Film finden sie hier. Bildqualität: Der 35 Jahre alte und in bester 70er-Jahre-Manier in warme Orange-, Gelb- und Brauntöne getauchte Cinemascope-Transfer wurde weitgehend von Schmutz befreit. Auch Rauschen macht sich nur in einer Hand voll Szenen störend bemerkbar, meist nimmt man es als natürliches Filmkorn wahr. Während Gesichter meist scharf abgebildet werden, kommt es an Bildrändern häufig zu Unschärfen (z.B. Paul Newmans Hand bei 2:18:01).…
Seit 1959 "Der Zauberer von Oz" jedes Jahr einmal im amerikanischen Fernsehen lief, war der Tag der TV-Ausstrahlung für US-Kids etwas ganz Besonderes. Das 70 Jahre alte Märchen-Musical eroberte aber nicht nur Kinderherzen im Sturm. Die Geschichte der Farmertochter Dorothy (Judy Garland), die nach einem Sturm im Reich Oz aufwacht und mithilfe eines Blechmanns, einer Vogelscheuche und eines Löwens wieder nach Hause zurückfindet, zieht seit jeher auch Erwachsene in ihren Bann. Einen besonders langen Tag muss man sich auch für die "Ultimate Collector’s Edition" reservieren – wobei das kaum ausreichen dürfte, um alle Extras auf den zwei Blu-ray-Discs anzusehen. So…
2154 stoßen die Menschen auf der Suche nach neuen Ressourcen auf den Planeten Pandora. Der gelähmte Ex-Marinesoldat Jake (Sam Worthington) wird Teil eines faszinierenden Projekts auf der entfernten Welt. Obwohl "Avatar" sich bei den Oscars "The Hurt Locker" geschlagen geben musste, ist James Camerons Mammut-Produktion das Kinoereignis des Jahres. Bildqualität: Fernab von Rauschen und Verschmutzungen bietet sich dem Betrachter eine Qualität, wie man sie selbst auf Blu-ray nur selten erlebt. Egal ob kräftige Farben (meist grün oder blau gefiltert), die immer scharfen und detailreichen Gesichter oder der ausgewogene Kontrast – hier stimmt fast alles. Lediglich Einstellungen mit digitalen Effekten…
Noch nie ging unser Erde so beängstigend real unter wie in "2012", dem 200 Millionen Dollar schweren und zweieinhalb Stunden langen Zerstörungsspektakel von Roland Emmerich. Den Grund liefert der Bonusbeitrag "Gestalt des Weltuntergangs". Hier erfährt man, dass die verwendete Computersoftware sich erstmals in der Filmgeschichte zu 100 Prozent auf physikalische Gesetze stützt. In wiefern die von Emmerich skizzierte und von den Mayas vorhergesagte (wird im Bonusmaterial erläutert) Apokalypse so eintreten könnte, klärt die Featurette "Wissenschaftlicher Hintergrund der Zerstörung". Auch das Reinhören in den Kommentar bzw. das Reinschauen in den Bild-im-Bild-Track lohnt, denn beide bieten ebenfalls wissenschaftliches Hintergrundwissen. Komplementiert von fragwürdigen…
"Kein Schwein verliebt sich auf den ersten Blick in eure inneren Werte. Wir verlieben uns erst mal in eure Titten und euren Arsch". Mit solch ungeschönten Einblicken in die Natur der Geschlechterbeziehung sorgt Parademacho Mike (Gerard Butler) im Frühstücksfernsehen für Top-Quoten. Seine attraktive Produzentin Abby (Katherine Heigl) findet diese "nackten Wahrheiten" hingegen abstoßend. Doch als sich Abby in den scheinbar perfekten Partner verliebt, greift sie auf Mikes Männerweisheiten zurück. Ein vorhersehbares Ende, künstliche Figuren und surreale Situationen – obwohl viel gegen den Film spricht, macht die kurzweilige Romanze einfach nur Spaß. Dem perfekten Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller sei Dank. Ohne…