Autor: Andreas Oswald

Zu Recht wird das vierminütige Making-of, das sich als ein mit Interview-Schnipseln angereicherter Trailer entpuppt, als "Mini-Making-of" bezeichnet. Leider ist das echte Making-of auch nur elf Minuten lang – und die fünf Featurettes kommen zusammen ebenfalls auf gerade mal elf Minuten (und müssen sich dabei noch Material teilen). Mehr als ein oberflächlicher und teils werbelastiger Eindruck entsteht so nicht. So können wir vom Bonusmaterial lediglich den aufschlussreichen Audiokommentar von Regis­seur und Autor David Ayer empfehlen. Neben produktions­technischen Informationen erfahren wir auch, warum im ganzen Film kein korrupter Polizist auftaucht – ganz im Gegensatz zu "Training Day", "Street Kings" oder "Harsh…

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Ein traumatisiertes Geschwisterpaar (Eric Bana, Olivia Wilde) auf der Flucht nach einem Casino-Überfall im verschneiten Nirgendwo von Michigan. Ein ehemaliger Sträfling (Charlie Hunnam), der an Thanksgiving zu seiner entfremdeten Familie heimkehrt. Und die Tochter (Kate Mara) eines Sheriffs, der sie für ihre Berufswahl straft. Gekonnt verwebt Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky ("Die Fälscher") diese Handlungsstränge zu einem spannenden wie stylischen Crime-Thriller. Tatkräftige Unterstützung erhält der öster­reichische Filmemacher dabei von den Hollywood-Veteranen Kris Kristofferson, Sissy Spacek und Treat Williams. Nicht nur wegen des winterlichen Settings erinnert "Cold Blood" zuweilen an "Fargo", obwohl er auf jegliche Lacher verzichtet. Ebenfalls nicht zum Lachen sind die…

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Im Vogelparadis Zambezia lernt der flügge geworden Falke Kai neue Freunde kennen – aber auch Feinde: Eine gefräßige Riesenechse plant die Vogeleier der Bewohner zu stehlen. Die herzige wie spaßige Tier-Fabel ist Südafrikas erster Animationsfilm. Bild: 2D: Zwar können die Animationen nicht mit US-Kollegen konkurrieren, Plastizität, Schärfe und Detailzeichnung fallen aber fast ebenbürtig aus. Banding-Effekte (18:12) kosten die Höchstwertung. 3D: Gute Raumtiefe und körperhafte Vögel sorgen für ein schmuckes 3D-Erlebnis. US-Produktionen bieten aber auch hier mehr. Ton: Wenn Kai durch die Luft zischt, rumst es mit kräftigen Bässen und präzisen Effekten. Musik tönt dagegen etwas zu flach. Obwohl nicht auf…

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Die Frau (Keira Knightley) des Regierungsbeamten Karenin (Jude Law) ist hoch angesehen. Doch als sich die Schönheit kopfüber in den Kavallerie-Offizier Vronsky (Aaron Johnson) verliebt, riskiert sie ihre Ehe und die gesellschaftliche Anerkennung. Bildgewaltige wie unkonventionelle Adaption des Tolstoi-Klassikers, bei der sich Literaturfilm-Spezialist Joe Wright ("Abbitte") stark an der Theaterkunst orientiert – sicht­barer Wechsel der Bühnenbilder inklusive (3:56). Bild: Dank leuchtender Farben und hoher Detail- wie Kantenschärfe kommen die prachtvollen Kulissen und Gewänder schön zur Geltung; allerdings fehlt selbst bei Nahaufnahmen das letzte Quäntchen Schärfe. Das sichtbare Filmkorn stört nicht. Dank homogenem Kontrast samt tiefem Schwarz bietet der Cinemascope-Transfer auch…

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Was einst in der Dämonen-Stadt Silent Hill geschah, hat Heather (Adelaide Clemens) verdrängt. Doch als Albträume die Vergangenheit wecken und ihr Vater (Sean Bean) entführt wird, kehrt die 18-Jährige an den Schreckensort zurück. Die Fortsetzung bietet kaum Grusel-Höhepunkte, punktet aber mit nettem Creature-Design und atmosphärischer 3D-Optik. Bild: 2D: Der 2,35:1-Transfer ist scharf und hochauflösend. Während helle Einstellungen sauber aussehen, rauscht es im Dunklen oft über Gebühr. In Grusel­szenen kommt ein Orange-Filter zum Einsatz, der in Kombination mit dem überzogenen Kontrast und tiefem Schwarz für einen grell überzeichneten, aber plastischen Seheindruck sorgt. 3D: Die nativen 3D-Bilder überzeugen mit guter Raumtiefe, klarer…

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Alan und Charlie verschlägt es auf eine einsame Pazifik-Insel. Hier wartet ein Schatz auf die beiden Abenteurer wider Willen. Als einige Gangs­ter ebenfalls Wind von der fetten Beute bekommen, herrscht auf dem Eiland bald Chaos pur. Der vor tropischer Kulisse zelebrierte Abenteuer-Ulk zählt zu den besseren Spencer/Hill-Kollaborationen (siehe Fakten-Check). Bild: Noch nie sah der Prügelspaß auch nur annähernd so gut aus. Schmutz und Rauschen wurden größtenteils beseitigt, allerdings kommt die Inselkulisse nicht so bunt und knackig daher wie gehofft. Dicke drei Punkte. Ton: Wie nicht anders zu erwarten, kann der nicht immer saubere Monoton niemand hinter dem Ofen hervorlocken. Extras: "Erinnerungen"…

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Die FBI-Agenten Steve (Bud Spencer) und Doug (Terence Hill) müssen als Miami-Cops getarnt den einzig ungelösten Fall ihrer Karriere wieder aufrollen. Leider ist das populäre Hau-Drauf-Duo Spencer/Hill in dieser müden Actionkomödie nur noch ein Schatten seiner selbst. Bild: Obwohl vier Jahre jünger als "2 Asse trumpfen auf" und ebenfalls neu in HD abgetastet (von einem US-Master) ist das Bild merklich schlechter. Vor allem die blassen Farben, der flaue Kontrast und die maue Schärfe enttäuschen. HD-Feeling kommt hier nicht auf. Ton: Der Monoton klingt mal normal, mal hallig – so als würde ein Phasenfehler im Sig­nal vorliegen. Extras: Interview mit Bud…

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Weil sein Augenlicht ihn langsam im Stich lässt, muss Baseball-Talentsucher Gus Lobel (Clint Eastwood) seine ihm entfremdete Tochter (Amy Adams) engagieren. Nettes Familiendrama, das aber nicht an Eastwoods Vorgängerfilme "Million Dollar Baby" und "Gran Torino" heranreicht. Bild: Die Detailzeichnung und Kantenschärfe des rauscharmen Cinemascope-Transfers sind gut bis sehr gut, vor allem die Baseball­szenen entfalten eine angenehme Tiefenwirkung. Die teils grünliche Farbgebung und der leicht überzogene Kontrast sind Stilmittel. Knappe fünf Punkte. Ton: Die deutsche 5.1-Abmischung kommt für ein Drama überraschend räumlich und detailreich daher, allerdings hat der englische HD-Ton die Nase vorn. Extras: "Der Aufstieg" (4:37), "Die Liebe zum Spiel"…

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Um bei der hübschen Sheeni zu landen, entwickelt der 16-jährige Außenseiter Nick (Michael Cera) ein selbstbewusstes Alter Ego namens Francois Dillinger – doch damit fangen seine Probleme erst an. Mäßige Coming-of-Age-Dramödie, die in der Synchro einiges an Witz einbüßt. Bild: Das Bild ist scharf und detailreich, sonnige Außenaufnahmen verfügen über eine eindrucksvolle Tiefenwirkung. Von diffusen Lichtquellen geprägte Innenaufnahmen wirken hingegen etwas weich (39:09). Knappe fünf Punkte. Ton: Die Musik wurde räumlich und ausreichend kräftig abgemischt, die Effektkulisse kann sich hingegen nur bei einem explosiven Autounfall in Szene setzen. Extras: Audiokommentar, entfallene Szenen (10:43), "Audition Selects" (11:19), zusätzliche Animations-Sequenzen (3:24), Trailer.…

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In sechs Geschichten aus unterschiedlichen Epochen erzählen Tom Tykwer und die Wachowski-Geschwis­ter aus dem Leben außergewöhnlicher Menschen, deren Schicksale über Raum und Zeit miteinander verbunden sind. Die epische Verfilmung von David Mitchells Besteller geizt nicht mit Schauwerten und Stars (u.a. Tom Hanks, Halle Berry), krankt aber an einer den Zuschauer überfordernden Erzählstruktur. Bild: Alle Geschichten werden scharf, detailreich, bunt und mit plastischem HD-Bild auf die Leinwand gezaubert. Der Kontrast ist ausgeglichen, Schwarz könnte aber etwas tiefer sein. Zudem rauschen dunkle Bildinhalte oft etwas (56:33). Ton: Der dynamische 5.1-Ton befeuert bei Pferdegetrappel, Schüssen oder Raumschiff-Attacken alle Boxen mit präzisen Effekten. Auch…

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