Was einst in der Dämonen-Stadt Silent Hill geschah, hat Heather (Adelaide Clemens) verdrängt. Doch als Albträume die Vergangenheit wecken und ihr Vater (Sean Bean) entführt wird, kehrt die 18-Jährige an den Schreckensort zurück. Die Fortsetzung bietet kaum Grusel-Höhepunkte, punktet aber mit nettem Creature-Design und atmosphärischer 3D-Optik. Bild: 2D: Der 2,35:1-Transfer ist scharf und hochauflösend. Während helle Einstellungen sauber aussehen, rauscht es im Dunklen oft über Gebühr. In Gruselszenen kommt ein Orange-Filter zum Einsatz, der in Kombination mit dem überzogenen Kontrast und tiefem Schwarz für einen grell überzeichneten, aber plastischen Seheindruck sorgt. 3D: Die nativen 3D-Bilder überzeugen mit guter Raumtiefe, klarer…
Autor: Andreas Oswald
Die Frau (Keira Knightley) des Regierungsbeamten Karenin (Jude Law) ist hoch angesehen. Doch als sich die Schönheit kopfüber in den Kavallerie-Offizier Vronsky (Aaron Johnson) verliebt, riskiert sie ihre Ehe und die gesellschaftliche Anerkennung. Bildgewaltige wie unkonventionelle Adaption des Tolstoi-Klassikers, bei der sich Literaturfilm-Spezialist Joe Wright ("Abbitte") stark an der Theaterkunst orientiert – sichtbarer Wechsel der Bühnenbilder inklusive (3:56). Bild: Dank leuchtender Farben und hoher Detail- wie Kantenschärfe kommen die prachtvollen Kulissen und Gewänder schön zur Geltung; allerdings fehlt selbst bei Nahaufnahmen das letzte Quäntchen Schärfe. Das sichtbare Filmkorn stört nicht. Dank homogenem Kontrast samt tiefem Schwarz bietet der Cinemascope-Transfer auch…
Die FBI-Agenten Steve (Bud Spencer) und Doug (Terence Hill) müssen als Miami-Cops getarnt den einzig ungelösten Fall ihrer Karriere wieder aufrollen. Leider ist das populäre Hau-Drauf-Duo Spencer/Hill in dieser müden Actionkomödie nur noch ein Schatten seiner selbst. Bild: Obwohl vier Jahre jünger als "2 Asse trumpfen auf" und ebenfalls neu in HD abgetastet (von einem US-Master) ist das Bild merklich schlechter. Vor allem die blassen Farben, der flaue Kontrast und die maue Schärfe enttäuschen. HD-Feeling kommt hier nicht auf. Ton: Der Monoton klingt mal normal, mal hallig – so als würde ein Phasenfehler im Signal vorliegen. Extras: Interview mit Bud…
Alan und Charlie verschlägt es auf eine einsame Pazifik-Insel. Hier wartet ein Schatz auf die beiden Abenteurer wider Willen. Als einige Gangster ebenfalls Wind von der fetten Beute bekommen, herrscht auf dem Eiland bald Chaos pur. Der vor tropischer Kulisse zelebrierte Abenteuer-Ulk zählt zu den besseren Spencer/Hill-Kollaborationen (siehe Fakten-Check). Bild: Noch nie sah der Prügelspaß auch nur annähernd so gut aus. Schmutz und Rauschen wurden größtenteils beseitigt, allerdings kommt die Inselkulisse nicht so bunt und knackig daher wie gehofft. Dicke drei Punkte. Ton: Wie nicht anders zu erwarten, kann der nicht immer saubere Monoton niemand hinter dem Ofen hervorlocken. Extras: "Erinnerungen"…
Weil sein Augenlicht ihn langsam im Stich lässt, muss Baseball-Talentsucher Gus Lobel (Clint Eastwood) seine ihm entfremdete Tochter (Amy Adams) engagieren. Nettes Familiendrama, das aber nicht an Eastwoods Vorgängerfilme "Million Dollar Baby" und "Gran Torino" heranreicht. Bild: Die Detailzeichnung und Kantenschärfe des rauscharmen Cinemascope-Transfers sind gut bis sehr gut, vor allem die Baseballszenen entfalten eine angenehme Tiefenwirkung. Die teils grünliche Farbgebung und der leicht überzogene Kontrast sind Stilmittel. Knappe fünf Punkte. Ton: Die deutsche 5.1-Abmischung kommt für ein Drama überraschend räumlich und detailreich daher, allerdings hat der englische HD-Ton die Nase vorn. Extras: "Der Aufstieg" (4:37), "Die Liebe zum Spiel"…
Um bei der hübschen Sheeni zu landen, entwickelt der 16-jährige Außenseiter Nick (Michael Cera) ein selbstbewusstes Alter Ego namens Francois Dillinger – doch damit fangen seine Probleme erst an. Mäßige Coming-of-Age-Dramödie, die in der Synchro einiges an Witz einbüßt. Bild: Das Bild ist scharf und detailreich, sonnige Außenaufnahmen verfügen über eine eindrucksvolle Tiefenwirkung. Von diffusen Lichtquellen geprägte Innenaufnahmen wirken hingegen etwas weich (39:09). Knappe fünf Punkte. Ton: Die Musik wurde räumlich und ausreichend kräftig abgemischt, die Effektkulisse kann sich hingegen nur bei einem explosiven Autounfall in Szene setzen. Extras: Audiokommentar, entfallene Szenen (10:43), "Audition Selects" (11:19), zusätzliche Animations-Sequenzen (3:24), Trailer.…
In sechs Geschichten aus unterschiedlichen Epochen erzählen Tom Tykwer und die Wachowski-Geschwister aus dem Leben außergewöhnlicher Menschen, deren Schicksale über Raum und Zeit miteinander verbunden sind. Die epische Verfilmung von David Mitchells Besteller geizt nicht mit Schauwerten und Stars (u.a. Tom Hanks, Halle Berry), krankt aber an einer den Zuschauer überfordernden Erzählstruktur. Bild: Alle Geschichten werden scharf, detailreich, bunt und mit plastischem HD-Bild auf die Leinwand gezaubert. Der Kontrast ist ausgeglichen, Schwarz könnte aber etwas tiefer sein. Zudem rauschen dunkle Bildinhalte oft etwas (56:33). Ton: Der dynamische 5.1-Ton befeuert bei Pferdegetrappel, Schüssen oder Raumschiff-Attacken alle Boxen mit präzisen Effekten. Auch…
England im 19. Jahrhundert: Dank eines unbekannten Gönners steigt Waisenjunge Pip in die Adelsgesellschaft auf, wo er um die schöne Estella (Holliday Grainger) wirbt. Als die Identität seines Wohltäters auffliegt, bricht Pips Welt zusammen. Atmosphärisch dichte, stark besetzte Verfilmung des Romanklassikers von Charles Dickens. Bild: Schärfe und Details erreichen meist gute Werte, knackscharfe HD-Bilder gibt es aber nur in Nahaufnahmen. Dunklen Szenen fehlt oft etwas Durchzeichnung, Schwarz tendiert zu Grau und zeigt zudem einen leichten Blaustich; schön zu sehen im Vergleich mit den tiefschwarzen Cinemascope-Balken. Ton: Der 5.1-Sound punktet beim räumlich spielenden, fein aufgelösten Filmscore. Geräusche tönen dagegen meist frontbetont.…
Nach einem Schiffbruch muss sich der einzige Überlebende (Suraj Sharama) das Rettungsboot mit einem bengalischen Tiger teilen. Ang Lees optisch eindrucksvoll realisierte Bestsellerverfilmung wurde mit vier Oscars ausgezeichnet (u.a. beste Regie). Bild: 2D: Die Kantenschärfe und Detailzeichnung ist bis auf wenige Computereffekte über jeden Zweifel erhaben. Selbst die 2D-Version erscheint dank hoher Tiefenwirkung ungemein plastisch. Hinzu kommen teils prächtige Farben. In zwei Szenen wechselt das 1,85:1-Kinoformat auf 2,35:1 bzw. 1,33:1. Dass die Digital-Optik (gedreht mit Arri-Alexa-Kameras) teils märchenhaft-künstlich wirkt, ist gewollt. 3D: Die nativen 3D-Bilder faszinieren mit großer geschlossener und damit natürlicher Dreidimensionalität. Auch die hohe Raumtiefe samt sauberer Ebenenstaffelung…
Game on! Kurz nach dem Einlegen der Blu-ray fühlt man sich in die 80er-Jahre versetzt, denn passend zur Story von Disneys neuestem Animations-Streich ist das Disc-Menü im Stil klassischer 8-Bit-Arcade-Games gehalten. Die Optik im Film ist hingegen Up-to-Date – nicht zuletzt dank toller 3D-Animationen, die Titelfigur Ralph in Referenz-Gefilde hüpfen lässt. Die Geschichte selbst bietet dank Witz, Tempo und etlichen Anspielungen auf die Videospiel-Kultur beste Unterhaltung für Jung und Alt – und das sogar für Nicht-Gamer. Seit 30 Jahren mimt Randale-Ralph den Bösewicht im Spielhallen-Game "Fix-It Felix", dabei wünscht sich der Kraftprotz doch nur eins: einmal der Held zu sein.…