Autor: Andreas Oswald

1865 schlagen sich Söldner Hogan (Clint Eastwood) und Revoluzzer-Nonne Sara (Shirley MacLane) in Mexiko mit französischen Besatzern herum. Ebenso spannender wie humorvoller US-Western-Klassiker, der auf den Spuren erfolgreicher Italo-Western wandelt. Siehe auch Fakten-Check. Bild: Dank kräftiger Farben, ausgeglichenem Kontrast sowie guter Schärfe- und Feinzeichnung erfreut der Cinemascope-Transfer mit einem plastischen, frischen Bild. Das meist dezente Rauschen wurde per Filter besänftigt. Hier und da blitzen kleine Verschmutzungen auf. Ton: Ennio Morricones grandioser Score tönt aufgrund der Mono-Abmischung nur schmächtig aus dem Center. Auch die Effekte wie eine Brückenexplosion reißen nicht vom Hocker. Leider fehlt auch dem Originalton ein Mehrkanalmix. Extras: ……

Weiterlesen

Jungschriftsteller Calvin (Paul Dano) bringt seine Traumfrau zu Papier – und eines morgens sitzt das lite­rarische Geschöpf (Zoe Kazan) bei ihm auf der Couch. Unkonventionelle Romanze der "Little Miss Sunshine"-Regisseure Valerie Faris und Jonathan Dayton. Bild: Sonnige Außenaufnahmen sehen dank kräftigem Kontrastumfang und fast märchenhaften Farben toll aus (54:28), bei den Innenaufnahmen wünscht man sich hingegen mehr Durchzeichnung (53:43). Trotz Digitaldreh ist ein leichtes Rauschen auszumachen. Dicke vier Punkte. Ton: Ab und an verirren sich Umgebungsgeräusche auf die Rears, doch meist geben die Dialoge im Center den Ton an. Extras: "Die Story" (4:07), "Die Darsteller" (3:39), "Nicht nur im Film…

Weiterlesen

Der 36-jährige Rikschafahrer und überzeugte Vollblut-Münchner Basti (Sebastian Bezzel) genießt sein Leben in vollen Zügen. Bis eines Tages die 17-jährige Dina aus Bitterfeld samt Baby auftaucht und behauptet, seine Tochter zu sein. Der über Nacht vom Junggesellen zum Großvater mutierte Basti kriegt die Krise. Trotz etlicher Bayern-Klischees unterhaltsame Komödie für zwischendurch. Bild: Der Cinemascope-Transfer ist bunt, scharf und meist detailreich. München präsentiert sich überwiegend in schönster Postkarten-Optik, auch wenn die Tiefenwirkung noch etwas höher sein könnte. Ton: Die 5.1-Abmischung reißt keine Bäume aus, kommt aber etwas lebhafter daher als vergleichbare US-Komödien. Extras: Interviews (35:12), "Hinter den Kulissen" (12:34), Trailer. Die…

Weiterlesen

Zusammen mit dem deutschen Kopfgeldjäger Dr. Schultz (Oscar für Christoph Waltz) versucht Ex-Sklave Django (Jamie Foxx), seine Frau aus den Fängen des Baumwoll-Barons Calvin Candie (Leonardo DiCaprio) zu befreien. Quentin Tarantino liefert mit "Django Unchained" eine superbe Spaghetti-Western-Hommage mit genialen Dialogen und blutiger Action ab. Bild: Statt auf makellose Hollywood-Hochglanzoptik setzt der Ausnahme-Regisseur auf gelegentlich grie­ßelnde, meist kontraststarke, mal farbgefilterte 35mm-Cinemascope-Bilder – und schafft so perfektes Western-Feeling. Schärfe und Detailzeichnung sind trotz dieser optischen Manipulationen gut bis sehr gut. Szenen in Candies Villa imitieren eine schummrige Kerzenbeleuchtung mit satten Orange-Tönen, reduziertem Kontrast und tiefem Schwarz, das aber Details schluckt. Ton:…

Weiterlesen

Nachdem fünf Menschen scheinbar willkürlich einem Scharfschützen zum Opfer fallen, wird ein Ex-Soldat inhaftiert, der während seines Verhörs nur einen Satz sagt: "Holt Jack Reacher!" Um den verworrenen Fall aufzuklären, muss der ehemalige Militärcop Reacher (Tom Cruise) jenseits des Gesetzes operieren. Auch ohne große Actionszenen (man sollte kein neues "Mission Impossible"-Abenteuer erwarten) unterhält die Kino­premiere von Lee Childs Kultermittler bestens. Bild: Der düstere Grundtenor des Films spiegelt sich auch in der Optik wieder. Zwar bieten gut ausgeleuchtete Einstellungen eine gute bis sehr gute Detail- und Kantenschärfe, eine plastische Hochglanzoptik wie beim letzten "Mission Impossible"-Film gibt es aber nicht. Nachtaufnahmen und…

Weiterlesen

Pünktlich zu Ostern kam dieser Mitschnitt zu Bachs weltberühmtem Oratorium in die läden. Aufgezeichnet wurde 2012 in der Concertgebouw von Amsterdam. Der authentische, räumliche wie glasklare Live-Klang löst einzelne Chor- und Orchestergruppen differenziert auf. Solisten sind gut verständlich, Untertitel zu den deutschen Texten sind auch an Bord. Das 1,78:1-Bild punktet mit homogenem Kontrast und natürlichen Farben, könnte aber etwas schärfer und detailreicher sein. Leider keine Extras. Die Wertung Musik 6 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 5 von 6 Punkten Bonusmaterial 0 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter Arthaus Musik Format Blu-ray…

Weiterlesen

Der tolle Mitschnitt von Verdis abenteuerlicher Oper wurde 2007 im Florenzer Teatro Comunale aufgezeichnet. Musikalische Leitung hatte Zubin Mehta, Nicolas Joël inszenierte. Das rauscharme 1,78:1-Bild könnte etwas mehr Schärfe vertragen. Der 7.1-Ton holt die Bühne glaubwürdig ins Wohnzimmer. Stimmen klingen klar, das dynamische Orchester verteilt sich ortbar auf die Front, während die Rears natürlichen Hall liefern. Zum italienischen Ton gibt es deutsche Untertitel, Extras fehlen allerdings. Die Wertung Musik 5 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 5 von 6 Punkten Bonusmaterial 0 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter Arthaus Musik Format Blu-ray…

Weiterlesen

2004 zog es die vier Rocklegenden nach Melbourne, wo sie im Rahmen ihrer Farewell-Tour satte 29 Songs zum Bes­ten gaben. Der Konzert-Klassiker erscheint erstmals auf Blu-ray, bereits 2007 veröffentlichte Warner eine HD-DVD, der jedoch hochauflösender Ton fehlte. Bild- und Tonqualität: Dieses Manko behebt die Blu-ray. Der aufgeräumte DTS-HD 5.1-Sound begeistert mit anspringender Dynamik und sauberem Front-Staging der Gitarren, die verzerrungsfrei und klar klingen. Die Bassgitarre schwingt konturiert und druckvoll in den Keller, das Schlagzeug verfügt über impulsiven Punch. Percussion-Instrumente wurden teils auch direkt auf die Rears gemischt. Gesang klingt samtig, wenn auch etwas dünn. Punktabzug gibt’s für die mangelnde Live-Atmosphäre:…

Weiterlesen

Die interessante Doku zeigt den Aufstieg der Stones von Blues- besessenen Teens in den Rock-Olymp. Zu sehen gibt es rares Archivmaterial von Auftritten, Berichten und Interviews. Je nach Quelle variiert das oft verrauschte 1,78:1-Bild zwischen VHS und mäßiger HD-Qualität. Hintergrundmusik spielt räumlich, Auftritte klingen mal flach und kraftlos, mal plas­tisch und dynamisch. Extras: "Live in Germany 65" (8:36), Interview (10:48), "The Sound and Music of Crossfire Hurricane" (5:30), Trailer. Die Wertung Musik 4 von 6 Punkten Bildqualität 2 von 6 Punkten Tonqualität 3 von 6 Punkten Bonusmaterial 2 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter Eagle…

Weiterlesen

Das 1991er Konzert war der letzte Auftritt von Miles Davis auf dem Festival von Montreux; kurz darauf verstarb die Jazz-Legende. Sein geniales Trompetenspiel hebt der 5.1-Sound plastisch, samtig, farbstark und fein aufgelöst zwischen die Frontboxen. Auch das restliche Big-Band-Ensemble spielt luftig, präzise und schlackenfrei. Tuba und Kontrabass sorgen zudem für ein gutes Bassfundament. Der rauscharme 1,78:1-Transfer ist meist schön scharf und detailliert. Extras: Interviews (73:23). Die Wertung Musik 5 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 5 von 6 Punkten Bonusmaterial 3 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter Eagle Vision Format Blu-ray Wende-Cover…

Weiterlesen