Autor: Andreas Oswald

Sie sind die listigsten Jäger, die schnellsten Läufer oder die besten Flieger. Ob Spinnen, Käfer oder Schmetterlinge: In der faszinierenden Tier-Dokumentation werden kleine Krabbler ganz groß in Szene gesetzt – nicht zuletzt dank eindrucksvoller Groß- und Zeitlupenaufnahmen sowie gelungener 3D-Präsentation. Mit guter Raumtiefe und körperhaften Akteuren fühlt man sich teils tatsächlich in den Mikro-Kosmos der Gliederfüßler hineinversetzt. Bisweilen wirken Szenen aber zu flach und weich. Auch in 2D schwanken Schärfe und Feinzeichnung zwischen mäßig und sehr gut, bewegen sich meist aber auf hohem Level. Ein ausgewogener Kontrast und leuchtende Farben sorgen weiter für plastische 1,78:1-Bilder. Rauschen und leichte Kompressionsartefakte sind…

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Für Parasiten, Viren und Co. ist der Mensch vergleichbar einem Planeten. Bereits auf unseren zwei Quadratmetern Haut leben mehr Mikroben als Menschen auf der Erde. So blickt die interessante 3D-Doku auf und in unsere Körper, um nützliche wie gefährliche Mitbewohner genauer ins Auge zu fassen. Die teils mit Elektronenmikroskopen im Nanometerbereich aufgezeichneten Bilder sehen meist scharf und detailliert aus. Farben leuchten kräftig, der Kontrast ist ausgewogen. Leider zeigen trübe Szenen aus dem Körper-Inneren häufig Banding-Effekte und Blockartefakte (33:11). In 3D wirken die Körperwelten unmittelbarer und greifbarer, auch wenn Raumtiefe und Plastizität oft nur Mittelmaß erreichen. Der Stereo-Ton klingt bei aktivierter…

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Mit ihrem Mix aus Pop, Soul und Jazz stürmt die Britin derzeit die Charts. Die Blu-ray birgt ihr fantastisches Konzert in der Londoner Royal Albert Hall vom 22. September 2011. Adeles Stimme klingt seidig und voluminös, die Instrumente tönen körperhaft und formen mit dem natürlichem Hall auf den Rears ein audiophiles Sound-Erlebnis. Das Bild enttäuscht hingegen mit starkem Rauschen in Hintergründen (1:45). Kanten- und Detailschärfe erzielen nur in hellen Bühnenbereichen gute Werte. Extras: "You. Me and Albert" (8:31), Bonus-CD mit dem Konzert. Die Wertung Musik 6 von 6 Punkten Bildqualität 3 von 6 Punkten Tonqualität 6 von 6 Punkten…

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Mehr als 25 Jahre waren a-ha Teil der Popmusikgeschichte, 2010 kam das Aus. Zum Ende ihrer neunmonatigen Abschiedstour kehrte die Band in ihre Heimatstadt Oslo zurück, um dort am 4. Dezember 2010 in der Spektrum Arena ein letztes Konzert zu geben. Die Popgiganten spielten ihre 20 populärsten Songs, passend zum Tourtitel endete die fulminante Show mit dem Ohrwurm und größten Hit "Take On Me". Bild und Tonqualität: Die emotionalen Bilder des Live-Mitschnitts werden auf Blu-ray nicht immer optimal wiedergegeben. Schärfe und Detailzeichnung bewegen sich zwar meist auf hohem Niveau, dafür rauscht es aber über Gebühr, was besonders in Lichtern und…

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Anfang des 19. Jahrhunderts erkundet Naturforscher Alexander von Humboldt (Albrecht Schuch) Südamerika. In Deutschland betritt derweil Carl Friedrich Gauß (Florian David Fitz) mathematisches Neuland. Als sich die berühmten Zeitgenossen treffen, kommt es zum Eklat. Mit seiner Verfilmung von Daniel Kehlmanns Bestseller gelang Detlef Buck ein eindrucksvoller Spagat zwischen Biopic, Abenteuer- und Historienfilm. Auch die tolle 3D-Umsetzung überzeugt. Bild: Mit hoher Detail- und Kantenschärfe sorgt der 1,85:1-Transfer für ein plastisches HD-Bild. Die Farben fallen je nach Handlungsort mal bedeckt, mal leuchtend aus; oft kommen Grün- oder Cyan-Farbfilter zum Einsatz. Innenaufnahmen rauschen hier und da leicht, Szenen im Freien sind meist glasklar.…

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Als "Die Rote Flut" 1984 in die deutschen Kinos kam, löste er heftige Reaktionen aus; nach Protesten von Friedensaktivisten wurde er in einigen Städten schnell wieder abgesetzt. Eine Zeitlang stand die Ertüchtigungspropaganda sogar im Guiness Buch der Rekorde und durfte sich mit dem Titel: "Film mit den meisten Gewalttaten" (durchschnittlich 2,23 pro Minute) schmücken. Das Remake sorgte für Aufregung anderer Art: Um den kommerziellen Erfolg im bevölkerungsreichsten Land der Welt nicht zu gefährden, wurden aus den eigentlich chinesischen Invasoren mittels digitaler Nachbearbeitung nordkoreanische (im Original waren es russische). In Anbetracht der aktuellen politischen Lage verleiht das dem Film sogar mehr…

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Der Amerikanische Bürgerkrieg ist zu Ende und hat die junge Nation für immer verändert. Während die befreiten Sklaven versuchen, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden, ist der ehemalige Farm­besitzer Bohannon (Anson Mount) davon besessen, die Mörder seiner Frau zu finden. Seine Suche führt ihn zum größten Bauprojekt der damaligen Zeit: der transkontinentalen Eisenbahn. Nach "Walking Dead", "Breaking Bad" und "Mad Men" ist "Hell on Wheels" eine weitere Serie des US-Kabelkanals AMC, die man auf keinen Fall verpassen sollte – auch wenn nicht die Genialität des HBO-Western-Vorgängers "Deadwood" erreicht wird. Bild- und Tonqualität: Die Bildqualität begeis­tert: Selten sah der Wilde…

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Ein traumatisiertes Geschwisterpaar (Eric Bana, Olivia Wilde) auf der Flucht nach einem Casino-Überfall im verschneiten Nirgendwo von Michigan. Ein ehemaliger Sträfling (Charlie Hunnam), der an Thanksgiving zu seiner entfremdeten Familie heimkehrt. Und die Tochter (Kate Mara) eines Sheriffs, der sie für ihre Berufswahl straft. Gekonnt verwebt Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky ("Die Fälscher") diese Handlungsstränge zu einem spannenden wie stylischen Crime-Thriller. Tatkräftige Unterstützung erhält der öster­reichische Filmemacher dabei von den Hollywood-Veteranen Kris Kristofferson, Sissy Spacek und Treat Williams. Nicht nur wegen des winterlichen Settings erinnert "Cold Blood" zuweilen an "Fargo", obwohl er auf jegliche Lacher verzichtet. Ebenfalls nicht zum Lachen sind die…

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Zu Recht wird das vierminütige Making-of, das sich als ein mit Interview-Schnipseln angereicherter Trailer entpuppt, als "Mini-Making-of" bezeichnet. Leider ist das echte Making-of auch nur elf Minuten lang – und die fünf Featurettes kommen zusammen ebenfalls auf gerade mal elf Minuten (und müssen sich dabei noch Material teilen). Mehr als ein oberflächlicher und teils werbelastiger Eindruck entsteht so nicht. So können wir vom Bonusmaterial lediglich den aufschlussreichen Audiokommentar von Regis­seur und Autor David Ayer empfehlen. Neben produktions­technischen Informationen erfahren wir auch, warum im ganzen Film kein korrupter Polizist auftaucht – ganz im Gegensatz zu "Training Day", "Street Kings" oder "Harsh…

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Im Vogelparadis Zambezia lernt der flügge geworden Falke Kai neue Freunde kennen – aber auch Feinde: Eine gefräßige Riesenechse plant die Vogeleier der Bewohner zu stehlen. Die herzige wie spaßige Tier-Fabel ist Südafrikas erster Animationsfilm. Bild: 2D: Zwar können die Animationen nicht mit US-Kollegen konkurrieren, Plastizität, Schärfe und Detailzeichnung fallen aber fast ebenbürtig aus. Banding-Effekte (18:12) kosten die Höchstwertung. 3D: Gute Raumtiefe und körperhafte Vögel sorgen für ein schmuckes 3D-Erlebnis. US-Produktionen bieten aber auch hier mehr. Ton: Wenn Kai durch die Luft zischt, rumst es mit kräftigen Bässen und präzisen Effekten. Musik tönt dagegen etwas zu flach. Obwohl nicht auf…

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