In der kurzweiligen Fortsetzung des belgischen Animationsspaßes landen die Schildkröten-Freunde Sammy und Ray als Touristenattraktion in einem großen Aquarium. Bild: Sowohl in 2D als auch 3D wirkt der 1,78:1-Transfer scharf, detailreich, bunt und rauschfrei. Banding-Effekte stören etwas. 3D: Die Raumtiefe fällt zwar nicht so groß wie beim Original aus, was aber mit besserer Fokussierbarkeit und angenehmerem Sehgefühl zu Buche schlägt. Das Bild wirkt sehr plastisch, dreidimensional und damit wie zum Anfassen. Wie schon Teil 1 produzierte auch die Fortsetzung auf unserem Test-Equipment deutliches Ghosting. Ton: Die agilen Rears sorgen für eine einhüllende Unterwasser-Atmosphäre, auch die dynamische Musik spielt räumlich. Leider…
Autor: Andreas Oswald
Nachdem Frankensteins Hund von einem Auto überfahren wird, reanimiert der wissenschaftlich begabte Schüler seinen vierbeinigen Freund via Blitzschlag. Seine Kumpel kommen auf dieselbe Idee, erschaffen aber gefährliche Monster. Tim Burtons Kino-Adaption seines gleichnamigen Kurzfilms fehlen leider Ideen, Witz und sympathische Figuren. Gelungen sind dagegen die Stop-Motion-Animationen in klassischem Schwarz-Weiss. Bild: Trotz fehlender Farben fasziniert der rauschfreie 1,85:1-Transfer. Tiefes Schwarz und differenzierte Graustufen formen plastische HD-Bilder, dank hervorragender Auflösung und Schärfe kann man auch feine Texturen erkennen. Selbst animationstypische Steckenpferde wie Banding- und Aliasing-Effekte sind kein Thema. Auch in 3D erfreut das Bild mit plastischer wie geschlossener Dreidimensionalität, die Ebenen klar…
"Nach Hurt Locker begann ich eine Story über die Jagd Osama bin Ladens", erzählt Regisseurin Kathryn Bigelow im äußerst dürftigen Bonusmaterial und fährt fort: "Inmitten der Arbeit an dieser Geschichte geschah der 1. Mai 2011. Die Historie sprengte unser Projekt. Wir mussten eine neue Story beginnen. Die Story war schwierig, weil jeder das Ende kannte, aber niemand weiß, wie es dazu kam". Woher Bigelow ihre Informationen zur Jagd und Tötung des Al-Qaida-Führers bezog, wird in den Extras leider nicht geklärt. Auch bleibt unklar, ob US-Geheimdienste Einfluss auf das Drehbuch und die Produktion nahmen. Spannend ist der für fünf Oscars nominierte…
Pixars Animationsklassiker "Die Monster AG" erschien bereits 2009 auf Blu-ray (Test in audiovision 11-2009). Pünktlich zum Kinostart der Fortsetzung "Die Monster Uni" am 20. Juni schickt das Mäuse-Imperium seine Knuddel-Monster nun dreidimensional ins Wohnzimmer – auf einer zweischneidigen Veröffentlichung. Überaus gelungen präsentiert sich die 3D-Umsetzung, die aufgrund ihrer gelungenen Tiefenwirkung enorm viel Spaß macht. Zu unserer freudigen Überraschung bekam die 3D-Version einen neuen 7.1-HD-Mix spendiert; die 2009er-Disc bietet DTS 5.1 ES-Sound und steckt ebenfalls im Set. Beim Bonusmaterial patzte Disney aber, denn außer dem 3D-Kurzfilm "Toy Story Toons: Partysaurus Rex" und einem Monster-Gag-Reel auf der 3D-Disc fehlen neue Extras. Zudem…
In der spannenden wie bildgewaltigen Fortsetzung zu "Tom Sawyer" muss sich Huck (Leon Seidel) mit seinem versoffenen Vater (August Diehl) herumschlagen, der dem Bengel wegen seines Schatzes an den Kragen will. Gemeinsam mit Sklave Jim (Jacky Ido) flieht Huck auf dem Mississippi. Bild: Das von erdigen Farben dominierte 2,35:1-Bild besticht mit ausgewogenem Kontrast sowie guter bis sehr guter Schärfe und Feinzeichnung. Das dezente Filmkorn stört nicht. Ton: Der dynamische 5.1-Mix punktet mit äußerst agilen Umgebungsgeräuschen, die teils direktional über die Rears zischen. Auch der leicht und locker klingende Score überzeugt. Extras: Featurettes (10:08), Premiere beim Filmfest Hamburg (4:38), "Making-of visuelle…
Tiffany Blechschmids (Johanna Wokalek) Feinkostladen in Berlin-Kreuzberg läuft richtig gut, trotzdem ist sie mir ihrem Leben alles andere als zufrieden. Die verträumte und abergläubische Mitdreißigerin steht sich einfach immer selbst im Weg. Zu allem Überfluss erscheint ihr regelmäßig ihre tote Mutter (Iris Berben) und überschüttet sie mit neunmalklugen Ratschlägen. Die auf dem gleichnamigen Sachbuch von Paul Watzlawick basierende Tragikomödie gefällt, könnte in der Form aber auch als TV-Film der Woche durchgehen. Bild: Das Bild ist bunt, scharf und kontrastreich. Feine Details fallen gelegentlich einem Rauschfilter (gedreht wurde in Super 35) zum Opfer. Knappe fünf Punkte. Ton: Das Treiben im Restaurant…
Zwei nicht allzu helle Gangster überfallen ein vom organisierten Verbrechen ausgerichtetes Pokerspiel. Die Beklauten finden das gar nicht lustig und engagieren Profikiller Jackie Cogan (Brad Pitt), um die Angelegenheit zu klären. Trotz guter Darsteller (u.a. James "Sopranos" Gandolfini) und auf cool getrimmter Dialoge nur mittelmäßige Verfilmung des Kultromans von George V. Higgins. Bild: Das von erdigen, meist ausgewaschenen Farben dominierte Bild bietet eine meist ordentliche Detail- und Kantenschärfe, aber nur eine geringe Tiefenwirkung. Die gelegentlich am Rand auftretenden Fehler (z.B. Verzerrungen) sind gewollt. Ton: Bis auf einige Oldies transportiert die 5.1-Abmischung fast nur Dialoge. Zumindest sind diese in der Synchronfassung…
Hollywood 1947: Trickfigur Roger Rabbit soll aus Eifersucht den Liebhaber seiner Frau ermordet haben. Detektiv Valiant (Bob Hoskins) will die Unschuld des Karnickels beweisen. Auch nach 25 Jahren macht der seinerzeit revolutionäre Mix aus Real- und Zeichentrickfilm noch viel Spaß. Bild: Schärfe und Details liegen oft auf gutem Niveau, auch die leuchtenden Farben gefallen. Rauschen fällt bisweilen kräftig aus. Leider sehen die Zeichentrick-Figuren flach und unharmonisch in die Realfilm-Szenen einkopiert aus. Ton: Effekte tönen meist kraft- und saftlos von vorne. Dynamisch und frisch tänzelt dagegen der räumliche Score über die Lautsprecher. Extras: Audiokommentar, Kurzfilme (25:28), Making-of (10:55), entfallene Szene (5:30),…
Der aus der Psychiatrie entlassene Pat Solitano (Bradley Cooper) versucht sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. In der hübschen wie verstörten Tiffany (Jennifer Lawrence) findet er eine Seelenverwandte. Die unterhaltsame Tragikomödie wurde für acht Oscars nominiert. Bild: Trotz eher düsterer Innenausleuchtung und bedecktem Herbst-Ambiente bei Außenaufnahmen (Kapitel 5) bietet der Cinemascope-Transfer eine gute bis sehr gute Detail- und Kantenschärfe. Hin und wieder rauscht es etwas stark. Ton: Wenn es der Inhalt hergibt (z.B. beim großen Tanzfinale), klingt der 5.1-Mix richtig gut. Dialoge sind stets prima verständlich, obwohl oft alle durcheinanderreden. Extras: Making-of (28:37), "Das Tanz-Training" (1:19), "Tanzen wie…
Als Abraham Lincoln (Oscar-prämiert: Daniel Day-Lewis) 1864 seine zweite Amtsperiode antritt, steht die durch den blutigen Bürgerkrieg gezeichnete Nation vor einer Zerreißprobe. Der 16. Präsident der Vereinigten Staaten muss sich der fast unlösbaren Aufgabe widmen, den Krieg zu beenden, Nord- und Südstaaten zu versöhnen und die Sklaverei abzuschaffen. Steven Spielbergs faszinierendes Kammerspiel zeigt Lincoln als Mensch voller Widersprüche. Bild: Starke Schatten, Gegenlichtaufnahmen, diffuse Lichtquellen, entsättigte und (meist braun oder blau) gefilterte Farben – so setzt Spielbergs Kameramann Janusz Kaminski die Ära optisch adäquat in Szene. Im Gegensatz zu früheren Spielberg-Filmen (u.a. "Der Soldat James Ryan", "Minority Report") leidet aber die…