Autor: Andreas Oswald

Seit rund 15 Jahren gehören die Finnen von „Nightwish“ zur Spitze der Symphonic-Metal-Szene. Ihre Klasse konnte die Gruppe um Frontfrau Floor Jansen einmal mehr bei den 2015er-Konzerten in der Londoner Wembley-Arena sowie im finnischen Ratina Stadion von Tampere beweisen. Beide Darbietungen wurden auf Blu-ray gebannt, technisch allerdings suboptimal: So donnert der PCM-5.1-Mix zum London-Auftritt fast nur von vorn, worunter die ohnehin stark ausgeblendete Live-Atmosphäre zusätzlich leidet. E-Gitarren preschen druckvoll und mit guter Ortung, auch die Drums besitzen den nötigen Punch. Gesang wurde trocken und gut verständlich auf alle Frontboxen gemischt. Die Tampere-Show klingt trotz anderer Location ähnlich, wenn auch etwas…

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Letzten August gab Sarah Connor die Songs ihres Hit-Albums „Muttersprache“ bei den Filmnächten am Dresdener Elbufer zum Besten – ein schöner Auftritt mit viel Gefühl und Kuschel-Atmosphäre. Der 5.1-Mix ist leider eine frontbetonte Angelegenheit und die Drums trommeln etwas kraftlos. Die übrigen Instrumente spielen aber gut ortbar und körperhaft. Frau Connors emotionaler Gesang schallt authentisch aus dem Mikro. Trotz nächtlichem Auftritt bleibt das 1,78:1-Bild stets knackig und klar. Extras: Booklet. Die Wertung  Musik 5 von 6 Punkten Bildqualität 5 von 6 Punkten Tonqualität 4 von 6 Punkten Bonusmaterial 1 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter Universal Music Format Blu-ray…

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Der AVR-X3300W ersetzt den AVR-X3200W (Test in 10-2015), den Denon schon damals mit Dolby Atmos, DTS:X und 4K-Video samt HDR-10 aufgerüstet hat. Bahnbrechende Entwicklungen auf dem Receiver-Sektor gab es seitdem nicht, so dass sich der Nachfolger vornehmlich mit einer Neuerung profilieren kann: Audysseys bestem Einmess-System „MultEQ XT 32“, das für akkuratere Ergebnisse mit engmaschigeren Filtern arbeitet als die „MultEQ XT“-Automatik des Vorgängers. Das trotz dieser Neuerung insgesamt schlanke Update schlägt sich auch im Preis nieder, denn mit 1.000 Euro kostet der Neuling nicht mehr als das alte Modell. Ausstattung und Technik Die 7 diskret aufgebauten Endstufen sind auch für stromhungrige…

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Als John (Richard Carlson) und Ellen (Barbara Rush) den Absturz eines UFOs in der Wüste von Arizona beobachten, schenkt ihnen niemand Glauben. Doch schon bald verschwinden die ersten Menschen. Jack Arnolds Sci-Fi-Klassiker aus dem Jahr 1953 wurde in stereoskopischem 3D gedreht. Auf der Blu-ray befinden sich sowohl die 3D- als auch 2D-Version. Bild 2D: Die restaurierten Schwarz-Weiß-Bilder im 1:33:1-Format sind zwar scharf, Details leiden jedoch unter dem kräftigen Filmkorn. Bestens schlägt sich der Kontrast samt feiner Graustufen. Dropouts, Kratzer und dezente Laufstreifen tauchen immer mal wieder auf, stören aber nicht wirklich. Dicke 3 Punkte. Bild 3D: Trotz seines Alters verblüfft…

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Von der Namib-Wüste über den Fish River Canyon bis zum Etosha-Nationalpark entführt die Dokumentation den Zuschauer in die schönsten Gegenden Namibias. Zwar ist alles prächtig fotografiert, der Informationsgehalt fällt aber eher gering aus. Bild: Mit „Namibia“ feiert die erste 4K/50p-Disc ihre Heimkino-Premiere. Die High Frame Rate (kurz HFR) mit 50 statt 24 Vollbildern (24p) soll für flüssige Bewegungen sorgen – ganz ohne Zwischenbildberechnung. Und tatsächlich erscheinen die lupenreinen Hochglanzbilder der Dokumentation mit wenigen Ausnahmen (u.a. bei 10:26) ruckelfrei beziehungsweise ohne Doppelkanten und Verwischungen auf dem Bildschirm. Die hervorragende Bewegungsschärfe wird von einer meist hohen Feinzeichnung und Schärfe untermauert – beides…

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Der jährliche Gerätewechsel gehört mittlerweile zum Standard in der Heimkino-Branche, auch bei AV-Receivern. Im Falle des Yamaha RX-A2060 gibt es einige Neuerungen, die jedoch oft erst auf den zweiten Blick auffallen. Konträr zum Vorgänger RX-A2050 (Test in Ausgabe 12-2015) bekam der Neuling bereits zum Marktstart DTS:X integriert; auch der HDR-10-Farbstandard ist an Bord. Yamahas proprietäre Einmess-Automatik „YPAO R.S.C.“ erlaubt nun auch die Höhen- und Winkelmessung, die bisher dem Flaggschiff RX-A3060 (Test in Ausgabe 2-2017) vorbehalten waren. Zudem wurde der Equalizer getunt, die Multiroom-Wiedergabe um Klangschaltungen erweitert sowie die Endstufen-Zuweisung verbessert. Nicht zuletzt bekam der Bolide mehr Leistung spendiert, was ihm…

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Onkyos 3.000 Euro teures Receiver-Flaggschiff TX-RZ3100 heimste im Test (in Ausgabe 10-2016) stolze 92 Punkte ein – nicht zuletzt aufgrund 11 verbauter Endstufen. Der TX-RZ1100 kommt als abgespeckter Zwilling mit 9 Leistungsverstärkern daher (einen TX-RZ2100 gibt es nicht) und kostet einen Tausender weniger. Da stellt sich natürlich die Frage, wo sonst noch gespart wurde.     Außen und innen Am Material und seiner Verarbeitung jedenfalls nicht. Auch optisch gleichen sich die Boliden wie ein Ei dem anderen, und das ist gut so. Die wertige Aluminium-Front samt aus dem Vollen gefräster Alu-Frontklappe sowie das kantige Rechteck-Design gefielen uns schon beim TX-RZ3100.…

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In seiner edlen SC-Receiver-Reihe offeriert  Pioneer derzeit 4 Modelle. Das 3.000 Euro teure Flaggschiff SC-LX901 haben wir bereits in Ausgabe 11-2016 ausführlich unter die Lupe genommen. Der SC-LX701, der den SC-LX59 ablöst, ist das drittgrößte Modell der Japaner und kostet satte 1.300 Euro weniger. Dafür bekommt man unter anderem nur 9 statt 11 Endstufen, die wie bei den SC-Brüdern auf der hauseigenen Digitalverstärker-Technik „Direct Energy HD“ beruhen. Sie verspricht maxi-male Leistungsausbeute bei geringer Wärmeentwicklung und niedrigem Stromverbrauch. Alle Endstufen sitzen gekapselt in einem Metallkäfig an der Unterseite des Gehäuserahmens. In Sachen 3D-Sound sind Decoder für Dolby Atmos und DTS:X an…

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Journalistin Julie (Marianna Hill) gerät zunehmend in Panik, als einige Frauen aus ihrer Therapie-Gruppe ermordet werden. Steckt etwa ihr Psychiater und Liebhaber (stark: Klaus Kinski) dahinter? Langatmiger wie blutarmer Slasher für Genre-Allesgucker.  Bild: Ein neues Master blieb dem Low-Budget-Streifen von 1980 verwehrt, so lassen Schärfe und Feinzeichnung nur in Nahaufnahmen etwas HD-Feeling aufkommen. Zur ohnehin wackeligen Kameraführung gesellt sich bisweilen ein unruhiger Bildstand (17:52). Dropouts huschen regelmäßig durchs Bild, gehen im sichtbaren Rauschen aber oft unter. Positiv: die frischen Farben und das satte Schwarz.  Ton: Der solide Mono-Ton rauscht kaum. Zum Originalton gibt es deutsche Zwangsuntertitel.  Extras: Ein Trailer, das…

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Für Rebecca (Teresa Palmer) und ihren kleinen Bruder wird das Leben zum Albtraum, als ein lichtscheues Wesen in der Dunkelheit Jagd auf sie macht. Der Horrorstreifen aus der Schmiede von James Wan („Conjuring“) lahmt zwar bei der Story, schockt aber mit coolem Monster und hohem Gruselfaktor. Bild: Der 2,35:1-Transfer holt den Schrecken auch in dunklen Szenen knackig scharf, detailreich und rauscharm auf den Bildschirm. Schwarz ist stockfinster; wo gewollt, sind Graustufen gut sichtbar. Farben leuchten für einen Horrorfilm ungewöhnlich kräftig. Ton: Der komprimierte Dolby-5.1-Ton schlägt sich mit guter Dynamik, räumlichem Score und plastischer Effektkulisse wacker. Der englische DTS-HD-Sound spielt aber…

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