Star-Countertenor Philippe Jaroussky singt in Begleitung des renommierten Freiburger Barockorchesters sakrale Kantaten von Bach und Telemann – live aufgenommen in der Alten Oper von Frankfurt im letzten November. Ein Fest für Klassik-Freunde ist die 5.1-Abmischung, die Jarousskys Gesang körperhaft und natürlich schallen lässt. Das Orchester klingt differenziert, sonor und mit schön authentischem Raumhall. Top ist auch das klare und knackige Bild. Als Bonus gibt es drei Interviews (10:01). Die Wertung Musik 6 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 4 von 6 Punkten Bonusmaterial 1 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter EuroArts / Warner Format Blu-ray Länge…
Autor: Andreas Oswald
Rock-Legende Eric Clapton gastierte am 15. März 2007 in San Diego: Der 20-fache Grammy-Gewinner begeisterte die Fans im Ipayone Center mit einer Auswahl seines langjährigen musikalischen Schaffens, darunter „Tell the Truth“, „Little Queen of Spades“ und „Layla“. Einige Stücke, unter anderem „After Midnight“ und „Cocaine“, spielte Clapton mit Musiker und Komponist J.J. Cale ein – von ihm stammen die Songs ursprünglich. Der Auftritt klingt differenziert, die hinteren Lautsprecher sorgen für eine gute Räumlichkeit. Claptons Gitarre ist präsent, aber nicht zu betont. Den Drums fehlt es dagegen etwas an Druck, auch könnte alles mehr Dynamik vertragen – nur bei einigen Stücken…
Am 24. August 2016 rockte Ex-„Scorpions“-Gitarrist Michael Schenker mit Band die Tokyo International Forum Hall. Gespielt wurden u.a. „Victim of Illusion“ und „Rock Bottom“. Instrumente wie Vocals dringen sauber gestaffelt aus den Frontboxen, hinten hallt es meist nur nach. Etwas mehr Dynamik wäre schön gewesen. Das Bild ist scharf und detailliert. Extras: „Leaving Osaka“ (6:32), „Arrival at Tokyo“ (7:29), „Soundcheck“ (12:41), „Impressions from the Fans“ (4:18), „Behind the Stage“ (20:43), Slide Show. Die Wertung Musik 4 von 6 Punkten Bildqualität 5 von 6 Punkten Tonqualität 4 von 6 Punkten Bonusmaterial 2 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter in-akustik Format…
Ein lustiges Wochenende in einer entlegenen Waldhütte endet im Blutbad, als fünf Freunde (u.a. Bruce Campbell) ungewollt einen schlafenden Dämon wecken. Über 30 Jahre war Sam Raimis Kultschocker beschlagnahmt, bevor er 2016 rehabilitiert wurde. Der Meilenstein des Horrorkinos erscheint ungeschnitten, die FSK vergab trotz auch heute noch derber Splatter-Einlagen sogar das 16er-Siegel. Bild: Die Vintage-Edition präsentiert den Film im originalen 4:3-Vollbild (1,33:1) sowie im aufgezoomten 1,85:1-Format – und das jeweils als remasterte und unbearbeitete Version verteilt auf 2 Blu-rays: Die restaurierte Vollbild-Fassung sieht die meiste Zeit scharf und detailreich aus. Allerdings verliert die Kamera öfter mal den Fokus, so dass…
Der Fluch der Grasp-Familie rafft seit Jahren die Einwohner eines Dorfes dahin. Dr. Eswai (Giacomo Rossi-Stuart) kommt dem mysteriösen Spuk auf die Schliche. Mario Bavas atmosphärischer Gothic-Gruselklassiker von 1966 besticht mit stilvollen Sets, famoser Kameraarbeit und originellen Einfällen. Bild: Zur mauen Detail- und Kantenschärfe gesellt sich ein überzogener Kontrast samt überstrahlender Lichter. Die meisten Verschmutzungen verschluckt ein übler Rauschteppich, der das Seherlebnis arg trübt. Ton: Der Mono-Ton rauscht etwas und klingt bisweilen leicht verzerrt, was man besonders am Score hört. Extras: Audiokommentar mit Tim Lucas (ohne UT), „Kill, Bava, Kill“ (10:50), „Erika in Angst“ (10:32), „Melissas Geist“ (31:41), Interview mit…
Wes Baylor (Scott Adkins) möchte seine Kampfsportkarriere beenden. Da kommt das lukrative Angebot eines Superreichen gerade recht. Doch statt ein letztes Mal im Ring landet der MMA-Fighter im Dschungel von Myanmar – mit Menschenjägern im Nacken. Der lahme B-Actioner hat keinen inhaltlichen Bezug zum Van-Damme-Original – selbst Genre-Spezialist Scott Adkins kann hier nichts retten. Bild: Die Dschungel-Szenerie sieht scharf und detailreich, aufgrund eines Blaufilters aber auch etwas unnatürlich aus. Manche Totalen wirken pixelig (31:21). Ton: Effekten fehlt es an Power, dafür spielt der 5.1-Mix räumlich. Bei 10:13 gibt es einen Tonaussetzer. Extras: „Into the Jungle“ (2:25), „Through the lens“ (2:43),…
Nach dem Unfalltod ihres Sohnes nehmen die Hopsons (Kate Bosworth, Thomas Jane) Adoptivkind Cody (Jacob Tremblay) bei sich auf. Auf die Freude folgt jedoch ein Schock, denn die Träume des Jungen beginnen sich in der Realität zu manifestieren. Gelungene Kreuzung aus Gruselhorror und Familiendrama mit originellem Ansatz. Bild: Dank hoher Schärfe und Feinzeichnung, Rauschfreihheit auch in dunklen Szenen sowie einem ausgewogenen Kontrast sehen die Cinemascope-Bilder stets plastisch aus. Farben wirken etwas blass. Ton: Der Score mit aufpeitschendem Orchester sorgt für Gruselstimmung, dürfte aber ruhig noch räumlicher und bei Schocks dynamischer aufspielen. Effekte huschen teils auch explizit auf den Rears herum.…
Zusammen mit einer Truppe hartgesottener Söldner soll Spezial-Agentin Motoko Kusanagi Cyber-Verbrechen aufklären. Die kurzweilige Original-Video-Animation erzählt die Vorgeschichte zum Anime-Klassiker „Ghost in the Shell“ (1998), die Blu-ray birgt die ersten zwei von insgesamt vier Kurzfilmen. Bild: Die fernöstlichen Animationen wirken nicht ganz so knackig wie bei aktueller Hollywood-Kost, sehen aber rauschfrei, bunt und im Kontrast homogen aus. Für knappe 5 Punkte reicht es. Ton: Der sehr agile 5.1-Mix platziert Effekte kraftvoll und ortbar im Heimkino. Ebenso räumlich und verspielt tänzelt der Electro-Score auf allen Boxen. Extras: „Cyberbrain I.G Night“ (11:08), „Cyberbrain Cast Night“ (10:52), „Decode 501 File“ (2:37), „Logicoma“-Kurzfilme (4:38),…
1987 gab Roy Orbison ein Comeback-Konzert im „Cocoanut Grove“-Nachtclub in Los Angeles, bei dem auch viele befreundete Musiker auftraten – darunter Bruce Springsteen, Jackson Browne, Elvis Costello und Tom Waits. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums bietet die Blu-ray einen Neuschnitt des einstigen TV-Specials inklusive unveröffentlichtem Filmmaterial. Zur Setlist des Gigs gehören zeitlose Klassiker wie „Only the Lonley“ und „Oh, Pretty Woman“. Der neue TrueHD-5.1-Mix überrascht mit einem plastischen, frischen und dynamischen Sound, der das Alter vergessen lässt, trotzdem aber authentisch nach 80er-Jahre klingt. Orbisons Gesang groovt mit viel Volumen und Timbre. Die Drums und der Kontrabass machen gut Druck und auch…
Der erste Konzertmitschnitt der einstigen „DSDS“-Gewinnerin bietet genau das, was Egli-Fans sich wünschen: Gute Laune, schmissige Herz-Schmerz-Schlager und eine professionelle Show – samt Tänzer des Deutschen Fernsehballetts. Die Aufzeichnung aus dem Berliner Tempodrom schallt nur in Stereo, spielt aber luftig und tonal ausgewogen. Instrumente sind zwar wenig greifbar, dafür klingt Eglis Stimme körperhaft und klar. Das 1,78:1-Bild ist bunt, rauscharm und meist scharf. Bis auf ein Booklet fehlen Boni. Die Wertung Musik 4 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 2 von 6 Punkten Bonusmaterial 1 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter Universal Music Format Blu-ray Länge…