Darauf haben Fans lange gewartet: Nach „Help“ (1965), „Magical Mystery Tour“ (1967) und „Yellow Submarine“ (1968) erscheint pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum auch der letzte der „Beatles“-Spielfilme auf Blu-ray – sieht man von der Kino-Doku „Let it be“ (1979) einmal ab. Was lange währt, wird letztlich auch gut, denn beim Bildtransfer griff Koch Media auf das restaurierte 4K-Master des renommierten US-Labels Criterion zurück, das unter Verwendung des originalen 35mm Kamera-Negativs sowie einer 35mm ‚Fine-grain‘-Positivkopie erstellt wurde. So sieht der für zwei Oscars nominierte Musikfilm von Komödien-Spezialist Richard Lester für sein Alter richtig gut aus (siehe Technikkasten). Der Ton wurde unter anderem…
Autor: Andreas Oswald
Als einer der größten und gefährlichsten Flüsse der Erde bietet der Kongo zahlreichen Tieren einen spektakulären Lebensraum. Die Dokumentation des NDR (in Zusammenarbeit mit arte und der ARD) erforscht spannend und bildgewaltig diese geheimnisvolle Flusswelt in Zentralafrika. Die Bildqualität des 50i-Transfers zeigt dabei oft eine gute Detail- und Kantenschärfe – je nach Szene, Kameraeinstellung und den Lichtverhältnissen wirken Bilder aber auch mal weicher. Der 1,78:1-Transfer rauscht selbst in dunklen oder Nachtszenen kaum, leider wirken die Farben etwas blass und leblos. Die Musik des 5.1-Mix klingt klar und räumlich, wenn auch etwas dünn. Gelungen sind die detaillierten, agilen Umgebungsgeräusche von Flora…
New York, 1864: Im heruntergekommenen Einwandererviertel „Five Points“ (unter anderem bekannt aus Martin Scorseses „Gangs of New York“) regieren Hunger, Korruption und Gewalt. Der junge irische Cop Kevin Corcoran (Tom Weston-Jones), genannt ‘Copper‘, kämpft gegen das allgegenwärtige Verbrechen – und nimmt es mit dem Gesetz dabei selbst nicht allzu genau. Die von der BBC hübsch ausgestattete und düster inszenierte Serie ist eine unterhaltsame Mischung aus „Sherlock Holmes“, „C.S.I.“ und „Boardwalk Empire“. Bild- und Tonqualität: Obwohl die mit braunen Farbfiltern überzogene und aufgrund fehlender Elektrizität meist schwach ausgeleuchtete Szenerie auf schmuddelig getrimmt wurde, fällt die Detail- und Kantenschärfe gut bis sehr…
Sergio Leones Italo-Western-Klassiker „Zwei glorreiche Halunken“ erschien bereits 2009 auf Blu-ray. Mängel der alten Version wurden nun mit einer 4K-remasterten Neuauflage beseitigt – wenn auch mit Einschränkungen. So hebt der neue Transfer das Schärfe- und Detailniveau merklich an, Bartstoppel oder Schweißperlen sind jetzt klar zu erkennen, auch die tollen Landschaftsaufnahmen zeigen mehr Details und wirken plastischer. Leider macht teils kräftiges Rauschen den Auflösungsvorsprung oftmals zunichte. War bei der Erstauflage das Bild noch leicht aufgezommt, zeigt der neue 4K-Transfer mehr Bild an allen vier Seiten. Allerdings wirkt die neue Abtastung ein ganzes Stück dunkler als zuvor, so dass feinere Graustufen öfter…
1979: Nachdem Ron Burgundy (Will Ferrell) den Posten als Nachrichtensprecher an niemand geringeren als seine Frau (Christina Applegate) verloren hat, trommelt der selbstverliebte Egomane sein mental unterbelichtetes Team (u.a. Steve Carell, Paul Rudd) zusammen, um das News-Business für immer zu revolutionieren. Die herrlich skurrile Mischung aus Slapstick und Mediensatire spielte bei uns nur 527.884 Euro, in den USA hingegen 128 Millionen Dollar ein. Die deutsche Blu-ray birgt leider nur die deutsche Kinofassung (siehe Fakten-Check). Bild: Der Cinemascope-Transfer ist nicht nur deutlich schärfer und detailreicher als beim ersten Teil (seit Dezember auf Blu-ray erhältlich), dank höherem Kontrastumfang wirkt das mittels Farbfilter…
Nachdem er sich mit einer Familie hungriger Waschbären anlegt, läuft das normale Vorstadtleben von Dr. Jeff Lang (Tobey „Spider-Man“ Maguire) aus dem Ruder – Untreue, Erpressung und Mord inklusive. Die schwarze Komödie ist auch in den Nebenrollen prominent besetzt (u.a. Ray Liotta, Laura Linney). Bild: Der 1,78:1-Transfer bietet eine meist gute, bisweilen sehr gute Detail- und Kantenschärfe, auch die überwiegend natürliche Farbgebung gibt keinen Anlass zur Klage. In dunklen Szenen rauscht es allerdings hin und wieder etwas grob. Ton: Dramaturgisch bedingt kann sich der 7.1-Mix kaum in Szene setzen, zumindest die Musik findet zuweilen ihren Weg auf die Surround-Lautsprecher. Extras:…
Eine Karibik-Kreuzfahrt entwickelt sich für Annie (Sandra Bullock) zum Todestrip, denn ein wahnsinniger Computer-Spezialist (Willem Dafoe) programmiert den Luxusliner auf einen mörderischen Zerstörungskurs. Trotz jeder Menge Action ist Teil 2 nicht halb so unterhaltsam wie das Original. Bild: Die gute Detail- und Kantenschärfe wurde ohne elektronische Filter erreicht, auch das Filmkorn wird adäquat reproduziert. Hier kommt erheblich mehr HD-Feeling auf als beim ersten Teil. Ton: Die 5.1-Abmischung macht von der ersten bis zur letzten Minute Laune: Bereits beim Titelschriftzug gibt es coole Surroundeffekte und bei der finalen XXL-Schiffskollision bebt das Heimkino. Extras: Zum Kinotrailer gesellt sich lediglich ein 31-minütiges TV-Special.…
Mitten auf dem indischen Ozean wird ein Mann (Robert Redford) jäh aus dem Schlaf gerissen. Seine Segelyacht hat einen im offenen Meer treibenden Schiffscontainer gerammt. Notdürftig stopft der erfahrene Nautiker das Leck, doch dann zieht ein gewaltiger Sturm auf. Das packende Ein-Personen-Drama, das fast ohne Dialoge auskommt, wurde bei der diesjährigen Oscar-Verleihung sträflich vernachlässigt. Bild: Der meist in entsättigte Blau- und Grautöne getauchte Cinemascope-Transfer wirkt fast monochromatisch, der guten Schärfe und Detailzeichnung tut dies aber keinen Abbruch. Bei Nahaufnahmen kann man fast alles sehen, sogar die feinen blonden Härchen auf den Armen von Robert Redford. Ton: Da praktisch nicht geredet…
In der Fortsetzung des Animationsspaßes von 2011 reisen Blau-Ara Blu und seine Familie in den Amazonas-Dschungel, um dort nach Familienangehörigen zu suchen. Ihnen dicht auf die Flügel rückt der durchtriebene Papagei Nigel. Top-animiert, knallbunt, beschwingt und mit liebenswerten Figuren steht der zweite Teil dem Original in nichts nach – das wurde an den Kinokassen mit einem Einspiel von knapp 500 Millionen Dollar belohnt. Bild 2D: Der 2,35:1-Transfer zeigt keine Schwächen und fasziniert mit perfektem Kontrast, intensiven Farben sowie hoher Schärfe und Detailzeichnung. Das Bild ist frei von Artefakten und Rauschen, auch Banding- und Aliasing-Effekte sind kein Thema (selbst die feinen…
Ein biederer Bankangestellter (Axel Stein) wird aus seinem Alltagstrott gerissen, als der Gelegenheitsgangster Nappo (Moritz Bleibtreu) ihn bei einem Überfall als Geisel nimmt. Schwungvolle Roadmoviekomödie von „Stromberg“-Autor Ralf Husmann. Bild: Das Bild ist scharf, bunt und kontrastreich – sieht zuweilen allerdings eher wie eine TV-Produktion denn wie ein ausgewachsener Spielfilm aus. Ton: Nach verhaltenem Auftakt kommt der 5.1-Mix mit dem Motorenstart des 68er-Mustangs auf Touren – aus unverständlichen Gründen leider nur in einer klanglich komprimierten Dolby-Digital-Version. Extras: Zu einem Audiokommentar gesellt sich ein vierminütiges Making-of (4:09), das die Bezeichnung nicht verdient, sowie acht Interviewschnipsel (ca. drei Minuten), zwei Musikvideos und…