Autor: Andreas Oswald

Bundeswehr-Soldat Jesper (Ronald Zehrfeld) beschützt in Afghanistan ein Dorf vor den Taliban. Dabei freundet er sich mit einem einheimischen Dolmetscher (Mohsin Ahmady) an. Feinfühliges wie differenziertes Kriegsdrama, das unter gefährlichen Bedingungen an Originalschauplätzen gedreht wurde. Bild: Kräftige, oft erdige Farben holen die Nahost-Kulissen authentisch ins Heimkino. In Nahaufnahmen fallen die Schärfe und Detailzeichnung sehr gut aus, Totalen fehlt etwas knackige HD-Auflösung. Ton: Bei der Action versorgt der 5.1 Mix alle Boxen mit einer räumlichen und realistischen Kriegsakustik. In Ruhephasen fehlt etwas Surround-Atmosphäre. Extras: Hinter den Kulissen (3:35), Interviews (9:28), Berlinale Pressekonferenz (41:34), Fotogalerie, Trailer, Hörfilmfassung. Die Wertung Film 5…

Weiterlesen

Film: 1899 reist der Londoner Wissenschaftler George (Rod Taylor) mit einer Zeitmaschine 8.000 Jahre in die Zukunft, wo die Menschen von unterirdisch lebenden Kannibalen tyrannisiert werden. Der SciFi-Klassiker beruht auf dem gleichnamigen Roman von H.G. Wells und wurde 1960 mit dem Oscar für die besten Spezialeffekte bedacht. Bild: Starkes Rauschen kostet den 1,78:1-Transfer viel Schärfe und Feinzeichnung. Positiv gefallen die satten und frischen Farben, der homogene Kontrast sowie die hohe Sauberkeit der Mastervorlage. Ton: Der dynamisch eingeschränkte Mono-Ton schallt klar aus dem Center. Der englische 5.1-Upmix verwöhnt dagegen mit räumlicher Musik und einer detailreichen Effektkulisse. Extras: „The Journey Back“ (47:43),…

Weiterlesen

Gräfin Shiori (Ayame Goriki) verkauft ihre Seele an einen dämonischen Butler, um mit Hilfe seiner übernatürlichen Kräfte Verbrechen aufzuklären. Gelungene Live-Action-Verfilmung des gleichnamigen Fantasy-Manga-Bestsellers mit einfallsreicher Optik und viel Comic-Charme. Bild: Dank hoher Schärfe, vielen Details und bestem Kontrast liefert der Cinemascope-Transfer feine HD-Optik. In dunklen Szenen rauscht es leicht. Ton: Der räumliche 7.1-Mix klingt leider etwas dumpf und unsauber, zudem verzerrt die Musik im Vorspann. Der japanische Originalton spielt frischer, klarer und natürlicher. Extras: Als Bonus gibt es ein Making-of (17:15) sowie den Trailer. Die Erstauflage erscheint im Digipak mit zusätzlicher Film-DVD und 16-seitigem Booklet. Die Wertung Film…

Weiterlesen

Im Nahen Osten schleusen US-Corporal Gavins (Stephen Lang) und seine Kampftruppe brisante Fracht durch Taliban-Gebiet. Der oberflächliche Actioner hat nichts mit dem Original von 2005 zu tun und setzt auf Action, Heldentum und Patriotismus. Anspruchsvoller geht das Afghanistan-Thema der deutsche Film „Zwischen Welten“ an. Bild: Mit hoher Schärfe und Feinzeichnung, ausgeglichenem Kontrast und den erdigen Farben kommt die Afghanistan-Kulisse plastisch rüber. In den wenigen dunklen Szenen rauscht es deutlich (82:15). Ton: Schüsse und Explosionen donnern zwar meist druckvoll und dynamisch aus den Boxen, für den fünften Punkt fehlt dem 5.1-Mix aber der richtige Rums. Die vielen Songs wurden sehr räumlich…

Weiterlesen

In ihrem zweiten Kinoabenteuer jagt TinkerBell mit ihrer Clique der ausgebüchsten Hobby-Alchemistin Zarina nach, die wertvollen Flug-Feenglanz gestohlen und sich mit Piraten verbündet hat. Der quirlig-kunterbunte Animationsspaß richtet sich natürlich in erster Linie an Mädchen, kann aber dank toller Animationen und netten Querverweisen auf das Peter-Pan-Universum auch bei Eltern punkten. Bild: TinkerBell und Co. wirbeln knackscharf durch die hochauflösenden Animationswelten, selbst winzige Texturen in Hintergründen werden sauber durchgezeichnet. Der Kontrast ist vom Fuß bis zur Flügelspitze perfekt ausbalanciert samt tiefem Schwarz und Spitzlichtern (z.B. Feen-Staub), die nicht überstrahlen. Farben leuchten kräftig, egal ob das satte Grün der Waldwelt oder der…

Weiterlesen

Film: Seit den 1970ern düst Weltraum-Pirat Harlock mit seinem Schlachtschiff Arcadia durch Japans Manga- und Anime-Universum. 2013 erfuhr der wortkarge Anti-Held ein animiertes Kino-Reboot, das Genrespezialist Shinji Aramaki („Appleseed“) mit neuester 3D- und Motion-Capture-Technik auf die Leinwand brachte. Die Story um Harlocks verbitterte Rebellion gegen eine totalitäre Erdregierung schwächelt zwar, doch allein der coolen Optik wegen sollten sich Anime-Fans das effektgeladene CGI-Spektakel nicht entgehen lassen. Bild 2D: Während die Detail- und Kantenschärfe im Bildfokus sehr hoch ist, wirken Hintergründe oft weicher. Der Kontrast sorgt für tiefes Schwarz aber auch feine Graustufen. CGI-typische Schwächen wie Banding- und Aliasing-Effekte fallen kaum auf.…

Weiterlesen

Hypochonder Romain (Danny Boon) macht seinem Freund und Hausarzt Dimitri (Kad Merad) das Leben schwer. Eine neue Freundin soll die Nervensäge auf andere Gedanken bringen – und prompt mausert sich der harmloser Flirt zur Polit-Affäre. Erneut legt das Erfolgsteam von „Willkommen bei den Sch‘tis“ eine urkomische Komödie hin. Bild: Mit ausgezeichneter Schärfe und Detailzeichnung, bestem Kontrast und kräftigen Farben holt sich der rauscharme 2,35:1-Transfer die Höchstwertung. Ton: Während der Score und die Alltagsgeräusche für Rundum-Sound sorgen, donnern bei der Action (103:30) sogar räumliche Effekte durchs Zimmer. Extras: entfallene Szenen (12:20), Making-of (27:41), Gag Reel (25:50), „Auf Visite…“ (8:40), B-Roll (14:08),…

Weiterlesen

Der Tod eines Passagiers ist erst der Anfang eines Horrorflugs von Los Angeles nach Tokio. Japans Mysterymeister Takashi Shimizu kann auch mit seinem dritten US-Film nicht an die Höhen der heimischen Gruselstreifen (u.a. „Juon“) anknüpfen. Bild: Der rauschfreie 1,85;1-Transfer geizt nicht mit Schärfe und Details, die Farbpalette tendiert oft ins Bläuliche. Leider wirkt das Bild meist etwas zu dunkel und zeigt hier und da störende Banding-Effekte (48:29). Noch fünf Punkte. Ton: Dem 5.1-Mix fehlen Dynamik, Bass und räum­liche Effekte – selbst bei Turbulenzen und Druckabfall im Flieger wird man akustisch nicht richtig durch­geschüttelt. Zumindest spielt der Score räumlich und sorgt…

Weiterlesen

Seit 2002 veranstalten die Progressive-Rocker Marillion im Zwei-Jahres-Turnus dreitägige Live-Events. 2013 fand das ‚Marillion Weekend‘ in Holland statt, im Fokus standen die Songs des aktuellen Albums „Sounds that can be made“. Der 5.1-Mix positioniert die klar und dynamisch spielenden Instrumente ortbar auf der akustischen Bühne. Gesang klingt natürlich, die Rears liefern authentischen Hall. Das 1,78:1-Bild wirkt scharf und rauscharm. Keine Extras. Die Wertung Musik 5 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 4 von 6 Punkten Extras 0 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter Edel Format Blu-ray Länge 139 Minuten Bildformat 1,78:1(1080/60i) Tonspuren…

Weiterlesen

Mit dieser rund 120 Euro teuren Deluxe Box dürften Elvis-Fans im sieben Himmel schweben. Denn im robusten, 32 x 32 Zentimeter großen Hartpappe-schuber ste­cken acht CDs, darunter das 1970er Studio-Album „That‘s the way it is“ sowie unzählige Live-Mitschnitte, die teils im Rahmen der enthaltenen Konzert-Doku gleichen Namens aufgenommen wurden. Besagte Doku, die leider nicht synchronisiert wurde (nicht mal Untertitel sind an Bord), liefert neben Studio-Sessions auch ausführliche Las-Vegas-Auftritte im Rahmen des „Elvis Summer Festivals“ aus dem Jahr 1970. Der Konzertfilm befindet sich auf zwei DVDs (eine Blu-ray ist einzeln erhältlich) sowohl im originalen Kino-Cut mit mauem Monoton als auch in…

Weiterlesen