Autor: Andreas Oswald

In der arktischen Forschungseinrichtung eines Pharmakonzerns untersuchen Dr. Alan Farragut (Bill Campbell) und sein Seuchenbekämpfungs-Team den Ausbruch eines Virus, das die Infizierten zu Zombie-ähnlichen Wesen mutieren lässt. Der undurchsichtige Stationsleiter Hiroshi Hatake (Hiroyuki Sanada) zeigt sich jedoch wenig kooperativ. Der Mix aus Science- und Horror-Thriller erfindet das Genre zwar nicht neu, punktet aber mit Atmosphäre, Spannung und interessanten Charakteren. Der Gewalt-Faktor der vom SyFy-Channel produzierten Serie hält sich im Vergleich zu den Blutbädern wie „Walking Dead“ aber in Grenzen. Bild- und Tonqualität: Der 1,78:1-Transfer sieht meist scharf, hochauflösend und rauscharm aus. Der Kontrast zeigt sich ausgewogen, Farben fallen zum Genre…

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Schwarzeneggers letztes Solo-Abenteuer „The Last Stand“ brachte Splendid zuerst in einer geschnittenen FSK-16-Fassung ins Kino. Trotz nur minimalen Kürzungen war der Aufschrei unter den Fans groß und der Filmverleih legte schnell eine ungekürzte 18er-Version nach. Bei „Sabotage“ gab es hingegen nur eine 18er-Fassung im Kino. Was daran liegen dürfte, dass dies Arnolds bislang gewalttätigster Film ist. Leider macht das diese holprige Mixtur aus Action, Drama, Thriller und Charakterstudie nicht besser, ganz im Gegenteil. Ferner stört das überzeichnete Machogehabe der Protagonisten samt teils unpassender Synchronisation. Echte Arnold-Fans dürften trotzdem ihren Spaß haben und sich auch nicht an den Lastwagen-großen Logiklöchern stören,…

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Undercover-Cop Chan (Asien-Actionstar Donnie Yen) aus Hongkong infiltriert eine Triaden-Bande und droht dabei aufzufliegen. Rückendeckung gibt es von einer feschen Kollegin (Jing Tian). Der stylisch gefilmte Crime-Thriller aus China liefert erstklassige Action samt einer würzigen Prise Humor. Bild: Die hervorragende Schärfe und Detailzeichnung hieven den Cinemascope-Transfer in die Referenz-Liga. Der überzogene Kontrast erzeugt zusammen mit den leicht Cyan-stichigen Farben und dem Filmkorn einen schicken, kernigen Hochglanz-Look. Ton: Der Score spielt zwar räumlich, klingt aber dünn und wenig dynamisch. Effekte konzentrieren sich leider oft nur auf die Front, immerhin drückt der Bass kräftig. Extras: …sucht man leider vergebens. Die Wertung …

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Nach dem Selbstmord des Patriarchen geht sich seine Familie (u.a. Julia Roberts, Meryl Streep) nach der Beerdigung gegenseitig an die Gurgel. Bewegende Verfilmung des mit dem Pulitzer Preis gekrönten Theaterstücks. Bild: Obwohl der Film über weite Strecken aus schwach ausgeleuchteten Innenaufnahmen besteht, ist die Detail- und Kantenschärfe durchgehend sehr gut. Die meist warmen Farbtöne wurden entsättigt. Ton: Die Musik verteilt sich detailreich über die Lautsprecher, wie man bereits beim Vorspann gut hört. Extras: Audiokommentar, Making-of (19:45), Mini-Making-of (4:27), „Meryl Streep“ (2:44), „Julia Roberts“ (2:12), „On Writing with Tracy Letts“ (7:44), B-Roll (13:34), Interviews (33:20), entfallene Szenen (10:23), Bildergalerie, Trailer. Die…

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Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wird eine Sondereinheit (u.a. George Clooney, Bill Murray, Matt Damon, John Goodman) von Präsident Roosevelt beauftragt, die größten Kunstschätze aus den Händen der Nationalsozialisten zu befreien. Eine schier unmögliche Mission, denn die „Monuments Men“ getaufte Truppe setzt sich aus Museumsdirektoren, Kuratoren und Kunsthistorikern zusammen – und die kennen sich eher mit Michelangelo als mit einem Maschinengewehr aus. Trotz sensationeller Besetzung und interessanter Story, die auf Tatsachen beruht, kommt bei der deutsch-amerikanischen Koproduktion (unter anderem in Goslar und Halberstadt gedreht) nie wirklich Spannung auf. Bild: Der mit entsättigten Braun- und Grüntönen auf Zweite-Weltkriegs-Optik getrimmte Cinemascope-Transfer besitzt…

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Eigentlich wollte Veronica Mars (Kristen Bell) ihren Detektiv-Job an den Nagel hängen und in New York Anwältin werden. Doch als ihr Ex-Freund (Jason Dohring) unter Mordverdacht gerät, zieht es die gerissene Schnüfflerin zurück in ihre Heimatstadt. Das unterhaltsame Kino-Spin-of atmet den Geist der gleichnamigen TV-Serie. Kein Wunder, die 6-Millionen-Dollar-Produktion wurde von Fans mittels Crowd-Funding finanziert. Bild: Die Blu-ray zeigt Veronicas Abenteuer stets scharf, detailreich, rauscharm und mit Top-Kontrast. Ton: Mit wenig Bass und Dynamik, müden Effekten und dezentem Score reißt der Ton nicht vom Hocker. Extras: Making-of (55:43), Hinter den Kulissen (16:17), entfallene Szenen (4:18), verpatzte Szenen (4:35), Ultraviolet-Kopie. Die…

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Nach der gleichnamigen Autobiografie zeichnet Regisseur Justin Chadwick den außergewöhnlichen Lebensweg von Südafrikas berühmtem Freiheitskämpfer (stark: Idris Elba) nach. Bild: Das abhängig von der Handlung meist in warme Gelbtöne und gelegentlich in kalte Blautöne getauchte Bild bietet eine fast durchweg hervorragende Detail- und Kantenschärfe. Ton: Die 5.1-Abmischung gibt Mandelas oft turbulente Erlebnisse meist räumlich und detailreich wieder; auch der Dynamikumfang ist angemessen. Extras: Audiokommentar, Making-of (19:13), „Special Effects“ (7:35), „Kostüm & Maske“ (9:06), „Musik“ (7:59), „Produktionsdesign“ (7:17), „Tribute to Nelson Mandela“ (2:30), „Bericht eines Mithäftlings“ (7:57), Trailer. Die Wertung Film 4 von 6 Punkten Bildqualität 5 von 6 Punkten…

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„Interessanterweise basiert der Film nicht auf einem Clancy-Buch. Vielleicht machte es das zum Teil so schwierig“, erzählt Produzent Mark Vahradi in den Extras. Schwierigkeiten hatten vor allem die Drehbuchschreiber, denn das neueste Jack-Ryan-Abenteuer bietet überwiegend ein Sammelsurium aus Spionage-Klischees. Dass „Shadow Recuit“ trotzdem funktioniert, ist Kenneth Branaghs bodenständiger Regie sowie den guten Darstellern zu verdanken – Chris „Captain Kirk“ Pine gibt als unerfahrener CIA-Agent Ryan eine sympathische Figur ab. Vom Geheimdienst zum Wirtschaftsprüfer ausgebildet, soll Ryan in Moskau die Bücher eines undurchsichtigen Konzerns prüfen. Nach einem vereitelten Mordanschlag tauscht der Büro-Agent Kugelschreiber gegen Knarre und spio­niert unter Führung von CIA-Mentor…

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Die Entführungssequenz von „S.H.I.E.L.D“-Chef Nick Fury (Samuel L. Jackson) gehört zu den besten Actionszenen der letzten Jahre. Der Grund findet sich in der zehn­minütigen Featurette „An der Frontlinie“. Hier erfahren wir, dass sich das Regisseurs-Duo Anthony und Joe Russe nicht an meist ermüdenden Material­schlachten á la „Transformers“ orientierte, sondern am legen­dären Banküberfall aus Michael Manns „Heat“. Viel mehr zur Produktion verrät uns die Blu-ray-Scheibe leider nicht, da neben dieser Featurette nur noch zwei Mini-Beiträge über die spaßigen Eskapaden des Darstellers Anthony Mackie und Captain Americas Liste (2:41) an Bord sind. Besagte Liste wurde übrigens für die internationalen Märkte angepasst, so…

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Sie wussten nicht, ob es ein Sequel, Prequel oder Equal werden sollten, scherzt Regisseur Noam Murro im Bonusmaterial. Geworden ist es ein ‚Equal‘, was durchaus wörtlich zu verstehen ist. So spielt die zweite Schlachtplatte zur gleichen Zeit wie der erste „300“ und mutet auch so an. So gibt es erneut bombastische Bilder in Comic-Ästhetik sowie zahllose Schlachten samt CGI-Blutfontänen und abgehackter Gliedmaßen – die 18er-Freigabe kommt nicht von ungefähr. Übernommen wurden leider auch die nervenden Heldenreden und der martialische Minimalplot. Wem „300“ gefiel, wird auch bei „Rise of an Empire“ seine Freude haben. Als Zuckerl gibt es in Gestalt von…

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