Autor: Andreas Oswald

2007 lernt Julian Assange (Benedict Cumberbatch) den Informatiker Daniel Domscheit-Berg (Daniel Brühl) kennen. Zusammen entwickeln die beiden ein Enthüllungsportal im Internet. Unterhaltsames, aber nicht sonderlich tiefschürfendes Biopic des berühmt-berüchtigten WikiLeaks-Gründers. Bild: Zwar ist die Detailauflösung gut, allerdings ist das Bild nie richtig knackscharf und die Tiefenwirkung oft eingeschränkt. Dafür leuchten die Neonlichter bei einigen Bar- und Club-Besuchen schön. Ton: Der 5.1-Mix gibt die Geschehnisse auf der Leinwand stets überzeugend wieder. Die Rears machen sich aber nur in Schlüsselszenen wirklich bemerkbar. Extras: „Die Eingabe-Plattform“ (10:25), „Blick hinter die Kulissen: Grafik“ (6:24), „Die Musik“ (9:11), Trailer. Die Wertung Film 4 von…

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In einem Hongkonger Wohnkomplex treiben untote Kreaturen ihr Unwesen. Ein pensionierter Vampirjäger und ein lebensmüder Schauspieler stellen sich ihnen in den Weg. Der atmosphärische Hochglanz-Horror belebt erfolgreich ein beinahe ausgestorbenes Subgenre: den chinesischen Vampirfilm. Bild: Der scharfe wie detailreiche 2,35:1-Transfer zeigt auch in dunklen Szenen ausreichend Graustufen. Farben wurden ausgeblichen, abseits der oft aschfahlen Bilder leuchtet Blut aber kräftig. Selten fallen Banding-Effekte auf (13:09). Dicke vier Punkte. Ton: Der 5.1-Mix lässt etwas Dynamik und Bass vermissen, Schockmomenten fehlt der akustische Kick. Der stimmige Score und die Effekte verteilen sich breit auf die Front, hinten rührt sich zu wenig. Extras: Making-of…

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Die hübsche Chloe (Alice Eve) betreibt mit ihrer Tochter ein Motel an einer abgelegenen Landstraße. Eines Nachts quartiert sich der Berufsverbrecher Topo (Bryan „Breaking Bad“ Cranston) in dem heruntergekommen Etablissement ein – mit blutigen Folgen. Spannender, für kleines Geld gedrehter Crime-Thriller mit netten Wendungen. Bild: Rauschen und Verschmutzungen sind dank Digitaldreh zwar kein Thema, allerdings wirkt die oft verregnete und von Grautönen geprägte Optik trist und düster – auch weil man die künstliche Szenenausleuchtung auf ein Minimum beschränkt hat. Ton: Der frontlastigen und nicht sonderlich dynamischen 5.1-Abmischung hört man das geringe Budget ebenfalls an. Extras: entfallene Szenen (6:47). Die Wertung …

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Um seiner schönen Frau (Penélope Cruz) alle Träume erfüllen zu können, steigt ein Anwalt (Michael Fassbender) in ein Drogengeschäft ein. Verblendet von der Gier nach Macht und Geld katapultiert er sich so in eine lebensbedrohliche Abwärtsspirale. Die namhafte Starriege (u.a. Cameron Diaz, Brad Pitt) trägt die geschliffenen Dialoge des Pulitzer-Preisträgers Cormac McCarthy unterhaltsam vor. Trotzdem dürften die philosophisch anmutenden Abhandlungen über die Sinnlosigkeit allen Seins die Mehrheit der Zuschauer mehr nerven als faszinieren. Bild: Dank Digital-Dreh mit Red-Epic-Kameras in 5k-Auflösung bietet sich dem Betrachter ein durchgehend scharfes und detailreiches Bild. Vor allem die in goldene Farben getauchten Außenaufnahmen versprühen enorm…

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Aufgrund seiner einzigartigen Persönlichkeit steigt Steve Jobs (Ashton Kutcher) vom Computer-Nerd und Garagen-Bastler innerhalb weniger Jahre zum Konzernchef des derzeit reichsten Unternehmens der Welt auf. Kurzweiliges Biopic des 2011 verstorbenen Apple-Gründers. Bild: Die Optik wurde mit Kontrast- und Farbfiltern auf 70er-Jahre getrimmt, bietet aber trotzdem eine hohe Bildschärfe und gute Detaildarstellung. Helle Bildbereiche tendieren zum Überstrahlen (105:31). Ton: Nur in wenigen Szenen versorgen die hinteren Boxen den Zuschauer mit Umgebungsgeräuschen. Extras: Der Regiekommentar der US-Disc findet sich leider nicht auf der deutschen Scheibe, stattdessen bekommt man ein Making-of (2:42), „Ashton Kutcher ist Steve Jobs“ (2:22) und Interviews (23:14). Die Wertung …

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Der 14-jährige Duncan muss die Sommerferien mit seiner Mutter (Toni Collette) und ihrem dominanten Freund (Steve Carell) verbringen. Zuerst ist Duncan von allem genervt, doch dann findet er im flippigen Angestellten eines Wasserparks (Sam Rockwell) einen Mentor. Bittersüße Coming-of-Age-Story mit starker Darsteller-Riege. Bild: Der 1,85:1-Transfer wirk nicht nur scharf und klar, er verfügt auch über eine beachtliche Tiefenwirkung. In einigen wenigen Einstellungen flimmern feine Kanten ganz leicht (u.a. Autokarosse bei 5:06). Ton: Einzig einige Song-Einspielungen hauchen der frontlastigen und nicht sonderlich dynamischen 5.1-Abmischung etwas Leben ein. Extras: „Hinter den Kulissen des Films“ (31:19), entfallene Szenen (3:02), Trailer. Die Wertung …

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In einem unterirdischen Hochsicherheitslabor untersuchen Wissenschaftler eine tödliche Substanz aus einer abgestürzten Raumsonde. Ihre Entdeckung: Der Staub ist ein lebender Organismus, der sich bald wehrt. Packender Viren-Thriller von Regieveteran Robert Wise nach dem Roman von Michael Crichton. Bild: Aufgrund nur mittelmäßiger Schärfe und Detailzeichnung, teils deutlichem Rauschen und steten Verschmutzungen sieht der Cinemascope-Transfer alt aus. Gelegentlich rutschen einzelne Kamera-Einstellungen sogar auf VHS-Niveau ab (32:46). Ton: Der deutsche Mono-Mix bietet zwar weder Bass noch Dynamik, klingt aber ausgewogen. Auch beim O-Ton hat man auf einen 5.1-Upmix verzichtet. Extras: Making-of (30:04), Michael Crichton-Porträt (12:34), Fotogalerie, Trailer. Die Wertung Film 5 von…

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Robert Saunders (Dylan McDermott) erwacht in einen Kühlraum und russische Schläger verlangen von ihm acht Millionen Dollar. Mit sinkenden Temperaturen steigt bei dem Mechaniker die Angst und sein Kampf gegen das Erfrieren nimmt eine kaltblütige Wendung. Cleverer Psychothriller mit einem stark aufspielenden Hauptdarsteller. Bild: Das in kalten Farbtönen gehaltene Bild ist ausreichend scharf und detailreich, allerdings versprüht das Innere eines Kühlraums nicht viel HD-Feeling. Ton: Von einem anspringenden Rauchdetektor einmal abgesehen, zieht die Effektkulisse keine Aufmerksamkeit auf sich. Hinzu kommt eine minimalistische, meist frontlastige Musikuntermalung. Extras: „Hinter den Kulissen“ (3:34), Interviews (6:30), Trailer Die Wertung Film 4 von 6…

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Der 20-jährige Landjunge Scott Thorson (Matt Damon) lässt sich auf eine Affäre mit dem mehr als doppelt so alten Las-Vegas-Entertainer Liberace (Michael Douglas) ein. Mitreißendes Biopic von Oscar-Preisträger Steven Soderbergh. Bild: Trotz warmer Farbgebung und diffuser Lichtquellen (das Bild leuchtet oft regelrecht) kommt Liberaces außergewöhnlich eingerichtete Villa (in der ein Großteil des Films spielt) stets scharf und detailreich daher. Ton: Liberaces einzigartiges Klavierspiel ertönt klar und kräftig, insgesamt gibt sich die 5.1-Abmischung aber etwas zu frontlastig. Extras: Making-of (13:27), „Liberace in Zahlen“ (1:09), „Backstage“ (2:52), Interviews (35:09), Deutschland-Premiere in Berlin (4:21), Trailer. Die Wertung Film 5 von 6 Punkten…

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John Fords packende Inszenierung des legen­dären Duells zwischen den Earp-Brüdern, Doc Holliday und der Clanton-Gang liegt hier in der ungeschnittenen Fassung vor – ehemals entfernte Szenen sind nur deutsch untertitelt. Bild: Die Nahaufnahmen des Schwarz-Weiß-Transfers im korrekten 1,33:1-Format (seitliche Balken) sind meist ausreichend scharf, doch bereits ab der Halbtotalen wirkt das Bild oft weich – was auch daran liegen dürfte, dass Fox auf einen zehn Jahre alten, mit Rauschfiltern behandelten Transfer zurückgriff. Ton: Für einen fast 70 Jahre alten Film geht der Mono­ton in Ordnung. Extras: Zu einem Audiokommentar gesellt sich ein Trailer. Die US-DVD hat noch eine zweite Filmfassung…

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