Autor: Andreas Oswald

Sammlerherzen dürften beim Anblick des Mediabooks zum Trash-Klassiker „Blob“ höher schlagen. Denn neben der wertigen Aufmachung verbirgt sich im Inneren ein 24-seitiges Booklet mit vielen Hintergrundinformationen zur Produktion sowie Kinoplakaten und Fotos. Auch bei den Extras kann die limitierte Sonderedition punkten, birgt sie doch das Bonusmaterial der amerikanischen Edel-Edition von Criterion. Hierzu gehören neben einer umfangreichen Bildergalerie zwei (jetzt deutsch untertitelte) Audiokommentare, einer davon sogar mit „Blob“-Regisseur Irvin S. Yeaworth Junior. Neu ist der deutsche Kommentar der Filmjournalisten Ingo Strecker und Daniel Perée, die unterhaltsam und informativ ihr Wissen darbieten –  u.a. erfährt man die „Zutaten“ des geleeartigen Blobs: Silikon,…

Weiterlesen

Verteilt auf 18 Blu-ray-Discs birgt die mit 100 Euro nicht gerade preiswerte Box alle 80 Folgen der kultigen 80er-Jahre-Serie (inklusive der bislang bei uns unveröffentlichten vierten Staffel) über den Kampf eines Hightech-Helikopters gegen das Böse (das Luft-Äquivalent zu „Knight Rider“, nur besser). Für diese bzw. die vor einem Jahr in England erschienene Blu-ray-Box wurden alle Folgen vom 35mm-Kameranegativ neu abgetastet. Entsprechend ist die Schärfe und Detailzeichnung um Klassen besser als bei der DVD-Erstauflage. Selbst auf einem 65-Zoll-TV macht die Serie eine klasse Figur. Aller­dings wollen wir die gelegentlich stark verrauschten und verschmutzen Szenen (u.a. Vorspann, Archivmaterial und/oder Flugauf­nahmen) oder das…

Weiterlesen

Im Februar 2012 kürte die MusiCares-Organisation Paul McCartney zur Person des Jahres. Neben McCartney selbst musizierten u.a. Alicia Keys, Norah Jones, Coldplay, Neil Young und Diana Krall live auf der Bühne der Benefiz-Gala in Los Angeles. Der räumliche 5.1-Mix holt den Zusammenschnitt druckvoll und mit authentischer Akustik ins Wohnzimmer; Gesang klingt natürlich und körperhaft. Top ist auch das scharfe und klare Bild. Extras: ein Booklet. Die Wertung  Musik 5 von 6 Punkten Bildqualität 5 von 6 Punkten Tonqualität 5 von 6 Punkten Extras 1 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter Eagle Format Blu-ray Länge 58 Minuten Bildformat 1,78:1 (1080/60i)…

Weiterlesen

Frisch von der Freundin verlassen, fährt der als Schauspieler gescheiterte Limousinenchauffeur Stretch (Patrick Wilson) Spielschulden beim mexikanischen Mob hinterher. Rettung naht in Gestalt eines durchgeknallten Milliardärs (Chris Pine mit Bart), der Stretch auf einen aberwitzigen Trip schickt. Unterhaltsamer Mix aus Actionkomödie und Hollywoodsatire, prominente Gastauftritte inklusive. Bild: Obwohl der Film größtenteils nachts spielt, ist das mit Farb- und Kontrastfiltern bearbeitete Bild scharf und knackig, auch das satte Schwarz gefällt. Ton: Das hektische Treiben wird mit vielen Surround-Effekten und akustischen Schwenks schön untermalt, beim Bass und der Dynamik hätte man aber ruhig eine Schippe drauflegen können. Extras: Mehr als den Trailer…

Weiterlesen

Hiro Hamada liebt Roboter über alles, selbst sein bester Freund ist ein Roboter. Allerdings beeindruckt der liebenswerte Baymax (gesprochen von Bastian Pastewka) zunächst mehr mit seiner imposanten Statur als mit seinem Können. Nach diversen mysteriösen Ereignissen stürzt sich das ungleiche Duo in ein gewaltiges Abenteuer. Mit „Big Hero 6“ verfilmte Disney erstmals einen Stoff der Comic-Schmiede Marvel und landete prompt einen Volltreffer, denn hier stimmt wirklich alles – von der emotionalen und pfiffigen Story  bis zu den liebenswerten Figuren samt dem titelgebenden Knuddel-Ninja Sani-Robot. Zu Recht gab es dafür den Animationsfilm-Oscar. Das Bonusmterial ist hingegen alles andere als preisverdächtig. Eine…

Weiterlesen

Für ein gemeinsames Ziel gehen ein gestörter Multimillionär (Steve Carell) und ein olympisches Ringer-Brüderpaar (Channing Tatum, Mark Ruffalo) eine ungewöhnliche Beziehung ein. Das toll gespielte, aber behäbig inszenierte Drama basiert auf wahren Begebenheiten. Bild: Entsättigte Farben und ein reduzierter Kontrast lassen die Optik trist und trostlos wirken – dies ist aber kein Transferfehler, sondern Stilmittel des Regisseurs. Das Schärfeniveau liegt für eine HD-Präsen­tation hingegen meist auf noch ordent­lichem Niveau. Ton: Der 5.1-Mix gibt sich zurückhaltend und bietet kaum Surround-Effekte – selbst während der Wettkampfszenen vor Publikum tut sich hinten wenig. Extras: „Die Geschichte von Foxcatcher“ (16:20), entfallene Szenen (5:13), Bildergalerie,…

Weiterlesen

Für ihre heimlichen Schäferstündchen teilen sich fünf verheiratete Männer (u.a. Karl Urban, James Marsden) ein Luxus-Loft. Alles läuft reibungslos, bis sie dort eines Morgens die bestialisch zugerichtete Leiche einer jungen Frau vorfinden. Ordentliches US-Remake des bisher erfolgreichsten belgischen Films. Bild: Egal ob die Gesichtskonturen oder Anzüge der Hauptdarsteller – der Cinemascope-Transfer bildet bei Close-Ups und Halbtotalen fast alles scharf ab. Während der eher seltenen Außenaufnahmen (u.a. die Hochzeit) beeindruckt auch die Tiefenwirkung. Ton: Auch wenn die 5.1-Abmischung nach der akustisch vielversprechenden Auftaktszene etwas nachlässt, wird das Geschehen stets überzeugend wiedergeben. Extras: Interviews (32:55), B-Roll (1:07), Trailer. Die Wertung  Film 4…

Weiterlesen

College-Schönheit Kylie (Ali Cobrin) zieht in das „Girlhouse“, eine abgeschiedene Villa, in der Mädchen vor Webcams nicht mit ihren Reizen geizen. Dort erregt sie die Aufmerksamkeit von User LoverBoy – doch der gibt sich nicht mit virtuellen Erlebnissen zufrieden. Vor dem blutigen Finale herrscht leider gähnende Langeweile und die Hauptdarstellerin macht sich nicht mal richtig nackig. Bild: Von den Aufnahmen der Überwachungs­kameras einmal abgesehen, präsentiert sich dem Betrachter eine durchweg scharfe und detailreiche HD-Optik. Ton: Die Rear-Kulisse ist zwar ordentlich, allerdings fehlt es der Abmischung an Dynamik und Bass – hier sind wir von Genrekollegen Besseres gewöhnt. Extras: Trailer. Die…

Weiterlesen

Als ihr Untermieter an einer Überdosis Heroin stirbt und 200.000 Pfund in Bar zurücklässt, reißen sich die verschuldeten Tom (James Franco) und Anna Wright (Kate Hudson) das Geld unter den Nagel – und bringen sich damit in Lebensgefahr. Trotz A-Stars nur mäßiger B-Thriller. Bild: Passend zum Gemütszustand der Protagonisten präsentiert sich der blau-gräuliche Cinemascope-Transfer meist trist und blass. Auch die Schärfe und Detailzeichnung erreichen nur bei gut ausgeleuchteten Einstellungen (eher selten der Fall) ein HD-würdiges Niveau. Ton: Der 5.1-Mix haut ebenfalls niemand vom Hocker, selbst beim actionreichen Showdown werden Subwoofer und Rears nur unzureichend gefordert. Extras: PR-Featurette (2:51), Interviews (21:22).…

Weiterlesen

Soldat Thomas Egan (Ethan Hawke) steuert von Nevada aus Kampfdrohnen im nahen Osten. Als seine Einheit der CIA unterstellt wird, artet die Terroristenjagd zum Blutbad inklusive ziviler Kollateralschäden aus. „Lord of War“-Regisseur Andrew Niccol liefert mit „Good Kill“ ein starkes wie nachdenkliches Kriegsdrama ohne Hurra-Patriotismus ab. Bild: Der meist rauschfreie Cinemascope-Transfer sieht scharf und detailliert aus; Farben wirken gewollt etwas blass. Der Kontrast dürfte etwas kräftiger sein. Ton: Der Film bietet kaum Action, entsprechend schinden tonale Effekte kaum Eindruck. Auch Umgebungsgeräusche beleben nur selten die Rears. Der Score sorgt dagegen für eine angenehme Räumlichkeit des 5.1-Sounds. Extras: „Behind the Scenes“…

Weiterlesen