Autor: Andreas Oswald

Japan im frühen 17. Jahrhundert. Hanshirô Tsugumo (Ebizô Ichikawa) will an einem feudalen Fürstenhof rituellen Selbstmord (japanisch: Hara-Kiri) begehen. Damit löst der verarmte Schwertkämpfer allerdings eine Kette von tragischen Ereignissen aus. Regie-Exzentriker Takashi Miike ("13 Assassins") inszenierte ein stilsicheres Remake des gleichnamigen Samurai-Klassikers von 1962. Bild: 2D: Außenaufnahmen sehen meist ausreichend scharf und detailreich aus. Allerdings rauschen Innenaufnahmen zuweilen stark, worunter die Schärfe leidet. 3D: Trotz nativem 3D-Dreh wirkt das Bild recht flach. Figuren sind nicht sonderlich plastisch und wirken undifferenziert gestaffelt. Ton: Der 5.1-Mix geizt dramaturgisch bedingt zwar mit Effekten, dafür klingt die Musik räumlich und detailreich. Extras: Kinotrailer…

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Im Sequel zu "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" stranden Sean Anderson (Josh Hutcherson) und sein Stiefvater Hank (Dwayne "The Rock" Johnson) auf einer mystischen Insel. Unglücklicherweise droht das wie in den Jules-Verne-Romanen beschriebene Eiland im Meer zu versinken. Das Familien-Abenteuer krankt an plattem Humor, punktet aber bei den Effekten. Bild: 2D: Der 1,78:1-Transfer gefällt mit sehr guter Detail- und Kantenschärfe. Schwarz ist satt, die Farben leuchten kräftig. An wenigen Stellen rauscht es etwas grob. 3D: Der native 3D-Transfer fasziniert mit toller Tiefenwirkung und differenzierter Darstellung von Personen. Die Flucht vor Raubvögeln auf Riesenbienen bietet dank toller Animation viel Dreidimensionalität.…

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Getreu dem Motto "Sex ja, Beziehung nein" macht Marketing-Profi Tom Moreno (Stephan Luca) jede hübsche Frau an. Doch dann richtet eine neue Mitarbeiterin in Toms Liebesleben ein kreatives Chaos an. Die hane­büchene Beziehungskomödie basiert auf dem gleichnamigen Bestseller. Bild: Kein Rauschen, keine Verschmutzungen, natürliche Farben und eine hohe Kantenschärfe und Detailzeichnung – objektiv gibt es am Bild nichts zu bemängeln. Allerdings sieht die Optik des Digital-Drehs (Arri-Alexa-Kameras) eher nach einem TV-Film denn nach einer Kinoproduktion aus. Ton: Ein Surround-Feuerwerk wird dramaturgisch bedingt zwar nicht abgebrannt, allerdings klingt der 5.1-Mix meist lebhafter als amerikanische Genre-Kollegen. Extras: Making-of (11:09), Interviews (28:13), Hinter…

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Die Rapper Otis (Sido in seinem ersten Kinofilm) und Eddy (B-Tight) sind stets knapp bei Kasse und wollen ihr Hobby zum Beruf machen. Als die große Karriere bei einem Platten-Major lockt, treiben künstlerische Differenzen und das liebe Geld einen Keil zwischen die ‚Blutzbrüdaz‘. Die flotte Hip-Hop-Komödie geizt nicht mit derben Sprüchen und Seitenhieben aufs Musikbusiness. Wer mit Hip-Hop jedoch nichts am Hut hat, wird dem Musikfilm nur wenig abgewinnen können. Bild: Der plastische Cinemascope-Transfer klotzt mit sehr guter Schärfe und Detailzeichnung. Schwarz ist satt und zeigt ausreichend Graustufen. Farben wurden leicht ins Bräunliche verschoben, der Kontrast ist angehoben und sorgt…

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Im alten China fallen der Kaiser und seine Familie einem Massaker zum Opfer, nur ein Säugling überlebt. Vom Leibarzt des Hauses gerettet und zum Kämpfer erzogen, soll der letzte Herrscher-Nachfahre Rache an den Mördern üben. Kunst- wie anspruchsvolles Historienepos von Meisterregisseur Chen Kaige ("Der Kaiser und sein Attentäter"). Bild: Der 2,35:1-Transfer ist meist ausreichend scharf und detailliert. Aufgrund des überzogenen Kontrasts überstrahlen Lichter oft stark. Je nach Szene und Einstellung ist das Bild mal rauscharm, mal grieselt es stark – was den vierten Punkt kostet. Ton: Bei den Schlachtszenen sitzt man akustisch mittendrin, der HD-5.1-Track tönt dynamisch, bassstark und mit…

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Während eines Tankstopps werden die alleinerziehende Mutter Lorraine (Maria Bello) und ihr fünf Jahre alter Sohn von einem flüchtigen Bankräuber (Stephen Dorff) überwältigt. Ein nervenaufreibender Roadtrip beginnt. Mauer Psychothriller vor limitierter Kulisse. Bild: Schärfe und Detailzeichnung sind dank "Red One"-4k-Kameras meist sehr gut – die Tiefenwirkung ist aufgrund der Düster-Optik (hell wird es erst in der letzten Viertelstunde) aber begrenzt. Gelegent­liches Zeilenflimmern und Aliasing-Effekte (Leitplanke 18:25, Stromleitung 78:15) stören kaum. Ton: Während der Actionszenen machen alle Boxen ordentlich Radau, doch man hört der 5.1-Abmischung stets das geringe Budget (für den Videomarkt produziert) an. Extras: Neben dem Trailer gibt es lediglich…

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Edgar Rice Burroughs‘ Romanreihe "John Carter vom Mars" inspirierte schon George Lucas zu "Star Wars" und James Cameron zu "Avatar". Die Leinwand-Adaption von "John Carter" kann es leider nur optisch mit den SciFi-Meilensteinen aufnehmen. Das Kinoeinspiel blieb mit 300 Millionen Dollar entsprechend weit hinter den Erwartungen der Disney-Chefs zurück, die angesichts eines Budgets von 250 Millionen Dollar mit dem Dreifachen gerechnet hatten. Trotz XXL-Budget wurde nicht in 3D gedreht, sondern nachträglich konvertiert – und das sieht man. 1871 wird John Carter (blass: Taylor Kitsch) durch ein Raumportal auf den Mars befördert und stolpert mitten in den Krieg zweier Völker. Als…

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Wie fast alle Filme in den Siebzigern wurde "Der weiße Hai" in Mono gedreht – entsprechend kam bei der DVD-Erstauflage alles aus dem Center. Für die "30th Anniversary"-DVD fertigte Universal eine 5.1-Neusynchronisation an. Effekte und Musik klangen super, doch dass Roy Scheider die deutsche Stimme von Eddie Murphy bekam, brachte viele Käufer auf die Palme. Universal hat gelernt – und so können Blu-ray-Kunden zwischen der Original-Kinofassung in Mono und der Neusynchronisation (jetzt sogar in 7.1-HD) wählen. Und was ist mit dem englischen Originalton? Auch hier hat man die Wahl zwischen Kino-Monomix und 7.1-HD-Neuabmischung. So sollte es immer sein. Genauso erfreulich…

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"Dies ist das erste Mal, dass diese Kameras benutzt werden", erklärt Produzent James McQuaide im Bonusmaterial und erzählt weiter: "Sie werden jetzt Zeugen von ein wenig Red-Geschichte". Gemeint sind die neuen 3D-EPIC-Filmkameras von Red, die erstmals beim Showdown von "Underworld: Awakening" zum Einsatz kamen und mit 120 Bildern pro Sekunde aufzeichnen. Die moderne und teure Kameratechnik hat sich aber gelohnt, denn der vierte Teil der "Underworld"-Reihe ist mit einem Einspiel von 160 Millionen Dollar der bislang erfolgreichste. Toller 3D-Effekt Außerdem sieht der Film vom Story-Rückblick zu Beginn einmal abgesehen in 3D super aus. Dreidimensionalität und Plastizität wirken ebenso realistisch wie…

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Während einer Schiffsreise versuchen zwei Showgirls (Marilyn Monroe, Jane Russel) sich einen reichen Mann zu angeln. Doch das ist trotz blonder Haarpracht leichter gesagt als getan. Musical-Klassiker (siehe Fakten-Check) samt legendärem "Diamonds are a girl’s best friend"-Auftritt. Bild: Der 1,33:1-Transfer (seitliche Balken) ist leider fast genauso weich und detailarm wie bei "Wie angelt man sich einen Millionär?" (Test oben). Auch die Pluspunkte sind dieselben: leuchtende Farben, kaum Verschmutzungen. Ton: Die deutschen Dialoge sind oft von Knistern begleitet, das Geschehen tönt meist aus dem Center. Die auf Englisch gesungenen Musical-Nummern klingen sauber, frisch und über die gesamte Stereofront. Extras: "Wochenschau: Marilyn…

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