Autor: Andreas Oswald

Meike Pelzer (Nora Tschirner) ersteigert vom Zoll einen beschlagnahmten Jeep. Als sie in der Seitenverkleidung 50 Kilo Kokain findet, lässt sie ihr altes Spießerleben hinter sich und startet einen Trip ins Ungewisse. Turbulente Komödie über Sinn und Unsinn des Lebens. Bild: Selten sahen deutsche Einfamilienhäuser und Vorgärten (u.a. 13:16, 16:42) so scharf und detailreich aus wie hier ­– auch wenn elektronisch minimal nachgeholfen wurde. Farben und Kontrast passen ebenfalls. Ein schmuckes HD-Bild. Ton: Für eine Komödie kommen Musik und Effekte überraschend dynamisch aus den Lautsprechern; auch die Rears wurden nicht vergessen. Extras: Making-of (16:33), "Charaktere" (3:20), "Die Richtige" (1:26), "Action"…

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Nachdem sein bester Freund ermordet wird, ermittelt Vietnamkriegsveteran Frank Vega (Danny Trejo) auf eigene Faust und sorgt für blutige Gerechtigkeit. Mauer Low-Budget-Actioner, bei dem die Produzenten den Bus-Showdown aus "Red Heat" geklaut haben. Bild: Das vernarbte Gesicht des Hauptdarstellers wird stets in seiner vollen Detailpracht präsentiert; auch sonst macht das mit Red-Digitalkameras gedrehte 1,78:1-Bild eine gute Figur. Lediglich eine Hand voll Zeitlupenaufnahmen fällt optisch stark ab. Dicke vier Punkte. Ton: Der 5.1-Abmischung hört man das geringe Budget an. Nur selten lösen sich Effekte vom Center, direktionale Rear-Effekte kann man an einer Hand abzählen. Der Dynamikumfang liegt kaum über TV-Film-Niveau. Extras:…

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Die vom Leben gezeichnete Mavis Gray (Charlize Theron) kehrt in ihren verschlafenen Heimatort zurück, um Jugendliebe Matt – einen frischgebackenen Familienvater – zurückzuerobern. Doch der Plan der 37-jährigen Ex-Ballkönigin gestaltet sich schwieriger als gedacht. Was sich wie eine klassische Romanze liest, entpuppt sich als bestechend gespielte und stilsicher inszenierte Tragikomödie. Bild: Die Optik des Digitaldrehs ist scharf und detailreich. Aufgrund der düsteren Bilder, die die Stimmung der Protago­nistin widerspiegeln, hält sich die Plastizität aber in Grenzen. Ton: Die Musik klingt gut, die Effektkulisse beschränkt sich allerdings auf ein Minimum. Extras: Audiokommentar, Making-of (17:27), "Die schreckliche Wahrheit" (6:23), "Fragen und…

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Lobbyist Jack Abramoff (Golden-Globe-nominiert: Kevin Spacey) bringt Wirtschaft und Politiker an einen Tisch – und füllt sich dabei selbst die Taschen. Doch als er den Hals nicht voll kriegt, droht sein illegales Spiel aufzufliegen. Kurzweilige Politsatire, die auf wahren Begebenheiten beruht. Bild: Der Cinemascope-Transfer kommt knackig und bunt (grünes Gras, blauer Himmel) daher. Egal ob Kevin Spaceys Gesichtskonturen oder Kleidungstexturen – alles wird dank Digitaldreh mit 4k-Red-One-Kameras detailreich abgebildet. Analoge wie digitale Artefakte glänzen durch Abwesenheit. Ton: Die räumlich wie detailreich abgemischte Musik drückt der klanglich guten 5.1-Abmischung ihren Stempel auf. Auch Umgebungsgeräusche finden regelmäßig den Weg auf die hinteren…

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Dave Brown (Woody Harrelson) säuft im Dienst, wirft Pillen ein wie Schokodrops und bricht Gesetze, wie es ihm passt. Doch als der Old-School-Officer einen Verdächtigen tötet, geht er zu weit. Starker Noir-Cop-Thriller nach einem Drehbuch von Szenekenner James Ellroy ("L.A. Confidential"). Bild: Trotz überzogenem Kontrast (man kann die Hitze von Los Angeles förmlich spüren) ist die Kantenschärfe und Detailzeichnung bei Außenaufnahmen top. Auch Nacht- und Innenaufnahmen des Digitaldrehs versprühen HD-Flair. Ton: Das hektische Treiben der Millionenmetropole wird akus­tisch überzeugend vermittelt. Die im Vergleich zum Original lauter abgemischten Synchrondialoge mindern den Dynamikumfang. Knappe vier Punkte. Extras: Making-of (28:56), "Shit Dave Brown…

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Nachdem seine Frau in Japan grausam ermordet wurde, will Ninja Cho (Sho Kosugi) mit seinem Sohn in Amerika ein neues Leben beginnen. Doch eine Mordserie, Drogendeals und Entführungen lassen den legendären Ninja auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht zur Ruhe kommen. Der kultige 80er-Jahre-Rache-Actioner hat inhaltlich keinen Bezug zum ersten und dritten Teil. Bild: Wer nur die alte VHS-Fassung kennt, wird von der Qualität begeistert sein. Objektiv gesehen wird hier (ebenfalls eine MGM-Filmabtastung) aber wie beim ersten Teil in Bezug auf Detailauflösung und Tiefenwirkung nur gutes DVD-Niveau geboten. Ton: Der Monoton hat weniger Knackser und andere Probleme als Teil…

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Christie (Lucinda Dickey) ist von dem Geist eines Ninjas besessen – und wird nachts zu einer seelenlosen Killermaschine. Vergeblich versucht die Aerobic-Trainerin sich dagegen zu wehren. Die einzige Möglichkeit, ihren attraktiven Körper vom bösen Geist zu befreien, ist die Hilfe eines anderen Ninja (Sho Kosugi). Die surreal anmutende Mischung aus "Enter the Dragon", "Poltergeist", "Der Exorzist", "Flashdance" ist an Beknacktheit und 80er-Jahre-Klischees nicht zu toppen (Gleiches gilt übrigens für die Körperbehaarung des männlichen Hauptdarstellers). Wer den Streifen aber aus seiner Jugend kennt und einige Bier intus hat, für den erhöht sich die Filmwertung ins Unermessliche. Kein inhaltlicher Bezug zu den…

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Der Ninja-Meister Cole (Franco Nero) steht auf den Philippinen einem Kriegskumpel bei, der von bösen Buben bedroht wird. Als die Coles Intimfeind (Sho Kosugi) anheuern, beginnt ein Kampf auf Leben und Tod. Der Martial-Arts-Klassiker (siehe Fakten-Check) avancierte zum Videotheken-Hit. Bild: Die Qualität wäre gar nicht mal schlecht – wenn eine DVD und nicht eine Blu-ray-Disc im Player stecken würde. Doch trotz neuer MGM-Filmabtastung kommt aufgrund der eingeschränkten Tiefenwirkung und Detailzeichnung kein HD-Feeling auf. Zahlreiche Verschmutzungen gibts gratis. Mehr als dicke zwei Punkte können wir trotz ordentlichem Kontrast und guten Farben dafür nicht vergeben. Ton: Der undynamische Monoton wird regelmäßig…

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Vor eniger Zeit testeten wir die DVD des Animationsklassikers. Die Blu-ray trudelte leider erst später ein, weshalb der HD-Test erst jetzt folgt. Das Bild ist deutlich besser als auf DVD, der restaurierte 1,66:1-Transfer punktet mit schärferen, feiner aufgelösten und farbintensiveren Bildern. Beim Ton sind aber keine Unterschiede hörbar, Songs, Score und Effekte spielen genauso frisch, räumlich und dynamisch wie auf DVD. Extras: Kommentar, Making-of (7:41), Interviews (11:37), Storyboards (4:30), Trailer, Galerien, Booklet, Aufkleber, Zeichnungen auf Folie. Den Test der DVD finden Sie hier. Die Wertung Musik 6 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 4 von 6…

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Nach 18 Jahren Pause kehrte Sade Adu 2011 mit einer Welttournee erstmals wieder auf die Live-Bühne zurück. Die Blu-ray birgt ihren Auftritt in der Citizens Bank Arena in Kalifornien und verwöhnt mit 22 sexy Songs der nigerianisch-britischen Soul-Legende. Sades samtige Stimme klingt dabei angenehm warm und seidig, überspricht aber auf die Frontboxen. Die Instrumente spielen plastisch, dynamisch und differenziert, doch leider auch etwas frontlastig. Bassgitarre und Drums machen nicht besonders viel Druck. Für die Zwischenansagen gibt es deutsche Untertitel, die Songs selbst sind nicht untertitelt. Der Transfer enttäuscht mit mittelmäßiger Schärfe und Detailzeichnung, häufig rauscht das Bild stark und Bewegungen…

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