Das Leben des erfolgreichen New Yorkers Brandon Sullivan (Michael Fassbender) dreht sich um erotische Fantasien und One Night Stands. Als seine exzentrische Schwester (Carey Mulligan) bei ihm auftaucht, gerät sein obszessives Sexleben aus den Fugen. Das bildgewaltige Drama löste in den USA wegen der frontalen Entblößung seines Hauptdarstellers (siehe Fakten-Check) einen Skandal aus. Bild: Die künstlerisch anmutende Bildkomposition wird scharf und detailreich abgebildet. Der HD-Effekt hält sich aufgrund der geringen Szenenausleuchtung aber in Grenzen. Ton: Die unkonventionelle Filmmusik drückt der 5.1-Abmischung ihren Stempel auf, aber auch Umgebungsgeräusche wie der Straßenlärm New Yorks wurden überzeugend vertont. Extras: "The Story of Shame"…
Autor: Andreas Oswald
Gelungene Disney-Version des Klassikers über die Abenteuer des Herrn des Dschungels. Bild: Trotz neuem Transfer im 1,78:1-Format (die DVD war 1,66:1 mit seitlichen Balken) bleibt der HD-Effekt weitgehend auf der Strecke. Das liegt zum einen am schlichten Animationsstil, zum anderen an den weichen Computerhintergründen. Auch flackert das Bild regelmäßig (37:30, 63:25, 82:50). Ton: Verglichen mit modernen Animations-Abmischungen klingt "Tarzan" zurückhaltend. Trotz Dschungel-Setting ist der Surroundanteil gering, auch Dynamik und Subwoofer-Unterstützung enttäuschen. Extras: Vom opulenten Bonusmaterial der Doppel-DVD haben es leider nur die alternative Eröffnungsszene (2:13), ein Musikvideo und der sechsminütige Beitrag "Leben im Dschungel" auf die Blu-ray geschafft. Die Wertung …
Krieger Kull (TV-"Hercules" Kevin Sorbo) steigt vom Sklaven zum König auf, was dem Adel missfällt. Um den neuen Herrscher zu beseitigen, erwecken die Neider eine mächtige Hexe (sexy: Tia Carrere), die das Land in Angst und Elend stürzt. Der trashige Barbaren-Fantasy-Spaß wandelt auf "Conan"-Spuren und punktet mit ordentlichen Effekten, saftigen Schwerthieben sowie einer Portion Selbstironie. Bild: Gute Schärfe gibt es nur in Nahaufnahmen, ein Rauschfilter bügelt Details glatt. Trotzdem ist in Hintergründen ein Teppich aus Rauschen und Kompressisonsartefakten sichtbar. Leichte Verschmutzungen gibt es gratis dazu. Ton: Musik und Effekte spielen zwar räumlich, klingen aber unnatürlich, detailarm und etwas dumpf. Dicke…
Um eine Revolution zu finanzieren, verkaufen Freiheitskämpfer ihren Krieg als Tourismus-Attraktion an Millionäre. Elite-Kämpfer (u.a. Christian Slater) sollen die betuchten Möchtegern-Soldaten (u.a Ving Rhames, Sean Bean) ausbilden und bei Gefechten beschützen. Absurdes Action-Vehikel mit mehr oder weniger abgehalfterten B-Stars, ordentlicher Action und einer Prise Selbstironie. Bild: Der rauscharme Cinemascope-Transfer sorgt mit guter Detail- und Kantenschärfe für ein plastisches Bild. Die Graustufenzeichnung ist top, Farben wirken aber etwas blass. Ton: Der dynamische 5.1-HD-Sound rumpelt mit guter Dynamik und präzisen Effekten. Den Ballereien mangelt es aber an Surround-Unterstützung. Explosionen könnten mit mehr Tiefbass donnern. Extras: Behind the Scenes (5:01), Interviews (1:58), Trailer.…
Im 11. Jahrhundert bedrohen Barbaren die Grenzen Chinas. Das von Frauen regierte Adelshaus Yang stellt sich mit seiner Armee der feindlichen Übermacht entgegen. Das von Jackie Chan produzierte Remake des Shaw-Brothers-Klassikers "Die Rache der gelben Tiger" bietet zwar viel Action, krankt aber an Kitsch und Melodramatik. Bild: Der rauscharme und plastisch anmutende Cinemascope-Transfer gefällt mit sehr guter Detail- und Kantenschärfe – selbst bei den hektischen Kämpfen bleibt das Bild scharf. Farben leuchten kräftig und der ausgewogene Kontrastumfang zeigt trotz sattem Schwarz viele Graustufen. Ton: Der agile 5.1-HD-Sound überzeugt mit luftigem, weiträumigem Score. Die vielen Schlachten bieten tolle Räumlichkeit, präzise Effekte…
Isabella Rossi (Fernanda Andrade) will die Wahrheit über ihre dämonisch besessene Mutter herausfinden, die während einer Teufelsaustreibung drei Priester tötete. Mit Hilfe eines Dokumentar-Filmers hält sie ihre Recherchen auf Video fest und besucht ihre Mama in einer psychiatrischen Anstalt. Böser Fehler. Der fade Exorzismus-Horror im Pseudo-Doku-Stil (im Fachjargon: Mockumentary) ist weder originell noch besonders spannend. Bild: Trotz verwackelter Handkamera sind die Bilder scharf und detailliert. Hier und da rauscht es leicht (25:33). Farben wirken unterkühlt und etwas blass. Ton: Das Akustikgeschehen spielt sich meist auf dem Center ab. Vereinzelt bedienen Umgebungsgeräusche und Effekte während der Exorzismen auch die hinteren Boxen.…
In den 1930er-Jahren zerbricht der Waffenstillstand zwischen zwei arabischen Fürstenhäusern, als man auf neutralem Gebiet Öl findet. Der Krieg fordert auch Opfer unter den Söhnen der Regenten (Antonia Banderas). Bildgewaltiges Wüstenabenteuer der alten Schule von Frankreichs Starregisseur Jean-Jacques Annaud ("Der Name der Rose"). Bild: Kräftige Gelb- und Brauntöne verleihen dem plastischen Cinemasope-Transfer einen warmen wie herben Look. Während die vielen hellen Außenaufnahmen scharf und detailreich sind, sehen Innenaufnahmen oft weicher aus und rauschen leicht. Dicke 4 Punkte. Ton: Der Score spielt seidig, räumlich und fein aufgelöst. Die Effekte des dynamischen 5.1-Tons klingen präzise und plastisch. Der Bass könnte noch etwas…
Zum Sommeranfang schickt der New Yorker Verleger Richard Sherman (Tom Ewell) seine Familie aufs Land und mimt zuhause den Junggesellen. In seine Tagträume als Playboy platzt schon bald eine attraktive Nachbarin (Marilyn Monroe), die dem Strohwitwer den Kopf verdreht. Billy Wilders Screwball-Klassiker umschiffte geschickt die damalige Zensur (siehe Fakten-Check). Bild: Der Cinemascope-Transfer im superbreiten 2,55:1-Format wirkt weich, Detail- und Kantenschärfe erzeugen selbst in Nahaufnahmen kein HD-Feeling. Ein Rauschfilter verschmiert das künstlich aussehende Filmkorn. Positiv gefallen die kräftigen Farben, der homogene Kontrast und der geringe Verschmutzungsgrad. Ton: Die Musik des 5.1-Upmixes sprudelt frisch, seidig und räumlich aus allen Boxen. Stimmen und…
1973: Im britischen Secret Service verschiebt ein Maulwurf seit Jahren Informationen an den KGB. Der offiziell pensionierte Agent George Smiley (Gary Oldman) soll in verdecktem Auftrag den Verräter enttarnen. Statt auf Effekthascherei legt das stilsichere Spionage-Drama viel Wert auf Stimmung, Realismus und Charaktere. Gary Oldman wurde für seine Leistung ebenso für den Oscar nominiert wie die Musik und die Drehbuchadaption nach John Le Carrés gleichnamigem Bestseller. In einem halbstündigen Interview seziert Le Carré seinen Roman, zieht Vergleiche zu seiner Person und berichtet von seiner Beteiligung an der Drehbuch-Umsetzung. Weit weniger gehaltvoll sind die restlichen Interviews mit Oldman, Tom Hardy, Colin…
"Sie ist eine Naturschönheit und sie schlägt Menschen in einem Käfig zu Brei." So beschreibt Regisseur Steven Soderbergh im spärlichen Bonusmaterial den Star seines ersten Action-Thrillers. An der Seite von Hollywood-Größen wie Ewan McGregor, Antonia Banderas und Michael Douglas macht die Mixed-Martial-Arts-Fighterin Gina Carano darstellerisch eine überraschend gute Figur. Viel von ihrem Kampftalent gibt es in der zuweilen zähen Spionage-Geschichte leider nicht zu sehen, denn die wenigen Filmfights sind kaum der Rede wert. Die 30-jährige Athletin hätte Soderbergh hierfür nicht gebraucht. Der Beitrag "Gina Carano beim Training" (15:24) klotzt dagegen neben etlichen Kampf- und Waffenübungen auch mit Ausschnitten von Caranos…