„Da trotz 15-jährigem Jubiläum keine neue Filmabtastung vorgenommen wurde, sieht ‚Apollo 13‘ auch auf Blu-ray nicht so toll aus, wie man es von einem Film dieser Größenordnung erwartet“ – so lautete unser Bildfazit für die Blu-ray-Erstauflage von 2010. Passend zum 20-jährigen Jubiläum des Oscar-prämierten Weltraumabenteuers um die miss-glückte Mondmission, fertigte Universal eine neue 4K-Abtastung an. Und im Gegensatz zu „The Breakfast Club“ sind die Unterschiede hier für jeden sofort offensichtlich. Verschwunden ist die elektronische Nachschärfung, der oft unruhige Bildstand und die oft wenig überzeugende Tiefenwirkung. Tonal hat man leider nicht nachgelegt, so dass die deutsche 5.1-Abmischung noch immer um einiges…
Autor: Christoph Steinecke
Auf einer Weltraumstation mutieren die Arbeiter zu mordenden Irren. Soldat-Neuzugang Whit Carmichael (Daniel MacPherson) soll mit einer Elite-Einheit die Lage klären und entdeckt Ungeheuer-liches. Aufwändig produzierter SciFi-Actioner, dem nach spannendem Einstieg leider die Ideen ausgehen. Bild: Das blutige Treiben zeigt der rauschfreie Transfer im ungewöhnlich breiten 2,66:1-Format mit guter, aber nicht knackiger Schärfe und Feinzeichnung; tiefes Schwarz fehlt. Die Farben wurden SciFi-typisch in Grün-, Orange- und Blaufilter getaucht. Ton: Der 5.1-Mix versetzt den Zuschauer dank räumlichem Score sowie vielen dynamischen und präzisen Effekte aus allen Boxen mitten in die Raumstation. Extras: Making-of (91:36), Trailer, entfallene Szenen (18:31). Die Erstauflage erscheint…
Dass es sich bei der hier getesteten Blu-ray von „The Breakfast Club“ um eine Neuauflage handelt, erfährt man nicht etwa werbewirksam auf dem Cover, sondern gut versteckt auf der Rück-seite. Schade eigentlich, denn die „30th Anniversary Edition“ des Highschool-Klassikers über nachsitzende Schüler, die sich nach anfänglicher Abneigung näher kommen, bietet gegenüber der Blu-ray-Erstauflage von 2011 einen bzw. zwei Mehrwerte. So ließ Universal für diese HD-Edition eine neue 4K-Abtastung vornehmen, zu erkennen am ruhigeren Bildstand (bisher wackelten die Texteinblendungen des Vorspanns hin und her, zumindest auf einer Drei-Meter-Diagonale). Insgesamt fallen die qualitativen Unterschiede in Bezug auf das Bild allerdings merklich bescheidener…
Bei ihrem letzten Banküberfall erbeutet Alex (Bond-Girl Olga Kurylenko) nicht nur Juwelen, sondern auch einen USB-Stick, auf dem sich brisante Informationen befinden. Schon bald ist ein Killerkommando hinter der hübschen Gesetzesbrecherin her. Solide inszenierte 08/15-Dauer-Action vor nicht ganz alltäg-licher Südafrika-Kulisse. Bild: Selbst sonnige Außenaufnahmen wirken matt und blass (Kapitel 6), auch ist die Kantenschärfe alles andere als optimal. Details werden in dunklen Szenen nicht immer gut durchgezeichnet (Kapitel 4). Ton: Schon die Trommeln während des Vorspanns bringen die Surround-Anlage auf Hochtouren, auch sonst wurde die Musik räumlich abgemischt (31:20). Die Effektkulisse spielt meist die zweite Geige. Extras:…
Obwohl der Regisseur „Step Up“-Erfahrung mitbringt, kommt die Story um eine nach YouTube-Ruhm strebende Tanztruppe trotz einer Prise Liebe und Leid kaum in Fahrt. Noch enttäuschender: Es wird nur selten und dann wenig eindrucksvoll getanzt. Bild: Taghelle Szenen gefallen mit knackiger Schärfe, in dunklen Umgebungen wird das Bild hingegen sichtlich weicher. Ansonsten fällt die hohe Farbsät-tigung auf, gerade Rot- und Orangetöne strahlen sehr. Ton: Dialoge sind klar verständlich (im O-Ton aber etwas dumpf), die Musikstücke bei Tanzszenen beschäftigen die Rear-Boxen ein wenig, der Rest bleibt durchgehend frontlastig. Extras: „The Cast“ (1:44), „Director John Swetnam“ (2:08), „Dance“ (1:55), „A Look Inside“…
Ein dubioser Geschäftsmann (Bruce Willis, der trotz prominenter Cover-Platzierung nur kurz vorbeischaut) hat ein lukratives Geschäftsmodell entwickelt: Im futuristischen Vergnügungspark Vice darf der zahlungskräftige Besucher unter menschenähn-lichen Robotern nach Herzenslust herumballern, morden und vergewaltigen. Um die Sicher-heit zu gewährleisten, werden am Ende jeden Tages die Gedächtnisse aller Roboter gelöscht. Als jedoch Cyborg-Kelley (Ambyr Childers) aufgrund eines technischen Fehlers ihre Erinnerungen behält, läuft einiges aus dem Ruder. Die durchaus vielversprechende Mischung aus „Westworld“, „I, Robot“und „Ex-Machina“ krankt an hölzernen Dialogen, lustlosen (Bruce Willis, Thomas Jane) bzw. unfähigen (alle anderen) Schauspielern, einer spannungsarmen Inszenierung, hanebüchenen Schießereien und noch einigem mehr. Bild: Alle…
Basierend auf einem autobiografischen Roman seiner Witwe Linda erzählt der Film die Geschichte der größten Legende des asiatischen Kampfsports: Bruce Lee. Im Gegensatz zur DVD ist die Blu-ray des bewegenden Biopics ungeschnitten. Bild: Zwar bessert sich die Qualität im Laufe des Films etwas, da aber auf eine neue 4K-Abtastung seitens Universal verzichtet wurde, versprüht der oft detailarme und nicht sonderlich plastische Cinemascope-Transfer nur wenig HD-Feeling. Ton: Genau wie auf der DVD gibt es bei deutscher Sprachwahl nur 2.0-Surround-Kost (DTS mit 768 Kbit/s), die englische 5.1-Abmischung klingt merklich dynamischer und voluminöser. Extras: Die Boni der US-Blu-ray (u.a. Audiokommentar wurden leider ersatzlos…
Fährtenleser Ben (Jeremy Irvine) begleitet den skrupellosen Geschäftsmann John Madec (Michael Douglas) auf einen Jagdausflug durch die Mojave-Wüste – und steht bald selbst auf der Abschussliste. Unterhaltsamer Survival-Thriller für zwischendurch. Bild: Auch weil der Film meist aus sonnigen Außenaufnahmen besteht, sehen sowohl die weiten Landschaftsaufnahmen als auch die Close-ups von Michael Douglas‘ gegerbtem Gesicht hervorragend aus. Ton: Der minimalistische Score verteilt sich angenehm über alle Lautsprecher, die Effektkulisse hätten wir uns allerdings räumlicher und dynamischer (Dynamit-Explosion bei 48:02) gewünscht. Extras: Während die US-Scheibe einen Audiokommentar mit Michael Douglas sowie zwei Featurettes vorweist, hat die deutsche Disc nur einen…
1941 meldet sich der olympische Sprinter Louis Zamperini (Jack O‘Connell) zur amerikanischen Luftwaffe. Nach dem Abschuß seiner Maschine treibt er mit Kameraden 47 Tage in einem Schlauchboot auf dem Ozean, bis die Japaner ihn auflesen. In ein Gefangenenlager gesteckt, ist der Überlebenskünstler bis zum Kriegsende 1945 dem Terror der Wärter ausgesetzt. Das packende und auf wahren Begebenheiten beruhende Drama über den US-Kriegshelden Zamperini ist die zweite Regiearbeit von Schauspielerin Angelina Jolie. Bild: Der Cinemascope-Transfer sieht dank Digital-Dreh mit Arri-Alexa-Kameras stets scharf, hochauflösend und plastisch aus. Schwarz fällt satt, die Graustufenzeichnung bestens aus. Rauschen ist selbst in dunklen Szenen kein Thema.…
Nach einem missglückten Auftritt bei einer Kostümparty verkleiden sich Ryan (Jake Johnson) und Justin (Damon Wayans Jr.) auch im echten Leben als Polizisten – mit gefährlichen wie komischen Folgen. Trotz vielversprechendem Ansatz meist nur bedingt lustige Buddy-Comedy. Bild: Während Außenaufnahmen scharf und knackig sind, wünscht man sich bei Innenaufnahmen oft mehr Durchzeichnung und ein satteres Schwarz. Ton: Sorgen zu Beginn Songs wie „Rock Me Like a Hurricane“ für akustische Belebung, machen sich beim bleihaltigen Finale auch die Rears bemerkbar. Extras: Zwei Audiokommentare, „Ein perfektes Duo in Uniform“ (11:11), „Die Entstehung des Films“ (8:31), „Vorschau-Clip“ (6:11), entfallene Szenen (17:25), Bildergalerie, Trailer.…