Um ihre Vergewaltigung zu verarbeiten, besucht Jennifer (Sarah Butler aus Teil 1) eine Selbsthilfegruppe. Von den tragischen Geschichten der Teilnehmer entsetzt, macht sie blutige Jagd auf deren Peiniger. Teil 3 der „Rape&Revenge“-Reihe setzt mehr auf Charakterzeichnung als auf drastische Gewalt. Trotzdem ist die FSK18-Version leicht gekürzt. Bild: An den scharfen, detaillierten und rauschfreien Cinemascope-Bildern gibt es nichts auszusetzen; der Kontrast ist ausgewogen, das Schwarz satt. Der dezente Blau-Filter vermittelt einen unterkühlten Look. Ton: Die Musik plätschert räumlich, aber meist unauffällig vor sich hin; grobe Schockdynamik fehlt. Auch normale Geräusche tönen meist nur von vorn. Extras: Interview mit Sarah Butler (4:06), Trailer.…
Autor: Christoph Steinecke
Drei Königreiche, drei Geschichten: Während die Monarchin von Longtrellis (Salma Hayek) sich nichts sehnlicher wünscht als ein Kind, zieht der Herrscher von Highhills (Tobey Jones) einen gigantischen Floh wie sein eigen Fleisch und Blut groß. Anderorts bringen die zarten Stimmen zweier alter Schlunzen den unzüchtigen Regenten von Strongcliff (Vincent Cassel) schier um den Verstand. Regisseur Matteo Garrone („Gomorrha“) vereint drei Geschichten aus Giambattista Basiles Sammlung „Das Märchen der Märchen“ zu einem ungewöhnlichem Fantasyfilm: Schwarzer Humor, bizarre Einfälle plus eine Portion Erotik und Gewalt kommen dabei nicht zu kurz. Bild: Märchenhaft gut entpuppt sich der Cinemascope-Transfer, der mit hoher Detail- und…
Weil ihnen die Menschen den Lebensraum entziehen, erklären die Marderhunde des Waldes mit List und Magie der fortschreitenden Urbanisierung den Krieg. Kritische Parabel zur Umweltzerstörung aus der renommierten Anime-Schmiede „Studio Ghibli“. Bild: Trotz ihrer 22 Jahre kommen die Handzeichnungen im 1,85:1-Format detail- und kantenscharf daher. Zu den kräftigen Farben gesellt sich ein ausgewogener Kontrast. Verschmutzungen sahen wir ebenso wenig wie Animations-typische Banding- und Aliasing-Effeke; das sehr feine Filmkorn wirkt natürlich. Dicke 5 Punkte. Ton: Der DTS-2.0-Sound verteilt den Score bei aktivierter DTS-Neo:6-Schaltung räumlich auf die Boxen, Effekte tönen aber meist nur dünn von vorn. Extras: Storyboards zum Film (119:08), Trailer. Die…
Als Angela (Emma Watson) ihren Vater wegen Misshandlung anzeigt, stößt Detective Kenner (Ethan Hawke) bei seinen Ermittlungen auf einen Satanskult. Atmosphärischer Mix aus Krimi, Horror und Psychodrama von Alejandro Amenábar („The Others“). Bild: Trotz trister Düsteroptik samt sattem Schwarz sowie bedeckter und kalter Farben sieht der rauscharme Cinemascope-Transfer in hellen wie auch dunklen Szenen scharf und detailreich aus. Ton: Der schwermütige Score strömt aus allen Boxen und drückt bisweilen mit kräftigen Tiefbässen. Ebenso räumlich, doch weniger dominant als die Musik sorgt die agile Geräuschkulisse für Spannung. Extras: Interviews (53:36), Making-of (10:59), Mini-Making-of (4:05), Featurettes (9:26), B-Roll (10:50), Fotogalerie, Trailer, Online-Spots…
Auf dem Cover prangt zwar unübersehbar „Director‘s Cut“, doch auf der Blu-ray befindet sich lediglich die Kinoversion von „The Green Inferno“. Dies ist aber weder tragisch noch verwunderlich, denn von Eli Roths Hommage an Kannibalen-Klassiker wie „Cannibal Holocaust“ und „Lebendig gefressen“ existiert nur diese Fassung. Mindestens genauso wichtig: Die 5-Millionen-Dollar-Produktion überstand die FSK-Prüfung unbeschadet – eine angesichts der expliziten Gewaltdarstellungen und bei uns beschlagnahmten Vorbilder bemerkenswerte Tatsache. Um einen bedrohten Indio-Stamm zu retten, fliegt eine Gruppe von Studenten und Öko-Aktivisten ins Amazonasgebiet. Doch als ihr Flugzeug abstürzt, müssen sich die jungen No-Name-Akteure allein durch den peru-anischen Dschungel schlagen und…
Ominöse Videokassetten und eine Geisterkamera sorgen im Haus von Familienvater Ryan (Chris J. Murray) für Angst und Schrecken. Wenig origineller Abschluss der Grusel-Reihe mit bekannten Zutaten. Die Blu-ray birgt die Kinofassung und den Extended Cut, Letzteren optional mit anderem Ende. Bild: Auch Teil 6 wurde im Found-Footage-Stil samt wackeliger Camcorder-Optik gedreht. Während ein Teil der 1,78:1-Bilder scharf und detailliert aussieht, leiden die Aufnahmen der Geisterkamera an Farbsäumen, Unschärfen und einem horizontalen Zeilenraster („Scan lines“); in dunklen Szenen grieselt es. Ton: Der um Authentizität bemühte 5.1-Mix tönt oft unspektakulär von vorn, nur vereinzelt (Geisterspuk) brechen Geräusche dynamisch und räumlich los. Extras: Hier…
Bei einem Stopp im Wüstenkaff Red Rock West wird Michael Williams (Nicolas Cage) vom Barkeeper mit einem Auftragskiller verwechselt – und löst so eine Kettenreaktion tödlicher Ereignisse aus. Verzwickte Krimigeschichte mit starker Besetzung. Bild: Leider hatte Concorde für diese Blu-ray-Weltpremiere nur Zugriff auf eine minderwertige Vorlage. So müssen wir einen unruhigen Bildstand, stehende Rauschmuster, Dropouts und eine mäßige Schärfe kritisieren. Auf einer XL-Leinwand ohne Overscan sieht man am unteren Bildrand einen dünnen Strich (nur ein paar Pixel hoch) wie bei einem MAZ-Band. Ton: Am 2.0-Mix gibt es wenig zu mäkeln, ein explosives Effekt-feuerwerk sollte man aber nicht erwarten. Extras: Sucht…
Die Fletch-Box enthält beide Leinwand-Adaptionen von Gregory McDonalds berühmter Roman-reihe. Im kultigen Original lässt sich Fletch (Chevy Chase in Höchstform) als Profikiller anheuern, in der mittelprächtigen Fortsetzung (weltweit erstmals auf Blu-ray) bekommt es der trottelige Zeitungsreporter mit einem handfesten Umwelt-skandal zu tun. Bild: Teil 1 sieht auf den ersten Blick scharf und knackig aus. Leider wird schnell deutlich, dass besagte Schärfe in erster Linie durch elektronische Filter erreicht wurde (der von Universal zur Verfügung gestellte HD-Transfer hat fast zehn Jahre auf dem Buckel). Entsprechend bleibt der filmische Eindruck auf der Strecke, auch wirkt das Rauschen trotz hoher Video-bitrate von meist…
Kurz nachdem Abe Lucas (Joaquin Phoenix) seine Dozententätigkeit an einem Kleinstadt-College aufnimmt, beginnt er eine Affäre mit einer Professorengattin und einer Studentin (Emma Stone) – was mörderische Konsequenzen nach sich zieht. Existenzialistische Tragikomödie von Woody Allen. Bild: Die scharfen und detailreichen Außenaufnahmen des 35mm-Drehs versprühen viel HD-Flair, die von warmen Farbtönen (inklusive orange-rosiger Haut) und diffusen Lichtquellen geprägten Innenaufnahmen (9:15, 17:46) wirken hingegen etwas weich. Ton: Wie bei allen Woody-Allen-Filmen konzentriert sich die klanglich einwandfreie, aber frontlastige 5.1-Abmischung auf den Center-Lautsprecher. Extras: „Auf dem roten Teppich“ (3:32), Fotogalerie, Ultraviolet-Kopie. Die Wertung Film 4 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten…
In der gelungenen und nicht minder erfolgreichen (siehe Kasten) Fortsetzung des Überraschungserfolgs von 2013 wird Lehrer-wider-Willen Müller (Elyas M‘Barek) von seinen Problemkids auf Klassenfahrt in Thailand genervt. Bild: Auch der zweite Teil kommt bunt und scharf daher, inklusive auf Hochglanz polierter Postkarten-Optik. Der angehobene Kontrast lässt helle Flächen (u.a. Himmel bei 71:45) zuweilen überstrahlen. Ton: Das hektische Treiben in tropischen Gefilden vermittelt die weiträumige und detailreiche 5.1-HD-Abmischung sehr gut. Extras: Zwei Audiokommentare, entfallene Szenen (16:22), Special-Clips (15:21), Making-of (14:58), Outtakes (8:00), Premieren-Clip (2:38), Titelsong „Wild & Free“ (3:33), Interviews (28:12), Trailer. Die Wertung Film 4 von 6 Punkten Bildqualität…