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    Blu-ray-Filme

    Blu-ray-Test: The Green Inferno

    31. Mai 20162 Minuten Lesezeit

    Auf dem Cover prangt zwar unübersehbar „Director‘s Cut“, doch auf der Blu-ray befindet sich lediglich die Kinoversion von „The Green Inferno“. Dies ist aber weder tragisch noch verwunderlich, denn von Eli Roths Hommage an Kannibalen-Klassiker wie „Cannibal Holocaust“ und „Lebendig gefressen“ existiert nur diese Fassung. Mindestens genauso wichtig: Die 5-Millionen-Dollar-Produktion überstand die FSK-Prüfung unbeschadet – eine angesichts der expliziten Gewaltdarstellungen und bei uns beschlagnahmten Vorbilder bemerkenswerte Tatsache.   

    Um einen bedrohten Indio-Stamm zu retten, fliegt eine Gruppe von Studenten und Öko-Aktivisten ins Amazonasgebiet. Doch als ihr Flugzeug abstürzt, müssen sich die jungen No-Name-Akteure allein durch den peru-anischen Dschungel schlagen und fallen dabei einem Stamm Kannibalen in die Hände – Mahlzeit! Torture-Porn-Erfinder Eli Roth liefert einen plakativen, aber wenig spannenden Survival-Horror für Hartgesottene ab. Bei dem ganzen Gemetzel bleibt die Öko-Botschaft erwartungsgemäß auf der Strecke.

    Auf der Strecke bleiben leider auch die Extras. Denn hinter fünf durchaus interessant klingenden Beiträgen wie „Der Dreh“ und „Die Dorfbewohner“ verbergen sich gerade mal sechs Minuten an überwiegend belanglosen Statements. Den mit Sicherheit gehaltvolleren Regiekommentar der US-Version hat Highlight leider nicht lizenziert. av

    Film: „Hostel“-Regisseur Eli Roth zollt dem italienischen Kannibalenfilm der frühen 1980er-Jahre erfolgreich Tribut. Leider gehören dazu auch flache Charaktere, unterirdische Schauspieler  und ein nicht vorhandener Spannungsbogen. Zumindest Splatter-Fans kommen auf ihre Kosten.    

    Bild: Statt in einem düsteren Schmuddel-Look präsentiert Eli Roth das kulinarische Kannibalen-Treiben in bunter, scharfer und kontrastreicher Hochglanz-Postkarten-Optik. Die Weiten des Regenwalds wirken allerdings nie so detailreich und plastisch, wie man es von einer gut ausgeleuchteten HD-Präsentation eigentlich erwarten kann.     

    Ton: Bereits in der Anfangsszene prasseln von allen Seiten Dschungelgeräusche auf den Zuschauer ein, gefolgt von einem voluminös-treibenden Score während des Vorspanns. Doch viel mehr akustische Highlights können wir leider nicht vermelden, auch weil einfach wenig passiert. 

    Extras: „Der Dreh“ (1:22), „Die Dorfbewohner“ (1:21), „Eli Roth über The Green Inferno“ (1:14), „Lorenza Izzo über die Arbeit im Amazonas“ (1:11), „Lorenza Izzo über die Rolle Justine“ (1:02), Musikvideo, Trailer. 

    Die Wertung 
    Film 2 von 6 Punkten
    Bildqualität  4 von 6 Punkten
    Tonqualität 4 von 6 Punkten
    Bonusmaterial 2 von 6 Punkten
    Die technischen Daten
    Anbieter Highlight
    Bildformat 2,35:1 (1080/24p)
    Ton Deutsch DTS-HD High Resolution 5.1
    Ton Englisch DTS-HD High Resolution 5.1
    Untertitel deutsch

     

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