Über einen Zeitraum von zwölf Jahren gedreht, erzählt die realitätsnahe wie anrührende Coming-of-Age-Geschichte das Leben des Jungen Mason (Ellar Coltrane) im Alter zwischen sechs und 18 Jahren. Hierfür versammelte Regisseur Richard Linklater Jahr für Jahr die immer gleichen Darsteller, die im Laufe der Zeit entsprechend alterten. (Siehe Fakten-Check). Bild: Details wirken nur in Nahaufnahmen knackig, ab der Halbtotalen dürfte der im Kontrast ausgewogene 1,85: 1-Transfer schärfer aussehen. Ton: Beim 5.1-Sound ist nicht viel los, was angesichts der Thematik weder verwundert noch negativ anzulasten ist. Umgebunsgeräusche plätschern dezent vorn vorne, Musik bringt etwas Raumklang. Extras: Trotz des außergewöhnlichen Drehs gibt es…
Autor: Andreas Oswald
Während der Wirren der mexikanischen Rebellion 1913 raufen sich ein Straßenbandit (Rod Steiger) und ein irischer Terrorist mit Affinität zu Sprengstoff für einen Bankraub zusammen. Einer der besten Western von Genremeister Sergio Leone. Bild: Wegen des starken Rauschens wirkt der Cinemascope-Transfer nur in Nahaufnahmen richtig scharf. Auch stören viele Dropouts und Schrammen. Ton: Der 5.1-Upmix klingt dünn, blechern, grell und verirrt sich nur selten auf die Rears. Extras: Die Disc besitzt kein Hauptmenü, alle Einstellungen und der Zugang zum Bonusmaterial müssen daher über das Pop-Up-Menü während des laufenden Films erfolgen. Die rund 70 Minuten an Boni plus der Audiokommentar wurden…
Statt eines Herzens trägt Jack eine mecha-nische Kuckucksuhr in der Brust. Als sich der Teenager in Sängerin Acacia verliebt, wirft dies sein Leben gehörig aus dem Takt. Die poetische, visuell berauschende und wunderbar animierte Mischung aus Musical und Märchen basiert auf Mathias Malzieus Bestseller „Die Mechanik des Herzens“. Bild: Der klare 1,85:1-Transfer punktet mit hoher Kantenschärfe, teils wirken Hintergründe aber etwas weich. Der perfekte Kontrast und die kräftigen Farben sorgen für leuchtende Bilder. Dicke 5 Punkte. Ton: Die Rock-Musical-Nummern klingen räumlich, auch die Effekte und Umgebungsgeräusche sprechen alle Boxen an – allerdings nicht so dynamisch wie erhofft. Leider fehlt der…
Im Jahr 2030 schlittern zwei Motorrad-Punker in Politintrigen um eine geheimnisvolle Macht, die Neo-Tokio dem Erdboden gleichmachen könnte. Katsuhiro Ôtomos Anime-Meilenstein ist auch heute noch ein wilder Bilderrausch aus Farben, Formen und Klängen, die den Zuschauer durch eine beklemmend-brutale Cyberpunk-Zukunft hetzen. Pflichtprogramm für Anime- und Sci-Fi-Fans. Bild: Für seine 26 Jahre sieht der SciFi-Actioner fantastisch aus. Das 1,85:1-Transfer ist kantenscharf, detailliert, im Kontrast ausgewogen und leuchtet in kräftigen Farben. Verschmutzungen fallen kaum ins Gewicht. Da der Zeichentrick-Klassiker in traditioneller Cel-Animation entstand und die fertigen Zeichnungen auf Film kopiert wurden, zeigt der Transfer öfter mal leichtes Rauschen, das aber nicht stört…
Auch in der Fortsetzung brettert illustre Hollywood-Prominenz (u.a. Burt Reynolds, Sammy Davis Jr., Dean Martin, Frank Sinatra) über amerikanische Highways. Im Gegensatz zur TV-Fassung birgt die Blu-ray die ungeschnittene Version, einige Dialogpassagen sind daher in Englisch mit deutschen Untertiteln. Bild: Hauptmanko ist die wechselnde Qualität. Einstellungen (meist helle Nahaufnahmen), bei denen fast HD-Feeling aufkommt, wechseln sich mit vermatscht anmutenden und stark verrauschten Szenen ab. Hinzu kommt ein teils unruhiger Bildstand und Defekte auf der Vorlage – besser als die DVD sieht das Ganze aber locker aus. Noch gerade drei Punkte. Ton: Keine Bässe, kaum Höhen – der deutsche Monomix klingt…
Kriminalpsychologe John Washington (Mark Strong) kann durch Gedankenverschmelzung die Erinnerungen von Menschen analysieren. Doch bei der 16-jährigen Anna (Taissa Farmiga) steht er vor einem Rätsel: Steckt in der Außenseiterin ein tiefes Trauma oder eine gefährliche Soziopathin? Spannender Psychothriller mit stark aufspielender Darstellerriege. Bild: Der nicht immer rauschfreie Cinemascope-Transfer punktet mit hoher Schärfe und Detailzeichnung. Die Erinnerungssequenzen wurden mit überhöhtem Kontrast und XXL-Grießeln verfremdet. Ton: Auch akustisch stechen die Erinnerungsszenen mit aggressiv-detailreichen Rundum-Sound heraus. Dazwischen dürfte mehr los sein. Extras: Interview (10:48), Making-of (21:39), entfallene Szenen (16:38), Trailer und TV-Spots. Die Wertung Film 4 von 6 Punkten Bildqualität 5 von…
Wegen seiner riesigen Nase verschweigt Hauptmann Cyrano (Gérard Depardieu) der schönen Roxane (Anne Brochet) seine Liebe – mit dramatischen Folgen. Kongeniale wie opulente Leinwandadaption von Emil Rostands Literaturvorlage mit Gérard Depardieu in einer seiner besten Rollen. Bild: Der saubere 1,66:1-Transfer (seitliche schwarze Balken) leidet in vielen Szenen an starkem Rauschen, das an der ohnehin nur mäßigen Detail- und Kantenschärfe nagt; auch wirken die Farben blass. Ton: Der Orchester-Score spielt wunderbar räumlich, ausgewogen und dynamisch. Auch die detailreichen Umgebungsgeräusche füllen alle Boxen mit Leben, klingen aber nicht immer ganz natürlich. Extras: „Das Zeitalter von Cyrano“ (16:29), Fechtschule (1:10), „Der wahre Cyrano“…
In einem isolierten Ghetto von Detroit müssen ein Cop (Paul Walker, siehe Kasten) und ein Ex-Häftling (David Belle) eine Neutronenbombe entschärfen. Wer auf sinnfreie Stunts statt stringenter Story steht, wird mit der US-Version des französischen „Ghettogangz“ glücklich – neben der Kinofassung birgt die Blu-ray einen zehn Minuten längeren Extended Cut. Bild: Dank permanentem Sonnenschein und Digital-Dreh versprüht das in dezent entsättigte Brauntöne getauchte Detroit der Zukunft viel HD-Flair. Ton: Sowohl der treibende Score als auch die detailreiche Effektekulisse halten die rückwärtigen Lautsprecher fast permanent auf Trab. Extras: Making-of (6:03), Interviews (41:23), „Beyond the Brick Mansions“ (8:15), „Am Set mit Paul“…
Wegen eines Getriebeschadens muss Dusty seine Karriere als Rennflieger an den Nagel hängen. Doch sein neuer Job bei der Feuerwehr stellt das ehemalige Sportidol vor nicht minder große Herausforderungen. Drehte Dusty im Kino seine Runden noch in 3D, erscheint auf Blu-ray nur eine 2D-Version – was die Fortsetzung von Disneys Animationshits nicht minder charmant macht. Bild: Wie beim Vorgänger grenzt das rauschfreie, hochauflösende und sehr bunte Bild an Perfektion. Ton: Bei den Flugmanövern sausen Dusty und Co. kreuz und quer über alle Boxen, Dynamik und Bässe bleiben dabei aber kindgerecht. Dicke vier Punkte. Extras: „Dusty und Chug“ (5:55), „Piston Peaks“…
Film: Henry Altmann (Robin Williams, siehe Kasten) erfährt von einer erschöpften Ärztin (Mila Kunis), dass er nur noch 90 Minuten zu Leben hat. Im Angesicht des vermeintlichen Todesurteils, versucht er mit seinen Angehörigen noch ins Reine zu kommen. Trotz vielversprechendem Cast und interessanter Story nicht wirklich überzeugende Tragikomödie. Bild: Der rauschfreie und mit einer neutralen Farbgebung versehene 1,85:1-Transfer verfügt über eine gute Detail- und Kantenschärfe, lediglich die in Sepiatöne getauchten Rückblenden (32:15) kommen etwas weicher daher. Ton: Die 5.1-Abmischung macht lediglich in einigen wenigen Szenen (u.a. Musik in Tanzschule, 23:55) auf sich aufmerksam. Klanglich ist aber alles picobello. Extras: Zum…