Autor: Andreas Oswald

1715 ist die Karibik ein Paradies für Seeräuber, Verbrecher und entflohene Sklaven. Um sich zur Ruhe setzen zu können, machen Kapitän Flint (Toby Stephens) und seine Mannschaft Jagd auf ein legendäres Schatzschiff, doch die Piraten-Konkurrenz schläft nicht. Zudem sitzt den Freibeutern die britische Kriegsflotte im Nacken. Die von Hollywood-Gigant Michael Bay („Transformers“) mitproduzierte Abenteuerserie erzählt die Vorgeschichte zu Robert Louis Stevensons Roman-Klassiker „Die Schatzinsel“. Dabei ist man sichtlich um Authentizität bemüht. Ein Actionfest oder spaßige Unterhaltung á la „Fluch der Karibik“ sollten man nicht erwarten. Die Blu-ray holt das mari­time Leben stets scharf, hochauflösend, rauscharm und mit satten Farben auf…

Weiterlesen

Nach der Inhaftierung seines Vaters muss Michael Bluth (Jason Bateman) nicht nur dessen Baufirma, sondern auch die chaotische Familie leiten. Dank schräger Figuren, genialer Dialoge und einer seinerzeit innovativen Pseudo-Doku-Inszenierung heimste die Serie etliche Preise ein. Der breiten Masse war die skurrile Situationskomik aber zu abgedreht, so dass die Sitcom stets den Quotentod fürchten musste. Nach drei Staffeln war 2006 Schluss. Doch aufgrund von Fanprotesten ließ der Streaming-Gigant Netflix eine vierte Season produzieren, die 2013 ihre Netz-Premiere feierte. Diese Blu-ray enthält zwar nur die ersten drei Staffeln, dafür punktet das Sechs-Disc-Set mit einem Blick hinter die Kulissen (16:37), Outtakes (8:57),…

Weiterlesen

Wenn ein Rockstar neben einer toten Prostituierten aufwacht oder ein Filmsternchen mit einem Sexvideo erpresst wird, ruft man Ray Donovan (Liev Schreiber). Der Problemlöser übertritt für seine Klienten aus den Klatschmagazinen auch mal die Grenzen der Legalität. An der heimischen Front bereiten ihm sein herrschsüchtiger Vater (Jon Voight) und die chaotischen Brüder Sorgen. Das Familiendrama der anderen Art bescherte dem Pay-TV-Sender Showtime Rekord­quoten – zu Recht, denn „Ray Donovan“ zählt zu den TV-Highlights des Jahres. Bild- und Tonqualität: Der 1,78:1-Transfer besticht durch eine für TV-Serien oft überragende Detail- und Kantenschärfe, auch wenn die Farben meist eher gedeckt daherkommen. Die 5.1-Abmischung…

Weiterlesen

Eine Gruppe junger Leute verirrt sich in einem unterirdischen Höhlenlabyrinth. Ohne Nahrung, Licht oder Wasser macht sich bald Panik breit. Spanischer Survival-Horrorthriller, der kein Klischee auslässt. Bild: Während das in bester Found-Footage-Manier auf Camcorder-Optik getrimmte Bild zu Beginn noch etwas HD-Flair versprüht, gibt es nach Betreten der Höhle nur noch SD-Qualität. Ton: Auch die räumlich eingeschränkte 5.1-Abmischung unterstreicht den Reality-Ansatz, ein paar Surroundeffekte und den ein oder anderen Dynamiksprung gibt es aber dennoch zu verzeichnen. Extras: Making-of (11:15), „Nach einer wahren Geschichte“ (4:00), „Die Angst“ (2:30), „Das Ereignis“ (3:45), „Dreharbeiten auf Formentera“ (2:22), „Dreharbeiten in einer Höhle“ (3:20). Die Wertung …

Weiterlesen

Alle Jahre wieder stellt Disney die Produktion von DVD- bzw. Blu-ray-Titeln ein, um sie nach einiger Zeit wieder aus dem Tresor zu holen. Manchmal werden die Neuauflagen überarbeitet und mit mehr Bonusmaterial versehen, nicht selten entsprechen die Wiederveröffentlichungen aber den alten Auflagen. Nach „Dornröschen“ (Re-Release im letzten September) bahnt sich nun „Schneewittchen“ mit verändertem Cover-Motiv den Weg zurück ins Weihnachtsgeschäft. Das Doppel-Disc-Set enthält die gleichen Blu-ray-Discs der 2009er-Edition, so müssen Fans weiterhin auf die deutschen Synchron­fassungen von 1938 und 1966 verzichten – an Bord ist nur die Direct-to-Video-Fassung von 1994. Eingespart wurde die Bonus-DVD, die den Film in SD-Auflösung und…

Weiterlesen

Sexy Schattenhexe Bayonetta kämpft mit Magie und großen Knarren gegen Lichtengel. Nebenbei kramt die knapp bekleidete Kriegerin in ihrer nebulösen Vergangenheit. Mit kruder Reißbrett-Story, aber heißem Girl und irrer Daueraction zielt das religiös ausstaffierte Fantasy-Anime hauptsächlich auf Fans des zugrunde liegenden Videospiels ab. Bild: Der 1,78:1-Transfer holt die Top-Animationen knallbunt, glasklar und mit nur marginalen Banding-Effekten auf den Schirm. Nur die Detail- und Kantenschärfe dürfte etwas knackiger ausfallen. Ton: Trotz Action-Inferno sitzt man beim 5.1-Sound nicht mittendrin, sondern meist nur davor. Zudem fehlt es an Dynamik und Feinauflösung, immerhin drückt der Bass ganz ordentlich. Extras: … hat Bayonetta alle weggeballert.…

Weiterlesen

Da Killer ‚Nr. 3‘ (Joe Shishido) einen Auftrag vermasselt, wird er zum Ziel von Killer ‚Nr. 1‘ (Koji Nambara). Meisterregisseur und Quentin-Tarantino-Vorbild Seijun Suzuki drehte diese durchgeknallte, brutale und visuell eindrucksvolle Gangster-Ballade, die unter Fans des japanischen Exploitation-Kinos Kultstatus genießt. Bild: Während Hintergründe etwas weich wirken, sieht im Fokus alles scharf aus – Nahaufnahmen versprühen sogar HD-Feeling. Der Kontrast der Schwarzweiß-Bilder zeigt viele Schattierungen, nur tiefstes Schwarz fehlt. Das leichte Filmkorn stört nicht. Ton: Der japanische Mono-Mix spielt unspektakulär und kraftlos, tonal aber ohne Ausrutscher. Eine Synchronisation fehlt, deutsche Untertitel sind an Bord. Extras: Interviews (78:48), Booklet, Trailer. Die Wertung …

Weiterlesen

Vor vier Jahren gab Wikinger-Sohn Hicks seinem Flugsaurier erstmals die Sporen. Angesichts eines Einspiels von einer halben Milliarde US-Dollar wundert man sich, warum es bis zur Fortsetzung so lange gedauert hat. Doch das Warten hat sich gelohnt. Die Animationen sehen noch detailreicher aus, das Figuren-Design wirkt erwachsener. In Sachen Story fand hingegen keine Optimierung statt, ganz im Gegenteil. Die Geschichte ist nicht so lustig und driftet wie bei Haudraufs Liebeslied gelegentlich ins Kitschige ab. Action-Freunde kommen aber nicht zu kurz, am ausladenden Schlusskampf samt gigantischer Drachen hätte selbst Godzilla seine Freude. Zu der XXL-Konfrontation kommt es, weil das Wikinger-Volk vom…

Weiterlesen

Ausgehend von Schlüsselfilmen berichtet die Dokumentation informativ wie kurzweilig über das Zombie-Filmgenre und seine kulturellen Einflüsse auf unsere Gesellschaft. In zahlreichen Interviews kommen unter anderem Regie-Altmeister George A. Romero, „The Walking Dead”-Schöpfer Robert Kirkman und Autor Max Brooks („Der Zombie Survival Guide“, „World War Z“) zu Wort. Bild: Dank Digitaldreh sieht der 1,85:1-Transfer meist scharf, hochauflösend und rauschfrei aus. Eingespielte Filmszenen variieren in der Qualität. Ton: Die Musik spielt räumlich, aber schwachbrüstig, auch Geräusche und Co. tröpfeln meist dünn aus den Boxen. Eine deutsche Übersetzung fehlt, zum eng­lischen Original gibt es deutsche Untertitel. Extras: … fanden leider nicht auf die…

Weiterlesen

Nach einer durchzechten Partynacht findet sich eine ehrgeizige Journalistin (Elizabeth Banks) mitten im Ghettoviertel von Los Angeles ohne Telefon, Geld, Ausweis oder Auto wieder – und das wenige Stunden vor einem wichtigen Bewerbungsgespräch. Kurzweilige „Hangover“-Variation für zwischendurch. Bild: Bei gut ausgeleuchteten Szenen punktet der Cinemascope-Tansfer mit einer hohen Detail- und Kantenschärfe, in dunklen Einstellungen werden Details hingegen nicht immer durchgezeichnet, auch schwächelt der Kontrastumfang. Noch fünf Punkte. Ton: Die 5.1-Abmischung kommt meist frontlastig daher, einzig bei Szenen aus dem Nachrichtenhubschrauber kommt gute Räumlichkeit auf. Extras: Zu einer PR-Featurette (4:44) gesellen sich Presse-Interviews (21:12) und der Trailer. Die Wertung Film…

Weiterlesen