Autor: Andreas Oswald

Film: Anne-Marie (Kate Bosworth) hat sich für den wichtigsten Surf-Wettbewerb von Hawaii qualifiziert. Doch statt zu trainieren, vertreibt sie sich die Zeit lieber mit ihrem neuen Urlaubsflirt. Knapp bekleidete Strandschönheiten und tolle Surf-Sequenzen sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Bild: Die hawaiische Kulisse sieht aufgrund von Doppelkonturen, einer mäßigen Detailauflösung sowie einer geringen Tiefenwirkung leider nur bedingt besser als auf DVD aus. Ton: Den Wellen wurde akustisch so viel Wucht und Präzision mit auf den (Sechskanal-) Weg gegeben, dass man glaubt, selbst auf dem Surfbrett zu stehen. Jedoch brechen die Wellen in der Synchronfassung nicht ganz so dynamisch und bassgewaltig wie im…

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Film: Fünf Personen stecken in einem Hochhausfahrstuhl fest. Schon bald geschehen seltsame Dinge; als einer von ihnen auf blutige Weise ums Leben kommt, eskaliert die Situation. Mystery-Guru M. Night Shyamalan ("Signs", "The Sixth Sense") produzierte diese gelungene Mischung aus psychologischem Kammerspiel und klassischem Horror. Bild: Der Cinemascope-Transfer ist meist scharf und detailreich, Wolkenkratzerstrukturen (1:47; 18:20) sind ebenso klar zu erkennen wie Bartstoppeln (21:16). Auch die kräftigen Farben und das satte Schwarz gefallen. Dicke vier Punkte. Ton: Fahrstuhlszenen (70:00) beeindrucken mit Tiefbass­attacken und vielen direktionalen Effekten. Das dynamische Klangbild entfaltet so eine bedrohliche Atmosphäre. Extras: Unveröffentlichte Szenen (3:56),…

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Film: Im Verlaufe eines Jahres wird das kleine Häuschen von Tom und Gerri zur herzerwärmenden Zufluchtstätte für Freunde und Familie. Egal welche Lebenskrise – das seit Jahrzehnten glücklich verheiratete Ehepaar hat ein offenes Ohr für alle. Feinfühlige Komödie, der Regisseur Mike Leigh mit einem unnachahmlichen Gespür für die Tragik des Alltags seinen Stempel aufdrückt. Bild: Die vier Jahreszeiten des Handlungsjahres schlagen sich auch in der Farbgebung nieder (Winter/Herbst sind eher grau, Frühling/Sommer warm und bunt). Schärfe und Details liegen hingegen stets auf hohem Niveau. Ton: Der subtile Score nutzt regelmäßig die hinteren Lautsprecher. Dazu gesellen sich ab und an Umgebungsgeräusche…

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Film: Der hinterlistige Casinobesitzer Jean Du Merzac (Sky Du Mont) klaut Otto (Otto Waalkes) ein wertvolles Gemälde. Zusammen mit seinen besten Kumpels (u.a. Mirco Nontschew, Rick Kavanian) heckt Otto einen Plan aus, um sein Eigentum zurückzuholen. Nette Parodie auf "Ocean’s 11". Bild: Auch dank einer guten Ausleuchtung kommt der meist in warme Farben getauchte Cine­mascope-Transfer fast durchgehend scharf und detailreich daher, inklusive einer teils hohen Tiefenwirkung. Helle Bildbereiche neigen hin und wieder zum Überstrahlen, das Rauschniveau ist niedrig. Ton: Wenn es die Szenerie erfordert, liefert der 5.1-Mix ein angenehm atmosphärisches und räumliches Klangbild. Auch der Score kommt ausreichend voluminös…

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Als "Full Disclosure"-Edition betitelt, soll dieses Drei-Disc-Set alles, aber wirklich alles über Francis Ford Coppolas beklemmendes Vietnam-Drama offen legen. Und in der Tat: Wer sich die Kinofassung, den 49 Minuten längeren Director’s Cut "Redux" von 2001, die Regiekommentare zu beiden Fassungen sowie zwei randvolle Bonusdiscs zu Gemüte führt, ist von A bis Z über das zweifach oscarprämierte Werk informiert. Die Mehrzahl der Extras stammen von der US-DVD von 2006. Unter anderem verteilen sich entfallene Szenen, diverse Beiträge über das Sounddesign, die Musik, den Schnitt, die Farbgestaltung, Storyboards, Drehbuchauszüge und Bildergalerien über die zwei Discs. Auch die 95-minütige Doku "Hearts of…

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In dem mit vier Oscars prämierten Kriegsdrama verarbeitet Regisseur Oliver Stone auf eindrucksvolle Weise seine Vietnamerlebnisse. Als Kon­­sequenz lernte die Film-Öffentlichkeit vor 25 Jahren die Absurdität des Vietnam-Konflikts hautnah kennen. Bildqualität: Auch weil der Transfer von 2006 verwendet wurde, sieht die Blu-ray nicht viel besser aus als die fünf Jahre alte Ultimate-Gold-Doppel-DVD. So ist das von Grün- und Brauntönen dominierte Bild für HD-Verhältnisse nur mäßig scharf und nicht sonderlich detailreich. Auch der Kontrastumfang könnte knackiger sein, so wirken die nächtlichen Dschungelszenen gelegentlich zu hell und nicht sonderlich plastisch. Tonqualität: Die deutsche DTS-5.1-Abmischung klingt saft- und kraftlos. Effekten mangelt es an…

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Selbst in der Rolle des Gulliver ist Jack Black vor allem eins: Jack Black. Und so wird die infantile Neuinterpretation von Jonathan Swifts klassischer Satire höchstens Fans des Schauspielers eine Handvoll Lacher abringen können. Der Rest dürfte sich angesichts der auf Dauer ermüdenden One-Man-Show, die klamaukig einen Gag an den nächsten knüpft, gelangweilt abwenden. Auch das nachträglich in 3D konvertierte, aber nur mäßig räumliche Bild macht den Firlefanz nicht besser. Wie gewohnt gibt Black den nerdigen Rock-Clown mit großer Klappe. Beim Versuch, als Reise­reporter eine Kollegin (Amanda Peet) zu beein­drucken, verfrachtet ihn ein Sturm im Bermudadreieck ins minimalistische Liliput. Nachdem…

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Seit 1985 groovt die britische Soul-Band um Frontmann Mick Hucknall in den Chartsspitzen weltweit, 2010 fiel der letzte Vorhang. Im Rahmen ihrer Abschiedstournee entstand am 13. Oktober 2010 dieser Open-Air-Mitschnitt am Opernhaus in Sydney. Charmant, persönlich und musikalisch ohne Tadel geben Simply Red ihre größten Hits zum Besten. Den nächtlichen Auftritt begleitet starkes Bildrauschen, das in hellen (Scheinwerferlicht) und dunklen Flächen besonders hässlich hervorsticht (11:49). Den dritten Punkt retten die kräftigen Farben sowie die gute Schärfe und Detailzeichnung. Die DTS-HD-Spur offeriert einen sehr ausgewogenen, luftig-weichen"Layback"-Sound mit viel Live-Atmosphäre. Instrumente werden differenziert abgebildet. Extras: ein Interview mit Sänger Mick Hucknall über…

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Die vom History Channel produzierte Dokumentation hat nur eines mit der gleichnamigen Serie (Test in audiovision 10-2010) zu tun: Es dreht sich alles ums Universum. In 44 Minuten nehmen die Macher die sieben größten Wunder unseres Sonnensystems unter die Lupe. Anhand von Computeranimationen und Stellung­nahmen von Wissenschaftlern untersucht die Doku den Saturn-Mond Enceladus, aus dem Geysire aus Wasser und Eis strömen, geht den wundersamen Ringen des Saturns auf den Grund, analysiert den Großen Roten Fleck des Jupiters, in dem Stürme mit bis zu 600 Kilometer pro Stunde toben, fliegt durch Millionen von Gesteinsbrocken, die den Asteroidengürtel bilden, beobachtet den größten…

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Die kanadische Zirkustruppe Cirque du Soleil visualisiert mit Tanz und Akrobatik zentrale Lebensmotive wie Geburt, Vertrauen oder Liebe. Anno 1999 im IMAX-3D-Format gefilmt, kranken 2D- und 3D-Bild an mangelnder Detail- und Tiefenschärfe. In 3D stören kleinere Rahmenverletzungen nur selten die ordentliche Tiefenstaffelung (z.B. Wald bei 9:15). Der Klassikscore klingt räumlich und fein aufgelöst, das Trommelkonzert am Anfang punktet mit heftiger Dynamik. Keine Extras. Die Wertung Inhalt 3 von 6 Punkten Bildqualität 3 von 6 Punkten Tonqualität 4 von 6 Punkten Bonusmaterial 0 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter Sony Format Blu-ray Wende-Cover 21. Juli 2011…

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