1968 arbeiten bei Ford im englischen Dagenham 55.000 Männer und 187 Frauen. Als man den Näherinnen den Lohn kürzt, wird kurzerhand gestreikt. Schnell entwickelt sich die Arbeitsniederlegung zum Kreuzzug für die Gleichberechtigung der Frau in der Arbeitswelt. Charmante Brit-Comedy, die auf wahren Begebenheiten beruht. Bild: Der von Sepiatönen geprägte Cinemascope-Transfer wirkt oft weich, selbst Close-Ups von Gesichtern fehlt es an Schärfe (36:47, 43:58). Zudem sind hier und da leichte Doppelkonturen sichtbar (65:26). Ton: Während die unauffällige Filmmusik räumlich und transparent klingt, tönen die Oldies meist nur von vorn. Extras: Audiokommentar, Making of (12:15), Interviews (24:18), entfallene Szenen (13:28), Outtakes…
Autor: Andreas Oswald
Pixar-CGI-Ikone John Lasseter fasste die Bedeutung von "TRON" für das Genre der computeranimierten Filme einst vortrefflich zusammen: "Ohne TRON gäbe es keine Toy Story." Und in der Tat: Die heute simpel anmutenden CGI-Hintergründe und -Animationen setzten 1982 Effekt-Maßstäbe. Ebenso das Verfahren, die Schauspieler in Schwarz-Weiß aufzunehmen und ihre Anzüge nachträglich zu kolorieren. Doch die Story des rebellischen Programmierers Flynn (Jeff Bridges), der beim Versuch, sich ins System seines Ex-Arbeitgebers zu hacken, vom hinterlistigen Master Control Programm digitalisiert wird und schließlich im Inneren des Systems ums Überleben kämpfen muss, war ihrer Zeit weit voraus. Zu weit, denn das Einspielergebnis blieb mit…
Die Bombe platzte auf der Comic-Con 2008: Nicht nur gab Disney bekannt, mit "TRON: Legacy" eine Fortsetzung des SciFi-Kultfilms von 1982 zu produzieren, der anschließende Teaser-Trailer versetzte die 7.000 anwesenden Convention-Besucher in Ekstase. Als Beleg enthält der Bonusbeitrag "Die Welt von Tron Legacy" den Teaser samt jener Zuschauerreaktionen aus dem Saal. Doch so cool der erste Blick auf das Sequel auch war – das Endprodukt setzt dem Ganzen die visuelle Krone auf. Wie der Vorgänger erschafft "Legacy" mit sensationellen Spezialeffekten ein elektronisches Reich, das in seiner optischen Opulenz seinesgleichen sucht, auch wenn der 3D-Effekt enttäuschend ausfällt. Dass die Story zuweilen…
Film: Nach einem fehlgeschlagenen Juwelenraub macht sich die durchtriebene Gaunerin Wanda (Jamie Lee Curtis) an den ehrenwerten Rechtsanwalt (John Cleese) des inhaftierten Bandenchefs heran, um das Versteck der Beute in Erfahrung zu bringen. Geniales Comedy-Juwel über die Hassliebe zwischen Amerikanern und Briten, dass sein volles komödiantisches Potenzial allerdings erst im englischen Originalton entfalten kann. Bild: Ein teils unruhiger Bildstand, grobes Rauschen, Helligkeitsflackern und viele Verschmutzungen zeugen von der Tatsache, dass MGM für diese Blu-ray-Veröffentlichung auf jegliches Remastering verzichtet hat. Entsprechend enttäuschen Schärfe, Detailzeichnung und Plastizität – der Qualitätsgewinn gegenüber der DVD fällt gering aus (siehe Fakten-Check). Ton: Zwar…
Film: "Wenn bei John Ford jemand ein Fenster aufmacht, blickt er in eine strahlende Zukunft. Wenn er dasselbe bei mir macht, wird er erschossen." Mit diesen Worten brachte Regisseur Sergio Leone einst die Quintessenz seiner erfolgreichen "Dollar"-Trilogie ("Für eine Handvoll Dollar", "Für ein paar Dollar mehr", "Zwei glorreiche Halunken") auf den Punkt: Zynismus. Die drei legendären Italo-Western, die Mitte der Sechziger den Mythos vom dreckigen und unmoralischen Westernhelden aufbauten, machten nicht nur Clint Eastwood zum internationalen Superstar, sondern lösten Leone auch das lang ersehnte Ticket nach Hollywood. Mit ”Spiel mir das Lied vom Tod” schuf er vor über 40 Jahren…
In seiner jüngsten Regie-Arbeit verknüpft Clint Eastwood die Schicksale einer französischen Fernsehjournalistin (Cécile de France), eines amerikanischen Fabrikarbeiters (Matt Damon) und in London lebenden Zwillingen auf ungewöhnliche Weise. Das gefühlvolle, zuweilen aber etwas langatmige Drama über Hoffnung, Verlust und Liebe spielte weltweit über 100 Millionen Dollar ein. Bild: Dank einer hohen Kantenschärfe sowie einer sehr guten Detailzeichnung punktet der Cinemascope-Transfer mit einer tollen Tiefenwirkung. Einfach ein schönes HD-Bild. Ton: Sofern erforderlich gibt der 5.1 Mix die Szenerie räumlich wieder (z.B. Stadtlärm bei 1:27:30). Beim Tsunami (3:10) meldet sich auch der Subwoofer zu Wort. Extras: Bild-in-Bild-Spur, "Der Eastwood Faktor: Erweiterte…
Lamont Cranston (Alec Baldwin) bekämpft nachts als "Shadow" erfolgreich das Böse. Mit dem Nachkommen des Mongolenführers Dschingis Khan steht dem Superheld sein größter Gegner aber noch bevor. Maue Fantasy-Action von "Highlander"-Regisseur Russell Mulcahy. Bild: Hauptmanko des 15 Jahre alten HD-Transfers von Universal ist die elektronische Nachschärfung, die schon bei Nachtaufnahmen stört, bei detailreichen Tagaufnahmen unerträglich ist und den Filmlook im Keim erstickt. Trotz guter Farben und Kontrast gibt es dafür nur 2 Punkte. Ton: Die aus der Pionierzeit des digitalen Kinotons stammende 5.1-Abmischung bietet zwar einige nette Surroundeffekte (Brückenszene 9:37), klingt aber nicht sonderlich homogen. Extras: Making-of (9:20), Interviews (15:32),…
Der ungehobelte Amerikaner Freddy Benson (Steve Martin) und der kultivierte Mann von Welt Lawrence Jamieson (Michael Caine) haben es an der Côte d’Azur auf das Geld reicher Frauen abgesehen. Doch zwei Ganoven sind einer zuviel. Hervorragendes Remake des David Niven/Marlon Brando-Films "Zwei erfolgreiche Verführer" von 1964. Bild: Schärfe und Detailzeichnung liegen trotz vieler sonniger Außenaufnahmen kaum über DVD-Niveau (siehe Kasten). Hinzu kommen grobes Rauschen und Verschmutzungen. Ton: Die Musik klingt im englischen 5.1-Upmix voller als auf der 2.0-Synchronspur, auch die deutschen Dialoge wirken im Vergleich zum Original etwas dumpfer. Extras: Fand sich auf der DVD nur der Trailer, bekommen Blu-ray-Käufer…
Stephanie (Amber Heard) und Ellie (Odette Yustman) touren mit dem Rad durch Argentinien. Alkohol und heiße Flirts lassen die Hormone tanzen, doch dann verschwindet Ellie spurlos. Marco Efrons Regiedebüt ist so langweilig wie die Darstellerinnen hübsch – und die sind sehr hübsch. Bild: Während helle Aufnahmen meist scharf, detailreich und sauber aussehen (2:12), gehen im Dunkeln Schärfe und Details verloren, auch rauscht es teils stark (18:35). Das 2,35:1-Kinoformat wurde auf 1,78:1 geöffnet (man vergleiche Trailer und Hauptfilm). Ton: Der atmosphärische Score klingt schön räumlich, aber zu zahm für einen Horrorfilm. Es fehlt an Bass und Dynamik, Surroundeffekte kommen kaum zum…
In der kurzweiligen "Schnappt Shorty"-Fortsetzung verschlägt es Chili Palmer (John Travolta) ins Musik-Business. Zusammen mit der verwitweten Edie (Uma Thurman) will er das Nachwuchstalent Linda Moon groß rausbringen. Doch schon bald kommen dem ehemaligen Geldeintreiber die Russenmafia und andere Schmierlappen (u.a. Vince Vaughn als Homeboy-Karikatur) in die Quere. Bild: Der Cinemascope-Transfer ist viel schärfer, viel kontrastreicher und viel bunter als Teil 1 (siehe links). Auch Rauschen ist kein Thema mehr. Ein wirklich schmuckes HD-Bild. Ton: Direktionale Surroundeffekte gibt es kaum, dafür teils kräftigen Bass (23:45). Manche Musikeinlage (u.a. Aerosmith-Konzert) hätten wir uns aber etwas dynamischer gewünscht. Extras: Making-of (21:34),…