140 nach Christus schleichen sich Centurio Marcus Aquila (Channing Tatum) und Sklave Esca (Jamie Bell) in den wilden Norden des von Rom besetzten Britannien, um dort das Verschwinden der neunten römischen Legion zu klären. Temporeicher Abenteuerfilm über Pflicht und Ehre. Bild: Bei Tagesszenen wirkt der Cinemascope-Transfer meist scharf und detailreich (48:48). In dunklen Einstellungen lässt die Durchzeichnung hingegen nach, hier und da macht sich etwas zu starkes Grießeln breit (48:21). Ton: Die Kämpfe brechen mit explosiver Dynamik los (52:20), Pferdehufe donnern mit grollendem Tiefbass (21:20). Die Folklore-Musik erklingt transparent, räumlich und präzise. Extras: Audiokommentar, alternatives Ende (4:28), entfallene Szenen (6:11),…
Autor: Andreas Oswald
Nach einem One-Night-Stand beschließen die Beziehungsgeschädigten Adam (Ashton Kutcher) und Emma (Natalie Portman) Sexfreunde zu werden. Doch aus dem Liebesexperiment droht eine ernste Sache zu werden. Nettes "Harry und Sally"-Update von Komödienspezialist Ivan Reitman. Bild: Von einigen wenigen Aufnahmen abgesehen wirkt das Cinemascope-Bild scharf und detailreich mit teils beachtlicher Tiefenwirkung. Auch die kräftigen Farben und der dynamische Kontrast gefallen. Artefakte: Fehlanzeige. Ton: Der 5.1-Mix fällt zwar recht frontlastig aus, dafür klingt die Musik (vor allem Songs) voluminös und dynamisch. Extras: Audiokommentar, "Sex Freunde: Die Zusammenkunft" (20:46), "In den schicken Hallen der Secret High" (11:23), "Moderne Liebe: Die Verhaltensregeln" (8:48), entfallene…
Bereits 1969 wurde der gleichnamige Roman von Charles Portis mit John Wayne unter dem Titel "Der Marshall" auf die Leinwand gebracht, 2010 machten sich die Brüder Joel und Ethan Coen ("No Country for Old Men") an eine Neuverfilmung des Stoffes: mit Erfolg! Der für zehn Oscars nominierte Western besticht mit tollen Bildern, cleverem Drehbuch und großartigen Darstellern. Jeff Bridges gibt seine Rolle als übellauniger Marshall mit Bravour und Neuentdeckung Hailee Steinfeld behauptet sich tapfer zwischen den harten Kerlen. Als 14-Jährige engagiert sie den schießfreudigen Marshall Rooster Cogburn (Bridges), um den Mörder ihres Vaters zur Strecke zu bringen. Bild: Die erdigen…
Der informative Doku-Dreiteiler der BBC begleitet ein Team von Wissenschaftlern und Naturfilmern auf der Suche nach Tigern im Königreich Bhutan am Fuße des Himalaja-Gebirges. Die Bildqualität variiert leicht, zwischen die vielen knackscharfen Szenen (Tigerkopf, 9:50) mischen sich mal weiche (35:58) und etwas verrauschte Einstellungen. Bei Szenen mit vielen Details (Urwaldüberflug, 1:30) schwächelt die Kompression. Die Musik spielt räumlich und lebendig, die fortwährenden Naturgeräusche (Gewitter bei 13:40) sprechen auch die Rears an. Keine Extras. Die Wertung Serie 4 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 3 von 6 Punkten Bonusmaterial 0 von 6 Punkten Die technischen…
Größer, stärker, gefährlicher! Mit modernster Technik und Forensik geben sachkundige Paläontolgen in 12 Episoden einen spannenden Einblick in die raffinierten Kampftechniken der Urzeitmonster. Das Bild der Interviews und Animationen ist meist scharf und detailreich, die teils stark verfremdeten Dino-Szenen (u.a. mit Rauschen) fallen in der Qualität jedoch ab. Musik sowie Effekte klingen räumlich und bedienen auch die Rears, die Dynamik bleibt leider auf TV-Niveau. Die deutsche Sprecherstimme dröhnt zudem etwas. Extras: 15 Mini-Featurettes (ca. 23 Minuten). Die Wertung Serie 5 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 2 von 6 Punkten Bonusmaterial 3 von 6 Punkten …
Sherlock Holmes und Dr. Watson ermitteln wieder. Die erfolgreiche BBC-Produktion verlagert die Verbrecherjagd ins 21. Jahrhundert, die erste Staffel fesselt mit spannenden Geschichten, brillanten Dialogen und einer guten Portion Zynismus. Das Bild ist scharf und plastisch, in dunklen Szenen rauscht es auch mal stärker (54:27). Dem 5.1-Track fehlt es an Räumlichkeit. Während Musik auch mal die Rears anspricht, tönen Effekte meist von vorne (3:55). Extras: Zwei Audiokommentare, Making-of (32:38), alternative Pilotepisode (55:15, nur englischer Ton). Die Wertung Film 6 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 3 von 6 Punkten Bonusmaterial 3 von 6 Punkten …
…und sie rocken bis heute. Pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum feiert AC/DCs legendärer Konzertfilm über ihren Auftritt in Paris 1979 seine HD-Premiere – mit Abstrichen bei Bild und Ton. Trotz Restauration sieht man dem 4:3-Bild sein Alter an, es mangelt erheblich an Schärfe und Details, meist wird nur DVD-Niveau erreicht. Der DTS-HD-5.1-Upmix (Coverangabe Dolby Digital ist falsch) klingt undifferenziert und flach, die sperrigen Gitarren preschen nur von vorne, die Rears begnügen sich mit etwas Hall. Drums und Bass fehlt es an Durchschlagskraft – kein Vergleich zu aktuellen Aufnahmen. Extras: "Die Rituale des Rock" (8:38), "Urgestein des Gitarrenriffs" (11:10), "Angus Young" (11:50),…
Die Fakten lassen aufhorchen: dreieinhalb Jahre Produktionszeit, 1200 Drehtage und 600 Stunden Material. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn mit tollen Tier- und Naturaufnahmen gelang ein faszinierender Blick in die noch unberührte Wildnis Russlands. Im Auftrag des NDR durchreisten zehn Kamerateams 100.000 Kilometer, um kämpfende Riesenseeadler, Bären beim Lachsfang oder tollende Robben zu filmen. Die Bildqualität schwankt je nach Kameratyp und Einstellung. Meist ist der 1080/50i Transfer gestochen scharf und zeigt viele Details – jedes Wüstensandkorn ist klar erkennbar (41:10). Regelmäßig fällt digitales Kamerarauschen auf, das im Grad variiert (7:05, 32:31) und die Bilder etwas grieselig macht. Der Vulkanausbruch…
Der beschwingte Konzertfilm blickt mit Interviews und Backstage-Material auch hinter die Kulissen von Byrnes 2008/2009-Tour. Die DTS-HD-Abmischung bietet eine klare Differenzierung bei Stimmen und Instrumenten, lässt aber Weite und Räumlichkeit vermissen. Der Sound tönt meist nur vorne, die Rears liefern den Nachhall und das Publikum. Bass und Drums hätten wir uns druckvoller gewünscht. Gute drei Punkte. Das Bild gefällt mit guter Schärfe und Detailzeichnung, der Kontrast könnte etwas knackiger sein. Extras: keine. Die Wertung Musik 4 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 3 von 6 Punkten Bonusmaterial 0 von 6 Punkten Die technischen Daten…
Mit Teil 2 und 3 von Richard Wagners Tetralogie fand der Ringzyklus, den das Deutsche Nationaltheater und die Staatskapelle Weimar zwischen 2007 und 2009 darboten, einen würdigen Abschluss. Wie schon in "Die Walküre" (Test in audiovision 9-2009) gibt es detailreiche Abmischungen mit hervorragender Klangtreue und einer authentischen Wiedergabe der Bühnenakustik. Optisch schlägt erneut Rauschen in dunklen Bereichen negativ zu Buche. Extras: jeweils ein 32-seitiges Booklet. Die Wertung Musik 5 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 4 von 6 Punkten Bonusmaterial 1 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter Arthaus Musik Format Blu-ray Wende-Cover…