Autor: Andreas Oswald

England 1966: Da der Piraten­sender Radio Rock von einem Schiff auf hoher See sein Rock’n’Roll-Programm sendet, umgeht er die Regierungsbeschränkungen. Als Schulabbrecher Carl an Bord kommt, erlebt er eine unvergessliche Zeit. Das sympathische Feelgood-Movie mit Top-Soundtrack erhielt zu Recht das Prädikat "besonders wertvoll". Bild: In hellen Szenen ist das Bild scharf und detailreich. Wird es düsterer, lassen Detailzeichnung und Plastizität nach. Erdige Farben und ein erhöhter Kontrast visualisieren die 60er. Ton: Die zahlreichen Oldies von Bands wie The Kinks, The Who, The Hollies oder den Rolling Stones verteilen sich dynamisch und mit hoher Klangtreue über alle Boxen. So muss…

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In einem kalifornischen Krankenhaus anno 1915 erzählt Stuntman Roy der kleinen Alexandria eine wundersame Geschichte von fünf Helden und ihrem Rachefeldzug gegen einen mächtigen Mann. Perfekt durchkomponierter, berauschender Bildersturm von "The Cell"-Regisseur Tarsem. Bild: Die opulenten, von satten Farben geprägten Bilder werden mit sehr guter Schärfe und hoher Plastizität abgebildet. Ab und an wünscht man sich eine Spur mehr Detailzeichnung. Ton: Explosionen, Musketen oder eine dahinwalzende Sklavenkutsche – immer wenn es sich anbietet, gibt es tolle Surroundeffekte. Auch der dynamische Score klingt klasse. Extras: Das Drei-Disc-Set birgt die Blu-ray mit zwei Audiokommentaren, eine DVD mit dem Film sowie eine DVD…

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Zwei Aliens in Gestalt menschlicher Teenager suchen mit Hilfe eines arg unterbelichteten Taxifahrers (Dwayne "The Rock" Johnson) einen magischen Berg, der ihre Welt vor dem Untergang retten soll. Mittelmäßiges Remake des 1975er-Kinderfilms "Die Flucht zum Hexenberg". Bild: Der Cinemascope-Transfer wirkt nicht nur fast durchgehend scharf, detailreich und plastisch, sondern auch farbenfroh und kontrastreich. Einzig gelegentliche Rauschattacken wirken ab und an etwas grob. Dicke fünf Punkte. Ton: Auch wenn das Sound-Design für unseren Geschmack etwas zu kinderfreundlich (eingeschränkte Dynamik) daherkommt, bietet die 5.1-Abmischung zahlreiche direktionale Surround-Effekte sowie eine präzise Basswiedergabe. Extras: Entfallene Szenen (23:21), Pannen vom Dreh (3:37), "Welcher Berg?" (8:20),…

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Das mit dem Bayerischen und Deutschen Filmpreis ausgezeichnete Drama erzählt die Geschichte des ‚Oskar Schindler von China‘. Der Hamburger Kaufmann John Rabe bewahrte in Nanking 1937 über 200.000 Menschen vor der Ermordung durch einmarschierende japanische Truppen. Bild: Die trostlose, winterliche Kriegsszenerie wird messer­scharf und höchst plastisch wiedergegeben. Selbst in dunklen Einstellungen erkennt man dank ausgewogenem Kontrast viele Details (42:46). Ein Top-Bild. Ton: Surround-Highlights sind die japanischen Luftangriffe mit basskräftigen Bombenexplosionen (20:43) sowie räumlichen MG-Salven (43:46) und dröhnenden Siren (120:33). Extras: Audiokommentar, Doku (52:07), Making-of (30:01), Featurette Deutscher Filmpreis (10:32), "Visual Effects" (5:02), entfallene Szenen (optional kommentiert, 8:37), Trailer. Die Wertung …

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"Es ist erstaunlich, welche Dinge manche Menschen aus Liebe tun", resümiert Nebendarsteller Jason Beghe in einer von ihm moderierten Featurette über Gefängnisausbrüche von Liebespaaren. Zu einer halsbrecherischen Verzweiflungstat aus Liebe entschließt sich auch College-Dozent John Brennan (Russell Crowe). Nachdem alle Rechtsmittel erschöpft sind, um seiner unschuldig inhaftierten Ehefrau Lara (Elizabeth Banks) eine lebenslange Haftstrafe zu ersparen, plant der Familienvater seine Partnerin im Alleingang aus dem Gefängnis zu befreien. Was folgt, ist eine nicht immer glaubhafte, aber unterhaltsame Mischung aus schnittigem Gefängnisausbruchs-Thriller und emotionalem Drama. Dass Regisseur Paul Haggis ("L.A. Crash") das Remake des französischen Thrillers "Ohne Schuld" (2008) 36 Minuten…

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Ein Jahr Schinderei im Ballet-Training, fünf Stunden pro Tag, dazu Schwimmen und Bodybuilding. "Eine harte Zeit", wie Natalie Portman im nachhinein konstatierte. Doch die immensen Anstrengungen, die die zierliche Actrice über sich ergehen ließ, gepaart mit einer bravourösen Schauspielleistung brachten am Ende den verdienten Lohn: den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Die 30-Jährige spielt die New Yorker Ballerina Nina, die die Hauptrolle in einer ambitionierten Neuauslegung von Tschaikowskys "Schwanensee" ergattert. Doch professioneller und privater Druck sowie Ninas an Selbstzerstörung grenzendes Streben nach Perfektion ziehen die Tänzerin in einen mentalen Abgrund. Diese Abgründigkeit und Regisseur Aronofskys unaufhörliches Drehen an der Psycho-Schraube machen…

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Alex (Romain Duris) ist professioneller Verführer. Im Auftrag besorgter Eltern oder Freunde soll er Frauen davon überzeugen, dass der Mann ihrer Träume der Falsche ist. Doch die kecke Juliette (Vanessa Paradis) erweist sich als Härtefall. Vergnügliche Romanze mit charmanten Darstellern. Bild: Der 2,35:1-Transfer strahlt mit leuchtenden Farben, ins meist scharfe und detailreiche Bild (45:06) mischen sich hier und da weichere Szenen. Leichte Bewegungsunschärfen (Kamerafahrt bei 23:30) stören gelegentlich. Dicke vier Punkte. Ton: Pop- und Rockmusik gefällt mit guter Dynamik und teils kräftigem Bass ("Dirty Dancing"-Tanz bei 76:20), klingt aber frontlastig. Pianomusik bringt etwas mehr Räumlichkeit in die auf Sprachverständlichkeit bedachte…

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Ein Unfall kostet Formel-1-Pilot Pete Aron (James Garner) den Job, seinen Mannschaftskollegen fast das Leben. Mit der Konkurrenz tritt er im Kampf um den Titel gegen sein altes Team an. Das spektakulär inszenierte Rennfahrerdrama (siehe Fakten-Check) wurde mit drei Oscars ausgezeichnet. Bild: Der erstklassig restaurierte 65mm-Transfer (daher das 2,20:1-Format) zeigt die Wagenrennen scharf und detailreich (9:33), wenn auch nicht ganz auf dem Niveau aktueller PS-Spektakel. Dicke 4 Punkte. Ton: Die deutsche Tonspur tönt in kraftlosem Mono, der englische 5.1 Upmix lässt die Motoren hingegen lebendig röhren. Extras: "Das Making-of Grand Prix" (29:08), "Volle Pulle: Regel Nr.1 der 60er Jahre"…

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Ronny (Vince Vaughn) und Nick (Kevin James) sind seit dem College die besten Kumpels. Doch als Ronny Nicks Frau (Winona Ryder) beim Fremdgehen erwischt, wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt. Niemand Geringeres als Oscar-Preisträger Ron Howard ("The Da Vinci Code") zeichnet für diesen unausgewogenen Mix aus klassischer Buddy-Comedy und Beziehungsdrama verantwortlich. Bild: Der Cinemascope-Transfer gefällt mit vielen Details, selbst Krawattenmuster (14:30) und Wolkenkratzer (28:28) werden gestochen scharf abgebildet. Innenaufnahmen könnten allerdings heller und plastischer sein. Dicke vier Punkte. Ton: Der frontlastige 5.1-Mix bietet eine mäßige Dynamik, selbst ein Sportwagen röhrt kaum lauter als Dialoge (103:20). Extras: Einziges Extra…

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1968 arbeiten bei Ford im englischen Dagenham 55.000 Männer und 187 Frauen. Als man den Näherinnen den Lohn kürzt, wird kurzerhand gestreikt. Schnell entwickelt sich die Arbeitsniederlegung zum Kreuzzug für die Gleichberechtigung der Frau in der Arbeitswelt. Charmante Brit-Comedy, die auf wahren Begebenheiten beruht. Bild: Der von Sepiatönen geprägte Cinemascope-Transfer wirkt oft weich, selbst Close-Ups von Gesichtern fehlt es an Schärfe (36:47, 43:58). Zudem sind hier und da leichte Doppel­konturen sichtbar (65:26). Ton: Während die unauffällige Filmmusik räumlich und transparent klingt, tönen die Oldies meist nur von vorn. Extras: Audiokommentar, Making of (12:15), Interviews (24:18), entfallene Szenen (13:28), Outtakes…

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