Autor: Andreas Oswald

Nach dem Tod seiner Frau beschließt der grantige Witwer Carl ihren gemeinsamen Traum zu erfüllen: Abenteuer in Süd­amerika zu erleben. Mit heliumgefüllten Ballons funktioniert er sein Haus zum Luftschiff um und segelt gen Süden. Als blinder Passagier leistet ihm der achtjährige Pfadfinder Russell Gesellschaft. Das beste an Pixars Computerfilm ist nicht die nahezu perfekte Animation, sondern die rührend erzählte Geschichte. Bild: 2D: Dank kräftiger Bonbonfarben, ausgezeichneter Schärfe und einer hohen Tiefenwirkung bewegt sich der defektfreie 1,78:1-Digitaltransfer auf Referenzniveau. Die Detailzeichnung der computeranimierten Welt ist umwerfend, selbst kleinste Einzelheiten wie die Faserstruktur in Textilien (16:32) oder Bartstoppeln (59:44) sind sichtbar. 3D:…

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Eine Gruppe junger Leute fällt im texanischen Hinterland einem von Wahnvorstellungen beseelten Familienclan zum Opfer. Was sich noch recht harmlos liest, entpuppte sich 1974 als Meilen­stein des Exploitation-Kinos und zählt auch heute noch zu den furchteinflößendsten Horrorfilmen aller Zeiten. Probleme mit der Zensur Deutschlands Jugendschützer interessierte der künstlerische Wert von Tobe Hoopers Vision aber herzlich wenig (eine Kopie des Films steht im Museum of Modern Art). Schon die Kinoversion, die noch unter dem Namen "Blutgericht in Texas" vermarktet wurde, musste trotz 18er-Freigabe Zensurschnitte hinnehmen. Die 1982 erschienene Video­kassette wurde kurz nach Erscheinen indiziert und 1985 beschlagnahmt – obwohl hier fast…

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Taxifahrer Hartmut (Elmar Wepper) hat es nicht leicht im Leben. Da fehlt es noch, dass plötzlich die sechsjährige Hayat im Wagen sitzt. Die kleine Türkin spricht kein Deutsch und ist mutterseelenallein. Widerwillig geht der mürrische Senior mit dem Mädchen auf Elternsuche. Die rührende Tragikomödie von Christian Zübert ("Lammbock") gewann den Bayerischen Filmpreis 2012 für das beste Drehbuch. Bild: Der rauschfreie Cinemascope-Transfer ist scharf und detailreich, nur in der Totalen fehlt etwas Feinzeichnung (6:51). Ton: Der leise, dialogbetonte Film lässt keinen Raum für Effekte, dafür spielt der Score räumlich und fein aufgelöst. Extras: Audiokommentar, Making-of (21:43), Interviews (10:15), "Casting Hayat" (5:21),…

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Diamantenhändler Kyle Miller (Nicolas Cage) lebt mit Frau (Nicole Kidman) und Tochter in einer Luxusvilla. Als Einbrecher die Familie als Geiseln nehmen und die Öffnung des Haustresors fordern, stoßen die Diebe unerwartet auf Gegenwehr. Vorhersehbarer Psychothriller, der mit Cage und Kidman immerhin hochkarätig besetzt ist. Bild: Schärfe und Detailzeichnung sind in Nahaufnahmen gut, ab der Halbtotalen wirkt der Cinemascope-Transfer aber zu weich. Ein unnützer Rauschfilter lässt das Filmkorn etwas unnatürlich aussehen. Ton: Musik wie Effekte klingen präzise und räumlich, lassen aber Dynamik vermissen. Dafür geht der Bass tief in den Keller. Die deutschen Dialoge wurden etwas laut abgemischt. Extras: Making-of…

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Auch der dritte Teil bleibt dem Reality-Doku-Ansatz der Vorgänger treu. Erzählt wird die Vorgeschichte der Schwestern Katie und Kristi aus den ersten Teilen, die schon als Kinder von einem Dämon heimgesucht wurden. Spannung und Grusel kommen dabei leider nur am Ende auf. Die Blu-ray enthält den Kino- und den Extended Director’s Cut. Bild: Die auf private Camcorderaufnahmen getrimmten Bilder sind unscharf und detailarm, Farben wirken blass. Dunkle Szenen lassen Graustufenzeichnung vermissen, sind stark verrauscht und zeigen Kompressionsartefakte (82:24). Ton: Geräusche tönen meist nur aus dem Center. Ausnahme: Wenn der Dämon spukt, bedienen Effekte auch die Rears und der Subwoofer drückt…

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Im ewigen Eis des Südpols stoßen Forscher auf ein außerirdisches Wesen. Die Paläontologin Kate und ihr Team beginnen mit der Untersuchung, dabei erwacht die Kreatur aus ihrem Winterschlaf. Schlaffes Prequel zu John Carpenters gleichnamigem Kult-Horror aus dem Jahr 1982. Bild: Während der Schnee bei den knackigen Außenaufnahmen einen regelrecht blendet, kommen die Innenaufnahmen düster mit eingeschränkter Plastizität daher. Die Schärfe ist trotzdem stets gut, Artefakte gibt es keine. Dicke vier Punkte. Ton: Immer wenn das Alien randaliert, laufen die Surroundkanäle auf Hochtouren, auch der Dynamikumfang lässt den Zuschauer ein ums andere Mal hochschrecken. Extras: Bild-in-Bild-Spur, Audiokommentar, entfallene Szenen (9:15), "The…

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Mary Surratt (Robin Wright) wird beschuldigt, den Attentätern von Präsident Abraham Lincoln in ihrer Pension Unterschlupf gewährt zu haben. Der junge Anwalt Frederick Aiken verteidigt die verwitwete Südstaatlerin. Spannendes Gerichtsdrama mit aktuellen Bürgerrechtsbezügen. Bild: Um die Zeit visuell einzufangen, setzt Regisseur Robert Redford auf entsättigte Sepiatöne, Gegenlichtaufnahmen und eine Szenenausleuchtung ohne künstliche Lichtquellen – entsprechend gering ist das HD-Feeling. Trotzdem wirkt die Optik filmisch und meist ausreichend scharf. Ton: Die detailreiche und klanglich hochwertige Abmischung klingt toll, auch wenn über weite Strecken nur geredet wird. Extras: Audiokommentar, zwei Making-ofs (13:33), Interviews (9:39), B-Roll (13:45), Bildergalerie, "The Plot to kill" (65:44),…

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Großstadt-Teenager Ren MacCormack (Kenny Wormald) zieht in ein Kaff, wo aufgrund eines tragischen Unfalls Tanz und Rock’n’Roll verpönt sind. Mittelprächtiges Remake des gleichnamigen Musikklassikers aus dem Jahr 1984, der Kevin Bacon einst zum Star machte. Bild: Im Gegensatz zum Original präsentiert sich das Remake knackscharf, detailreich und schön bunt. Das Filmkorn (gedreht wurde auf Super35) wird artefaktfrei reproduziert. Ton: Die Musik verteilt sich dynamisch über alle Boxen, im HD-Original allerdings feiner aufgelöst. Der Bass wirkt zum Teil etwas aufdringlich. Extras: Audiokommentar, "Die Neuerfindung von Foot­loose" (14:46), "Die Stars" (12:59), "Tanzen mit den Footloose-Stars" (12:39), entfallene Szenen (6:54), Musikvideos, "Footloose Rap"…

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In einer Kritik zu seinem ersten "Indiana Jones"-Abenteuer wurde Steven Spielberg erstmals auf "Tim und Struppi" aufmerksam, wie man im Bonusbeitrag "Die Entstehung von Tim und Struppi" erfährt. Die Rezension zog Parallelen zwischen Spielbergs Film und den "Tim und Struppi"-Comics, womit das Interesse von Hollywoods kommerziell erfolgreichstem Regisseur geweckt war. Die Faszination ließ Spielberg seitdem nicht mehr los, denn die filmische Art der Zeichnungen schien wie für ein großes Leinwand-Abenteuer gemacht. Bereits 1983 erwarb Spielberg die Filmrechte, doch dauerte es fast 30 Jahre bis zur Verwirklichung. Denn erst jetzt war die Computertechnik so weit, dass man der Comicvorlage bei der…

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Die Fortsetzung zu "Wickie und die starken Männer" (2009) war der erste deutschsprachig gedrehte 3D-Realfilm. "Pionierarbeit", wie die Macher im "3D-Special Making of" (14:53) regelmäßig betonen und dabei die technischen, gestalterischen wie logistischen Herausforderungen resümieren. Zusatzkosten und Mehraufwand für die dritte Dimension haben sich jedoch gelohnt, denn Wickies zweites Abenteuer sieht in 3D super aus und wertet die alberne, kindgerecht geschneiderte Wikinger-Klamotte deutlich auf. Trotz 3D blieb das Sequel mit 1,8 Millionen Kinobesuchern weit hinter den 5 Millionen des Originals von 2009 zurück. Weil der Schreckliche Sven (Günther Kaufmann) nach dem Schatz der Götter giert, entführt er Wickies Vaters (Waldemar…

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