Autor: Andreas Oswald

Wirtschaftsstudent Johan (Joel Kinnaman) lässt es sich gut gehen und ist daher meist pleite. Doch dann lockt das große Geld: Für einen Gangster-Kumpel soll er Drogengelder sauber waschen – mit satter Provision. Doch kaum eingewilligt, klopft die Serben-Mafia an Johans Tür. Spannender Euro-Crime-Thriller, der teils in Hamburg gedreht wurde. Bild: Der Cinemascope-Transfer ist meist scharf und detailreich. Rauschen variiert je nach Szene, stört aber nur selten (11:36). Der überhöhte Kontrastumfang produziert zusammen mit der blau dominierten Farbpalette einen kühlen Hochglanz-Look. Ton: Der dynamische 5.1-HD-Sound bietet luftige Umgebungsgeräusche und natürlich klingende Dialoge. Der Score spielt räumlich und bedient auch den Subwoofer…

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Früher war Angel (Edgar Ramirez) Mitglied des bewaffneten Untergrunds, jetzt holt den Ex-Guerilla die Vergangenheit ein. Erpresst von einem damaligen Opfer soll der inzwischen bürgerlich lebende Vater seine alten Kameraden ermorden – oder Angels entführte Tochter stirbt. Grimmiger Rache-Thriller aus Kolumbien mit klasse Darstellern. Bild: Kanten- und Detailzeichnung erreichen meist nur DVD-Niveau, selten sind Aufnahmen scharf und fein aufgelöst (25:55, 50:42). Dunkle Szenen rauschen, der Rauschfilter verschmiert das Bild (11:40). Die Farben sind von kräftigen Orangetönen beherrscht. Ton: Der dynamische 5.1-Sound überzeugt mit räumlichem Score und präzisen Geräuschen wie Effekten (Schießerei bei 36:50). Auch der Subwoofer darf tief grummeln (82:15). …

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Egal ob "S1m0ne", "Die Truman Show" oder "Gattaca" – die von Autor/Regisseur Andrew Niccol auf die Leinwand gebrachten Zukunfts­visionen sind ungewöhnlich. Mit "In Time" schießt der Neuseeländer jedoch den Vogel ab. Denn in der 40-Millionen-Dollar-Produktion ist das Sprichwort "Zeit ist Geld" wörtlich zu nehmen. Mit 25 hören die Menschen auf zu altern. Sie sind genetisch so ausgestattet, dass sie nur noch ein Jahr lang überleben, wenn nicht zusätzliche Lebenszeit erarbeitet wird. Während sich Reiche ewige Jugend und Unsterblichkeit erkaufen, müssen Arme für jeden weiteren Tag schuften. Ein Kaffee kos­tet vier Minuten, eine Busfahrt drei Stunden. Dies ist die Welt von…

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Trotz überragender Bild- und Tonqualität enttäuschte die "Transformers"-Erstauflage (Test in audiovision 12-2011) viele Käufer. Denn obwohl die 200-Millionen-Dollar-Produktion im Kino in 3D lief, war die Blu-ray nur zweidimensional und hatte keine Extras. Dieses 3-Disc-Set behebt beide Mängel. Der 3D-Effekt beeindruckt, vor allem das actionreiche Finale in den Häuserschluchten von Chicago wirkt ungemein plastisch. Inszenatorische Gimmicks wie auf den Zuschauer zufliegende Objekte setzt Regisseur Michael Bay aber kaum ein. Auch das Bonusmaterial, das größtenteils in HD vorliegt und auf einer eigenen Disc ausgelagert wurde, kann sich sehen lassen. Herzstück ist ein in fünf Teile gesplittetes Making-of (110:46), das alle wichtigen Aspekte…

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Nach dem Tod seiner Frau beschließt der grantige Witwer Carl ihren gemeinsamen Traum zu erfüllen: Abenteuer in Süd­amerika zu erleben. Mit heliumgefüllten Ballons funktioniert er sein Haus zum Luftschiff um und segelt gen Süden. Als blinder Passagier leistet ihm der achtjährige Pfadfinder Russell Gesellschaft. Das beste an Pixars Computerfilm ist nicht die nahezu perfekte Animation, sondern die rührend erzählte Geschichte. Bild: 2D: Dank kräftiger Bonbonfarben, ausgezeichneter Schärfe und einer hohen Tiefenwirkung bewegt sich der defektfreie 1,78:1-Digitaltransfer auf Referenzniveau. Die Detailzeichnung der computeranimierten Welt ist umwerfend, selbst kleinste Einzelheiten wie die Faserstruktur in Textilien (16:32) oder Bartstoppeln (59:44) sind sichtbar. 3D:…

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Eine Gruppe junger Leute fällt im texanischen Hinterland einem von Wahnvorstellungen beseelten Familienclan zum Opfer. Was sich noch recht harmlos liest, entpuppte sich 1974 als Meilen­stein des Exploitation-Kinos und zählt auch heute noch zu den furchteinflößendsten Horrorfilmen aller Zeiten. Probleme mit der Zensur Deutschlands Jugendschützer interessierte der künstlerische Wert von Tobe Hoopers Vision aber herzlich wenig (eine Kopie des Films steht im Museum of Modern Art). Schon die Kinoversion, die noch unter dem Namen "Blutgericht in Texas" vermarktet wurde, musste trotz 18er-Freigabe Zensurschnitte hinnehmen. Die 1982 erschienene Video­kassette wurde kurz nach Erscheinen indiziert und 1985 beschlagnahmt – obwohl hier fast…

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Taxifahrer Hartmut (Elmar Wepper) hat es nicht leicht im Leben. Da fehlt es noch, dass plötzlich die sechsjährige Hayat im Wagen sitzt. Die kleine Türkin spricht kein Deutsch und ist mutterseelenallein. Widerwillig geht der mürrische Senior mit dem Mädchen auf Elternsuche. Die rührende Tragikomödie von Christian Zübert ("Lammbock") gewann den Bayerischen Filmpreis 2012 für das beste Drehbuch. Bild: Der rauschfreie Cinemascope-Transfer ist scharf und detailreich, nur in der Totalen fehlt etwas Feinzeichnung (6:51). Ton: Der leise, dialogbetonte Film lässt keinen Raum für Effekte, dafür spielt der Score räumlich und fein aufgelöst. Extras: Audiokommentar, Making-of (21:43), Interviews (10:15), "Casting Hayat" (5:21),…

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Diamantenhändler Kyle Miller (Nicolas Cage) lebt mit Frau (Nicole Kidman) und Tochter in einer Luxusvilla. Als Einbrecher die Familie als Geiseln nehmen und die Öffnung des Haustresors fordern, stoßen die Diebe unerwartet auf Gegenwehr. Vorhersehbarer Psychothriller, der mit Cage und Kidman immerhin hochkarätig besetzt ist. Bild: Schärfe und Detailzeichnung sind in Nahaufnahmen gut, ab der Halbtotalen wirkt der Cinemascope-Transfer aber zu weich. Ein unnützer Rauschfilter lässt das Filmkorn etwas unnatürlich aussehen. Ton: Musik wie Effekte klingen präzise und räumlich, lassen aber Dynamik vermissen. Dafür geht der Bass tief in den Keller. Die deutschen Dialoge wurden etwas laut abgemischt. Extras: Making-of…

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Auch der dritte Teil bleibt dem Reality-Doku-Ansatz der Vorgänger treu. Erzählt wird die Vorgeschichte der Schwestern Katie und Kristi aus den ersten Teilen, die schon als Kinder von einem Dämon heimgesucht wurden. Spannung und Grusel kommen dabei leider nur am Ende auf. Die Blu-ray enthält den Kino- und den Extended Director’s Cut. Bild: Die auf private Camcorderaufnahmen getrimmten Bilder sind unscharf und detailarm, Farben wirken blass. Dunkle Szenen lassen Graustufenzeichnung vermissen, sind stark verrauscht und zeigen Kompressionsartefakte (82:24). Ton: Geräusche tönen meist nur aus dem Center. Ausnahme: Wenn der Dämon spukt, bedienen Effekte auch die Rears und der Subwoofer drückt…

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Im ewigen Eis des Südpols stoßen Forscher auf ein außerirdisches Wesen. Die Paläontologin Kate und ihr Team beginnen mit der Untersuchung, dabei erwacht die Kreatur aus ihrem Winterschlaf. Schlaffes Prequel zu John Carpenters gleichnamigem Kult-Horror aus dem Jahr 1982. Bild: Während der Schnee bei den knackigen Außenaufnahmen einen regelrecht blendet, kommen die Innenaufnahmen düster mit eingeschränkter Plastizität daher. Die Schärfe ist trotzdem stets gut, Artefakte gibt es keine. Dicke vier Punkte. Ton: Immer wenn das Alien randaliert, laufen die Surroundkanäle auf Hochtouren, auch der Dynamikumfang lässt den Zuschauer ein ums andere Mal hochschrecken. Extras: Bild-in-Bild-Spur, Audiokommentar, entfallene Szenen (9:15), "The…

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