Eigentlich sollte der CIA-Agent Snow (Guy Pearce) in den Knast wandern. Doch als die Tochter des US-Präsidenten (Maggie Grace) beim Besuch eines Weltraumgefängnisses von 500 revoltierenden Insassen als Geisel genommen wird, scheint niemand besser für eine Rettungsaktion geeignet als der mit losem Mundwerk ausgestattete Snow. Gelingt die Himmelfahrtsmission, winkt die Freiheit. Die aus "Die Klapperschlange" bekannte Geschichte wurde mit kleinen Modifikationen ins All portiert. An John Carpenters Kultklassiker kommt "Lockout" aber nicht ansatzweise heran – auch aufgrund zahlreicher dämlicher Sprüche von Hauptdarsteller Guy Pearce. Ob das diesbezüglich debile Drehbuch für das enttäuschende Kino-Einspiel von 25 Millionen Dollar verantwortlich ist, wissen…
Autor: Andreas Oswald
In Hollywood kommen regelmäßig zwei Studios zur gleichen Zeit auf die gleiche Idee. Fast jedes Jahr lassen sich filmische Doppelgänger ausmachen, die bekanntesten dürften die Kometenkatastrophen "Armageddon" und "Deep Impact" bzw. die Vulkanausbrüche "Dante’s Peak" und "Volcano" sein. In beiden Fällen setzten sich die bekannteren Protagonisten – Bruce Willis und Pierce Brosnan – an der Kinokasse durch. Bei den zeitgleich produzierten Schneewittchen-Filmen hingegen zog Julia Roberts gegen Kristen Stewart den Kürzeren. "Spieglein Spieglein" kam auf ein weltweites Einspiel von 162 Millionen, "Snow White & the Huntsman" spielte mit 394 Millionen Dollar mehr als das Doppelte ein. Zu Recht, denn es…
In den USA spielte "Battleship" mit 65 Millionen nicht mal ein Drittel seiner Produktionskosten ein. International spülte die Verfilmung des Spieleklassikers "Schiffe versenken" hingegen 237 Millionen Dollar in die Kinokassen. Trotzdem stattet Universal nur die amerikanische Blu-ray mit einem von Regisseur Peter Berg moderierten Videokommentar aus. Das verstehe wer will. Vom restlichen Bonusmaterial können wir leider nur die 20-minütige Tour des Schlachtschiffs U.S.S. Missouri, auf dem teilweise gefilmt wurde, empfehlen. Hier erfährt man unter anderem, dass die Japaner 1945 auf diesem Zerstörer ihre Kapitulation unterschrieben, dass die Munition der 40cm-Geschütze rund eine Tonne wiegt und im ersten Golfkrieg eingesetzt wurde,…
War Alexandre Ajas "Piranha" (Test in audiovision 3-2011) eine gelungene Mischung aus Terror und Trash, setzt Regisseur John Gulager zu 100 Prozent auf Letzteres. Und damit das auch jeder bereits im Vorfeld begreift, taufte er sein Werk "Piranha 3DD", wobei das zweite D nicht für eine optimierte 3D-Technik, sondern für die anatomischen Vorzüge der weiblichen Darsteller steht. Dem deutschen Verleih war das aber offenbar zu durchgeknallt, weswegen das leider sterbenslangweilige Gemetzel bei uns nur "Piranha 2" heißt. Auch das Publikum biss beim Trash-Konzept nicht an. Spielte Teil 1 noch 83 Millionen Dollar ein, brachte es das Sequel lediglich auf 5…
Mangels eigener Ideen recycelt Hollywood seit Jahren beliebte TV-Konserven. Egal ob "Miami Vice", "Das A-Team" oder "Ein Duke kommt selten allein" – es gibt kaum eine erfolgreiche 80er-Jahre-Serie, die nicht schon für die große Leinwand adaptiert wurde – meist mehr schlecht als recht. Die Kinoversion von "21 Jump Street" ist aber rundum gelungen, auch weil sie respektlosen Humor statt banaler Action in den Mittelpunkt der Handlung stellt. Dieser Umstand spiegelt sich im Bonusmaterial wider, das größtenteils aus entfallenen, verlängerten, verpatzten und improvisierten Szenen besteht. Auch der Audiokommentar mit den Regisseuren und den beiden Hauptdarstellern ist eher von der heiteren als…
Weil seine Schüler unerlaubt im Varieté-Lokal "Der blaue Engel" verkehren, spioniert Professor Rath (Emil Jannings) seinen Schützlingen nach. Dabei lernt der angesehene Gymnasiallehrer die frivole Sängerin Lola (Marlene Dietrich) kennen und lieben. Josef von Sternbergs früher Ufa-Tonfilm-Klassiker, der Marlene Dietrich zum gefeierten Weltstar machte, wurde mit Hinblick auf den lukrativen US-Markt ein zweites Mal in Englisch gedreht – mit anderen Einstellungen, Laufzeiten und Schnittfolgen. Die Blu-ray birgt beide Fassungen (siehe Bild unten). Bild: Trotz angeblich remastertem Bild sind permanent Verschmutzungen, Helligkeitsflackern und Laufschrammen zu sehen. Schärfe und Detailzeichnung kratzen am unteren DVD-Niveau, über dem Bild liegt ein starker, digital aussehender…
Nach einem kurzen Knastaufenthalt (wegen Marihuanaverkaufs an einen uniformierten Polizisten) wird Menschenfreund Ned (Paul Rudd) von seiner Freundin verlassen. Jetzt muss der liebenswerte Loser abwechselnd bei seinen drei Schwestern, die ihn weder verstehen noch respektieren, wohnen. Nette Dramödie, die aber hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt. Bild: Dank Digital-Dreh mit der Red One MX Kamera ist das Bild nicht nur bunt, scharf und kontrastreich, sondern sieht obendrein filmisch aus. Verschmutzungen oder Artefakte sind kein Thema. Ton: Die 5.1-Abmischung ist klanglich makellos, allerdings hört man meistens nur Leute reden. Extras: Audiokommentar, enfallene Szenen (4:15), alternatives Ende (4:39), Interviews (14:36), Trailer. Die Wertung …
Nach dem tragischen Tod seiner Frau sucht Benjamin Mee (stark: Matt Damon) einen Neuanfang für sich und seine Kinder. Kurzerhand kauft er einen heruntergekommen Zoo, der vor der Pleite steht. Auf einer wahren Begebenheit beruhendes Drama von Cameron Crowe ("Jerry Maguire"). Bild: Die meist sonnendurchfluteten Außenaufnahmen sehen fantastisch aus – egal ob die Felle der Tiere oder die grünen Wiesen – hier gibt es bestes HD-Feeling in fast jeder Einstellung. Innenaufnahmen fallen naturgemäß etwas ab, für eine knappe Höchstwertung reicht es aber. Ton: Das Meiste kommt zwar von vorne, doch das klingt detailreich und dynamisch. Dialoge sind stets klar verständlich.…
Zwölf Jahre nach Ende des Vietnamkriegs erfährt Colonel James Braddock (Chuck Norris, siehe Kasten), dass seine totgeglaubte Frau und sein Sohn noch leben. Umgehend macht sich der Kriegsveteran nach Südostasien auf, um die beiden aus den Fängen der Kommunisten zu befreien. Der letzte ist der schwächste Teil der "Missing in Action"-Reihe. Die ersten beiden Teile gibt es nur in den USA auf Blu-ray, dafür sind sie codefree und Teil 1 hat sogar deutschen Ton. Bild: Die Verschmutzungen, das grobe Rauschen sowie die eingeschränkte Plastizität und mäßige Detailzeichnung lassen das Bild wie eine mittelprächtige DVD erscheinen. Ton: Obwohl in Dolby Stereo…
Die ehemalige Dessous-Verkäuferin Stephanie (Katherine Heigl) versucht sich als Kopfgeldjägerin. Bei ihrem ersten Auftrag muss sie einen mordverdächtigen Cop aufspüren, der mal ihr Lover war. Die Krimikomödie ist genauso mau wie der inhaltlich verwandte "Kautions-Cop" (Test in audiovision 11-2010). Bild: Das bunte Bild wirkt knackscharf und bietet bei Totalaufnahmen eine tolle Tiefenwirkung. Die hohe Kantenschärfe wurde allerdings zum Teil mittels elektronischer Filter erreicht, Nebenwirkungen wie leichte Doppelkonturen und gelegentliches Flimmern inklusive. Noch fünf Punkte. Ton: Während der Actionszenen versorgen die Surround-Lautsprecher den Zuschauer mit etlichen Effekten, auch der Dynamikumfang überrascht positiv. Extras: "Kopfgeldjägerinnen: Diese Damen jagen böse Jungs" (10:01), entfallene…