Autor: Andreas Oswald

War Alexandre Ajas "Piranha" (Test in audio­vision 3-2011) eine gelungene Mischung aus Terror und Trash, setzt Regisseur John Gulager zu 100 Prozent auf Letzteres. Und damit das auch jeder bereits im Vorfeld begreift, taufte er sein Werk "Piranha 3DD", wobei das zweite D nicht für eine optimierte 3D-Technik, sondern für die anatomischen Vorzüge der weiblichen Darsteller steht. Dem deutschen Verleih war das aber offenbar zu durchgeknallt, weswegen das leider sterbenslangweilige Gemetzel bei uns nur "Piranha 2" heißt. Auch das Publikum biss beim Trash-Konzept nicht an. Spielte Teil 1 noch 83 Millionen Dollar ein, brachte es das Sequel lediglich auf 5…

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Mangels eigener Ideen recycelt Holly­wood seit Jahren beliebte TV-Konserven. Egal ob "Miami Vice", "Das A-Team" oder "Ein Duke kommt selten allein" – es gibt kaum eine erfolgreiche 80er-Jahre-Serie, die nicht schon für die große Leinwand adaptiert wurde – meist mehr schlecht als recht. Die Kinoversion von "21 Jump Street" ist aber rundum gelungen, auch weil sie respektlosen Humor statt banaler Action in den Mittelpunkt der Handlung stellt. Dieser Umstand spiegelt sich im Bonusmaterial wider, das größtenteils aus entfallenen, verlängerten, verpatzten und improvisierten Szenen besteht. Auch der Audiokommentar mit den Regisseuren und den beiden Hauptdarstellern ist eher von der heiteren als…

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Weil seine Schüler unerlaubt im Varieté-Lokal "Der blaue Engel" verkehren, spioniert Professor Rath (Emil Jannings) seinen Schützlingen nach. Dabei lernt der angesehene Gymnasiallehrer die frivole Sängerin Lola (Marlene Dietrich) kennen und lieben. Josef von Sternbergs früher Ufa-Tonfilm-Klassiker, der Marlene Dietrich zum gefeierten Weltstar machte, wurde mit Hinblick auf den lukrativen US-Markt ein zweites Mal in Englisch gedreht – mit anderen Einstellungen, Laufzeiten und Schnittfolgen. Die Blu-ray birgt beide Fassungen (siehe Bild unten). Bild: Trotz angeblich remastertem Bild sind permanent Verschmutzungen, Helligkeitsflackern und Laufschrammen zu sehen. Schärfe und Detailzeichnung kratzen am unteren DVD-Niveau, über dem Bild liegt ein starker, digital aussehender…

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Nach dem tragischen Tod seiner Frau sucht Benjamin Mee (stark: Matt Damon) einen Neuanfang für sich und seine Kinder. Kurzerhand kauft er einen heruntergekommen Zoo, der vor der Pleite steht. Auf einer wahren Begebenheit beruhendes Drama von Cameron Crowe ("Jerry Maguire"). Bild: Die meist sonnendurchfluteten Außenaufnahmen sehen fantastisch aus – egal ob die Felle der Tiere oder die grünen Wiesen – hier gibt es bestes HD-Feeling in fast jeder Einstellung. Innenaufnahmen fallen naturgemäß etwas ab, für eine knappe Höchstwertung reicht es aber. Ton: Das Meiste kommt zwar von vorne, doch das klingt detailreich und dynamisch. Dialoge sind stets klar verständlich.…

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Nach einem kurzen Knastaufenthalt (wegen Marihuanaverkaufs an einen uniformierten Polizisten) wird Menschenfreund Ned (Paul Rudd) von seiner Freundin verlassen. Jetzt muss der liebenswerte Loser abwechselnd bei seinen drei Schwestern, die ihn weder verstehen noch respektieren, wohnen. Nette Dramödie, die aber hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt. Bild: Dank Digital-Dreh mit der Red One MX Kamera ist das Bild nicht nur bunt, scharf und kontrastreich, sondern sieht obendrein filmisch aus. Verschmutzungen oder Artefakte sind kein Thema. Ton: Die 5.1-Abmischung ist klanglich makellos, allerdings hört man meistens nur Leute reden. Extras: Audiokommentar, enfallene Szenen (4:15), alternatives Ende (4:39), Interviews (14:36), Trailer. Die Wertung …

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Zwölf Jahre nach Ende des Vietnamkriegs erfährt Colonel James Braddock (Chuck Norris, siehe Kasten), dass seine totgeglaubte Frau und sein Sohn noch leben. Umgehend macht sich der Kriegsveteran nach Südost­asien auf, um die beiden aus den Fängen der Kommunisten zu befreien. Der letzte ist der schwächste Teil der "Missing in Action"-Reihe. Die ers­ten beiden Teile gibt es nur in den USA auf Blu-ray, dafür sind sie codefree und Teil 1 hat sogar deutschen Ton. Bild: Die Verschmutzungen, das grobe Rauschen sowie die eingeschränkte Plastizität und mäßige Detailzeichnung lassen das Bild wie eine mittelprächtige DVD erscheinen. Ton: Obwohl in Dolby Stereo…

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Die ehemalige Dessous-Verkäuferin Stephanie (Katherine Heigl) versucht sich als Kopfgeldjägerin. Bei ihrem ersten Auftrag muss sie einen mordverdächtigen Cop aufspüren, der mal ihr Lover war. Die Krimikomödie ist genauso mau wie der inhaltlich verwandte "Kautions-Cop" (Test in audiovision 11-2010). Bild: Das bunte Bild wirkt knackscharf und bietet bei Totalaufnahmen eine tolle Tiefenwirkung. Die hohe Kantenschärfe wurde allerdings zum Teil mittels elektronischer Filter erreicht, Nebenwirkungen wie leichte Doppelkonturen und gelegent­liches Flimmern inklusive. Noch fünf Punkte. Ton: Während der Actionszenen versorgen die Surround-Lautsprecher den Zuschauer mit etlichen Effekten, auch der Dynamikumfang überrascht positiv. Extras: "Kopfgeldjägerinnen: Diese Damen jagen böse Jungs" (10:01), entfallene…

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Der englische Bauers­sohn Albert (Jeremy Irvine) und sein Prachthengst Joey sind beste Freunde. Als der Erste Weltkrieg ausbricht, muss das Pferd an die Armee verkauft werden. Während das Tier mehrmals seinen Besitzer und die Fronten wechselt, muss auch Albert an die Front. Werden die beiden die Kriegsgräuel überleben und sich wiedersehen? Das fantastisch fotografierte Anti-Kriegsdrama von Steven Spielberg wurde für sechs Oscars (u. a. Bester Film) nominiert. Bild: Sattes Schwarz und ein Top-Kontrast sorgen zusammen mit der sehr guten Detail- und Kantenschärfe für ein plastisches wie filmisch anmutendes Cinemascope-Bild. Nur einige Einstellungen in der Totalen könnten etwas mehr Feinzeichnung vertragen.…

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Im neunten "Hellraiser"-Film geraten zwei Saufkumpels während eines Mexiko-Tripps in die Fänge der höllischen Cenobiten. Die völlig verhunzte Variation bekannter Hellraiser-Motive hätte man gar nicht erst drehen sollen. Diesmal sogar ohne Doug Bradley als Oberdämon ‚Pinhead‘. Bild: 2D: Die ersten Minuten erschrecken mit Camcorder-Optik, danach bewegen sich Schärfe und Detailzeichnung auf gutem Niveau. Schwarz schluckt viele Details. 3D: Die 3D- Konvertierung hätte man sich sparen können, denn das Bild sieht fast so flach wie die 2D-Version aus. Auch die platten Personen sind kaum differenziert wahrnehmbar. Ton: Der 7.1-HD-Ton klingt aufgebläht und unausgewogen. Die detailarmen Effekte wurden zu stark auf die…

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Ewan (Sean Bean) erledigt für den britischen Geheimdienst die schmutzigen Jobs. Bei seinem neuen Auftrag soll der Ex-Elitesoldat den islamischen Terroristen Ash (Abhin Galeya) und seine Bomben­leger eliminieren – koste es, was es wolle. Doch die Spur führt auch in die eigenen Reihen. Dem politisch brisanten wie glaubwürdigen Action-Thriller aus England fehlt zwischendurch zwar etwas Tempo, Sean Bean als verbitterter Brutalo-Agent ist aber spitze. Bild: Der Cinemascope-Transfer ist meist scharf und ausreichend detailliert, auch wenn sich immer mal wieder weiche Aufnahmen dazwischen mischen. An einigen Stellen wurde digital nachgeschärft und Linien flimmern leicht (z.B. London aus der Vogelperspektive bei 2:54).…

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