Autor: Christoph Steinecke

Ende der Achtziger befand sich Disney finanziell am Tiefpunkt. Wehmütig blickte man auf Animationshits früherer Tage zurück. Erst Produzent/Texter Howard Ashman und Komponist Alan Menken führten das Studio 1989 mit "Arielle die Meerjungfrau" in die Erfolgsspur zurück. Und mit "Die Schöne und das Biest" etablierten sie zwei Jahre später endgültig eine neue Philosophie: der Trickfilm als Broadway-Musical. Begleitet von unvergesslichen Songs und visualisiert durch wunderschöne, handgezeichnete Animationen erzählt das Musical-Märchen die Story der hübschen Belle, die sich in die Gewalt eines Monsters begibt, um ihren Vater aus dessen Gefangenschaft zu befreien. Doch schon bald keimt zwischen der Schönen und dem…

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Auch nach 37 Jahren lehrt die vom Teufel besessene Regan (Linda Blair) den Zuschauer das Fürchten. Die Doppel-Blu-ray birgt die Kinofassung (Oscars für Ton und Drehbuch) sowie den zehn Minuten längeren Director’s Cut von 2001. (siehe Fakten-Check). Bild: Dafür, dass der Film 37 Jahre auf dem Buckel hat, sieht er klasse aus. Das restaurierte Bild ist frei von Verschmutzungen, die Schärfe liegt in ausreichend ausgeleuchteten Szenen auf hohem Niveau, die Tiefenwirkung ist toll. In den dunkleren Szenen während des Exorzismus wirkt sich Rauschen, das nicht immer artefaktfrei reproduziert wird, jedoch negativ auf die Detailzeichnung aus. Ton: Wie auf der DVD…

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Der schmächtige Hicks gilt in seinem Wikingerdorf voll furchtloser Krieger als ungeeignet für den Kampf gegen Drachen. Doch als es ihm gelingt eines der Reptilien zu zähmen, wendet sich das Blatt. Der putzige Animationsspaß lief im Kino in 3D, auf Blu-ray gibt’s nur die 2D-Version. Bild: Der rauschfreie Digitaltransfer verfügt über eine ausgezeichnete Schärfe. Selbst kleinste Details (Haare der Wikingerfelljacken) sind bestens zu erkennen. Besser geht’s nicht. Ton: Eine basskräftige Explosion (5:09) hängt die Latte hoch und im weiteren Verlauf wird das Niveau gehalten. Insbesondere in den Kämpfen gegen Drachen (Kapitel 4 & 5) rumst und scheppert es rund um…

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Basierend auf Reinhold Mess­ners Berichten erzählt Joseph Vils­maier in imposanten Bildern das Drama der Siegi-Löw-Gedächtnisexpedition zum Nanga Parbat. Nach der Besteigung des neunthöchsten Berges der Erde kam Messners Bruder Günther auf tragische Weise ums Leben. Bild: Von den Dolomiten zu Beginn bis zu den mächtigen Gipfeln des Himalaya – der Cinemascope-Transfer bildet die Bergpanoramen knackscharf und plastisch ab. Nur vereinzelte Halbtotalen in der Eiswüste könnten detailreicher sein. Ton: Die eisigen Höhen werden durch Unwetter (32:01) und pfeifenden Wind (69:52) auf allen Boxen authentisch in Szene gesetzt. Auch der räumliche Score von Gustavo Santaolalla (Oscars für "Brokeback Mountain" und "Babel") gefällt.…

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Bevor sich Mel Gibson mit rassis­tischen und sexistischen Telefon­tiraden gegenüber seiner Frau endgültig ins filmische Abseits manövrierte, drehte er den soliden Actionthriller "Auftrag Rache". Hier spielt der mittlerweile 54-jährige Gibson den altgedienten Cop Thomas Craven, dessen einziges Kind vor seinen Augen erschossen wird. Craven nimmt die Ermittlungen selbst in die Hand und stößt dabei auf eine politische Verschwörung von Rüstungsmanagern und Regierungsbeamten, der seine Tochter auf der Spur war. Rasend vor Wut und Trauer startet er einen gnadenlosen Rachefeldzug. Bild: Vor allem den von Brauntönen dominierten Innenaufnahmen in Cravens Wohnung mangelt es an Kantenschärfe und Detailzeichnung. Die meist von kalten…

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Wer dem informativen wie enthusiastischen Audiokommentar von Produzent Robert Rodriguez und Regisseur Nimród Antal lauscht, gewinnt den Eindruck, die beiden hätten den großartigsten Actionfilm der letzten Jahre geschaffen. Diese aus heutiger Sicht verzerrte Wahrnehmung ist schnell erklärt: Der Kommentar wurde einen Monat vor dem Kinostart mit seinen durchwachsenen Kritiken und dem enttäuschenden US-Einspiel von 52 Millionen Dollar aufgenommen. Großes Kino ist der mit 40 Millionen Dollar überraschend preiswerte Wiederbelebungsversuch der "Predator"-Franchise zwar nicht, für einen unterhaltsamen Heimkinoabend eignet sich der kurzweilige Actionschocker im schnörkellosen 80er-Stil aber allemal. Eine Gruppe von Multi-Kulti-Elite-Kämpfern (u.a. Oscar-Gewinner Adrien Brody mit gestähltem Body) findet sich…

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Oh Wunder – auch in der schnörkellosen Neuauflage des Wes-Craven-Horrorklassikers von 1984 wird eine Gruppe Teenager in ihren nächtlichen Träumen von dem entstellten Mörder Freddy Krueger heimgesucht. Bild: Das von kalten Farben geprägte Bild ist meist sehr scharf, eine hohe Tiefenwirkung sollte man aufgrund der Düster-Optik aber nicht erwarten. In einigen Szenen (unter anderem im Heizkesselraum) fallen bei großen Diagonalen gelegentlich Kompressionsartefakte wie Banding oder Blockbildung auf. Ton: Musste das Original noch mit mauem Monoton auskommen, bietet das Remake eine dynamische, basskräftige und räumliche 5.1-Abmischung mit allem, was dazugehört. Extras: Bild-in-Bild-Track, "Freddy Kruegers Wiedergeburt" (13:54), entfallene Szenen (2:08), alternatives Ende…

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Nachdem der Patriarch einer afroamerikanischen Großfamilie dahinscheidet, mutiert dessen Begräbnis zum Zirkus. Leichenverwechslung, Erpressung, unsittliche Entblößung und ein Toter, der nicht im Sarg bleiben will, machen das Chaos perfekt. Flottes Remake der Brit-Comedy "Sterben für Anfänger" von 2007 (Test in audiovision 2-2008). Bild: Kräftige Farben, ein ausgewogener Kontrast, eine hohe Kantenschärfe sowie eine gute bis sehr gute Detailzeichnung erfreuen selbst HD-verwöhnte Augen. Dicke fünf Punkte. Ton: Die Filmmusik verteilt sich ordentlich im Raum und während der Außenaufnahmen kommen ab und an Umgebungsgeräusche wie Vogelgezwitscher aus den Rears. Extras: Audiokommentar, entfallene Szenen (7:13), verpatzte Szenen (2:37), "Letzte Rituale, dunkle Geheimnisse" (20:11),…

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Als Kongress­abgeordneter engagiert sich Evan Baxter (Steve Carell) an allen Ecken und Enden Washingtons. Doch dann werden vor Evans Haustür Holzbretter abgeladen – und er erhält von Gott den Auftrag, eine Arche zu bauen. Leidlich lustige Fortsetzung von "Bruce Allmächtig". Bild: Obwohl der Film mit seinen vielen sonnendurchfluteten Außenaufnahmen für tolle HD-Optik prädestiniert ist, enttäuscht die Bildqualität. Die warmen Farben (samt Braunstich) in Kombination mit dem steilen Kontrast lassen das Bild regelmäßig vermatscht aussehen. Die Rausch- und Defektfreiheit sowie der gute Schwarzwert retten den vierten Punkt. Ton: Immer wenn Tiere auftauchen, erwacht der frontlastige 5.1-Mix zum Leben. Bei der Sintflut…

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Bei ihrem Versuch, den Fängen von Lulas böser Mutter (Diane Ladd) zu entkommen, begeben sich die Liebenden Sailor (Nicolas Cage) und Lula (Laura Dern) auf eine der bizarrsten Reisen aller Zeiten. Wie schon auf Universals Collector’s Edition von 2006 liegt David Lynchs mit der Goldenen Palme prämiertes Roadmovie nur in der leicht zensierten US-Kinofassung vor. Lediglich die DVD-Erstauflage von 2003 bietet den ungeschnittenen Europa-Cut. Bild: Um den surrealen Look zu unterstreichen, wurde körniges Filmmaterial verwendet, mit Soft-Focus-Filtern und Gegenlicht gearbeitet – bei einigen Einstellungen spannte man gar ein Seidennetz vor die Linse. Entsprechend ist die Bildqualität unter objektiver Betrachtung für…

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