Schuhdesignerin Lisa (Laura Linney) fragt ihren Mann Peter (Liam Neeson), ob er sich vorstellen könnte, fremdzugehen. Kurz darauf ist die Ehefrau spurlos verschwunden. Dann meldet sich ihr vermeintlicher Liebhaber (Antonio Banderas) und Peter beschließt zu handeln. Das langatmige Drama um Betrug und Vergebung basiert auf einer Kurzgeschichte von Bernhard Schlink ("Der Vorleser"). Bild: Der rauscharme Cinemascope-Transfer verfügt über eine gute bis sehr gute Detail- und Kantenschärfe. Ein flauer Kontrast lässt das Bild jedoch in einigen Szenen fad wirken. Ton: Viel ist auf den hinteren Lautsprechern nicht los, zum Score gesellen sich hier und da Umgebungsgeräusche wie Modenschau-Applaus (3:01) oder Meeresbrandung…
Autor: Christoph Steinecke
Für Hip-Hop-Tänzerin Honey (bauchfrei: Jessica Alba) scheint der Showbusiness-Traum endlich in Erfüllung zu gehen. Doch ihr Förderer möchte mit dem süßen Ghetto-Girlie nur in die Kiste steigen. Klischeeüberfrachtete Tanzromanze mit flottem Soundtrack. Bild: Der Transfer von 2003 ist scharf, bunt und kontrastreich, könnte aber während der Tanzszenen detailreicher und plastischer sein. Filmkorn wird adäquat reproduziert, allerdings wurden Kanten leicht nachgeschärft Ton: Während der Clubbesuche und Tanzeinlagen der Protagonistin spielt leider nur vorne die Musik. Solide Dynamik und ein ordentliches Bassfundament retten die Vierer-Wertung. Extras: Audiokommentar, Making-of (10:55), entfallene Szenen (33:16), verpatzte Szenen (4:07), "Tanz wie Honey" (9:06), drei Musikvideos mit…
Das Wüstenkaff Perfection wird von urzeitlichen Riesenwürmern heimgesucht, die alles fressen, was nicht niet- und nagelfest ist. Abgeschnitten von der Umwelt, versuchen die Bewohner (u.a. Kevin Bacon) ihre Haut zu retten. Nettes Actionabenteuer in der Tradition alter Monsterfilme. Bild: Das Bild leidet unter einer starken elektronischen Nachschärfung. Jede der vielen Landschaftsaufnahmen wird von Doppelkonturen verunstaltet (u.a. 7:05, 31:03, 76:36). Bei Nahaufnahmen ist der Effekt zwar weniger schlimm, trotzdem können wir nur drei Punkte vergeben. Daran ändern auch die schönen Farben und der ausgewogene Kontrast nichts. Ton: Im Gegensatz zum Originalton klingt der deutsche 5.1-Upmix breiig, frontlastig und schwachbrüstig. Extras: Making-of…
Sie verkauften Millionen von Platten, füllten Arenen in aller Welt und beherrschten seit den Achtzigern das Metal-Business: Metallica, Slayer, Anthrax und Megadeth. Im Sommer gingen ‚The Big Four‘ für sieben Shows auf gemeinsame Europa-Tour. Die Doppel-Blu-ray birgt 219 Konzertminuten aus Sofia vom 22. Juni. Der dynamische Sound bringt die testosterongeladene Atmosphäre toll rüber, teils übersteuerter Fanjubel auf den Rears trübt jedoch den Hörgenuss. Das Bild ist scharf und detailreich, dunkle Szenen rauschen. Extras: eine Doku zum Sofia-Gig (49:12) Die Wertung Musik 6 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 4 von 6 Punkten Bonusmaterial 2 von…
Mit seinem neuen Album "Going Back" erfüllte sich Phil Collins einen langgehegten Traum und nahm neu arrangierte Versionen seiner Lieblings-Soul- und Motown-Klassiker auf. Diesen Juni kamen die Zuschauer im New Yorker Roseland Ballroom in den Live-Genuss von Songs wie "Dancing in the Street" oder "My Girl". Am Ende des 98-minütigen Sets hatte der Brite mit den Evergreens so gut wie alle Zuschauer im Saal zum Tanzen gebracht. Unterstützt wurde er von einer 18-köpfigen Band, zu der auch die Genesis Live-Bandmitglieder Chester Thompson (Drums) und Darryl Stuermer (Gitarre) gehörten. Bild- und Tonqualität: Dank differenzierter wie dichter Klangkulisse wird der Motown-Sound auf…
Die mit Edward Norton und Brad Pitt vortrefflich besetzte Verfilmung des subversiven Romans von Chuck Palahniuk zählt zweifelsohne zu den Cine-Highlights der 90er. Doch die Blu-ray-Erstauflage von 2008 bot eine für HD-Verhältnisse nur mäßige Bildqualität, daher erscheint nur zwei Jahre später eine remasterte Version. Bild: "Der Zugewinn an Schärfe, Detailreichtum und Plastizität gegenüber der DVD fällt gering aus – HD-Feeling kommt so gut wie nicht auf." – so urteilten wir über die Erstauflage. Die remasterte Version mit neuem Fox-Transfer bietet hingegen ein scharfes und detailreiches Bild. Bei hellen Einstellungen überzeugt auch die Tiefenwirkung. Ferner sieht das teils heftige Grießeln jetzt…
Der 40jährige Elektromarkt-Verkäufer Andy Stitzer (Steve Carell) hat wenig Erfahrung mit Frauen – genaugenommen hat er gar keine. Bis die lieben Kollegen von Andys Jungfräulichkeit erfahren. Doch aller Anfang, gerade beim Sex, ist schwer. Die gleichermaßen hemmungslose wie herzerwärmende Komödie in bester "American Pie"-Tradition gibt es auf Blu-ray in einer um 17 Minuten längeren XXL-Version. Bild: Zuerst die gute Nachricht: Das Bild ist bunt, kontrastreich, rausch- und defektarm. Und jetzt die schlechte: Der Transfer wurde elektronisch massiv nachgeschärft und leidet so fast durchgehend unter hässlichen Doppelkonturen, die auf einem HD-Medium nichts verloren haben. Knappe vier Punkte. Ton: Die mit…
Es war kein Weltrekord wie 2008, als 70.000 Zuschauer seine Show im Berliner Olympiastadion verfolgten, doch auch die 20.000 in Berlins O2-Arena können sich sehen lassen. Mario Barth befasst sich auf seine schnoddrige Art mit den Themen, die ihm 2010 zum sechsten (!) Mal in Folge den Deutschen Comedy Preis eingebracht haben: den alltäglichen Beziehungskampf zwischen Mann und Frau. Der Mitschnitt des Bühnenprogramms wird von vielen Totalen und Halbtotalen geprägt. Ist Barth mal in der Nahaufnahme (reingezoomt) zu sehen, ist das Bild schön scharf, macht aber nicht den detailreichen und plastischen HD-Eindruck, den man von Blu-ray erwartet. Close-ups von Zuschauern…
Als die quirlig-naive June (Cameron Diaz) dem charmanten wie gutaussehenden Roy (Tom Cruise) am Flughafen in die Arme stolpert, glaubt sie ihren Mr. Right gefunden zu haben. Doch der strahlende Ritter entpuppt sich als knallharter Superspion, der vom FBI und skrupellosen Killern gejagt wird. Wer sich nicht an den völlig unrealistischen Actionszenen stört, bekommt von Regisseur James Mangold ("Walk the Line") ein äußerst unterhaltsames Agentenabenteuer serviert – wahlweise in der Kinofassung oder dem sieben Minuten längeren Extended Cut. Bild: Dank kräftiger Farben sowie einem ausgewogenen Kontrast und hoher Schärfe wirkt der Cinemascope-Transfer von der ersten bis zur letzten Minute schön…
Bevor Gerard Butler in "300" (2007) Perser abschlachtete, gab er in Joel Schumachers vorlagentreuer Interpretation von Andrew Lloyd Webers Musicalhit das singende Phantom, das sich in der Pariser Oper leidenschaftlich in das junge Chormädchen Christine (Emmy Rossum) verliebt. Bild: An den opulenten Kostümen und den tollen Sets kann man sich dank hohem Schärfeniveau, vielen Details und guter Tiefenwirkung gar nicht satt sehen. Identisch zur Erstauflage. Ton: Die räumliche wie dynamische Musik klingt dank ausgeprägter Höhenwiedergabe und kräftigem Bass fantastisch. Im Gegensatz zur Erstauflage ist jetzt auch der O-Ton in HD. Extras: Kam die Erstauflage noch ohne Boni daher, gibt’s jetzt…