"The Rocky Horror Picture Show" ist ein cineastisches Phänomen. Schon das 1973 in London uraufgeführte Musical zog die Massen magisch an. Auch die 1975 gedrehte Leinwandadaption erlangte binnen kurzer Zeit Kultstatus und erfreut sich noch heute einer wachsenden Fangemeinde. Ein Grund: Die Low-Budget-Produktion läuft so lange wie kein anderer Film ununterbrochen im Kino. Seit der Veröffentlichung vor 35 Jahren hat 20th Century Fox das bizarr-unterhaltsame Spektakel nie offiziell zurückgezogen und so wird es weiter in vielen Kinos auf der Welt gezeigt. In den Museums Lichtspielen in München beispielsweise steht "The Rocky Horror Picture Show" seit 1977 regelmäßig auf dem Spielplan.…
Autor: Christoph Steinecke
Ray und ihre beiden Kinder wurden vom Ehemann verlassen. Um an Geld zu kommen, schmuggelt sie mit einer Indianerin illegale Einwanderer über die kanadische Grenze. Das gut gespielte Independent-Drama wurde für zwei Oscars nominiert. Bild: Der mit einer Panasonic AJ-HDC27H Varicam auf HD-Video (720p) gedrehte Film sieht nicht besonders aus. Schärfe und Plastizität des von grau-bläulichen Farben dominierten Bildes schwanken je nach Ausleuchtung zwischen sehr gut und mies. In Szenen mit dynamischen Kontrastverhältnissen (zahlreiche Aufnahmen im Schnee) überstrahlen helle Flächen extrem. Ton: Obwohl viele Szenen in der rauhen Wildnis des spielen, hat die 5.1-Abmischung kaum Umgebungsgeräusche zu bieten. An der…
In der fürs Fernsehen produzierten Fortsetzung des musikalischen Sommer-Camps müssen sich Teeniestars Demi Lovato und die Jonas Brothers gegen ein benachbartes Konkurrenz-Camp wehren. Schrecklich schleimige Musikschmonzette des Disney Channel (siehe Fakten-Check). Bild: Die Schärfe des von kräftigen Farben geprägten 1,78:1-Transfers liegt auf gutem Niveau, HD-Wow-Momente sind aber selten. Dazu fehlt es dem Bild in vielen Einstellungen an Tiefe und Detailzeichnung (Strand bei 72:47). Ton: Abgesehen von Akustik-Gitarrentracks sind die Songs räumlich abgemischt, teils wurden sogar einzelne Instrumente (Synthesizer, Gitarren) auf den Rears platziert. Allerdings klingen die Liedchen wie Fremdkörper (Studioaufnahme). Extras: Drei Musikvideos, Karaoke-Funktion, "Wer sind die Stars im Camp…
Basierend auf wahren Ereignissen schildert das oscarprämierte Drama (beste Regie, bester Hauptdarsteller, bestes Drehbuch) den Überlebenskampf des jüdisch-polnischen Pianisten Wladyslaw Szpileman (Adrien Brody) im Warschauer Ghetto. Ein bewegender Film, der dem Zuschauer die Unmenschlichkeit des Holocaust vor Augen führt. Bild: Wie bei Zweiter-Weltkriegs-Filmen üblich dominieren erdig-monochromatische Farben den Transfer. Die gute bis sehr gute Schärfe wurde teils mit elektronischen Filtern herbeigeführt, was Doppelkonturen zur Folge hat. Ton: Während der spärlich gesäten Actionszenen (Aufstand ab 79:50) versorgen die Rears den Zuschauer meist nur mit ergänzendem Hall frontaler Effekte. An der Klangtreue gibt es hingegen nichts zu kritisieren. Extras: Making-of (39:43), Trailer.…
Im 12. Jahrhundert ringt der deutsche Kaiser Friedrich Barbarossa (Rutger Hauer) um seine Vorherrschaft in der Lombardei. Denn die Norditaliener stellen sich ihm mit einem militärischen Geheimbund entgegen. Aufwändig inszeniertes Historienepos voll von italienischem Nationalstolz. Bild: Trotz entsättigter Farben (düsterer Mittelalter-Look) und harten Kontrasten liegen Detail- und Kantenschärfe auf sehr gutem Niveau – auch wenn teilweise durch elektronische Filter nachgeholfen wurde (leichte Überschärfung). Ton: Die mittelalterlichen Schlachten mit durch die Luft fliegenden Teerbomben (41:43) oder wild geschwungenen Sensen (108:55) wurden räumlich in Szene gesetzt. Daneben nutzen an "Gladiator" erinnernde Gesänge die Rears. Extras: "Dreharbeiten Featurette" (7:19), "Film Promo" (8:15), Kinotrailer.…
1975 kommt mit den Runaways die erste Mädchen-Rockband groß raus. Doch die minderjährigen Girls, allen voran Sängerin Cherie Currie (Dakota Fanning) und Gitarristin Joan Jett (Kristen Stewart), verkraften den weltweiten Hype nicht. Cooles Rock’n’Roll-Biopic (siehe Kasten), das sich auf bandinterne Konflikte konzentriert. Bild: Die Detailzeichnung schwankt zwischen gut und sehr gut, geht aber in vielen Nacht- oder Clubszenen in die Knie. Kräftige Farben und harte Kontraste visualisieren die Siebziger Jahre. Dicke vier Punkte. Ton: Musikeinspielung – egal ob Live-Performances oder Score – erzeugen eine räumliche Klangkulisse. Ab und an gibt es Umgebungsgeräusche (Helikopter bei 90:06). Extras: Audiokommentar, Making-of (15:37), Promo-Featurette…
Während die 18-jährige Ronnie (Miley Cyrus) die Ferien bei ihrem Vater an der Küste verbringt, verliebt sie sich in einen attraktiven Einheimischen. Doch die Vorlage des triefenden Dramas wäre nicht von Nicholas Sparks, wenn das Gefühlshoch nicht mit vielen Tränen bezahlt werden müsste. Bild: Der Cinemascope-Transfer vermittelt dank einem filmischen Bild sowie toller Detail- und Kantenschärfe viel HD-Flair, inklusive feinem Filmkorn. Ton: Eine räumliche Klangkulisse bietet der 5.1-Mix nur selten. Das höchste der Surroundgefühle sind Umgebungsgeräusche (Möwen bei 32:29, Brandung bei 61:23). Zumindest gefällt der dynamische Score. Extras: Audiokommentar, alternativer Anfang (2:55), entfallene Szenen (7:09), "Rundgang am Filmset mit Bobby…
Mit harter Hand herrscht der Boss (Jean Reno) eines armenischen Verbrecherclans über seine in Südfrankreich lebende Familie. Doch statt zum Nachfolger aufzusteigen, will sein Sohn lieber ein braves Leben mit der Freundin führen. Actionreiches Gangsterdrama mit "Der Pate"-Anleihen. Bild: Sonnendurchflutete Außenaufnahmen der malerischen Côte d’Azur versprühen dank toller Kanten- und Detailschärfe (Wiese bei 17:36, Tal bei 63:35) sowie hoher Tiefenwirkung viel HD-Flair. In einer Reihe von Nachtszenen rauscht es jedoch zuweilen stark (Disco, 19:55). Knappe fünf Punkte. Ton: Der räumliche Score und eine angemessene Untermalung mit Umgebungsgeräuschen stehen auf der Habenseite. Ausgewachsene Surroundeffekte sind trotz der vielen Actionszenen selten (u.a.…
Eigentlich ist die 1.300-Seelen-Gemeinde Ogden Marsh einer der friedlichsten Orte in Amerika. Nette Nachbarn, kaum Kriminalität und ein freundliches Miteinander prägen den Dorfalltag. Doch eines Tages verwandeln sich einige Menschen ohne Vorwarnung in aggressive Monster. Die Regierung sieht sich gezwungen, den jetzt von Gewalt und Anarchie beherrschten Ort von der Außenwelt abzuriegeln. Unter der Führung des Sheriffs (Timothy Olyphant) versucht eine kleine Gruppe von normal Gebliebenen der Hölle zu entfliehen. Horrorfans dürfte die Geschichte bekannt vorkommen, denn bei "The Crazies" handelt es sich um ein Remake. Niemand Geringeres als Zombie-Papst George A. Romero, der diesmal als ausführender Produzent agiert, drehte…
"Ich würde gerne eine Fortsetzung drehen" verrät Regisseur Ridley Scott am Ende des 62-minütigen Making-ofs. "Eine Fortsetzung von Robin Hood, wie soll das denn gehen", dürften sich nicht nur Kenner der Kevin-Costner-Verfilmung fragen. Des Rätsels Lösung: Scott erzählt nicht die bekannte Heldensage vom Beschützer von Witwen und Waisen, sondern dessen Vorgeschichte. Kettenhemd statt Strumpfhosen, Realismus statt Mythos, lautet die Devise des "Gladiator"-Regisseurs. Doch obwohl handwerklich gut gemacht kommt "Robin Hood" nicht mal ansatzweise an das oscarprämierte Sandalenepos heran – weder in der 140-minütigen Kinofassung noch im 15 Minuten längeren Director’s Cut (beide befinden sich auf der Disc). Nachdem Robin Longstride…