Autor: Christoph Steinecke

"Es ist ein anderer Film, es ist derselbe Film", stellt Jerry Weintraub im Making-of fest. Er muss es wissen, denn der Mann produzierte sowohl das Original von 1984 als auch das mit Jackie Chan und Jaden Smith in den Hauptrollen aufwändig produzierte Remake. Zwar spielt der Film in China statt Kalifornien, der Protagonist ist nicht 16, sondern zwölf und statt Karate lernt er Kung-Fu. Doch Kenner des Originals werden feststellen, dass viele Einstellungen sich ähneln. Doch dies ist nicht negativ gemeint, ganz im Gegenteil. Nachdem Dre Parker (Jaden Smith) und seine Mutter (Taraji P. Henson) von Detroit nach China ziehen,…

Weiterlesen

Schon um die Jahrhundertwende faszinierte H.G. Wells Kultroman "Time Machine" Menschen auf der ganzen Welt. Auch Hollywood nahm sich dem Zeitreise-Phänomen in Dutzenden von Filmen an: Vom SciFi-Klassiker "Planet der Affen" bis hin zum skurrilen Agentenklamauk "Austin Powers". Bezüglich Einfallsreichtum und Unterhaltungswert schoss Robert Zemeckis mit der "Zurück in die Zukunft"-Trilogie den Vogel ab. Der Film Die Geschichte des 17-jährigen Marty McFly (Michael J. Fox), der sich nach einer missglückten Zeitreise in den fünfziger Jahren wiederfindet und versucht, seine Eltern miteinander zu verkuppeln, begeisterte Groß und Klein in aller Herren Länder. Mit einem weltweiten Kasseneinspiel von 956 Millionen Dollar zählen…

Weiterlesen

Für Amerikaner ist meist nicht Wien, sondern Salzburg Höhepunkt ihrer Österreich-Reise. Der Grund: 1965 wurde hier "The Sound of Music" gedreht. Heutzutage klappern Bus­touren mit US-Touristen die Original-Drehorte ab. Und als einer der meistgesehenen Filme aller Zeiten prägt das oscarprämierte Musical über die Novizin Maria (Julie Andrews), die 1938 als Kindermädchen die Familie des verwitweten Kapitäns von Trapp (Chris­topher Plummer) verzaubert und den Hausherrn heiratet, bis heute das Österreich-Bild vieler US-Bürger. So beliebt die Geschichte der von Trapps in Übersee, so unbekannt ist "The Sound of Music" bei uns. Die geringere Popularität hierzulande spiegelt sich auch in den Boni wider.…

Weiterlesen

David Leans Filmklassiker über ein Bataillon britischer Soldaten, die 1943 in japanischer Gefangenschaft unter Leitung ihres Obersts (Sir Alec Guinness) eine Brücke über einen Fluss errichten, wurde mit sieben Oscars ausgezeichnet. Muss man gesehen haben! Bild: Dank restauriertem Bild sieht der 2,55:1-Transfer für einen 53 Jahre alten Film klasse aus. Bis auf wenige Ausnahmen begeistert die Detailzeichnung der Dschungel- und Flußszenerie, Rauschen sieht stets nach Filmkorn aus. Nur in einigen Szenen schwankt die Schärfe von Einstellung zu Einstellung (Totale der Brücke: mau bei 146:46, toll bei 147:31). Ab und an wirken die Farben etwas ausgewaschen, ein unruhiger Bildstand ist nur…

Weiterlesen

Nach dem Mord an seinem Partner gerät Privat­schnüffler Sam Spade (Humphrey Bogart) unter Tatverdacht. Zeitgleich wird er in die Jagd nach einer kostbaren Falken-Statuette verwickelt. Kein Zufall, wie Spade meint. Mit seinem Regiedebüt schuf John Hus­ton einen Klassiker des Film noir, den man sich aufgrund der misslungenen deutschen Synchronisation lieber im Original ansehen sollte (siehe Fakten Check). Bild: Dem Vergleich mit "Casablanca", einem anderen Bogart-Klassiker aus dem Hause Warner (audiovision 2-2009), hält "Die Spur des Falken" nicht stand. Zwar befreite eine Restauration das 4:3-Schwarz-Weiß-Bild von Schmutz, doch das teils starke Rauschen sieht nicht immer nach Filmkorn aus. Trotzdem liegen Schärfe…

Weiterlesen

Statt weiter eine Lüge zu leben, verlässt der homosexuelle Steven Russell (Jim Carrey) seine Familie und zieht nach Miami. Dort hält er sich mit Gaunereien über Wasser, bis ihn die Polizei erwischt. Im Gefängnis lernt er die Liebe seines Lebens kennen: den naiven Phillip Morris (Ewan McGregor). "Brokeback Mountain" in witzig – ebenso skurrile wie sympathische Schwulenkomödie. Bild: Die Optik des von Bonbonfarben geprägten Transfers erinnert an "CSI Miami". Die Schärfe liegt auf gutem Niveau, der Schwarzwert könnte hingegen besser sein (teils milchiger Look) und das Rauschen sieht nicht immer nach Filmkorn aus. Ton: Der 5.1-Mix sorgt für eine ausgewogene…

Weiterlesen

Eine per Paketdienst versandte Ladung Koks wird an die falsche Adresse geliefert. Also knüpft sich Gangsterboss Bodega den Boten Leo ("Scrubs"-Star Donald Faison) und ein Gaunerduo vor, das von dem Schlamassel profitieren möchte. Coole Thrillerkomödie mit viel schwarzem Humor. Bild: Selbst in der düsteren Bude, in der ein Großteil der Handlung spielt, verfügen Nahaufnahmen über eine tolle Detail­schärfe. Auch der kanckige Kontrast gefällt. Jedoch sieht Rauschen über weite Strecken nicht nach feinem Filmkorn aus, ab der Halbtotalen geht so Durchzeichnung flöten. Ton: Das komödiantische Katz-und-Maus-Spiel findet mit Ausnahme weniger Surroundeffekte (MG-Salve bei 75:19) vorne statt. Die coolen Funk- und Rapsongs…

Weiterlesen

Nach zwei Jahren Ehe ist bei Carrie (Sarah Jessica Parker) der Alltag eingekehrt. Ein Grund mehr, mit ihren Freundinnen in Abu Dhabi einen drauf zu machen. Doch mit den Gepflogenheiten im Wüstenstaat kommen die New Yorkerinnen nur bedingt klar. Noch schwächer als der erste Teil. Bild: Wie bei Teil 1 erfreuen leuchtende Farben und ein kräftiger Kontrast das Auge. Allerdings wurden die Gesichter der Protagonistinnen etwas gesoftet. Noch fünf Punkte. Ton: Nennenswerte Surroundeffekte gibt es zwar nicht, aber an den passenden Stellen (80:25, 86:40) spielt die Musik überraschend dynamisch und teils bassstark (93:20) auf. Extras: Regiekommentar, "In zwei Jahren kann…

Weiterlesen

Ende der Achtziger befand sich Disney finanziell am Tiefpunkt. Wehmütig blickte man auf Animationshits früherer Tage zurück. Erst Produzent/Texter Howard Ashman und Komponist Alan Menken führten das Studio 1989 mit "Arielle die Meerjungfrau" in die Erfolgsspur zurück. Und mit "Die Schöne und das Biest" etablierten sie zwei Jahre später endgültig eine neue Philosophie: der Trickfilm als Broadway-Musical. Begleitet von unvergesslichen Songs und visualisiert durch wunderschöne, handgezeichnete Animationen erzählt das Musical-Märchen die Story der hübschen Belle, die sich in die Gewalt eines Monsters begibt, um ihren Vater aus dessen Gefangenschaft zu befreien. Doch schon bald keimt zwischen der Schönen und dem…

Weiterlesen

Auch nach 37 Jahren lehrt die vom Teufel besessene Regan (Linda Blair) den Zuschauer das Fürchten. Die Doppel-Blu-ray birgt die Kinofassung (Oscars für Ton und Drehbuch) sowie den zehn Minuten längeren Director’s Cut von 2001. (siehe Fakten-Check). Bild: Dafür, dass der Film 37 Jahre auf dem Buckel hat, sieht er klasse aus. Das restaurierte Bild ist frei von Verschmutzungen, die Schärfe liegt in ausreichend ausgeleuchteten Szenen auf hohem Niveau, die Tiefenwirkung ist toll. In den dunkleren Szenen während des Exorzismus wirkt sich Rauschen, das nicht immer artefaktfrei reproduziert wird, jedoch negativ auf die Detailzeichnung aus. Ton: Wie auf der DVD…

Weiterlesen