Autor: Christoph Steinecke

Aufgrund politischer Machtspiele wird Valerie Plame (Naomi Watts) durch Indiskretionen der Bush-Regierung in einem Zeitungsartikel als CIA-Agentin enttarnt – mit fatalen Folgen für sie und ihren Mann Joe (Sean Penn). Packender Politthriller, der auf wahren Ereignissen basiert. Bild: Bis auf wenige Ausnahmen sind Schärfe und Detailzeichnung des Digital-Transfers (Red One Camera 4k) sehr gut. Schwarz sieht hin und wieder wie Dunkelgrau grau aus. Ton: Der Angriff auf Bagdad (49:13) klingt dank hoher Dynamik, etlichen Surroundeffekten und viel Bass äußerst realistisch, ansonsten drückt der voluminöse Score dem 5.1-Mix seinen Stempel auf. Extras: Zu einem Kommentar mit der echten Valerie Plame…

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Wie die beiden ers­ten Filme ist "Jackass 3" weniger ein Film als vielmehr eine überlange Folge der berühmt-berüchtigten Stuntsketch-Show des Musik­senders MTV Haupt-Animateur Johnny Knoxville und sein durchgeknalltes Gefolge fungieren darin als lebende Crashtest-Dummies und präsentieren eine lose Abfolge von abstrusen, oft gesundheitsgefährdenden Stunts, dämlichen Gags und Schuljungenstreichen. (siehe auf Fakten-Check). So versucht Johnny Knoxville mit Roller-Skates in eine Büffelherde zu fahren, Bam Margera wagt sich durch einen Flur voller Elektroschocker und Steve-O erobert die Lüfte in einem randvollen Dixi-Klo. Leider bekommt man das Ganze nicht wie im Kino in 3D zu sehen, dafür hat man die Wahl zwischen der…

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LKW-Fahrer Paul Conroy (Ryan Reynolds) gerät im Irak in einen bewaffneten Hinterhalt und verliert das Bewusstsein. Als er wieder aufwacht, liegt er in einem Sarg – lebendig begraben. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Klaustrophobisches Thriller-Kammerspiel mit nur einem Darsteller. Bild: Zu sehen gibt es nur etwas, wenn Feuerzeug oder Handy angeschaltet werden. Im überstrahlenden Schein der Lichtquelle sind Gesichtsaufnahmen dann scharf und plastisch. Ton: Surrounds und Sub kommen ins Spiel, wenn der Gefangene von innen gegen den Sarg trommelt oder Stimmen (aus Erinnerungen) rund um den Zuschauer wandern. Zuweilen werden Sprache und schweres Atmen von leichtem Bassgewummer begleitet, das…

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Wie in "Unter Null" und "American Psycho" nimmt Bret Easton Ellis die US-Gesellschaft der Achtziger unter die Lupe – leider weniger überzeugend. Der desillusionierte Hollywoodagent William (Billy Bob Thornton) flüchtet sich in eine Affäre mit der Moderatorin Cheryl (Winona Ryder) und stößt seine verbitterte Frau (Kim Basinger) noch weiter von sich – während der Sohnemann (Jon Foster) mit seiner Freundin (Amber Heard) versucht eine Beziehung ohne Drogen und Party zu führen. Bild: Glücklicherweise orientieren sich die Filmemacher nicht am weichen Look von 80er-Jahre-Filmen, stattdessen gibt es eine scharfe, detailreiche, teils farbgebfilterte Hochglanzoptik. Ton: Während eines Rockkonzerts gibt es etwas…

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Um sein Casino vor dem Ruin zu retten, muss Jack Faro (Woody Harrelson) ein millionenschweres Poker-Turnier gewinnen. Doch auf das Preisgeld sind auch eine Reihe mehr oder minder durchgeknallte Spieler scharf. Nette Zockerkomödie mit coolem Cast (u.a. Dennis Farina, Werner Herzog). Bild: Inszenatorisch und optisch auf Reality-Doku-Style getrimmt (Wackelkamera, HD-Videodreh) steht und fällt die Qualität des 1,78:1-Transfers mit der Ausleuchtung. Ton: Die hektische Casinoatmosphäre vermittelt der frontlastige 5.1-Mix (die Stereo-Angabe auf dem Cover ist falsch) nur bedingt. Den deutschen Synchrondialogen hört man ihre Tonstudioherkunft zuweilen an. Extras: Audiokommentar, Audiokommentar für ausgewählte Szenen (44:23), alternative Enden (2:13), entfallene Szenen (6:43),…

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Eigentlich schiebt der attraktive wie sadistische Sherriff Lou Ford (Casey Affleck) in den Fünfzigerjahren im kleinen Texas-Kaff Central City eine ruhige Kugel. Doch als sich der verheiratete Gesetzeshüter in die gutmütige Prostituierte Joyce (Jessica Alba) verliebt, geraten die Dinge langsam, aber sicher außer Kontrolle. Gelungene Verfilmung des pechschwarzen Krimis von Jim Thompson. Bild: Mittels entsättigter Farben, Gegenlichtaufnahmen, Weichzeichner und Filmkorn versprüht Regisseur Michael Winterbottom 50er-Jahre-Film-Noir-Flair. Leider ist die Tiefenwirkung eingeschränkt und die Detailzeichnung sinkt hin und wieder auf DVD-Niveau. Dicke drei Punkte. Ton: Gelegentlich lockern Umgebungsgeräusche die frontlas­tige 5.1-Abmischung etwas auf. Extras: "Behind the Scenes Dokumentation" (24:14), Trailer. Die Wertung …

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Dass es einen dritten "Narnia"-Film gibt, ist 20th Century Fox zu verdanken. Denn nachdem Disney 2008 der Fantasy-Franchise den Geldhahn zugedreht hatte, trat das Murdoch-Studio als Retter auf den Plan. Allerdings kürzte man das Budget von 225 auf 155 Millionen Dollar – nicht ohne Folgen: Computereffekte sind nicht immer auf der Höhe der Zeit und statt auf 35mm drehte man digital (Sony CineAlta Kameras), was dem Sequel einen TV-Film-Look beschert. Für eine nachträgliche 3D-Konvertierung war jedoch genug Geld da – ein Hauptgrund, dass mit 415 Millionen Dollar das Einspiel-Niveau von Teil 2 gehalten werden konnte. Auf Blu-ray erscheint hingegen nur…

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"Wir schrieben die Szene schlecht und so fand unsere Inkompetenz ein weiteres Opfer". Mit Kritik, wenn auch nicht immer ganz ernst gemeint, halten sich Hauptdarsteller und Drehbuchautor Seth Rogen, Regisseur Michel Gondry und Produzent Neal Moritz im unterhaltsamen Audiokommentar nicht zurück. Zu Recht, denn die Adaption der legendären Fernsehserie aus den Sechziger­jahren wirkt zuweilen etwas holprig, bietet aber genug Schauwerte, um die Zielgruppe bei der Stange bzw. auf den Sitzen zu halten. Auch plaudern die Filmemacher aus dem Nähkästchen. So wollte man ursprünglich Nicolas Cage für die Rolle des Bösewichts, doch sein Vorsprechen mit Reggae-Akzent überzeugte nicht. So sieht man…

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Ein Interview im Bonusmaterial nutzt Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck, um zu betonen, wie wichtig Kostüme, Loca­tions und Set-Design für die Ästhetik von "The Tourist" sind. Doch können der Hochglanz-Look und die anspruchs­volle Kameraarbeit nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Big-Budget-Produktion über weite Strecken emotions- und seelenlos dahinplätschert. Statt des beabsichtigten Spionagethrillers mit romantischem Einschlag verkommt von Donnersmarcks erste Regiearbeit seit seinem oscarprämierten "Das Leben der Anderen" zum belanglosen Star-Vehikel, in dem Angelina Jolie und Johnny Depp ihre fehlende Chemie kaum verbergen, ihr Desinteresse kaum verhehlen und ihr Overacting kaum kontrollieren können. Scheinbar zufällig begegnen sich ihre Figuren in einem Zug…

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Zwei Männer, mit Ketten an ein Rohr gefesselt, erwachen in gegenüberliegenden Ecken eines verdreckten Kellerverließes. Via Diktiergerät bekommen sie Anweisung, das Gegenüber innerhalb von siebeneinhalb Stunden zu töten, sonst müssen beide dran glauben. Fluchtmöglichkeiten gibt es keine, nur eine chirurgische Säge, mit der man bestenfalls Körperteile, nicht aber die eiserne Fessel abtrennen kann. Mit dieser klaustrophobischen Prämisse sorgte "Saw" vor acht Jahren für eine Renaissance des Hardcore-Horrors und spielte an den Kinokassen das fast Einhundertfache seiner Produktionskos­ten (1,2 Millionen Dollar) ein. Die unvermeidliche und nur ein Jahr später erschienene Fortsetzung hielt sich an die Spielregeln des Erfolgs, die bereits Jamie…

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