Autor: Christoph Steinecke

Das Original dieses Remakes hieß bei uns "Die rabenschwarze Nacht". Leider lässt sich das 3D-Bild dieser Blu-ray genauso beschreiben: rabenschwarz. Denn die 2011er-Version ist ohnehin extrem düster – und dann kommt der technik­bedingte 3D-Helligkeitsverlust hinzu. So versumpfen bereits im Halbdunkel etliche Details im Schwarz, hin und wieder sieht man kaum etwas wie bei einer nächtlichen Autofverfolgung (58:30). Die zehn Euro Aufpreis, die Disney für die 3D-Blu-ray verlangt, kann man sich getrost sparen. Kaum besser als die 3D-Vorstellung ist die Story der Horrorkomödie, der es an neuen Ideen und bissigem Humor fehlt. Schüler Charlie (Anton Yelchin) lebt glücklich bei seiner alleinerziehenden…

Weiterlesen

"Je gewagter die Idee ist, desto größer die Chance auf eine Pleite statt einen Erfolg", sinniert Produzent Steven Spielberg im Bonus­material. Besagte Pleite trat prompt ein, denn mit 175 Millionen Dollar spielte "Cowboys & Aliens" kaum mehr als seine Produktionskosten von 163 Millionen Dollar ein. Mitschuld daran trägt die von der Grundidee interessante, aber zu langatmig umgesetzte Story. Zu allem Überfluss enthält die Blu-ray ausschließlich den 16 Minuten längeren Director’s Cut. Die Kinofassung findet sich aus unerklärlichen Gründen nur auf der DVD des Doppel-Disc-Sets. Die Geschichte ist trotz 135 Minuten Spielzeit schnell resümiert: Ohne Gedächtnis erwacht der Bandit Jake Lonergan…

Weiterlesen

Ohne eigenes Verschulden gerät der Filmschauspieler Jean-Claude van Damme (spielt sich selbst) in einen echten Banküberfall. Statt plumpem Actionfilm ist "JCVD" ein Drama, das einen surreal-selbstironischen Blick in die Gefühlswelt eines alternden Hollywood-Stars gewährt. Bild: Diffuse, meist überstrahlende Gegenlichtquellen in Verbindung mit entsättigten Sepiatönen lassen die Optik genauso unwirklich wirken wie den Film. Trotz dieser optischen Verfremdungen sind das Schärfeniveau und die Detailzeichnung meist ordentlich. Ton: Aufgrund des minimalen Actionanteils kann sich die 5.1-Abmischung nur gelegentlich in Szene setzen. Extras: Regiekommentar, "Ein Tag mit JCVD" (52:58), "Die Geschichte eines Drehs" (37:02), entfallene Szenen (5:40, optional mit Kommentar), "Synchro-Outtake" (0:47), Trailer.…

Weiterlesen

Nic (Annette Bening) und Jules (Julianne Moore) leben den sonnigen Traum des klassischen Familienglücks im Süden Kaliforniens. Doch als ihr 15-jähriger Sohn den Kontakt zu seinem biologischen Vater sucht, gerät das traute Heim ins Wanken. Komödiantisches Familiendrama der ungewöhnlichen, aber äußerst unterhaltsamen Art. Bild: Der meist von warmen Farbtönen geprägte 1,85:1-Transfer ist zwar nicht immer knackscharf, bietet aber eine gute bis sehr gute Detailzeichnung, einen ausgewogenen Kontrast und wirkt filmisch (klassisch gedreht auf 35mm). Ton: Warum Universal gerade ein Familiendrama mit deutschem DTS-HD-Ton segnet, bleibt unklar – zumindest klingen die Songs voluminös und die Sprachverständlichkeit ist hoch. Extras: Audiokommentar, "Der…

Weiterlesen

Auf Rapa Nui liegt die Fabrik der Oster­hasen. Langohr E.B. soll auf Wunsch des Vaters den Eierbetrieb übernehmen, doch der spielt lieber Schlagzeug – und büchst nach Holly­wood aus, wo er einem arbeitslosen Nest­hocker (James Marsden) vors Auto hopst. Kurzerhand raufen sich die zwei zusammen, um ihre Träume zu verfolgen. Nach "Garfield" und "Alvin und die Chipmunks" vermischt Regisseur Tim Hills erneut Real- und Animationsfilm. Während die klassische Family-Entertainment-Comedy in den USA über 100 Millionen Dollar einspielte, lösten hierzulande nur knapp 500.000 Besucher eine Kinokarte. Bild: Realszenen wie Animationen werden plastisch, scharf und mit vielen Details (Hasenfell bei 2:55) dargestellt.…

Weiterlesen

Die Bewohner des Dorfes Daggerhorn leben in Angst und Schrecken. Denn in den nahen Wäldern treibt ein Werwolf sein Unwesen. Die unter Liebeskummer leidende Valerie (Amanda Seyfried) merkt, dass sie auf außergewöhnliche Weise mit dem Tier verbunden ist. Die mäßige Fantasy-Variante des Märchens Rotkäppchen liegt auf Blu-ray in der Kino­fassung und der rund eine Minute längeren Extended Edition (mit anderem Ende) vor. Bild: Trotz Düster-Optik wirkt der Cinemascope-Transfer oft plastisch und detailreich, das letzte Quäntchen Schärfe fehlt aber. In nur von Fackeln ausgeleuchteten Szenen saufen Details in Schwarzbereichen ab. Dafür gefallen die kräftigen Farben. Ton: Die Wolfsattacken (21:10) preschen mit…

Weiterlesen

Dem neuen Kommandanten Queeg (Humphrey Bogart) wächst die Führung des US-Zerstörers Caine über den Kopf. Fehlentscheidungen bringen Schiff und Mannschaft in Gefahr, die Offiziere meutern. Mit Nachspiel: Queeg zerrt sie vor das Kriegsgericht. Das psychologisch ausgefeilte Kriegsdrama brachte es auf sieben Oscar-Nominierungen, unter anderem für Bogart als "Bester Hauptdarsteller". Bild: Der Transfer wirkt weich, es fehlt an Schärfe und Plas­tizität. Ein Filter beseitigt das Rauschen nicht gänzlich, verschmiert aber häufig Details. Die Filmvorlage wurde zumindest von Verschmutzungen befreit. Ton: Während der englische 5.1-Upmix angenehm überrascht, tönt der Synchronmix nur aus dem Center. Extras: Audiokommentar, "Rückblickend-Filmdokumenta­tion" (35:13), zwei Teaser. Die Wertung …

Weiterlesen

Um sein Millionenerbe nicht zu verlieren, muss der Playboy Arthur Bach (Russell Brand) die Karrierefrau Susan (Jennifer Garner) heiraten. Eigentlich kein Problem, doch dann verknallt sich der dauerbetrunkene Jet-Setter in die aus einfachen Verhältnissen stammende Naomi. Jetzt muss er sich entscheiden: Geld oder Liebe? Kurzweiliges Remake des gleichnamigen Komödienklassikers von 1981. Bild: Der knallbunte und oft überkontrastierte 1,78:1-Transfer (realistisch sieht anders aus) leidet unter Hintergrundrauschen, das nicht immer nach Filmkorn aussieht und sich zuweilen negativ auf Schärfe und Detailzeichnung auswirkt. Ton: Während die Effektkulisse meist frontlastig daherkommt, nutzt die Filmmusik auch die hinteren Lautsprecher. Extras: "Arthur – unbeaufsichtigt!" (11:17), entfallene…

Weiterlesen

Des Mordes überführen konnte Kommissar Bärlach (Martin Ritt) seinen Jugendfreund Gastmann (Robert Shaw) nicht, jetzt will der Gesetzeshüter ihm einen Mord anhängen. Maximilian Schells Verfilmung des gleichnamigen Romans von Friedrich Dürrenmatt – der am Drehbuch mitschrieb – wurde mit dem Deutschen Filmpreis geehrt. Bild: Trotz "digitaler Restauration" (Cover-Aufdruck) wirkt der 1,66:1-Transfer (seitliche Balken) stets weich. Ein Rauschfiltereinsatz verschmiert das Bild, beseitigt aber nicht das oft heftige Rauschen (z.B. im Vorspann). Farben sind fahl, es fehlt Kontrast und kräftiges Schwarz. Ton: Der Mono-Sound klingt störungsfrei, in leisen Szenen (26:00) macht sich leichtes Rauschen bemerkbar. Extras: "Restaurierung: Vorher-Nachher-Vergleich" (8:23), "Schach mit Dürrenmatt"…

Weiterlesen

Schwertmeister Yang (Jang Dong-gun) meuchelt in Asien als Auftragskiller feindliche Clans. Als er sich weigert ein Baby zu töten, wandert er mit dem Kind nach Amerika aus. In einem Wüstenkaff bietet ein Zirkus Unterschlupf, doch bald tauchen alte und neue Feinde auf. Der temporeiche Actionstreifen kreuzt gekonnt den klassischen Western mit dem asiatischen Schwertkampfkino (siehe Fakten-Check). Bild: Der Cinemascope-Transfer überzeugt mit sehr guter Schärfe und Detailzeichnung (7:24, 62:10), auch der homogene Kontrast und die kräftigen Farben gefallen. Das dezente Filmkorn blieb ebenfalls unangetastet. Ton: Der dynamische 5.1-Track bietet viele direktionale Effekte. Der Score spielt räumlich, Schüsse und die Dynamit­explosionen (65:50)…

Weiterlesen