Autor: Christoph Steinecke

Dass es einen dritten "Narnia"-Film gibt, ist 20th Century Fox zu verdanken. Denn nachdem Disney 2008 der Fantasy-Franchise den Geldhahn zugedreht hatte, trat das Murdoch-Studio als Retter auf den Plan. Allerdings kürzte man das Budget von 225 auf 155 Millionen Dollar – nicht ohne Folgen: Computereffekte sind nicht immer auf der Höhe der Zeit und statt auf 35mm drehte man digital (Sony CineAlta Kameras), was dem Sequel einen TV-Film-Look beschert. Für eine nachträgliche 3D-Konvertierung war jedoch genug Geld da – ein Hauptgrund, dass mit 415 Millionen Dollar das Einspiel-Niveau von Teil 2 gehalten werden konnte. Auf Blu-ray erscheint hingegen nur…

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Ein Interview im Bonusmaterial nutzt Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck, um zu betonen, wie wichtig Kostüme, Loca­tions und Set-Design für die Ästhetik von "The Tourist" sind. Doch können der Hochglanz-Look und die anspruchs­volle Kameraarbeit nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Big-Budget-Produktion über weite Strecken emotions- und seelenlos dahinplätschert. Statt des beabsichtigten Spionagethrillers mit romantischem Einschlag verkommt von Donnersmarcks erste Regiearbeit seit seinem oscarprämierten "Das Leben der Anderen" zum belanglosen Star-Vehikel, in dem Angelina Jolie und Johnny Depp ihre fehlende Chemie kaum verbergen, ihr Desinteresse kaum verhehlen und ihr Overacting kaum kontrollieren können. Scheinbar zufällig begegnen sich ihre Figuren in einem Zug…

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Zwei Männer, mit Ketten an ein Rohr gefesselt, erwachen in gegenüberliegenden Ecken eines verdreckten Kellerverließes. Via Diktiergerät bekommen sie Anweisung, das Gegenüber innerhalb von siebeneinhalb Stunden zu töten, sonst müssen beide dran glauben. Fluchtmöglichkeiten gibt es keine, nur eine chirurgische Säge, mit der man bestenfalls Körperteile, nicht aber die eiserne Fessel abtrennen kann. Mit dieser klaustrophobischen Prämisse sorgte "Saw" vor acht Jahren für eine Renaissance des Hardcore-Horrors und spielte an den Kinokassen das fast Einhundertfache seiner Produktionskos­ten (1,2 Millionen Dollar) ein. Die unvermeidliche und nur ein Jahr später erschienene Fortsetzung hielt sich an die Spielregeln des Erfolgs, die bereits Jamie…

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Als "Eine Pussycat-Dolls-Version von Chicago" bezeichneten US-Kritiker "Burlesque". Das verwundert nicht, machte Regisseur Steve Antin bisher vor allem durch Musik­videos für eben jene Retorten-Band von sich reden. Was das Kritiker-Urteil verschweigt: Antin, der auch das Drehbuch schrieb, verschlimmbesserte die Hochglanz-Ästhetik mit Versatzstücken aus "Nine", "Moulin Rouge", "Showgirls" und "Coyote Ugly" zu einem uninspirierten Brei ohne Tiefgang. Auch die toll gesungenen und erotisch choreografierten Musiknummern können den Karren nicht aus dem Dreck ziehen. Nur Fans von Christina Aguilera kommen auf ihre Kosten. Die Sängerin spielt in ihrem Spielfilmdebüt das Provinzmädchen Ali Rose, das in Los Angeles mit großer Stimme ihre noch…

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Auch beim 50. abendfüllenden Trickfilm setzte man bei Disney auf ein bewährtes Erfolgsrezept: charmante Figuren, tierische Sidekicks (u.a. ein Pferd, das sich aufführt wie ein Jagdhund), witzige Dialoge, Slapstick und ein Schuss Romantik. Grimms Märchen von der entführten Prinzessin Rapunzel bildet dabei nur das Grundgerüst für klassische Disney-Unterhaltung. Denn wenn sich das langhaarige Mädel gegen den Willen ihrer vermeintlichen Mutter entschließt, das Turmgefängnis zu verlassen, um mit dem sympathischen Gauner Flynn eine unbekannte Welt zu erkunden, entfaltet das Gezanke des ungleichen Pärchens zuweilen echten Screwball-Comedy-Charakter. Und in 3D (mehr dazu links) erwecken die geschmeidigen Animationen die digitale Märchenwelt vollends zum…

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"99 Prozent von dem, was aus Hollywood kommt, ist nicht 3 D, sondern 2½ D." Derart kritisch urteilt Regisseur Ben Stassen in einem Interview in den Extras über die dreidimensionale Kost aus Übersee und ergänzt: "Die Kinobesucher fühlen sich abgezockt." Dass es besser geht, und zwar viel besser, beweist Stassen mit dem Animationsspektakel "Sammys Abenteuer". Der Belgier gilt als Europas 3D-Pionier, drehte er doch bereits sieben IMAX-3D-Filme. Mit seiner Firma nWave Pictures konzentriert er sich ausschließlich auf 3D-Produktionen – und das merkt man in jeder Einstellung. Der von deutschen Stars wie Matthias Schweighöfer, Lena Meyer-Landrut und Axel Stein gesprochene Film…

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Nach dem Schmelzen der Po­lar­kappen ist die Erde komplett von Wasser bedeckt. Die Überlebenden der Apokalypse dümpeln auf Schrottinseln auf dem Ozean. Ungeachtet eines Einspiels von 264 Mio. Dollar wurde Kevin Cos­tners maritime "Mad Max"-Ver­sion als Flop abgestempelt. Bild: Trotz neuem AVC-Encoding sieht die Blu-ray genauso mittelmäßig aus wie die HD-DVD (audiovision 3-2008) und damit kaum besser als die DVD. Obwohl der Film meist aus sonnendurchfluteten Außenaufnahmen besteht, enttäuschen Schärfe- und Detailniveau, statt feinem Filmkorn gibt’s vermatschtes Videorauschen und auch das Ausmaß der Doppel-konturen ist für ein HD-Medium zu hoch. Ton: Die 5.1-Abmischung klingt detailreich, kann aber nicht mit aktuellen…

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Finanzkrise lässt grüßen. Weil die Bankangestellte Christine (Alison Lohman) einer Zigeunerin ein Darlehen verweigert, spricht die einen Höllenfluch aus. Und siehe da, kurz darauf geschehen merkwürdige Dinge. Trotz teils mauer CGI-Effekte mitreißender Horrorschocker. Bild: Von einigen wenigen Szenen abgesehen verfügt der rausch- und defektfreie Cinemascope-Transfer über eine gute bis sehr gute Detail- und Kantenschärfe sowie eine hohe Tiefenwirkung. Die Farben wurden bewusst entsättigt. Ton: Von XXL-Dynamiksprüngen über Krawall auf allen Boxen bis hin zu präzisen Effekten, die auch schon mal um den Zuschauer wandern, zieht der 5.1-Mix alle Akustik-Register. Lediglich im Hochtonbereich hat die deutsche DTS-Spur gegenüber dem englischen HD-Track…

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Nach seinem Studienabschluss verbrennt Christopher McCandless 1990 die Ersparnisse und trampt zwei Jahre durch die USA. Sein Ziel: ein Leben in der Wildnis Alaskas. Sean Penns vierte Regiearbeit erzählt die mitreißende, weil wahre Story McCand­less‘, der 1992 an giftigen Beeren starb. Bild: Fernab von optischen Verfremdungen sehen die malerischen Landschaftsaufnahmen des rausch- und defektfreien Cinemascope-Transfers nicht nur knackscharf aus, sondern verfügen im Gegensatz zur DVD (audiovision 10-2008) auch über eine hervorragende Plastizität. Ton: Leider verteilt sich der grandiose Soundtrack von Pearl Jam-Sänger Eddie Vedder zu selten über alle Lautsprecher. Surroundeffekte gibt es ebenfalls kaum. Extras: "The Story, the Characters" (21:53),…

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Unter dem Vorwand, einen Doku­mentarfilm über die USA zu drehen, reist Reporter Borat (Sacha Baron Cohen) durchs Land und entlockt dem Durchschnitts­amerikaner mit seiner naiv-charmanten wie entwaffnenden Art teils abenteuerliche Ansichten. Trotz nerviger Rahmenhandlung sollten Sie die kontroverse (siehe Fakten-Check) Pseudo-Doku der grotesken Art nicht verpassen. Bild: Gedreht wurde mit (teils versteckten) DV- und HDV-Kameras, entsprechend schwankt die Bildqualität zwischen ausgesprochen mäßig und überraschend gut. Trotzdem braucht es eine Blu-ray bei diesem Film nicht wirklich. Ton: Während die Musik ab und an die Rears bedient, kommen Umgebungsgeräusche fast ausschließlich von vorne. Extras: entfallene Szenen (24:03), "Weltweit Propaganda Tour" (16:39), zwei…

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