Autor: Christoph Steinecke

Im Japan des 18. Jahrhunderts rächen 47 herrenlose Samurai den Tod ihres Fürsten. Darunter befindet sich auch Findling Kai (Keanu Reeves), der zur Schlüsselfigur im Kampf gegen den verfeindeten Provinzherr avanciert. Das visuell eindrucksvolle wie actionreiche Fantasy-Abenteuer entstand in Ungarn und England, kann aber mit bekannten Japan-Stars wie Hiroyuki Sanada, Tadanobu Asano und Rinko Kikuchi aufwarten. Die deutsche Disc birgt die internationale Schnittfassung, die japanische Blu-ray enthält eine spezielle Version mit alternativ gedrehtem Material in japanischer Sprache. Bild 2D: Der Cinemascope-Transfer zeigt meist eine gute Schärfe, vielen Einstellungen fehlt es aber an Feinzeichnung. Der Kontrast bietet viele Graustufen, lässt aber…

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Landei Dixie (Jonny Owen) möchte in London Musikmanager, ein sogenannter ‚Svengali‘, werden. Mit einer vielversprechenden Garagen-Band im Rücken beginnt er Club-Besitzern und der Fachpresse auf den Pelz zu rücken. Unterhaltsame Brit-Komödie mit satirischen Showiz-Seitenhieben. Bild: Der 1,85:1-Transfer kommt klar, sauber, scharf und detailliert rüber. Farben wirken natürlich und unverfälscht. Der Kontrast zeigt sich fast ausgewogen, nur Schwarz tendiert öfter mal ins Gräuliche. Ton: Die 5.1-Abmischung lässt die vielen Songs breit und dynamisch über die Frontboxen rocken, Gigs in Clubs befeuern auch die Rears mit vielen Umgebungs­geräuschen. Insgesamt wünscht man sich aber eine räumlichere Klangkulisse. Extras: Making-of (36:05). Die Wertung …

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Die geschiedene Eva (Julia Louis-Dreyfus) verliebt sich in den lustigen und ebenfalls geschiedenen Albert (James Gandolfini). Als die alleinerziehende Mutter allerdings auch Alberts Ex (Catherine Keener) kennenlernt, verkompliziert sich die Lage. Ungeachtet melancholischer Zwischentöne wunderbar leichtfüßige Beziehungskomödie für Erwachsene. Bild: Trotz warmer Farbegebung, diffusen Lichtquellen und Gegenlichtaufnahmen ist die Detail- und Kantenschärfe sehr gut. Ein schmuckes HD-Bild. Ton: Bis auf etwas Nachhall der Musik haben die rückwärtigen Lautsprecher nichts zu melden. Extras: Outtakes, „Die Darsteller“ (5:58), „Die Story“ (3:31), „Lerne Eva und Albert kennen“ (2:36), „Regisseurin & Autorin Nicole Holofcener “ (3:08), „Julia Louis-Dreyfus als Eva“ (3:00), Trailer. Die Wertung …

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Auf einer Erkundungstour durch das Missi­s­sippi-Delta freunden sich die Vierzehnjährigen Ellis und Neckbone mit dem wegen Mordes gesuchten Mud (Matthew McConaughey) an. Spannendes wie bewegendes Coming-of-Age-Drama. Bild: Der meist in warme Farben getauchte und regelmäßig überkontrastierte Cinemascope-Transfer passt perfekt zur Story – die Muffigkeit und Luftfeuchtigkeit lässt sich förmlich spüren. Trotz guter Schärfe und Detailzeichnung sollte man allerdings keine HD-Vorführoptik erwarten. Ton: Die 5.1-Abmischung versorgt den Zuschauer zwar mit Umgebungsgeräuschen, gibt sich insgesamt aber zurückhaltend und zahm. Extras: Making-of (16:06), Interviews (71:00), B-Roll (47:09), Trailer, TV-Spots. Die Wertung Film 5 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität…

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Der Ex-Kriminelle Paul Maguire (Nicolas Cage) führt ein beschauliches Familienleben als Geschäftsmann. Doch als seine Tochter entführt wird und die Polizei bei ihren Ermittlungen nicht weiterkommt, nimmt Paul das Gesetz in die eigene Hand. Solider Selbstjustizthriller aus der zweiten Reihe. Bild: Dank Digitaldreh mit Red-One-Kameras bietet sich dem Betrachter ein meist scharfes und detail­reiches Bild. Sonnige Außenaufnahmen verfügen über eine teils beachtliche Tiefenwirkung (67:48). Ton: Nur bei der oft räumlichen Musikwiedergabe (u.a. 49:30) weiß die 5.1-Abmischung zu gefallen; die Effektkulisse kommt hingegen zu frontlastig daher (Schießerei bei 62:40). Extras: Interviews (36:18), B-Roll (30:59), entfallene Szenen (22:22), Trailer. Die…

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Erfolglos pendelt der Musiker Llewyn Davis (Oscar Isaac) zwischen Gigs und Songaufnahmen hin und her. Von der Musik getrieben, verschlägt es ihn nach Chicago und New York. Die Coen-Brüder inszenierten mit toller Musik eine atmos­phärische Zeit­reise durch die Folk-Szene der 1960er. Bild: Der scharfe 1,85:1-Transfer wurde aus stilistischen Gründen im Kontrast gefiltert und wirkt meist blass und düster – nichts für lichtschwache Beamer. Ton: Der 5.1-Mix lebt von seiner lebendigen, räumlichen Geräuschkulisse. Die Musikstücke sind häufig frontlastig mit leichtem Raumhall abgemischt. Extras: Das Mediabook birgt eine Bonus-Blu-ray mit der Doku „Another Day, Another Time“ (101:10) über ein vom Film inspiriertes…

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In seinem mittelmäßigen Biopic konzentriert sich Deutschlands Regie-Export Oliver Hirschbiegel auf die letzten beiden Lebensjahre von Prinzessin Diana (Naomi Watts), der einst meistfotografierten Frau der Welt. Bild: Sowohl Nahaufnahmen als auch Totalen verfügen über eine hohe Kantenschärfe und gute Detailzeichnung. Trotz Super35-Dreh auf Zelluloid kommt das meist von warmen Farbtönen geprägte Bild ungemein sauber daher. Ton: Thematisch bedingt gibt sich die 5.1-Mischung meist frontlastig, bietet aber hin und wieder die ein oder andere Dynamikspitze (z.B. eine explodierende Landmine). Extras: Trotz brisanter Thematik gibt es als Extras nur rund 45 Minuten an PR-Interviews und Trailer. Die Wertung Film 3 von…

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Scheue Nachbarn wecken die Neugierde von Vorstädter Ray (Tom Hanks) und seinen Kumpels. Als ein Rentner verschwindet, werden die slawischen Neuankömmlinge sogar als Kannibalen verdächtigt. Eine Aufklärungsmission beginnt. Schwarzhumorige Kultkomöde von „Gremlins“-Regisseur Joe Dante. Bild: Der 1,85:1-Transfer sieht leider nur in Nahaufnahmen ordentlich scharf aus, HD-Feeling kommt so kaum auf. Verschmutzungen halten sich in Grenzen, dafür rauscht es teils kräftig. Ton: Der Surround-Mix klingt angestaubt. Effekte tönen detailarm meist nur über die Front, selbst Explosionen (83:28) bringen kaum Rums ins Heimkino. Punkten kann nur die räumlich abgemischte Musik. Extras: „You can‘t kill Tom Hanks“ (18:33), alternatives Ende (6:17), Bildergalerie, Trailer.…

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Um einen vermeintlichen Millionen-Dollar-Gewinn abzuholen, reisen ein Vater (Bruce Dern) und sein Sohn (Will Forte) 1.500 Kilometer quer durchs amerikanische Niemandsland. Dabei kommen sich die fremd gewordenen Männer wieder näher. Das in Schwarz-Weiß gedrehte Roadmovie wurde für sechs Oscars nominiert. Bild: Die Schwarz-Weiß-Bilder sind meist scharf und detailreich, Lichter überstrahlen allerdings leicht und Graustufen könnten differenzierter ausfallen. Rauschen variiert je nach Szene von dezent bis stark. Ton: Aufgrund einer 3.0-Abmischung tut sich auf den Rears nichts. Vorne konzentrieren sich Geräusche meist auf den Center, nur die plastisch spielende Musik verteilt sich angenehm über die Stereofront. Extras: Making-of (28:50). Die Wertung …

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Obwohl mit einem Einspiel von 40 Millionen Dollar kein Kassenschlager wurde der rasante SciFi-Actioner der „Crank“-Regisseure Mark Neveldine und Brian Taylor letztes Jahr nach 3D konvertiert. Am Film selbst änderte man aber nichts. In einem Online-Game schlachten sich zum Tode Verurteilte (u.a. Gerard Butler) als reale Spielfiguren gegenseitig ab. Von „Gamern“ fremdgesteuert, kämpfen sie gegen ihren Willen und ohne Kontrolle über das, was sie tun. Bild 2D: Hier griff man auf den alten 1:85:1-Transfer zurück. Egal ob knallbunt und rauschfrei oder monochromatisch und gekörnt – das mit HD-Digitalkameras gedrehte Bild ist stets scharf und detailreich. Bild 3D: Der 3D-Transfer auf…

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