Nach dem dritten Weltkrieg machen sich Söldnerin Deunan und ihr Cyborg-Partner Briareos auf den Weg zur mystischen Stadt Olympus, welche die letzte Rettung der Menschheit sein soll. Das actionreiche Prequel zu den „Appleseed“-Filmen wurde komplett in 3D animiert und verzichtet auf den Anime-Look der Vorgänger. Bild: Das rauschfreie 1,78:1-Bild fasziniert dank detaillierter und kantenscharfer Animationen. Schwarz tendiert aber oft ins Gräuliche, an Linien (z.B. Haare) zeigen sich leichte Aliasing-Effekte. Ton: Der 5.1-Mix donnert mit fetter Dynamik und kräftigen Tiefbässen. Die räumlichen Effekte holen Ballereien und Explosionen mitten ins Wohnzimmer. Eine japanische Tonspur fehlt leider. Extras: Kommentar, Making-of (52:09), Trailer. Die…
Autor: Christoph Steinecke
Walt Disney (Tom Hanks) möchte den Roman ‚Mary Poppins‘ auf die Leinwand bringen, die exzentrische „Poppins“-Autorin P. L. Travers (Emma Thompson) hegt jedoch ihre eigenen Vorstellungen einer Verfilmung. Warmherzige wie witzige Hollywood-Anekdote mit toll spielendem Star-Ensemble. Bild: Der Cinemascope-Transfer punktet mit hoher Schärfe und Detailzeichnung. Leichtes Filmkorn ist stets sichtbar, aber nicht störend. Ein leicht angezogener Kontrast sorgt für dezenten Hochglanz-Look. Ton: Während der Score des zurückhaltenden 5.1-Mixes alle Boxen anspricht, tönt die zahme Geräuschkulisse oft nur von vorne. Noch drei Punkte. Extras: Entfallene Szenen (7:27), „Die Walt Disney Studios gestern und heute“ (14:35), „Let‘s go fly a kite“ (1:47).…
Der leidenschaftliche Amateurfilmer Hans Pospiech (Gerhard Polt) dreht ein Werk über Adolf Hitlers Privatleben – und stellt dabei die Welt seines bayerischen Provinzdorfs auf den Kopf. Witzige wie hintersinnige Satire mit einem Polt in Hochform. Bild: Der Cinemascope-Transfer versprüht dank ausgezeichneter Schärfe und Detailzeichnung viel plastisches HD-Feeling. Farben tendieren ins orange. Gelegentlich leichtes Rauschen stört nicht weiter. Ton: Für eine Komödie untypisch beschallt der 5.1-Mix auch die Rears mit agilen, teils druckvollen Geräuschen (Flugzeuge, Dorflärm). Der volksmusikalische Score spielt ebenso räumlich und klar. Extras: Making-of (43:23), entfallene Szenen (6:41), „Pospiechs-Videoblogs“ (6:29), TV-Auftritt von Polt (13:42), Fotogalerie, Hörfilmfassung, Trailer. Die Wertung …
Vampir-Prinzessin Lissa (Lucy Dry) und ihr Halbvampir-Bodyguard Rose (Zoey Deutch) müssen sich gegen Monster und schmachtende Liebesanwärter behaupten. Die an „Twilight“-Fans gerichtete Teen-Horrorkomödie samt ironischer Untertöne basiert auf der gleichnamigen Romanreihe von Bestsellerautorin Richelle Mead. Bild: Neben der Rauschfreiheit sorgen ausgezeichnete Schärfe und Feinzeichnung sowie die kräftigen Farben bei sattem Schwarz für plastische HD-Bilder. Ton: Wuchtige Effekte mit guter Bassunterstützung und ein weiträumig wie dynamisch spielender Score untermalen das fröhliche Vampir-Treiben bestens. Extras: Interviews (52:15), B-Roll (6:23), entfallene Szenen (4:16) „Im Gespräch mit Buchautorin Richelle Mead“ (2:50), alternativer Anfang (1:20), Trailer. Die Wertung Film 4 von 6 Punkten Bildqualität…
Torrero-Tochter Carmen (Macarena García) wird von ihrer despotischen Stiefmutter (Maribel Verdú) gegängelt. Das spanische Kinomärchen verlegt den „Schneewittchen“-Stoff in die Stierkampfarena und bedient sich dabei der Ästhetik des S/W-Stummfilms der 1920er. Tipp für Arthaus-Cineasten. Bild: Mit körnigem 16mm-Film und künstlich erzeugten Helligkeitsschwankungen imitiert das zu den Rändern hin abgedunkelte 1,33:1-Schwarz-Weiß-Bild alte Stummfilme. Schärfe und Details sind trotzdem gut, der Kontrast bringt die eindrucksvolle Lichtdramaturgie mit Top-Graustufen auf den Schirm. Ton: Auch ohne Dialoge und Geräusche erweckt der dynamische, räumliche Score alle Boxen zum Leben. Extras: Making-of (28:55), Filmvorstellung (1:46), erster Drehtag (5:22), Filmpremiere (4:33). Die Wertung Film 5…
Der stilprägende Klassiker des Deutschen Stummfilm-Expressionismus erfuhr für seine Blu-ray-Premiere eine aufwändige 4K-Restaurierung. Bild: Schäden am Kamera-Negativ wurden bestmöglich beseitigt, fehlende Einstellungen mit Material aus Kinokopien ergänzt. Die eingefärbten Schwarz-Weiß-Bilder (Viragierung) überraschen mit ruhigem Stand und geringem Helligkeitsflackern. Nahaufnahmen zeigen Details, ab der Halbtotalen wird es aber weich. Besser sah „Dr. Caligari“ nie aus, verglichen mit modernen Filmen reicht es aber nur für 2 Punkte. Ton: Die Musik im 2.0-Mix verteilt sich klar und dynamisch über die Front. Bei aktivierter ProLogic-Schaltung werden die Rears dezent einbezogen. Extras: „Caligari“-Doku (50:42), Restaurierungs-Making-of (4:12) und Beispiele (4:23), Booklet. Die Wertung Film 6…
David Wozniak (Vince Vaughn) führt ein eher schlichtes Leben. Doch als der liebenswerte Lkw-Fahrer herausfindet, dass er aufgrund von Samenspenden der biologische Vater von 533 Kindern ist, ändert sich alles. Nettes US-Remake der frankokanadischen Komödie „Starbuck“ Bild: Der Cinemascope-Transfer verfügt zwar über eine gute Detail- und Kantenschärfe, großes HD-Feeling kommt aufgrund der eingeschränkten Plastizität aber nicht auf. Auch passt die oft leicht grünliche Farbgebung nicht recht zum Romantik-Genre. Ton: Man bekommt einen klanglich einwandfreien, aber unspektakulären 5.1-Comedy-Mix aufgetischt. Extras: „Familie“ (15:43), „Vince Vaughn: ganz spontan“ (4:34), verpatzte und entfallene Szenen (5:12), Trailer. Die Wertung Film 4 von 6 Punkten…
Friedrich Wilhelm Murnaus wegweisender Horror-Stummfilmklassiker wurde bereits 2006 restauriert und erscheint zeitgleich mit „Dr. Caligari“ erstmals hochauflösend. Bild: Im Vergleich zu „Caligari“ offerieren die ebenfalls farbgetönten Bilder mehr Schärfe und Feinzeichnung, dafür war das Master stärker beschädigt: Laufschrammen, Verschmutzungen und ein unruhigerer Bildstand stören öfter. Tiefes Schwarz fehlt, die Graustufenzeichnung ist aber top. Ton: Die Rekonstruktion der originalen Filmmusik klingt im 5.1-HD-Mix räumlich, klar, dynamisch und fesselt genauso wie die grandiosen Bilder. Extras: „Die Sprache der Schatten“ (52:37), 8mm-Fassung von Nosferatu (27:50), Werbematerialien (PDF-Datei im BD-ROM-Teil), 20-seitiges Booklet. Die Wertung Film 6 von 6 Punkten Bildqualität 2 von 6…
Nahe der Loreley am Rhein-Ufer killt ein Monster Menschen. Jäger Sigurd (Tony Kendall) soll ein Mädchen-Pensionat beschützen und stößt dabei auf den Mythos der Loreley-Nymphe. Toll fotografierter Horror von „Reitenden Leichen“-Regisseur Amando de Ossorio, der aus heutiger Sicht allerdings nur mit einem hohem Trash-Faktor aufzutrumpfen vermag. Bild: Ein starker Rauschfilter sorgt für ein digital anmutendes und detailarmes Bild; nur Nahaufnahmen sehen ordentlich scharf aus. Positiv gefallen der geringe Verschmutzungsgrad und die satten Farben. Ton: Der deutsche Stereo-Upmix klingt flach, blechern und unnatürlich. Zudem schwingt bei Dialogen ein hässlicher, digital gurgelnder Unterton mit; Gleiches gilt für den spanischen Originalton. Extras: Fotogalerie,…
Teenager Evan (Harrison Gilbertson) zieht mit seiner Familie in ein angebliches Spukhaus. Eine Séance mit einem Radio, das Stimmen aus dem Jenseits empfängt, erweist sich bald als fataler Fehler. Wenig origineller Haus-Grusel, der zumindest mit guten Darstellern und Düsterstimmung aufwartet. Bild: Der oft mit einem Blaufilter behandelte 2,35:1-Transfer sieht selbst in dunklen Szenen rauschfrei, scharf und detailreich aus. Das Bild ist meist etwas zu dunkel und Schwarz erreicht nicht die Tiefe der Cinemascope-Balken. Ton: Der Grusel-Score spielt einlullend räumlich, auch Effekte verteilen sich präzise auf den Boxen. Schockmomenten fehlt es allerdings an druckvollen Bässen und explosiver Dynamik. Extras: Trailer. Die…