Scheue Nachbarn wecken die Neugierde von Vorstädter Ray (Tom Hanks) und seinen Kumpels. Als ein Rentner verschwindet, werden die slawischen Neuankömmlinge sogar als Kannibalen verdächtigt. Eine Aufklärungsmission beginnt. Schwarzhumorige Kultkomöde von „Gremlins“-Regisseur Joe Dante. Bild: Der 1,85:1-Transfer sieht leider nur in Nahaufnahmen ordentlich scharf aus, HD-Feeling kommt so kaum auf. Verschmutzungen halten sich in Grenzen, dafür rauscht es teils kräftig. Ton: Der Surround-Mix klingt angestaubt. Effekte tönen detailarm meist nur über die Front, selbst Explosionen (83:28) bringen kaum Rums ins Heimkino. Punkten kann nur die räumlich abgemischte Musik. Extras: „You can‘t kill Tom Hanks“ (18:33), alternatives Ende (6:17), Bildergalerie, Trailer.…
Autor: Christoph Steinecke
Obwohl mit einem Einspiel von 40 Millionen Dollar kein Kassenschlager wurde der rasante SciFi-Actioner der „Crank“-Regisseure Mark Neveldine und Brian Taylor letztes Jahr nach 3D konvertiert. Am Film selbst änderte man aber nichts. In einem Online-Game schlachten sich zum Tode Verurteilte (u.a. Gerard Butler) als reale Spielfiguren gegenseitig ab. Von „Gamern“ fremdgesteuert, kämpfen sie gegen ihren Willen und ohne Kontrolle über das, was sie tun. Bild 2D: Hier griff man auf den alten 1:85:1-Transfer zurück. Egal ob knallbunt und rauschfrei oder monochromatisch und gekörnt – das mit HD-Digitalkameras gedrehte Bild ist stets scharf und detailreich. Bild 3D: Der 3D-Transfer auf…
Mit Anfang 20 steigt Jordan Belfort (Leonardo DiCaprio) an der Wall Street zum ausschweifenden Multimillionär und Chef eines rasant wachsenden Broker-Unternehmens auf. Da viele seiner Geschäfte nicht ganz legal sind, heftet sich das FBI an Belforts Fersen. Martin Scorseses schwarzhumoriger Abgesang auf die Börsen- und Aktienspekulanten ist ebenso meisterhaft inszeniert wie gespielt. Oscar-Ehren blieben trotz fünf Nominierungen aber aus. Bild: Eine gute bis sehr gute Schärfe und Detailzeichnung sorgen oft für plastische HD-Bilder, auch wenn der Cinemascope-Transfer selbst bei Nahaufnahmen nicht knackscharf aussieht. Leichtes Rauschen ist stets präsent, stört aber selbst bei großen Projektions-Diagonalen nicht. Der Kontrast zeigt sich ausgewogen,…
In den Sommerferien besucht der 17-jährige Ben aus Deutschland (Samuel Schneider) seinen ihm fremden Vater (Ulrich Tukur) in Marrakesch. Nach einem Streit geht der Sohnemann kurzerhand auf Entdeckungstour, der besorgte Vater reist ihm hinterher. Etwas zähes, aber tiefschürfendes Vater-Sohn-Drama von Oscar-Preisträgerin Caroline Link. Bild: Der Cinemascope-Transfer rauscht zwar öfter mal über Gebühr, dennoch bewegen sich Schärfe und Details auf gutem Niveau. Der überzogene Kontrast und die satten Farben versprühen viel Marokko-Flair. Ton: Die 5.1-Abmischung sorgt sowohl mit räumlicher Musik als auch detailreicher wie lebendiger Geräuschkulisse für einhüllenden Surround-Sound. Extras: Audiokommentar, Making-of (19:38), entfallene Szenen (4:58), Interviews (22:53). Die Wertung …
Im fünften Teil der Spuk-Reihe ergreift ein Dämon Besitz von einem Teenager (Andrew Jacobs), der daraufhin gewaltsame Tendenzen entwickelt. Meist öder Spin-off des Erfolgs-Franchise in altbekannter Found-Footage-Ästhetik. Die Disc birgt die Kinofassung sowie einen 17 Minuten längeren Extended-Cut. Bild: Erneut sieht das Bild wie eine normale Camcorder-Aufnahme aus. In hellen Tagszenen erreichen Schärfe und Detalzeichnung gute Werte, dunkle Aufnahmen wirken dagegen weicher und rauschen. Ton: Auch akustisch blieb man dem Camcorder-Ansatz treu. So tönt es fast nur aus dem Center, bei Innenaufnahmen legt sich leiser Hall auf die Rears. Die Bässe grummeln kaum, selbst Schüsse lassen nicht aufschrecken. Musik…
Yokohama 1963: Während die Schüler einer Highschool um den Erhalt ihres Clubhauses streiten, kämpft die 17-jährige Umi an ganz anderer Front: Ein Familiengeheimnis gefährdet ihre aufblühende Liebe zu Klassenkamerad Shun. Die bezaubernde Nostalgie-Dramödie stammt aus dem rennomierten japanischen Animations-Studio Ghibli. Bild: Der 1,85:1-Transfer ist kantenscharf und hochauflösend, sauber und rauschfrei. Auch der perfekte Kontrast und die kräftigen Farben überzeugen. Ton: Genrebedingt gibt es keine Surround-Gewitter, dennoch gefällt der 5.0-Mix mit räumlichem Score und Umgebungsgeräuschen. Dicke drei Punkte. Extras: Film als Storyboard (90:51), Interview (17:36), Musikvideo (5:44), Pressekonferenz (39:16), „Yokohama Gestern und Heute“ (22:44), Trailer. Die Wertung Film 5 von…
Kurz nachdem die amerikanische Teenagerin Daisy (Saoirse Ronan) zu Verwandten nach England zieht, bricht in Europa ein Krieg aus. Außergewöhnliche wie fesselnde Mischung aus Jugend- und Kriegsdrama mit starker Hauptdarstellerin. Bild: Dank Digitaldreh sieht der 1,85:1-Transfer scharf, detailreich und klar aus, nur selten rauscht es in dunklen Szenen leicht. Die kräftigen Farben der ästhetischen Bilder wechseln von warmen Sommertönen hin zu unterkühltem Blau während der Krieges. Ton: Schon in ruhigen Szenen auf dem Lande begeistert der 5.1-Mix mit einhüllenden Umgebungsgeräuschen und räumlicher Musik. Bei Kriegsausbruch sorgen Bomben und Schüsse (36:00) für druckvollen wie plastischen Rundum-Sound. Extras: Entfallene Szenen (3:04), Making-of…
Die zahlreichen Split-Screen-Montagen dieser Konzert-Dokumentation über Elvis Presleys Tour durch 15 amerikanische Städte 1972 waren nichts Neues. Schon der Woodstock-Film hatte diese Technik benutzt. Der Effekt war jedoch der gleiche: Selten zuvor hatte man den ‚King‘ so hautnah und intim erleben können – sei es auf der Bühne, Backstage, auf Reisen oder im Studio. Die 25 Elvis-Titel (live und im Studio) klingen zuweilen etwas dünn im Bass. Bei den Bühnen-Performances kommen die Vocals aus dem Center, der Bass von links, Background-Vocals von rechts und hinten – alles analog zur Bühnenaufstellung. Der Cinemascope-Transfer rauscht je nach Ausleuchtung der Szenen mal mehr,…
In vier Akten erzählt die Puccini-Oper von den Liebenden Rodolfo (Teodor Ilincai) und Mimi (Hibla Gerzmava). Ihre Verbindung wird auf tragische Weise getrennt, als Mimi der Schwindsucht erliegt. Die von John Copley inszenierte Aufführung aus dem Royal Opera House in London wird von Dirigent Andris Nelsons souverän geleitet. Der dynamische 5.1-Mix verteilt die Vokalisten analog zur Bühnenaufstellung auf die Front, von hinten erklingt Orchester-Hall. Das rauscharme Bild ist scharf und detailreich. Extras: Interviews (8:06), Fotogalerie, 32-seitiges Booklet. Die Wertung Film 5 von 6 Punkten Bildqualität 5 von 6 Punkten Tonqualität 5 von 6 Punkten Bonusmaterial 2 von 6 Punkten…
Der geniale Mathematiker John Nash (Russell Crowe) führt eine glückliche Ehe und hat Erfolg im Beruf. Als erste Zeichen einer Geisteskrankheit auftauchen, verändert das sein Leben von Grund auf. Das packende Biopic gewann Oscars für den besten Film, beste Regie, bestes Drehbuch und die beste Nebendarstellerin (Jennifer Connelly). Crowe ging für sein brillante Leistung allerdings leer aus. Bild: Der Transfer ist vor allem in Nahaufnhamen scharf und detailliert, ab der Halbtotalen wird es weicher. Das Filmkorn ist stets sichtbar, stört aber kaum. Ärgerlich sind dagegen die vielen, kleinen Verschmutzungen. Ton: Der schöne Score spielt seidig, aber nicht besonders räumlich. Die…