Autor: Christoph Steinecke

In der spannenden wie optisch opulent verfilmten Adaption von James Dashners SciFi-Bestseller muss sich ein Haufen Jugendlicher den Weg aus einem gigantischen Betonlabyrinth kämpfen. Bild: Als einziger UHD-Starttitel von Fox basiert „Maze Runner“ auf einem 4K-Digital-Intermediate. Da der Film allerdings nur in 2,8K-Auflösung gedreht wurde, relativiert sich dieser Vorteil wieder. Zumindest bei Nah- und Halbnahaufnahmen geizt die UHD-Scheibe nicht mit Schärfe und Detailzeichnung und kann sich vom Blu-ray-Pendant absetzen. In Totalen des Labyrinths und der zentralen Waldlichtung lässt der Cinemascope-Transfer aber, wie schon auf der Blu-ray, Plastizität vermissen. Die Farben wirken meist etwas bedeckt und verleihen dem Film eine triste…

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Die schön fotografierte Dokumentation zeigt die beliebtesten und teils weltberühmten Reiseziele im Westen der USA. So wird der Zuschauer unter anderem zur Golden Gate Bridge, dem Grand Canyon und dem Yosemite Nationalpark entführt. Bild: Das rauschfreie 1,78:1-Bild sieht je nach Drehort und Kameraeinstellung mal knackig und feinauflösend, mal nur gut scharf aus. Vollwertiges 4K-Feeling stellt sich entsprechend nur hin und wieder ein, besser als die Blu-ray sieht es aber auf jeden Fall aus. Auf eine HDR-Encodierung wurde verzichtet, was einen Punkt kostet.    Ton: Die 5.1-Abmischung untermalt die Bilder mit räumlicher wie unspektakulärer Musik. Der Sprecher klingt natürlich und stets…

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Statt der klassischen Peter-Pan-Geschichte zu folgen, erzählt der britische Regisseur Joe Wright („Anna Karenina“, „Stolz und Vorurteil“) den Ursprung des fliegenden Jungen aus dem Klassiker von J.M. Barrie – angefangen von seiner Entführung aus dem Waisenhaus, über den Kampf gegen Kapitän Blackbeards Piraten (u.a. Hugh Jackman) bis hin zu seiner gefahrvollen Reise ins Reich der Feen. Bild: Schärfe und Feinzeichnung des Cinemascope-Transfers fallen meist sehr hoch aus (u.a. die detailreichen Holzverzierungen des Schiffs bei 86:25), der Auflösungsvorteil gegenüber der bereits sehr guten Blu-ray ist allerdings gering (als Vorlage musste einmal mehr ein 2K-Digital-Intermediate herhalten). Auch auf der UHD-Scheibe wirken Totalen…

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Eine Serie von bizarren Morden hält den FBI-Veteran Joe Merriwether (Jeffrey Dean Morgan) auf Trab. Am Ende seiner Weisheit angekommen, bittet er einen mit übernatürlichen Begabungen gesegneten Psychoanalytiker (Anthony Hopkins) um Hilfe. Trotz starkem Cast und packender Story will der Thriller-Funke nie recht überspringen. Bild: Nicht zuletzt aufgrund der für einen Psychothriller guten Szenenausleuchtung ist die Detail- und Kantenschärfe sehr gut. Auch der Kontrastumfang gefällt, die Farben wurden entsättigt, um zumindest etwas unfreundlich-triste Stimmung zu verbreiten. Ton: Vor allem während der Eingebungen des Seelenklempners läuft der detailreiche wie dynamische 5.1-Mix zur Surround-Hochform auf (18:42, 49:15). Extras: Interviews (14:02), Trailer. Die…

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In einer der schrägsten Romantik-Komödien der 1990er-Jahre entführt der eigentlich bodenständige Raumpfleger Robert (Ewan McGregor) die hübsche wie hochnäsige Tochter (Cameron Diaz) seines skrupellosen Chefs. Bild: Leider hatte Kochmedia für diese Blu-ray-Weltpremiere nur Zugriff auf eine verschmuzte, verrauschte und teils überschärfte Vorlage (erstmals im Cinemascope-Format), die nicht ansatzweise HD-Feeling versprüht. Mal ist das Bild an der Seite abgedunkelt (26:36), mal völlig unscharf (38:04).    Ton: Der 5.1-Mix wirkt zurückhaltend bis lustlos, zudem sind Dialoge nicht immer gut verständlich.  Extras: Making-of (16:55), Interviews (6:28), Szenen vom Set (3:35), Open-Matte-Versionen des Films in SD-Auflösung (siehe News „Ein Film, drei Formate“), Bildergalerie. Die…

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Knapp zehn Jahre nach der US-Veröffentlichung erscheint David E. Kelleys beliebte 1990er-Jahre-Serie über eine nur oberflächlich betrachtet vollkommen normale Kleinstadt auch bei uns auf DVD. Wie viele Serien dieser Ära wurde „Picket Fences“ auf 35mm-Zelluloid gedreht, aber auf SD-Videobasis weiterverarbeitet, entsprechend mäßig war die Bildqualität der TV-Ausstrahlungen. Für dieses DVD-Release griff man hingegen auf das ursprüngliche 35mm-Mate­rial zurück. Daher können wir uns über ein scharfes und knackiges Bild (im Original-4:3-Format) freuen. Selbst stilistische Mittel wie Gegenlichtaufnahmen oder diffuse Lichtquellen (märchenhafte Heile-Welt-Optik) können der Qualität wenig anhaben. Lediglich einige Eröffnungsszenen, sogenannte „establishing shots“, fallen qualitativ ab, da bei ihnen auf das…

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Ein deutscher Bürokrat (Christoph Maria Herbst) soll auf der griechischen Insel Paladiki für seine Bank in Erfahrung bringen, ob die bei der Kreditvergabe genannten Sicherheiten tatsächlich existieren. Mit seiner spießigen Mentalität macht er sich dabei wenig Freunde unter den Einheimischen. Die Fish-out-of-Water-Komödie wurde aufgrund der Griechenlandkrise verschoben (siehe News „Verschobene Filme“). Bild: Das sonnige Eiland sieht genauso scharf, bunt (meist mit blauem Einschlag) und kontrastreich aus wie im Reiseprospekt. Ton: Nach dem sprichwörtlichen großen Knall zu Beginn geben die Front-Lautsprecher den Ton an. Erst beim explosiven Finale (72:29) machen sich die Rears wieder bemerkbar, sogar bei Stimmen (77:16). Extras: Making-of (17:37),…

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Anhand von drei bahnbrechenden Produktvorstellungen (Macintosh, Next, iMac) liefert Regisseur Danny Boyle ein faszinierendes Charakterporträt des legendären Apple-Gründers (Michael Fassbender). Bild: Die in 16 Millimeter auf Zelluloid gebannte Mac-Präsentation kommt grob verrauscht und detailarm daher (3 Punkte), die Next-Vorstellung ist dank 35-Milli-meter-Dreh schärfer, das Filmkorn feiner aufgelöst (4 Punkte). Die digital eingefangene iMac-Premiere ist am schärfsten und rauschfrei (5 Punkte).  Ton: Nach gemächlichem Beginn legt der 5.1-Mix mit jeder Vorstellung zu, gelegentlich spielen sogar alle Boxen zusammen auf (Trampeln bei 71:25). Extras: Zu zwei hintergründigen Audiokommentaren mit Danny Boyle und den Autoren gesellt sich ein nicht minder interessantes Making-of  (44:11).…

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Die hervorragende Doku „All or nothing at all“ des US-Senders HBO zeigt ein persönliches Portrait über Leben und Werk des legendären Entertainers. Bild- und Tonqualität: Aufgrund der vielen alten Aufnahmen fallen Bild und Ton bestenfalls mittelmäßig aus. Extras: Die limitierte Deluxe-Box birgt neben einem Booklet und sechs hochwertigen Fotokarten auch Sinatras „Retirement Concert“ von 1971 (43:10) auf DVD und CD sowie das 1965 vom US-Sender CBS ausgestrahlte Special „Sinatra with Walter Cronkite“ (46:39) auf DVD. Die Wertung  Musik 6 von 6 Punkten Bildqualität 3 von 6 Punkten Tonqualität 2 von 6 Punkten Bonusmaterial 4 von 6 Punkten Die technischen Daten…

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Die britische Historikerin Gertrude Bell (Nicole Kidman) entflieht ihrem tristen Leben nach Persien. Dort macht sie sich Anfang des 20. Jahrhunderts als Entdeckerin der Wüste einen Namen. Werner Herzogs Biografie über das teils tragische Leben der Forscherin bleibt inhaltlich leider flach. Bild: Die Szenen in England wurden entsättigt, der sonnige Orient sieht jedoch hell und farbkräftig aus. Schärfe und Kontrast sind gut, allerdings dürften Kleidung und Gesichter besser durchgezeichnet sein. Ton: Die von orientalischen Klängen geprägte Musik inklusive teils wuchtigem Gesang drückt dem 5.1-Mix ihren Stempel auf. Effekteinsatz von hinten ist selten (Vogelzwitschern um 27:10), dann aber räumlich. Extras: Zu…

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