Ursprünglich hatte Steven Spielberg, der jetzt nur als Geldgeber fungiert, die Idee für "Eagle Eye" bereits vor zehn Jahren. Doch die Technologie war seinerzeit noch nicht so weit und der Film wäre völlig unglaubwürdig gewesen. Dies verrät uns Produzent Alex Kurtzman gleich zu Beginn des 25-minütigen Making-ofs. Dumm nur, dass der Film auch im Jahr 2009 völlig unglaubwürdig ist. Sowohl was die gezeigte Technik als auch das Verhalten aller Beteiligten anbelangt. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt mit "Eagle Eye" einen furios inszenierten Hightech-Thriller von hoher Intensität und mit charismatischer Darstellerriege. Eigentlich ist Jerry Shaw (Shia LaBeouf) ein ganz normaler Mittzwanziger,…
Autor: Christoph Ebert
Vier männliche Jungfrauen wollen bis zum Abschlußball in wenigen Wochen endlich zum Schuss kommen. Doch beim anderen Geschlecht zu landen, erweist sich schwieriger als erwartet. Der Komödien-Klassiker lockte vor knapp zehn Jahren über sechs Millionen Besucher in die Kinos. Bildqualität: Zwar sieht das Geschehen aufgrund fehlender Kompressionsartefakte filmischer aus als auf DVD, der Gewinn an Plastizität und Detailzeichnung hält sich jedoch in Grenzen. Ferner wirk das Bild oft zu dunkel (9:10). Enttäuschend. Tonqualität: Auch in DTS-HD High Resolution (2,0 MBit/s) kommt der mit Hit-Songs gespickte Score frontlastig und nicht sonderlich dynamisch daher. Extras: Making-of (21:23), Interviews (10:08),…
Wie die DVD (audiovision 11-2007) erzielt die Blu–ray-Disc unsere Bild-Höchstwertung. Einziger Mini-Kritikpunkt: Durch die digitale Nachbearbeitung geht in einigen Szenen das letzte Quäntchen Schärfe flöten. Trotzdem: Nur eine Hand voll HD-Scheiben sehen noch besser aus (u.a. "Casino Royale", "Fluch der Karibik"). Die detailreiche wie dynamische 5.1-Abmischung klingt so genial wie auf DVD. Im A/B-Vergleich wirkt der englische Master-Audio-Mix allerdings noch differenzierter und luftiger. Trotzdem verdient sich auch der deutsche Track die (knappe) Höchstwertung. Beim Bonusmaterial zieht die Blu-ray-Disc hingegen den Kürzeren, denn der offenherzige Audiokommentar, die entfallenen Szenen, die Set-Tour mit Justing Long und zwei Hintergrund-Featurettes wurden nicht von der…
Drei Versionen seiner "Unheimlichen Begegnung der dritten Art" brachte Steven Spielberg im Laufe der Jahre unters Volk. Der Kinoversion folgte 1980 eine um drei Minuten gekürzte Fassung. Hier flogen komplette Szenen raus, für viel Geld nachgedrehte Traumsequenzen kamen rein, ebenso ein erweitertes Raumschiff-Finale. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums setzte Spielberg 97 erneut die Schere an und präsentierte uns seinen Director’s Cut. Das Bonusmaterial: Dank Seamless-Branching-Technik befinden sich alle drei Filmfassungen auf der Blu-ray-Disc. Optional einblendbare Farbicons informieren über die Schnittfassung, die man gerade schaut (Bild rechts). Bei so viel Film mussten die restlichen Boni auf einer zweiten Disc ausgelagert werden. Das…
Ex-Knacki Jensen Ames (Jason Statham) wird für den Mord an seiner Frau, den er natürlich nicht begangen hat, zu lebenslanger Haft verurteilt. Um seinen Knastaufenthalt zu verkürzen, nimmt er an einem mörderischen Autorennen teil, dass live im Internet übertragen wird und so die Taschen der skrupellosen Gefängnisdirektorin (meist stoisch auf Bildschirme starrend: Joan Allen) füllt. Dass das Hauptaugenmerk des postapokalyptischen Action-Spektakels nicht auf Charakterzeichnung oder einer pfiffigen Story liegt, wird im hörenswerten Audiokommentar klar. Auch in den mit Interviews und Mini-Videosegmenten angereicherten Bild-in-Bild-Track sollte man reinschauen, denn hier werden nicht nur Ausschnitte aus den beiden normalen Featurettes zweitverwertet. Der 20-minütige…
Trotz raschem Quotentod wurde Joss Whedons ("Buffy", "Angel") schräger Mix aus Western und Science-Fiction zum Kult. Da verwundert eine so frühe HD-Veröffentlichung (erst die zweite TV-Serie auf Blu-ray von Fox) nicht. Jedoch enttäuscht die Bildqualität, vor allem im Vergleich zur Leinwand-Adaption von 2005. So liegt die Tiefenschärfe und Detailzeichnung bei schlechter Ausleuchtung kaum über DVD-Niveau. Hauptproblem sind die oft vermatschten Computereffekte, die nur in Standard-Auflösung produziert wurden. Auch tonal ist die Blu-ray keine Offenbarung. Der deutsche 5.1-Mix klingt frontlastig und dünn und stellt keine Verbesserung gegenüber dem 2.0-Mix der DVD dar. Ganz anders der englische 5.1-Track, der offen und weiträumig…
"Wir werden diesen Film besser machen" lässt Daniel Craig im Bonusmaterial verlauten. Leider hielt er dieses Versprechen nicht. Zu hektisch und zu gehetzt wirkt das 22. Bond-Abenteuer. Bis zum ersten Schuss vergeht eine Minute, nach vier Minuten endet die Pre-Titel-Sequenz und gute 90 Minuten später ist der Film vorbei. Selbst der Abspann läuft schneller als gewöhnlich. Hinzu kommt, dass die klassischen Bond-Elemente praktisch komplett verschwunden sind. Kein geschüttelter Wodka Martini, keine "Bond, James Bond"-Vorstellung, kein gar nix. Und so fühlt sich "Ein Quantum Trost" oft wie das neueste Bourne- und nicht wie das neueste Bond-Abenteuer an. Auch inhaltlich geht man…
Im dritten Teil von Spider-Man hat Peter Parker es endlich geschafft, seine Liebe zu Mary Jane und seine Pflichten als Superheld in Einklang zu bringen. Doch schon ziehen am Horizont dunkle Wolken auf. Als sich Spider-Mans Anzug plötzlich pechschwarz verfärbt und ihm neue, ungeahnte Kräfte verleiht, verändert dies auch Peter und bringt die dunklen, rachsüchtigen Seiten seines Charakters ans Licht, Eigenschaften, die er schwer kontrollieren und beherrschen kann. Und bald ist Peter gezwungen, sich zwischen der verführerischen Kraft des neuen Anzugs und dem mitfühlenden Helden, der er einst war, zu entscheiden – denn zwei der meist gefürchteten Schurken, Sandman und…
Ein Jahr nach der HD-DVD (Test in audiovision 6-2007) erschien im Juli 2008 die Blu-ray-Disc von "Batman Begins". Nachdem der Industriellensohn Bruce Wayne die Ermordung seiner Eltern mit ansehen musste, begibt er sich zur Sinn- und Mördersuche nach Asien. Dort lässt er sich bei einer geheimen Organisation zur Kampfmaschine ausbilden, um bei der Rückkehr in den Moloch Gotham sein Alter Ego Batman zu enthüllen. Den Gequälten, Geknechteten und Ausgebeuteten steht nun ein neuer, furchtloser Beschützer zur Seite. Den Super-Bösewichten Dr. Jonathan Crane und Ra’s Al Ghul droht ein gnadenloser Widersacher. Bildqualität: Leider hat Warner das Video-Encoding übernommen und nicht für…
Des einen Leid ist des anderen Freud: Als 2006 die Produzenten des ersten "Hellboy"-Abenteuers pleitegingen, sicherte sich Universal die Rechte am roten Comic-Helden – und bewies den richtigen Riecher. Denn das Sequel spielte mit 160 Millionen Dollar nicht nur das Doppelte seiner Produktionskosten, sondern auch 60 Millionen mehr als der Vorgänger ein. Ein Grund für den Erfolg: Statt Altbekanntes aufzuwärmen, verbesserte Regisseur Guillermo del Toro die Franchise-Fortsetzung an allen Ecken und Enden. Das fängt bei komplexeren Charakteren an, setzt sich mit ausgereifteren Computereffekten fort und gipfelt in einem Produktionsdesign, das an Ideenreichtum kaum zu übertreffen ist. Und wenn Hellboy mit…