"Es war schon die Idee, dass der Zuschauer sich mit den Baader-Meinhof-Leuten identifiziert, aber eben nur bis zu einem gewissen Punkt." Diese Aussage von Regisseur Uli Edel aus dem Making-of beschreibt perfekt den Balanceakt, den er beim Dreh erfolgreich bewältigte. Spannend und authentisch rekonstruiert die 20 Millionen Euro teure Verfilmung des gleichnamigen Buchs von Ex-Spiegel-Chef Stefan Aust die RAF-Terroranschläge gegen den westdeutschen Staatsapparat in den 70er-Jahren. Dabei entsteht ein beklemmendes Psychogramm der führenden Köpfe Ulrike Meinhof (Martina Gedeck), Andreas Baader (Moritz Bleibtreu) und Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek). Zugegeben, das oscarnominierte Drama ist trotz zweieinhalbstündiger Laufzeit eine Geschichtsstunde im Expresstakt,…
Autor: Christoph Ebert
Der TV-Terminator setzt zeitlich zwischen dem zweiten und dritten Kinofilm ein. Sarah Connor und Sohn John leben unscheinbar in einer Kleinstadt. Auf einmal taucht aus der Zukunft ein Terminator auf, um John zu töten. Soweit, so bekannt. Neu ist, dass eine Terminatrix den Connors zur Hilfe eilt. Zu Dritt flüchtet man ins Jahr 2007, um den Aufstieg der Maschinen und den Fall der Menschheit zu verhindern. Aufwändige Spezialeffekte und viel Action gibt’s nur im Pilotfilm. Denn die folgenden Episoden konzentrieren sich auf die innere Zerrissenheit der Charaktere. Kein Wunder, dass sich in den USA die Quoten im Eiltempo halbierten. Auch…
Nach der Auflösung von The Police machte sich Frontmann Sting auf zu neuen musikalischen Ufern. Gleich das erste, von Jazz-Einflüssen geprägte Soloalbum "The Dream of the Blue Turtles" begeisterte mit Hits wie "If You Love Somebody Set Them Free" oder "Russians". Der Musikfilm "Bring on the Night" von Michael Apted ("Gorillas im Nebel") dokumentiert das Zusammenkommen einer illustren Schar von Musikern, die Sting in der Folgezeit für eine Tournee um sich scharte. Man wird Zeuge der ersten Proben auf einem französischen Schloss sowie des Auftaktkonzerts in Paris. Dazwischen gibt’s handfeste Diskussionen zwischen den Bandmitgliedern über die Interpretation bestimmter Songs, Interviews…
Der lose auf dem gleichnamigen Robert-Ludlum-Bestseller aufbauende Thriller präsentiert uns einen Agenten, der zuerst nichts von seinem Glück ahnt. Völlig ohne Erinnerungsvermögen rekonstruiert Jason Bourne (Matt Damon) zusammen mit der schönen Marie (Franka Potente) die Rätsel um seine Person. Ein mörderisches Katz-und-Maus-Spiel beginnt. Perfekt inszenierter Agententhriller der alten Schule. Bildqualität: In Anlehnung an die Agenten-Thriller der 70er-Jahre wurde auf Hochglanzoptik verzichtet. Stattdessen gibt es eine leichte Körnung, meist kühle Farben und ein oft etwas zu dunkel wirkendes Bild. Diese stilistischen Entscheidungen gehen zu Lasten der Plastizität und Deteilzeichnung. Und so sieht "Die Bourne Identität" wie schon auf HD-DVD (Test in…
Bezüglich dieser Blu-ray-Veröffentlichung gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Zuerst die gute: Es wurde ein neuer High-Definition-Transfer angefertigt, der sich am Original-Look der Kinovorführung orientiert und von den Filmemachern abgesegnet wurde. Und jetzt die schlechte: Das Bild ist nicht nur detailarm und für HD-Verhältnisse zu unscharf, sondern auch blasser, kontrastschwächer und ein ganzes Stück dunkler (oft sieht man im wahrsten Sinne des Wortes nur schwarz) als alle bisherigen DVD-Versionen. Objektiv betrachtet enttäuscht die Bildqualität von Francis Ford Coppolas hypnotischer Adaption des klassischen Bram-Stoker-Schauerromans. Dass dies angeblich alles seine Richtigkeit hat, ist da nur ein schwacher Trost. Wenig detailreich,…
Im Vergleich zu den beiden Fortsetzungen enttäuscht die Optik des Originals. Allzu oft wirkt das Bild vermatscht (Laborszene, 6:35) und an harten Kantenverläufen lassen sich regelmäßig die Auswirkungen einer elektronischen Nachschärfung beobachten (schwarze Anzüge vor hellem Hintergrund, siehe Bild unten). Am Encoding kann es angesichts der AVC-Videobitrate von durchschnittlich 25 MBit/s nicht liegen. Auch das Rauschen stört, ist aber von Regisseur Sam Raimi angeblich so gewollt. Unterm Strich schrammt die Bildqualität denkbar knapp an einer 3er-Wertung vorbei. Die 5.1-Abmischung gibt hingegen kaum Anlass zur Klage, auch wenn das Sound-Design nicht so aggressiv daherkommt wie bei den Fortsetzungen. In puncto Klangtreue…
Gegenüber Teil 1 fällt umgehend der höhere Schärfegrad und die deutlich bessere Detailzeichnung auf. Gesichter sind fast durchgehend plastisch und die Häuserschluchten New Yorks bieten eine enorme Tiefenschärfe. Nur wenige Einstellungen können das Top-Niveau nicht halten. Dicke fünf Punkte. Auch beim Ton toppt Teil 2 das Original. Wenn immer Doc Oc mit seinen Armen herumfuchtelt, spielt die 5.1-Abmischung auf Referenz-Niveau und kann sich in puncto Detailreichtum und Basspräzision vom Dolby-Track der DVD absetzen. Leider wurden ruhige Momente sehr lustlos vertont. Extras: Boni gibt es keine, dafür kann man Lesezeichen setzen und zwischen der 127-minütigen Kinofassung und dem 136-minütigen Extended-Cut wählen.…
Als Universums erster HD-Titel verdient das "Schweigen der Lämmer"-Prequel unsere besondere Aufmerksamkeit. Ärgerlich für alle: Die Tonspuren lassen sich nur über das Menü wechseln. Die Disc verfügt sowohl über ein Hauptmenü als auch über ein Popup-Menü, das unter anderem die Restzeit des Films numerisch und grafisch anzeigt. Neben einem Audiokommentar ist das einzige Extra auf der HD-DVD eine Online-Anbindung. Zum Testzeitpunkt konnte man allerdings nur auf Texttafeln, eine Bildergalerie und Trailer zugreifen. Die restlichen Boni befinden sich auf einer zweiten Disc. Bei Scheibe Nummer zwei handelt es sich um eine gewöhnliche DVD, und zwar um die Bonus-Disc der Doppel-DVD-Edition (Test…
Begleitet von zum teil esoterisch anmutenden Instrumentalklängen entführt der Imax-Film aus dem Jahr 1985 den Zuschauer eine dreiviertel Stunde an die schönsten Schauplätze der Welt: Im Zeitraffer geht es von den Weiten des Monument Valley (Marlboro Country) über die ägyptischen Pyramiden bis hin zu den mit Autos verstopften Häuserschluchten von New York. Auch auf HD-DVD erhältlich. Bild- und Tonqualität: Trotz aufwändiger Restauration am 65mm-Filmnegativ wird die Bildqualität den fantastischen Aufnahmen unseres Planeten leider nicht vollends gerecht. Denn neben gelegentlichen Verschmutzungen und unpassenden Grießeleinlagen zeichnen sich Details nie so scharf ab, wie auf HD möglich – und auch die Tiefenschärfe kann…
Als die Fitnesstrainerin Linda (Frances McDormand) und ihr dümmlicher Kollege (Brad Pitt) in der Umkleide eine CD mit geheimen CIA-Informationen finden, wittern sie das große Geschäft. Doch der nicht sonderlich intelligente Erpressungsversuch wird von einem umtriebigen US-Marshall (George Clooney) behindert. Verschachtelte Komödie mit skurrilen Charakteren und viel schwarzem Humor – so wie man es von den Coen-Brüdern ("Fargo", "Big Lewboski") kennt. Bildqualität: Das Bild verfügt über eine durchgehend tolle Schärfe. In Nahaufnahmen erkennt man problemlos Einzelheiten wie Fältchen und Hautporen (12:35, 79:13). Auch das feine Filmkorn wird sehr gut herausgearbeitet. Nur der überzogene Kontrast (die vielen hellen Bildbereiche überstrahlen zuweilen)…