Als eines Tages Untote durch Londons Straßen schlurfen, versucht sich der erfolglose Elektroverkäufer Shaun samt Freunden und Familie zum nächsten Pub durchzuschlagen. Romantische Zombie-Komödie mit den Brit-Starkomikern Nick Frost und Simon Pegg. Bildqualität: Die meist sonnendurchfluteten Außenaufnahmen sind scharf, bunt, kontrastreich – könnten aber teilweise noch plastischer sein (59:35). Während schlecht ausgeleuchteter Innenaufnahmen wie dem 25-Minuten-Showdown in der Kneipe grießelt es hingegen etwas grob und die Detailzeichnung und Plastizität gehen in die Knie. Unterm Strich reicht es für knappe fünf Punkte. Tonqualität: Mit ordentlichen Dynamiksprüngen, diversen Basseinlagen und verspielten Surroundeffekten sorgt die 5.1-Abmischung für den ein oder anderen Schockmoment.…
Autor: Christoph Ebert
Als bekannt wurde, dass Walt Disney einen abendfüllenden Zeichentrickfilm plant, hielt man ihn für bekloppt und nannte die Idee "Walts Torheit". Doch nach der Uraufführung 1937 war es "Walts Geniestreich", denn das auf den Gebrüder Grimm basierende Märchen über eine von ihrer Stiefmutter verfolgte Schönheit, die bei Zwergen Unterschlupf findet, avancierte zu einem Meilenstein der Kinogeschichte. Und der kommerzielle Erfolg ebnete den Weg für folgende Disney-Projekte. Abgesehen von den bei Disney üblichen Spielchen, Musikvideos und Mitsing-Liedchen würdigt die auf zwei Blu-ray-Discs und eine DVD verteilte Bonussektion die historische Bedeutung des Klassikers angemessen. Toll ist vor allem das aus 13 interaktiven…
Anhand von "Nachts im Museum" kann man schön sehen, welche Entwicklung das Blu-ray-Format in den letzten Jahren vollzogen hat bzw. welchen Stellenwert es bei den Studios mittlerweile einnimmt. So hatte Teil 1 auf DVD viele Boni, auf der Blu-ray fand sich nur ein Audiokommentar. Beim Sequel muss die DVD hingegen mit zwei Mini-Featurettes auskommen, während Blu-ray-Käufer Extras ohne Ende bekommen. Die Qualität dieser Extras variiert allerdings stark. So entpuppen sich die beiden Audiokommentare als eher mau, denn man konnte keins der komödiantischen Schauspiel-Schwergewichte zur Teilnahme bewegen. Eine interaktive Schnitzeljagd während des Films gestaltet sich hingegen als recht unterhaltsam – vorausgesetzt…
Nach Dolph Lundgren (1993) und Thomas Jane (2004) schlüpft diesmal der wenig bekannte Ray Stevenson in die Rolle des unerbittlichen Rächers aus dem Marvel-Comic-Universum. Mit wenig Worten und menschenverachtender Brutalität zieht der ehemalige Polizist Nacht für Nacht gegen das organisierte Verbrechen zu Felde. Zusätzlich zu der von uns getesteten SPIO/JK-Version (siehe Kasten) veröffentlicht Sony eine um 60 Sekunden gekürzte FSK-18-Fassung auf Blu-ray. Bildqualität: Kam die Bildqualität der 2004er-Version kaum über DVD-Niveau hinaus, bietet "War Zone" ein durchweg scharfes und plastisches HD-Bild – nicht zuletzt da man auf Rauschfilter verzichtete. Auch das von den Filmemachern oft eingesetzte Grießeln (Schmuddel-Look) wird so…
Ridley Scotts Historienfilm über den römischen General Maximus (Russel Crowe), der nach einer Verschwörung als Gladiator um sein Leben kämpft, steht in einer Reihe mit Monumentalfilmen wie "Ben Hur" und "Spartacus". Monumental waren auch die Erwartungen an die Blu-ray. Das Fazit: Mit Ausnahme der Bildqualität (siehe Kasten rechts) heimst das Zwei-Disc-Set im Steelbook überall unsere Höchstwertung ein. Vor allem die Boni sind der Hammer, auch wenn man sie bereits zum Großteil kennt, wie die Audiokommentare. Die fesselnde Unterhaltung zwischen Russel Crowe und Ridley Scott während der Extended-Edition gehört zu den besten Tracks, die uns je zu Ohren gekommen sind. Blu-ray-exklusive…
Mit über 20 Millionen Zuschauern avancierte "Willkommen bei den Sch’tis" in Frankreich zum erfolgreichsten Kinofilm aller Zeiten. Nicht nur "Titanic", sondern auch Louis de Funès‘ "Die große Sause", die seit 1966 den französischen Rekord mit 17 Millionen verkaufter Eintrittskarten hielt, wurde übertroffen. Hierzulande erreichte die Hitkomödie mit zwei Millionen Kinobesuchern zwar nicht "Titanic"-Niveau, ließ aber Sommer-Blockbuster wie "Transformers 2" und "Terminator 4" hinter sich. Das Erfolgsrezept? Regisseur und Autor Dany Boon vermischt in der Story um einen Postangestellten, der in die Provinz Nord-Pas-de-Calais strafversetzt wird, alle in Frankreich gängigen Vorurteile und Klischees gegenüber Nordlichtern aus dieser Gegend. Doch der Postler…
Wenn ein Franchise künstlerisch und/oder kommerziell am Ende ist, setzen die Produzenten einfach alle Regler auf Null und fangen von vorne an. So geschehen bei "Batman Begins", "Superman Returns", "Casino Royale" oder "Star Trek". Auch die "Fast and the Furious"-Reihe wurde von den Machern mit "Tokyo Drift" (Test rechte Seite) sauber gegen die Wand gefahren. Und so dürfen im vierten Teil der Boliden- und Speed-Franchise wieder Vin Diesel, Paul Walker, Jordana Brewster und Michelle Rodriguez hinter dem Lenkrad Platz nehmen. Doch wie bei den Vorgängern spielt der Plot nur die zweite Geige, im Mittelpunkt stehen erneut PS-starke Verfolgungsjagden, dicke Oberarme…
"Visuelle Effekte sind wie ein Zahnarztbesuch. Du machst sie und erlebst Schmerzen." Diese Aussage von Regisseur Alex Proyas im Making-of kann man getrost auf den gesamten Film übertragen. Dabei besitzt "Knowing" eine interessante Ausgangssituation: Bei der Analyse mysteriöser Zahlenreihen in einem Brief von 1959 entdeckt Astrophysiker John Koestler (Nicolas Cage), dass die Ziffern alle großen Katastrophen der letzten 50 Jahre vorausgesagt haben – bis auf die letzte. Denn die steht der Menschheit noch bevor und hat offenbar apokalyptische Ausmaße. Klingt vielversprechend, doch leider stellen sich bald besagte Schmerzen ein. Die Diagnose: "Knowing" entwickelt sich zur Science-Fiction-Wurzelbehandlung mit Weltuntergangsstimmung, Bibelstunden-Rhetorik, Computereffekten…
Zuerst die gute Nachricht. So schlecht wie die grottige Leinwand-Adaption mit Jean-Claude van Damme und Kylie Minogue von 1993 ist "The Legend of Chun-Li" nicht. Und jetzt die schlechte. Leider ist der Film auch nicht viel besser. Für Kenner von Capcoms weltbekannter Videospiel-Reihe. Der Inhalt setzt laut den Produzenten vor dem zweiten "Street-Fighter"-Game ein. Die Straßen Bangkoks werden von dem skrupellosen Unterwelt-Boss Bison (blass: Neal McDonough) und seinen Schergen (u.a. Michael Clarke Duncan) kontrolliert. Doch als die Konzertpianistin Chun-Li ("Smallville"-Star Kristin Kreuk) erfährt, dass Bison ihren totgeglaubten Vater gefangen hält, lässt sie sich zur Wushu-Fighterin ausbilden, um Rache zu nehmen. …
Die ersten beiden "Underworld"-Filme punkteten in den audiovision-Besprechungen mit Kate Beckinsale im hautengen Latexanzug und temporeicher Action. Eine stringente Story, Charakterisierungen oder ein traditioneller Spannungsbogen? Fehlanzeige. Das gleiche Urteil fällen wir auch bei Teil 3, nur dass diesmal nicht Frau Beckinsale, sondern ihre nicht minder attraktive Landsfrau Rhona Mitra den optischen Blickfang gibt. Auch in puncto Handlung gibt es Neues beziehungsweise Altes zu berichten. Denn bei Teil 3 handelt es sich um ein Prequel, das die mittelalterlichen Ursprünge der Blutfehde zwischen Werwölfen und Vampiren schildert. Einst dienten versklavte Werwolf-Mensch-Hybriden namens Lykaner dem Vampirfürst Viktor als Schutz gegen seine Widersacher. Doch…